Cover-Bild Melmoth
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24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Eichborn
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 336
  • Ersterscheinung: 30.09.2019
  • ISBN: 9783847906643
Sarah Perry

Melmoth

Roman
Ein fesselnder und wunderbar unheimlicher Roman



Helen Franklins Leben nimmt eine jähe Wende, als sie in Prag auf ein seltsames Manuskript stößt. Es handelt von Melmoth - einer mysteriösen Frau in Schwarz, der Legende nach dazu verdammt, auf ewig über die Erde zu wandeln. Helen findet immer neue Hinweise auf Melmoth in geheimnisvollen Briefen und Tagebüchern - und sie fühlt sich gleichzeitig verfolgt. Liegt die Antwort, ob es Melmoth wirklich gibt, in Helens eigener Vergangenheit?



Ein Buch, das einen packt und nicht mehr loslässt. Ein weiteres Meisterwerk von Sarah Perry.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.10.2019

Anspruchsvolles, modernes Schauermärchen

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Bei dieser Rezension wusste ich lange nicht, wie ich beginnen sollte. Melmoth ist ein Buch, das mich zwiegespalten zurückgelassen hat. Es hat mich begeistert und enttäuscht, verfolgt und verwirrt. Ich ...

Bei dieser Rezension wusste ich lange nicht, wie ich beginnen sollte. Melmoth ist ein Buch, das mich zwiegespalten zurückgelassen hat. Es hat mich begeistert und enttäuscht, verfolgt und verwirrt. Ich werde versuchen diesen konfusen Eindruck in Worte zu fassen und hoffe, dass das irgendwie verständlich ist lach.

Meine Meinung


Ein sprachliches Meisterwerk
Wer Sarah Perry kennt, für den wird, wie ich so gehört habe, meine folgende Aussage kaum verwunderlich sein: Sarah Perry ist eine Wortkünstlerin. Für mich war es das erste Buch der Autorin und der Erzählstil faszinierte mich sofort. Er ist einzigartig, fast schon poetisch und scheut sich nicht davor, den Leser direkt anzusprechen, was uns selbst zu Beobachtern der tragischen Ereignisse macht.

Zudem gelingt es der Autorin, eine intensive, vor Anspannung trotzende Atmosphäre zu erschaffen. Die Umgebung, die sie schafft, fühlt sich dicht, wie eine dunkle Regenwolke an, voller Tragik und den Fragen nach Sünde und Schuld. Die Kulisse Prag wirkt dabei weniger als malerische Goldene Stadt, sondern vielmehr wie ein verhängnisvoller Ort, verliert dabei aber nicht seinen Wiedererkennungswert.

Eine Erzählung auf vielen Ebenen*
Doch nicht nur sprachlich hebt sich Sarah Perry von der Masse ab. Auch Erzählerisch ist Melmoth recht eigen. Erwartet habe ich eine moderne Adaption des Schauerrmärchens, welches im England des 19. Jahrhunderts so populär war (und in Austens Northanger Abbey wundervoll parodiert wird) und zu denen auch das 1820 erschienene Melmoth der Wanderer von Charles Robert Maturin, welches unzweifelhaft als Inspiration für Perrys Roman diente, gehört. Ich erwartete, dass das Buch mit denselben typischen Elementen dieser Literaturgattung spielen würde und Melmoth und ihre Geheimnisse das Zentrum der Ereignisse sein würde.

Zunächst erschien diese Erwartung erfüllt zu werden. Helen erhält ein geheimnisvolles Manuskript und spürt im Verlauf der Handlung weitere schriftliche Überlieferungen von Melmoth auf. Diese Überlieferungen nehmen einen Großteil des Buches ein und haben mir besonders gut gefallen. Es berichten unterschiedliche Leute von ihren Begegnungen mit Melmoth und welche Schuld sie auf sich geladen haben, dass diese überhaupt erscheint.
Doch ab der Hälfte des Romans wird klar, dass diese Geschichten, trotz ihres großen Anteils, nicht das Zentrum der Geschichte sind,auch Melmoth ist, wenn auch bedeutsam, nicht der eigenhändige Fokus. Vielmehr ist es eine Erzählung über Schuld, Sünde und eine Aufzeichnung wie Menschen mit diesen Umgehen und das über die Zeit hinweg geschildert.

Prinzipiell hätte ich dagegen nichts einzuwenden gehabt, doch leider verpasste die Autorin für mich den Moment, mich für diese Thematik zu öffnen. Das lag zum einen daran, dass für mich die Verknüpfungen zwischen Manuskripte und Gegenwart, die über den gemeinsamen Nenner Melmoth hinausgehen zu rar und zu spät gesät wurden. Durch die Sprache bedarf es bei diesem Buch ohnehin mehr Konzentration, und durch die zunächst sprunghaft erscheinende Handlung, erschließen sich Zusammenhängen erst relativ spät. Dabei entsteht jedoch auch kein interessanter Spannungsbogen, sondern ich hatte eher das Gefühl, dass alles gewollt kryptisch sein sollte. In einer spannenden Erzählung werden mehr oder weniger offensichtliche Hinweise über die gesamte Handlung hinweg gestreut, um am Ende den Zusammenhang verstehen zu können. Bei Melmoth fühlte es sich eher so an, als hätte mir die Autorin sämtliche Hinweise vorenthalten, und präsentiert mit den Zusammenhang am Ende kommentarlos, sodass ich am Ende mehr Fragezeichen, als vorher im Kopf hatte.

Fazit:


Melmoth in anspruchsvolles, modernes Schauermärchen, voll sprachlicher Eleganz, dass sich zu meiner Enttäuschung jedoch mit Voranschreiten der Handlung immer weiter von der Schauerliteratur entfernt und stattdessen sehr verworren und gezwungen kryptisch ist. Das Buch wird seine Liebhaber finden, leider jedoch nicht in mir.

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Veröffentlicht am 01.10.2019

Melmoth

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Das Cover von Melmoth finde ich sehr schön und geheimnisvoll. Im Buch geht es um Helen, die von einem Freund ein geheimnisvolles Manuskript bekommt in dem es um Melmoth die Zeugin geht. Sie sieht anscheinend ...

Das Cover von Melmoth finde ich sehr schön und geheimnisvoll. Im Buch geht es um Helen, die von einem Freund ein geheimnisvolles Manuskript bekommt in dem es um Melmoth die Zeugin geht. Sie sieht anscheinend alles was man macht sei es gut oder schlecht. Und sie kommt einen holen, mit blutigen Füßen.
Der Schreibstil war für mich ein bisschen anstrengend. Es wurde in der Erzähler-Form geschrieben, bei der man als Leser manchmal aber direkt angesprochen wurde, wie z.B. „Sehen Sie?“
Die Geschichte an sich war ganz okay für zwischendurch, bei der man sehen konnte, dass man nicht alles in sich hineinfressen sollte und sich selber andauernd Schuldgefühle geben soll. Ich fand das Buch war eine gute Abwechslung und gebe ihm 3 Sterne.

Veröffentlicht am 01.10.2019

die Gänsehaut blieb aus

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Inhalt:
Ein fesselnder und wunderbar unheimlicher Roman

Helen Franklins Leben nimmt eine jähe Wende, als sie in Prag auf ein seltsames Manuskript stößt. Es handelt von Melmoth - einer mysteriösen Frau ...

Inhalt:
Ein fesselnder und wunderbar unheimlicher Roman

Helen Franklins Leben nimmt eine jähe Wende, als sie in Prag auf ein seltsames Manuskript stößt. Es handelt von Melmoth - einer mysteriösen Frau in Schwarz, der Legende nach dazu verdammt, auf ewig über die Erde zu wandeln. Helen findet immer neue Hinweise auf Melmoth in geheimnisvollen Briefen und Tagebüchern - und sie fühlt sich gleichzeitig verfolgt. Liegt die Antwort, ob es Melmoth wirklich gibt, in Helens eigener Vergangenheit?

Ein Buch, das einen packt und nicht mehr loslässt. Ein weiteres Meisterwerk von Sarah Perry.

Meinung:
Die Autorin war mir bisher gänzlich unbekannt und ich hatte mir bei Melmoth einen düsteren Fantasyroman vorgestellt, der mir vielleicht sogar Gänsehaut bescheren würde.

Der Stil der AUtorin ist sehr speziell und anfangs hatte ich dezente Schwierigkeiten mich mit dem Schreibstil anzufreunden. Die Handlung wird in verschiedenen Perspektiven aufgezeigt, auch Zeitsprünge im Verlauf der STory bleiben nicht aus. In die Charaktere erhalten wir tiefe und vor allem düstere Einblicke über deren Sünden und Vergangenheit.

Leider kam dieses magische, dieses düstere nicht ganz so gut rüber. Es gab einige Szenen, die Gruselfaktor in Bezug auf Melmoth hatten, aber diese wurden für meinen Geschmack leider etwas oberflächlich angeschnitten, was die Geschichte eher zäh machte.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr detalliert und so sicherlich kein Buch, dass man trotz der wenigen Seiten schnell zwischendurch liest. Sondern ein Roman, mit dem man sich auseinandersetzen muss bzw. sollte.

Fazit:
Melmoth befasst sich mit einer Sage, die in unserem Sprachgebrauch auch als die Schwarze Frau bekannt ist. Dieses Geschichte konnte mich jedoch leider nicht ganz so sehr fesseln, wie es die ursprüngliche Legende tut. Der Schreibstil in diesem Buch ist besonders und ermöglicht während des Lesens starkes Kopfkino, jedoch hätte ich etwas mehr Gänsehaut erwartet. 3 von 5 Sternen

Veröffentlicht am 30.09.2019

Faszinierende Geschichte mit gemischten Gefühlen

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Das Buch "Melmoth" von der Autorin Sarah Perry beinhaltet eine beeindruckende, spannende aber auch düstere Geschichte. Auch wenn die Handlung recht ungewöhnlich ist, hat sie in mir für gemischte Gefühle ...

Das Buch "Melmoth" von der Autorin Sarah Perry beinhaltet eine beeindruckende, spannende aber auch düstere Geschichte. Auch wenn die Handlung recht ungewöhnlich ist, hat sie in mir für gemischte Gefühle gesorgt.



Die Hauptcharakterin Helen Franklin erhält von einem Professor in Prag ein merkwürdiges Manuskript, das von der Frau Melmoth handelt. Melmoth ist die Frau in Schwarz und stammt aus einer alten Legende. Sie ist verdammt auf der Erde und beschäftigt sich mit Menschen, die böse Taten verbrochen haben. Helen möchte mehr über Melmoth erfahren und findet Schritt für Schritt neue Erkenntnisse. Bis sie selbst das Gefühl von Verfolgung empfindet.



Das Cover ist atemberaubend und wirkt interessant. Das Mysteriöse wird auch innerhalb der Handlung deutlich. Die Autorin Sarah Perry hat einen fesselnden, aber auch düsteren Schreibstil. An vielen Stellen war die Geschichte packend, erschütternd aber auch anstrengend.



Die Geschichte verhält sich dramatisch. Das Sammeln von Erkenntnissen war fesselnd. Helen ist Melmoth auf der Spur und befindet sich irgendwann selbst in den Fängen. Die Erzählweise wirkt fast künstlerisch und extrem. Die Befunde sind tiefgründig und durchdacht, sodass die Handlung keineswegs eine leichte Lektüre darstellt. Für meinen Geschmack war es jedoch manchmal zu düster und langatmig, auch wenn das Buch wirklich großartige Facetten bietet und ich daher auch noch die 4 Sterne gebe.

Veröffentlicht am 30.09.2019

Eine dunkle und schaurige Geschichte über Schuld und die Suche nach Erlösung

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Das letze Buch von Sarah Perry -„Die Schlange von Essex“ – war ein großer Erfolg in Großbritannien. „Melmoth“ ist das neuste Werk der Autorin aus Norwich und es ist ab 30. September 2019 beim Eichborn ...

Das letze Buch von Sarah Perry -„Die Schlange von Essex“ – war ein großer Erfolg in Großbritannien. „Melmoth“ ist das neuste Werk der Autorin aus Norwich und es ist ab 30. September 2019 beim Eichborn Verlag erhältlich.

Melmoth ist der Legende nach eine in schwarz gekleidete Frau, die dazu verflucht wurde einsam, heimatlos und bis in alle Ewigkeit über die Erde zu wandeln. Sie erscheint den Menschen, wenn diese am Tiefpunkt ihres Leben angelangt sind.

Eines Tages findet eine Manuskript seine Weg in Helen Franklins Hände. Darin enthalten ein mysteriösen Brief, ein seltsames Geständnis und eine merkwürdige Warnung, die von Melmoth die Zeugen handelt. Zunächst erscheint alles für Helen nur Aberglaube zu sein. Doch dann verschwindet ihr Freund Karel und sie bekommt das Gefühl verfolgt zu werden.

Die Geschichte spielt im heutigen Prag, dass das selbstgewählte Exil der Charaktere ist. Doch die Charaktere im Buch haben noch mehr gemein – eine Schuld und die Suche nach Erlösung. Perry schildert die Handlung durch Briefe, Tagebucheinträge und Erzählungen. Dabei schafft sie eine dunkle und schaurige Atmosphere, die einen an die Seiten fesselt.

Obwohl Helen Franklin die Hauptfigur ist, die uns durch das ganze Buch führt und sie ihr eigenes mysteriösen Geheimnis hat, waren die Geschichten der anderen Charaktere interessanten. Besonders die Geschichte von des Deutschen Josef Hoffmann, welcher zur Zeiten des zweiten Weltkrieges in Prague lebte.

Während „Melmoth“ wirklich spannend und fesselnd war, so dass ich es in einem Zug durchlas, so war es zeitweise doch etwas anstrengend. Das Buch besitzt keine Kapitel, sondern es ist vielmehr in 4 Teile unterteilt, welche sich den Briefen, dem Tagebuch und dem Manuskript widmen. Außerdem gibt es oft seitenweise Blocktext ohne Absatz und Zeileneinzug.