Cover-Bild Heartless, Band 1: Der Kuss der Diebin

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18,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Ravensburger Buchverlag
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 480
  • Ersterscheinung: 31.01.2019
  • ISBN: 9783473401789
Sara Wolf

Heartless, Band 1: Der Kuss der Diebin

Simone Wiemken (Übersetzer)

Zera ist mutig, stark und schön – und eine Gefangene, denn ihr Herz ist in der Gewalt einer Hexe. Will Zera ihr Herz zurück, muss sie ihrer Gebieterin einen neuen Diener beschaffen: den ebenso unverschämten wie attraktiven Prinz Lucien, der gerade auf Brautschau ist. Stiehlt Zera sein Herz – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes –, ist sie frei! Doch ihr eiskalter Plan gerät ins Wanken, als Lucien echte Gefühle in ihr weckt …

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.02.2019

Ein Satz mit X...

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…das war wohl nix.


Herrlich! Es ist doch immer wieder erhebend, wenn man sich so richtig schön über ein literarisches Machwerk aufregen kann. Natürlich wäre es schöner, wenn das Buch so gut ist, dass ...

…das war wohl nix.


Herrlich! Es ist doch immer wieder erhebend, wenn man sich so richtig schön über ein literarisches Machwerk aufregen kann. Natürlich wäre es schöner, wenn das Buch so gut ist, dass man sich einfach daran erfreut, aber, um das Phrasenschwein kräftig zu füttern: Das Leben und Lesen ist eben kein Wunschkonzert. Macht man halt aus der Not eine Tugend und wettert ein wenig.

Dabei hatte ich mich doch so auf das Buch gefreut! Seit einer Weile das erste Buch aus dem Genre, das ganz weit oben auf meiner Wunschliste gelandet ist. Allein schon das Cover gefällt mir richtig gut. Vielleicht ein wenig verkitscht, aber alleine von der Haptik macht der Umschlag richtig was her.

Und auch die Leseprobe konnte mich absolut überzeugen. Zera, die Protagonistin, machte auf mich einen ordentlichen Eindruck: Eine trotz ihrer Vergangenheit recht selbstbewusste junge Frau, die zudem nicht auf den Mund gefallen war. Ich habe mich so sehr auf kurzweilige Wortgefechte mit dem Prinzen gefreut, den sie schließlich umgarnen sollte, um an sein Herz zu gelangen. Einziges Manko zu dem Zeitpunkt: Die Hexennamen sind in meinen Augen einfach unfassbar lächerlich. Nightsinger, Firewalker… wie alt ist die Zielgruppe? 11? Aber okay, die Hexen spielen keine dauerpräsente Rolle, da kann ich notfalls darüber hinwegsehen.

Über den ganzen schlimmen Rest dann allerdings leider nicht…

Das Tempo der Story ging nach der Leseprobe erstmal gemütlich in den Keller. Hier wird Zera bei einer quasi, sagen wir mal „Adoptivtante“ auf ihre Rolle bei Hofe vorbereitet. Also sozusagen den im Wald lebenden Bauerntrampel gesellschaftsfähig machen. An sich eine Konstellation, die Potenzial hat, aber irgendwie hat die Autorin es geschafft, mich damit grandios zu langweilen. Die Seiten zogen sich wie Kaugummi ohne besondere Höhe- oder auch Tiefpunkte. Aber zum Glück wird das am Schluss des Buches ausgeglichen, das „große Finale“ ist nämlich sehr hektisch und wischiwaschi auf die Seiten gerotzt. Ich habe das Auftauchen des großen Antagonisten sogar fast überlesen, so plötzlich kam alles. Okay, zwischen zäher, langer Einführung und Schluss war das Tempo meist in Ordnung, da las sich die Geschichte immerhin recht flott weg.

Punkt zwei, die Charaktere… Zera mutierte leider sehr schnell von erfrischender Schnodderschnauze zum emotionalen Hachseufz-Weibchen. Alles, was es dafür brauchte, war ein Blick in die dunklen Augen des Prinzen. Haaach… Nicht wirklich nachvollziehbare, übereilte Liebesentwicklung, bei der allerdings auch nicht viele Emotionen aufkamen, statt ordentlicher gegenseitiger Frotzelei. Schade. Zudem ging Zera auch übermäßig in ihrem Selbstmitleid auf und wenn irgendwann gefühlt auf jeder Seite geschrieben steht, was für ein Monster sie ist, weil sie jemanden getötet hat und ach, wie sehr sie davon verfolgt wird und ach, was für ein Unmensch sie ist, dann kommt da bei mir keine tragische Hintergrundgeschichte an, sondern nur noch nerviges Mimimi. Aber hey, als Ausgleich schwafelt ihr quasi „inneres Monster“ immer in ihre Gedanken und Gespräche rein und möchte einfach alles meucheln, was ihr in den Weg kommt. Blabla, Nebenwirkung des fehlenden Herzens, Rhabarber Rhabarber. Grad in der zweiten Buchhälfte hat es einfach nur noch unfassbar genervt, wenn ständig eine Stimme aus dem Off „TÖTE IIIIIHHHHN!“ keifte. Ein Kunstgriff der literarischen Freiheit, nur leider kein guter.

Apropos literarische Freiheit – der Stil wies auch so einige Tiefpunkte auf. Mit den schnodderigen, umgangssprachlichen Aussagen und Scherzen von Zera und der anderen Charaktere kam ich grundsätzlich klar. Man könnte bemängeln, dass das nicht zu einer am Königshofe spielenden Geschichte passt, aber es hat für mich das Buch zumindest erträglich zu lesen gemacht. Ein paar Mal konnte ich immerhin schmunzeln, juhu! Und dann wiederum gab es solche Prachtkerle von Satzkonstrukten, nach welchen ich das Buch tatsächlich angewidert zuschlagen und weit von mir entfernt weglegen musste:

“Der Spiegel wispert mir zu, dass ich hübsch bin, auch wenn alles, was ich sehe, die verdrehte, verkrümmte Dunkelheit meines Unherzens ist, das aus jeder Pore blutet.”

Ach du meine Fresse… Gibt es online vielleicht einen Generator für „schwurbeligen Fantasykitsch“? Anders kann ich mir das Zustandekommen dieser wüsten, unpassenden Aneinanderreihung von höchstdramatischen Worten nicht erklären. Sorry, aber spätestens hier war es vorbei und ich konnte das Buch einfach nicht mehr ernstnehmen.

Wenig hilfreich waren auch die Fantasywesen, deren Existenz mir doch ein wenig konstruiert und künstlich vorkam. Von wegen „Oh, ich schreibe Fantasy. Hexen gibt’s schon. Bau ich noch ein paar komische Viecher mit ein…“ Irgendwie passte mir hier alles nicht so recht zusammen, als hätte sich die Autorin ein bisschen übernommen und versucht, zu viel in zu wenig Seiten reinzuquetschen. Das Setting blieb teilweise etwas kulissenhaft, die Charaktere teils doch arg oberflächlich. Wer nicht eindeutig schwarz oder weiß war, wurde allzu offensichtlich in eine graue Schublade gequetscht. Die ganze Charakterentwicklung hatte zu wenig Substanz, ging zu schnell vonstatten. Ich bin immer wieder darüber gestolpert, wie wenig Zeit im Laufe der Story überhaupt vergeht. Gefühlt haben sich die Charaktere untereinander verhalten, als würden sie sich im Laufe mehrere Monate kennengelernt haben.

Also wenn ich für jedes Fluchen und ungläubige Kopfschütteln einen Stern abziehen würde, wären wir weit im Minusbereich gelandet. Warum trotzdem zwei Sterne? Weil es zwischen diesen leider sehr großen, miesen Passagen doch ganz gute Momente gab, in denen Tempo und Humor gut harmonierten. Grad das letzte Drittel las sich tatsächlich fast gut, bis das vom Finale mit dem Ar*** wieder eingerissen wird.

Und außerdem muss ja auch trotzdem ein wenig Luft nach unten bleiben – ich habe schließlich trotz allem noch schlechtere Bücher gelesen. Aber trotzdem gibt es nur ganz knapp einen zweiten Stern.

Veröffentlicht am 14.02.2019

Geniale Protagonistin

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Meine Meinung

"Es sind die Herzlosen, denen man nicht entrinnen kann. Sie geben nie auf. Sie schlafen nie. Sie töten, bis nichts mehr übrig ist. ” (Heartless: Kuss der Diebin, S. 66)

Das Buch ist auch ...

Meine Meinung

"Es sind die Herzlosen, denen man nicht entrinnen kann. Sie geben nie auf. Sie schlafen nie. Sie töten, bis nichts mehr übrig ist. ” (Heartless: Kuss der Diebin, S. 66)

Das Buch ist auch ohne Schutzumschlag schon ein Highlight. Jedoch glänzen die silbernen Bereiche auf dem Schutzumschlag im Licht, was wirklich toll aussieht. Das Cover ist düster und geheimnisvoll für mich passt es sehr gut zur Geschichte.

Der Schreibstil der Autorin ist leicht und flüssig, man fliegt nur so durch die Seiten. Außerdem finde ich, dass die Autorin einen richtig tollen sarkastischen Humor besitzt, den sie ihrer Protagonistin Zera mitgegeben hat. Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Zera erzählt.

Zera hat mir von Beginn an richtig gut gefallen. Wie schon oben erwähnt, hat mich ihr sarkastischer Humor für sich eingenommen. Ihre Art die Welt und sich selbst zu betrachten, ist sehr erfrischend. Sie ist stark, mutig und selbstkritisch. Das Leben als Herzlose hat sie ein bisschen demotiviert und sie würde alles dafür geben, ihr Herz wiederzubekommen. Endlich sich nicht mehr wie ein Monster fühlen, geliebt zu werden und die Einsamkeit aufgeben. Denn hinter ihrer taffen Fassade steckt so viel mehr und sie versteckt auch sehr viel vor der Welt. Ihr innerer Kampf hat mich für sich eingenommen, wo hört Zera auf und wo fängt das Monster an. Prinz Lucien ist ein absoluter Traumtyp, geheimnisvoll, unnahbar und heiß.

Während die Geschichte wirklich sehr durch ihre tollen Charaktere lebt, kommt aber auch die Handlung nicht zu kurz. Die Idee der Herzlosen finde ich wirklich unglaublich interessant und auch die Umsetzung hat mich sehr überzeugt. Der Spannungsbogen baut sich immer weiter auf und das Ende ist zum Haare raufen. Wirklich richtig gemein, wirft viel mehr Fragen auf als es beantwortet und das schlimmste ist, es gibt noch nicht mal den zweiten Band auf Englisch. Die Atmosphäre ist wirklich toll eingefangen auf einer Seite die düstere Welt der Hexen und Herzlosen über deren Köpfe ein nahender Krieg hängt. Auf der anderen Seite die Welt der Adligen glamourös, voller Intrigen und Naivität, die die Augen vor dem wirklich verschließen. Dann gibt es auch noch die Liebesgeschichte, die doch eigentlich gar nicht so sehr im Zentrum der Handlung steht wie gedacht und somit sich langsam und intensiv entwickeln kann.

Mein Fazit

Heartless: Der Kuss der Diebin besticht vor allem durch humorvolle, geheimnisvolle und tiefe Charaktere und einer atmosphärischen Weltm daher ist die Geschichte düster, voller Intrigen und Einsamkeit, jedoch entwickeln sich in solch dunklen Momenten auch Freundschaft und Liebe. Mich hat das Buch von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und verzaubert. Zera ist eine unglaubliche tolle Charakterin von der ich einfach nicht genug bekommen kann. Ihre Sicht die Welt zu betrachten ist sehr erfrischend, außerdem ist ihr Sarkasmus genial.

Veröffentlicht am 12.02.2019

Spannend und berührend vom ersten Moment an

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Der brüchige Frieden zwischen den Menschen und den Hexen ist bedroht und es liegt an der jungen Zera den Ausbruch eines Krieges zu verhindern, indem sie den Prinzen Lucien sein Herz stiehlt und ihn so ...

Der brüchige Frieden zwischen den Menschen und den Hexen ist bedroht und es liegt an der jungen Zera den Ausbruch eines Krieges zu verhindern, indem sie den Prinzen Lucien sein Herz stiehlt und ihn so zu einem Herzlosen und damit Werkzeug der Hexen macht. Auch sie selbst ist eine Herzlose und nimmt diesen Auftrag an, um ihr Herz wieder zu erhalten.
Diese Aufgabe erweist sich aber als schwieriger als gedacht und die Geschichte nimmt Wendungen, die die Protagonistinnen nie erwartet hätten.
Der Autorin gelingt es meisterhaft die Leser
innen in die Geschichte einzuführen, sie diese miterleben zu lassen und in ihren Bann zu ziehen.
Ein sehr spannendes Buch was jetzt schon Neugier auf den zweiten Teil weckt.

Veröffentlicht am 10.02.2019

Rezension: Heartless - Kuss der Diebin

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** Rezensionsexemplar**
Eine Frau ohne Herz, 

ein Prinz, der behauptet keins zu haben

und ein Mann, der Jagd auf sie macht.



Allgemeine Angaben zum Buch:

Titel: Heartless - Der Kuss der Diebin

Reihe: ...

** Rezensionsexemplar**
Eine Frau ohne Herz, 

ein Prinz, der behauptet keins zu haben

und ein Mann, der Jagd auf sie macht.



Allgemeine Angaben zum Buch:

Titel: Heartless - Der Kuss der Diebin

Reihe: ja (Trilogie - Teil 1)

Autor: Sara Wolf

Verlag: Ravensburger Buchverlage

Seitenanzahl: 480

Preis: 18,99€

ISBN: 9783473401789

Rezensionsexemplar: ja

Klappentext:

Zera ist mutig, stark und schön – und eine Gefangene, denn ihr Herz ist in der Gewalt einer Hexe. Will Zera ihr Herz zurück, muss sie ihrer Gebieterin einen neuen Diener beschaffen: den ebenso unverschämten wie attraktiven Prinz Lucien, der gerade auf Brautschau ist. Stiehlt Zera sein Herz – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes –, ist sie frei! Doch ihr eiskalter Plan gerät ins Wanken, als Lucien echte Gefühle in ihr weckt …

Cover

Das Cover ist ein absoluter Hingucker und ein deutlicher Anreiz das Buch zu kaufen. Einzig die Haare der Frau haben mich gestört. Zera ist laut Buch blond ... ich habe sie die ganze Zeit mit der Frau draußen verglichen. Aber vielleicht bin ich da auch zu kritisch ... 



Zum Buch:

Sara Wolfs Schreibstil finde ich sehr angenehm zu lesen. Sie beginnt quasi mittendrin und rollt dann erst die Geschichte von vorne auf, um anschließend weiterzuerzählen. Finde ich gut und macht definitiv neugierig. Außerdem erhöht sie deutlich den Spannungsfaktor.

Die Geschichte an sich, war für mich "neu" - Vielleicht gibt es irgendwo Bücher mit ähnlichen Storys, aber bis dato habe ich nicht davon gehört. Daher war es für erfrischend anders. Die Story an sich, ist nicht unbedingt unvorhersehbar, wartet jedoch mit einen Wendungen (gerade zum Ende hin) auf, die mich überrascht haben. Gerade zum Ende des ersten Teils geschieht vieles und das Schlag auf Schlag.

Übrigens ohne zu Spoilern: Das Ende ist fies und hat mich mit zichtausend Fragezeichen zurückgelassen. Danke dafür und auch danke, dass Teil zwei erst im Frühjahr 2020 erscheint ...

Zera ist ein starker Charakter, der sein Ding durchzieht. Sie lässt sich nichts vorschreiben und rebelliert gegen ihre Lage. Ein menschliches "Monster", wenn man die Umstände in Betrachtung zieht. Ich konnte mich gut in ihre Person, den inneren Zwist und die Zerrissenheit hineinversetzen.  Auch Lucien ist toll. Im Laufe des Buches wird deutlich, wer er hinter der höfisches Fassade wirklich ist. Was mir jedoch ein Müh gefehlt hat, ist die Liebesgeschichte zwischen den beiden. Okay sie will ihn umbringen, aber liebt ihn auch. Meines Erachtens stößt sie ihn immer wieder zu schnell weg, BEVOR was passiert. Einen Touch mehr tragische Liebesgeschichte, hätte ich persönlich befürwortet und dann wäre der Cliffhanger noch deutlich mieser geworden :D

Fazit:

Die Idee zum Buch und die Umsetzung finde ich bis auf wenige Punkte super. An manchen Stellen fehlt mir ein Müh Tiefgang, etwas mehr hineinversetzen (gerade in die Nebenfiguren, die oftmals bloß angerissen werden) und ein Hauch mehr Liebe. Daher vergebe ich 4 von 5 Sterne, spreche eine klare Leseempfehlung aus und freue mich schon auf den nächsten Teil ...

Eure Harriot

Veröffentlicht am 09.02.2019

Düster und magisch, mit toller Protagonistin

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Zera ist eine Herzlose, im wahrsten Sinne des Wortes. Ihr Herz gehört einer Hexe, an die sie gebunden ist und die als Einzige ihrem Leben ein Ende setzen kann. Um ihre Freiheit zurückzuerlangen, wieder ...

Zera ist eine Herzlose, im wahrsten Sinne des Wortes. Ihr Herz gehört einer Hexe, an die sie gebunden ist und die als Einzige ihrem Leben ein Ende setzen kann. Um ihre Freiheit zurückzuerlangen, wieder ein richtiger Mensch zu werden und der bösartigen und mordlustigen Glut in ihr zu entkommen, tut Zera alles dafür, ihr Herz zurück zu bekommen. Und genau diese Chance liegt in greifbarer Nähe. Als Gegenzug für ihr Herz und um einen Krieg zu verhindern, muss sie nur dem Kronprinzen Lucien d'Malvane das Herz herausreißen und ihrer Hexe übergeben. Ein Kinderspiel für eine hübsche und unsterbliche Schwertkämpferin wie Zera. Doch um nah genug an Lucien heranzukommen, muss sie in die Rolle einer adligen Frühlingsbraut schlüpfen und wie die anderen um das Herz des Prinzen kämpfen. Und schon bald beginnt sie an ihrer Aufgabe zu zweifeln, denn auch ihr Unherz hat noch ein Wörtchen mitzureden...

Mit einem tollen und flüssigen Schreibstil konnte mich 'Heartless' schnell für sich einnehmen. Und auch Zera konnte mein Herz im Sturm erobern. Sie ist sehr talentiert, scharfzüngig, klug und witzig und trotz der grausamen Glut steckt in ihr ein guter (wenn auch toter) Mensch. Sie kämpft oft gegen ihr Gewissen und versucht für das Richtige einzustehen. Um ihrer Rolle gerecht zu werden, wird sie zur verschollen geglaubten Nichte von Lady Y'shennria. Das Verhältnis zwischen den beiden ist nicht sehr leicht, da Y'shennria ihre Familie an Herzlose verloren hat. Sie ist eine sehr inspirierende Frau mit einer harten und traurigen Vergangenheit. Trotz ihrer Angst riskiert sie viel für Zera und das Verhindern eines neuen Krieges. Ich habe sie und ihre Angestellten im Laufe der Geschichte sehr zu schätzen gelernt.

Der Prinz dagegen konnte mich leider nicht für sich einnehmen. Auch er hat ein gutes Herz und eine traurige Geschichte, doch ganz überzeugen, konnte er mich nicht. Er ist mir auch nach der Geschichte noch sehr fremd und bis auf seine gewissen kriminellen Fähigkeiten konnte ich ihn nicht gut leiden. Sein gewitzter Leibwächter Malachite dagegen war mir recht schnell sympathisch. Als Beneather hat er sehr ausgeprägte Sinne und ist ein großer Krieger.
Zu Fione, einer wichtigen Spionin Y'shennrias, stand ich sehr zwiegespalten. Zum einen ist sie eine sehr beeindruckende und charakterstarke Persönlichkeit, aber zum Schluss kam sie mir ein wenig hochmütig und nervig vor, was mich ein wenig an ihrer Loyalität zweifeln ließ.

Die Spannung im Buch war ebenfalls etwas schwankend. Manche Szenen sind eher dahingeplätschert, wohingegen andere sehr rasant daherkamen. Auch wenn ich immer wissen wollte, wie es mit der Mission und den Charakteren weiterging, ließ ich mich schnell vom Lesen ablenken. Auch wenn sie mir sehr gefallen hat, kam ich erst zum Schluss richtig in der Geschichte an. Mit Prinz Lucien wurde ich bis zum Schluss nicht richtig warm, was ich sehr schade finde. Ich hoffe sehr, dass er mich im nächsten Band mehr beeindrucken kann und ich auch ihn ins Herz schließen kann. Auch an Spannung und Magie hätte ich mir noch viel mehr vorstellen können, ich hatte das Gefühl, nur an der Oberfläche des Möglichen zu kratzen und vieles zu verpassen. Auch hier setze ich auf die Fortsetzung im nächsten Jahr.

Auch wenn 'Heartless' leider kein Herzensbuch geworden ist, haben mir die Umsetzung der Geschichte, die Idee und viele der Charaktere unglaublich gut gefallen. Nach einem extrem fiesen Cliffhanger brenne ich auf Band zwei und freue mich riesig auf Zeras ungewisse Zukunft.


Fazit:

Ein gelungener und mitreißender Auftakt der Heartless-Reihe mit interessanten Charakteren und düsterer Magie.

Ich gebe "Heartless - Der Kuss der Diebin" 4 von 5 Sternen.