Cover-Bild What if we Trust
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9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: LYX.digital
  • Themenbereich: Belletristik - Liebesroman: Zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 25.06.2021
  • ISBN: 9783736314771
Sarah Sprinz

What if we Trust

Er verbirgt sein Gesicht vor der Welt. Doch vor ihr kann er sich nicht verstecken

Kaum jemand an der UBC in Vancouver weiß von der Fan-Fiction über den maskierten Sänger PLY, für die Hope ihre ganze Schulzeit verurteilt wurde. Bis ein Verlag sie veröffentlichen möchte. Als auf der Geburtstagsparty eines Freundes kurz darauf Scott Plymouth vor ihr steht, ist sein Blick aus unergründlich blauen Augen Hope erschreckend vertraut - durch eine Maske. Was Hope nicht weiß: In ihrer Geschichte kommt sie Scotts dunkelstem Geheimnis viel zu nah, und schon bald wird die ganze Welt davon lesen können ...
"Einfühlsam, klug und absolut süchtig machend - Sarah Sprinz ist eine Meisterin, und ich muss alles von ihr lesen" LEO von BOOKANDMOONLIGHT

Abschlussband der bewegenden und romantischen New-Adult-Trilogie von Sarah Sprinz

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.12.2021

Voller Freundschaft

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Danke an NetGalley und den Lyx Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon unabhängig.

Die „University of British Columbia“ Reihe und ich haben ein gemischtes ...

Danke an NetGalley und den Lyx Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon unabhängig.

Die „University of British Columbia“ Reihe und ich haben ein gemischtes Verhältnis. Band 1 konnte mich nicht wirklich überzeugen; es war für mich eher ein 08/15 New Adult Buch, mit zu wenig Kommunikation und zu viel Missverständnissen – das lese ich persönlich einfach nicht gerne. Und eigentlich wollte ich die Reihe nicht weiterlesen. Aber dann fingen viele Kritikerinnen von Band 1 an, Band 2 in den Himmel zu loben und mir wurde mehrmals gesagt, dass Band 2 ganz anders als Band 1 ist. Und ich habe weitergelesen: Band 2 ist und bleibt mein Favorit der Reihe. Was ein Highlight! Band 3, also jener Band, zudem das hier die Rezension ist, hat mir auch wirklich gut gefallen, aber nicht ganz so grandios wie Band 2.

Was ich gut fand:
Rockstar Geschichten. Ich persönlich stehe total auf Geschichten mit Musik und Musiker
innen. Mir hat die Idee vom maskierten Musiker PLY einfach gefallen – ich habe beim Lesen übrigens viel Musik von Cro gehört… ich glaube ich muss nicht erklären, wie ich darauf gekommen bin; ich fand diese lose Inspiration an einer realen Person aber gelungen. Bis auf Form des Künstlernamens und Maske wurde ja nichts übernommen; das fand ich angesichts des zweiten Themas des Buches, nämlich Fanfiction, passend. Es ist schon öfters vorgekommen, dass Fanfictions später in veränderter Version veröffentlicht werden, wo bestimmte Elemente ausgetauscht werden, damit der Star im Buch nicht mehr 100%ig als die berühmte Person erkannt werden kann, über die es ursprünglich eine Fanfiction war. What if we drown könnte halt wirklich so eine ehemalige Fanfiction über Cro sein, die dann vor der Veröffentlichung angepasst und abgeändert wurde… ich verliere mich grade in meinen Gedanken, aber diese Assoziation wollte ich einfach anbringen!

Das Thema Fanfiction fand ich, wie bereits angeklungen, gut eingearbeitet. Es ist ein Thema, bei dem sich viele Leserinnen angesprochen fühlen: wenn man selbst schreibt, kann man Hopes Probleme bezüglich des Schreibens nachvollziehen; und wenn man selbst Fan von irgendeiner berühmten Person ist, dann kann man auch Hopes Fangirl-Momente nachvollziehen. Und ich fand es toll, dass Kapitel aus Hopes Fanfiction im Buch eingebaut worden sind. Es war toll zu lesen, wie sie schreibt, und dass sich der Stil von Hope auch vom Stil der Autorin selbst unterscheidet.
Apropos Stil: der Stil von Sarah Sprinz war natürlich wieder super! Top geschrieben, flüssig zu lesen, nicht zu kitschig, einfach rundum gelungen.

Ein Randthema des Buches hat mir aber am besten gefallen: Freundschaft.
Wie oft kommt es in Büchern vor, dass Protagonist
innen grade eine Trennung einer romantischen Beziehung durchlebt haben, bevor sie im Buch eine neue Liebe finden? Sehr oft.
Ich habe in meinem persönlichen Umfeld wenige Trennungen von romantischen Beziehungen mitbekommen; aber dafür umso mehr Trennungen von platonischen Freundschaften. Und ich finde es so schade, dass das Thema Freundschaft bzw. das Ende von Freundschaften viel seltener in Büchern thematisiert wird als das Ende von romantischen Beziehungen, obwohl diese beiden Trennungen in der Realität ungefähr gleich oft vorkommen. Also ein riesiges Lob an dieser Stelle an Sarah Sprinz, dass sie das Ende einer Freundschaft thematisiert. Das hat mir so unglaublich gut gefallen und ich habe mich in vielen von Hopes Gedankengängen wiederfinden können.

Jetzt zu meiner (kleinen) Kritik: das Buch ist extrem lang. 528 Seiten in meiner E-Book Ausgabe. Band 1 hatte knapp 400 Seiten und Band 2 480 (in meinen Ausgaben). Über 500 Seiten ist für ein New Adult Buch wirklich lang, und die Geschichte hatte auch einfach Längen. Es soll slow burn sein; es dauert, bis etwas zwischen Hope und Scott passiert. Und dann ist es eine Warterei, bis Hope sich endlich Scott anvertraut (das hat wirklich ewig gedauert), und man denkt: jetzt kommt das große Hin und Her, das Drama – aber es kommt eher angeschlichen als explodiert – denn: die beiden reden miteinander! (ein Pluspunkt! Ich liebe Bücher mit kommunizierenden Protagonist*innen!)
Aber für mich war es zwischenzeitlich einfach slow, ohne burn. Ich hatte das Gefühl, dass es viele ausschweifende Umwege gab, die wenig zur Entwicklung der Beziehung beigetragen haben. Besonders am Anfang lernt man Hope und ihren Alltag wirklich ausführlich kennen, und ich habe immer wieder darauf gewartet, dass es jetzt „richtig losgeht“. Und ich muss sagen, dass ich gerne einen Einblick in Scotts Gedanken bekommen hätte. Ich persönlich lese gerne Geschichten aus beiden Perspektiven, und Hopes Gedankenkarussell hat sich öfters wiederholt – ein Blick in den Kopf eines gebrochenen Stars stelle ich mir einfach unglaublich interessant vor.

Das klingt jetzt nach viel Kritik… aber eigentlich sind es nur Kleinigkeiten gewesen. Das Buch hat mir wirklich gut gefallen, es hatte zwischendurch ein paar Längen, aber alles noch okay. Für 5 Sterne reicht es für mich persönlich nicht, aber ich gebe 4-4,5 Sterne und kann euch besonders What if we stay und What if we trust von Sarah Sprinz empfehlen; weil sie wichtige Themen etwas abseits vom Mainstream, wie Freundschaft und Männlichkeitskonzeptionen, anspricht.

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Veröffentlicht am 20.09.2021

Kein Feuerwerk, aber dennoch sehr schön

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Schreibstil:
Die Hauptprotagonistin dieses Buches studiert kreatives Schreiben. Schön fand ich, dass man dies auch im Schreibstil der Autorin wiederfand. Es gibt viele Sätze und Passagen, die „Show, don’t ...

Schreibstil:
Die Hauptprotagonistin dieses Buches studiert kreatives Schreiben. Schön fand ich, dass man dies auch im Schreibstil der Autorin wiederfand. Es gibt viele Sätze und Passagen, die „Show, don’t tell“ befolgen und einfach super schön zusammengefügt sind. So fand ich den Schreibstil der Autorin super angenehm, flüssig lesbar und locker leicht und dennoch mit einigen Besonderheiten in den Details.
Schön fand ich auch, wie die Gefühle der Protagonisten beschrieben wurden und wie sensibel und feinfühlig mit Scotts Geschichte umgegangen wurde.

Meine Meinung:
Der Anfang des Buches ist ein wenig, wie der Anfang eines Märchens. Eben ein wenig, als würde man sich in einen Rockstar verlieben und diesen dann auch noch zufällig treffen und regelmäßig wiedersehen. Wie wahrscheinlich das ist, kann sich jeder selbst berechnen. Fakt ist, dass die Ausgangssituation hier schon ziemlich an den Haaren herbeigezogen ist. Allerdings möchte man manchmal auch einfach an Märchen glauben, Rockstars finden schließlich auch irgendwo ihre Partnerinnen und Partner und die Geschichte bietet natürlich Gründe dafür, warum Scott da ist, wo Hope ihn trifft. Wer sich also, wie ich, einfach auf diesen Traum einlässt, der wird kein Problem damit haben.

In Hope findet sich, glaube ich, jede Leseratte ein wenig wieder. Sie ist eher die ruhige Art Mensch und träumt durch ihre Geschichten von der großen Liebe. Dadurch ist sie eher etwas ungläubig, was Scott angeht und teilweise auch sehr schüchtern. Statt zu dem zu stehen, was sie ist, hält sie sich lange zurück. Allerdings wird dies verständlich dargestellt. Man kann super nachvollziehen, wie es sein muss, wenn man plötzlich seiner Fantasie gegenübersteht und teilweise einfach nicht glauben kann, dass passiert, was passiert.

Scott ist ebenso recht stereotypisch gestaltet. Er ist die Art von „Rockstar“, die schon früh die negativen Seiten dieses Lebens kennenlernen mussten und zwar auf die schrecklichste Art und Weise. Dieser Hintergrund ist es, der eine Triggerwarnung auslöst und einen großen Teil der Geschichte ausmacht.
Am Anfang der Geschichte ist er aber erst einmal ein riesen Blödmann. Allerdings auf die Art, bei der man als Leser gleich weiß, dass es als Schutzmechanismus dient. Hope ist da irgendwie nicht so klarsichtig, wodurch die Geschichte etwas an Anlauf nimmt, den es eigentlich nicht wirklich gebraucht hätte.

Dann aber fangen die beiden an, sich näherzukommen bzw. miteinander zu reden. Das fand ich unheimlich gut gemacht, denn ab dann passiert einiges nicht mehr so ganz vorhersehbar. Der erste Kuss beispielsweise hat mich sehr überrascht und auch, auf welcher Ebene die beiden recht schnell landen. Ziemlich schnell reden die beiden über ernste Themen und Scott vertraut sich Hope an. Dadurch gewinnt die Geschichte definitiv an viel Tiefe, uns den ganzen Handlungsverlauf hinweg begleitet. Hope wirkt diesbezüglich geradezu wie ein Profi, was psychische Krankheiten angeht. Das war mir manchmal etwas zu perfekt, denn die beiden gehen quasi jedem Konflikt aus dem Weg, indem Hope Scott immer versteht, immer beruhigen kann und immer für ihn da ist. Die Beziehung der beiden entwickelt sich so schnell auf ein Level, das unheimlich viel Mitgefühl und Sympathie beim Leser aufkommen lässt und auch super zu lesen ist. Allerdings blieben so die wirklich tiefen Gefühle vielleicht etwas auf der Strecke. Sie wurden quasi übersprungen und man musste sie sich aus der Nähe durch die vielen Worte bezüglich Scotts Zustandes erschließen.

Was Hopes Hintergrund angeht, so ist der es, der wie eine schwarze Gewitterwolke ständig über der Handlung schwebte. Ich persönlich mag es ja nicht so, wenn da ein Geheimnis ist, das ständig allgegenwärtig ist und von dem man weiß, zu welchen Problemen es letztlich führen wird. Genauso ist das bei Hopes Geheimnis. Es wird viel zu spät aufgelöst. Ich habe die ganze Zeit darauf gewartet, was passieren würde und so zog die restliche Handlung nur so an mir vorbei. Da waren einfach einige Szenen, die den Alltag beschreiben und vieles quasi ausdiskutieren, die Liebesgeschichte aber nicht so wirklich vertiefen.

Zwischen den Kapitel gibt es immer wieder Einschübe, die aus Hopes Fan-Fiction stammen. Auch diese ist schön geschrieben und Sloan und Scotts Geschichte liest sich super. Mich irritierte nur total, wie ähnlich sich die Geschichten waren. Irgendwie war es, als läse man zweimal die gleiche Geschichte oder als ob Hope ein wirklich creepy Gefühl für die Zukunft bzw. für Scotts Leben hat. Ich bin immer noch zwiegespalten, wie ich es fand, dass diese Ähnlichkeit so groß war. Einerseits hat es einer super Auflösung am Ende des Buches ergeben (obwohl auch da wieder ein stereotypisches Vorgehen gewählt wurde), andererseits war es irgendwie komisch. Ich weiß nicht, ob es nicht vielleicht interessanter gewesen wäre, wenn Hope sich getäuscht hätte und Scott ganz anders neu kennengelernt hätte. So kannte sie ihn quasi schon besser als er sich selbst, was zu ihrem perfekten Auftreten passt.

Fazit:
Ich fand, dass das Buch sich recht gut lesen ließ und ich mochte Hopes und Scotts Geschichte. Für mich gab es aber auch ein paar Längen und was kam, war einigermaßen vorhersehbar. Die ganz großen Gefühle kamen nicht auf, stattdessen zieht die Handlung viel Tiefe aus Scotts Hintergrund. Alles in allem eine schöne Geschichte, die aber, genau wie die anderen Bücher der Reihe, kein Feuerwerk liefert.

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Veröffentlicht am 23.08.2021

Ein gelungener Reihenabschluss

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„What if we trust“ ist der dritte und finale Teil der What if-Reihe von Sarah Sprinz. Die insgesamt drei Bände kann man unabhängig voneinander lesen, da diese in sich abgeschlossene Geschichten enthalten.

Das ...

„What if we trust“ ist der dritte und finale Teil der What if-Reihe von Sarah Sprinz. Die insgesamt drei Bände kann man unabhängig voneinander lesen, da diese in sich abgeschlossene Geschichten enthalten.

Das Cover sieht nicht nur wunderschön aus, sondern passt auch noch perfekt zu den anderen der Buchreihe!

Um was geht es? Hope himmelt den maskierten Sänger PLY an und hat sogar eine Fan-Fiction über ihn geschrieben. Eines Tages meldet sich einer der größten Verlage bei ihr, um sie wegen ihrer Fan-Fiction unter Vertrag zu nehmen. Doch Hope ist verunsichert. Denn erst vor kurzem hat sie PLY, der mit bürgerlichem Namen Scott heißt, auf einer Geburtstagsfeier kennengelernt. Außerdem sitzt er in einem ihrer Uni-Seminare, wo sie mit ihm zusammenarbeiten muss. Aus anfänglicher Abneigung zwischen den beiden wird bald mehr und Hope steht plötzlich vor der Frage, ob sie ihr Buch noch veröffentlichen will …

Hope lernt man sehr gut kennen, da das Buch aus ihrer Sicht erzählt wird. Ich konnte mich wahnsinnig gut in sie hineinversetzten, weil ich mich einfach so sehr mit ihr identifiziert habe. Sie ist ein sehr introvertierter und liebenswerter Mensch. Ihre Leidenschaft ist das Schreiben. Obwohl ihre Eltern möchten, dass sie einen sicheren Beruf erlernt, hofft sie, ihren Lebensunterhalt eines Tages mit dem Schreiben verdienen zu können.
Scott benimmt sich zu Beginn des Buches wie ein kompletter Vollidiot. Er ist fies und extrem abweisend. Das hat ihn (zumindest für mich) total interessant gemacht. Wer ist der Kerl und was steckt hinter seiner harten Schale? Im Laufe der Geschichte lernt man ihn und seine Vergangenheit dann besser kennen. Die Thematik, die die Autorin damit aufgegriffen hat, war spannend und gleichzeitig auch so wichtig. Ich hätte gerne noch mehr über Scott und seine Geschichte erfahren. Jedoch ging die Thematik etwas unter, weshalb dieses Thema auch an Tragkraft für mich verloren hat.
Die Liebesgeschichte zwischen Hope und Scott war für mich gerade in der ersten Hälfte des Buches zu wenig präsent. Und auf einmal, so ganz plötzlich, spüren die beiden eine intensive und tiefe Verbindung zueinander. Dieser Schritt hin zu den intensiven Gefühlen hat sich mir nicht erschlossen. Sie waren auf einmal da.

Sarah Sprinz‘ Schreibstil ist wieder sehr locker, leicht und flüssig, sodass man der Geschichte problemlos folgen kann. Die ersten 40% begleitet man als Leser:in Hope in ihrem Alltag. Man lernt sie dadurch wirklich gut kennen. Allerdings hat sich dich Geschichte dadurch auch sehr gezogen. Anfangs habe ich daher kaum in die Geschichte hineingefunden und habe mich schwer damit getan, weiterzulesen. Spätestens dann aber ab der zweiten Buchhälfte steht endlich die Liebesgeschichte zwischen den beiden Hauptprotagonisten im Mittelpunkt und wird so erzählt, dass man gar nicht mehr aufhören kann zu lesen.
Die Idee mit der Maske erinnerte mich sehr stark an CRO und Sido, was mir nicht ganz so gut gefallen hat. Das liegt aber an meinen persönlichen Vorlieben.

Mit „What if we trust“ gelingt Sarah Sprint ein gelungener Abschluss einer wirklich wunderbaren Buchreihe! Leider ist durch die Schwerpunktsetzung einiges an Potenzial verloren gegangen, dennoch konnte mich vor allem die zweite Hälfte des Buches packen und richtig gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 10.08.2021

Tolle Idee verpackt in einer wunderschönen Lovestory mit sehr facettenreicher Umsetzung!

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Den ersten Band der What-if Reihe von Sarah Sprinz habe ich erst vor kurzem gelesen, der mich schon sehr überzeugt hat. Als dann der 3. Band bei Netgalley angeboten wurde, habe ich sofort meine Chance ...

Den ersten Band der What-if Reihe von Sarah Sprinz habe ich erst vor kurzem gelesen, der mich schon sehr überzeugt hat. Als dann der 3. Band bei Netgalley angeboten wurde, habe ich sofort meine Chance genutzt und angefragt. Ein herzliches Dankeschön an den LYX Verlag für mein Leseexemplar und das Vertrauen!

Die einzelnen Bände dieser Reihe sind unabhängig voneinander, da in jedem Buch eine eigene Liebesgeschichte erzählt wird, also ist es nicht schlimm, dass ich den 2. Band noch nicht gelesen habe.

Coverbild
Ganz in LYX-Manier erscheint auch dieses Cover und reiht sich passend zur What-if Reihe ein. Hier ist der Hintergrund in Altrosa mit ein bisschen Rostrot gehalten, der Buchtitel ist in einem gedeckten Pastellrosa. Wie auch schon beim ersten Band finde ich das Cover schon gut, aber ohne dem “Besonderen”. Es ist halt ein typisches LYX-Cover - was aber funktioniert, weil man genau das erhält, was man erwartet: einen romantischen NA Liebesroman.

Handlung
Schon seit ihrer Jugend schreibt Hope Fan-Fictions und vor allem über den einen großen Star und ihren ersten Crush: PLY, mit bürgerlichem Namen Scott Plymouth. Gerade, weil dieser weltberühmte Sänger bisher nur mit einer Panthermaske aufgetreten ist, hat das ihre Fantasie beflügelt und eine romantisch-tragische Geschichte entstehen lassen.
Doch als sie in ihrer Uni zufällig nun den echten Scott begegnet, ist es wie ein Schlag ins Gesicht, denn er ist überhaupt nicht so, wie sie sich ihn immer in ihren Geschichten ausgedacht hat. Er ist launisch, abweisend und manchmal ein echter Kotzbrocken. Und dennoch begegnen sich ständig ihre Wege und Hope beginnt hinter die Fassade des verschlossenen Superstars zu blicken. Als dann ein Verlag ihre Fan-Fiction groß rausbringen möchte, wirft das Hope in einen extremen Gewissenskonflikt.

Buchlayout / Haptik
Die rund 528 Seiten wurden auf 42 Kapitel in angenehmer Leselänge aufgeteilt. Einige Kapitel sind ein Auszug aus Hopes Fan-Fiction und mit Symbolen und einer klaren San-Serifen visuell abgesetzt. Ansonsten bleibt das Layout wie in Band 1 auch eher sehr schlicht. Die Kapitelüberschriften tragen lediglich nur die Kapitelnummer und das Wort Kapitel. Am Anfang gibt es aber eine Playlist und am Ende sogar den Songtext zu Skin Deep.

Idee / Plot
Seit meine eigene Tochter sehr viele Fan-Fictions auf Wattpad liest und mir immer begeistert (oder auch manchmal weniger begeistert) von den Geschichten erzählt, fand ich die Idee einer Liebesgeschichte, in der die Protagonistin den Star ihrer Fan-Fiction tatsächlich begegnet und quasi ihre eigene reale Fan-Fiction erlebt, wirklich super spannend und interessant. Gerade, wenn es um den Star ein oder mehrere große Geheimnisse gibt. Aber was, wenn die ausgedachte Geschichte auch die Wahrheit ist und die Fan-Fiction real wird? Und wie muss es sich für einen untergetauchten Superstar anfühlen, wenn hinter jeder Ecke jemand lauern könnte, der nur auf eine heiße Story aus ist? Wie kann er da Vertrauen aufbauen, zu Menschen und Personen, die er nicht kennt, ohne Gefahr zu laufen, seine Geheimnisse zu verraten?

“Ich wusste nicht, was das war zwischen Scott und mir, aber das änderte nichts daran, dass ich dabei war, sein Vertrauen zu missbrauchen. Er ahnte nicht, dass ich diese Geschichte über ihn geschrieben hatte, die offensichtlich erschreckend große Ähnlichkeit mit seinen tatsächlichen Gedanken und Gefühlen hatte. Das alles war viel zu verrückt, um wahr zu sein.”

Sarah Sprinz “What if we Trust (What-if-Reihe 3)” Pos. 3162. (eBook Edition ©2021 LYX.digital)

Emotionen / Protagonisten
Hope ist eine junge und wortgewandte Studentin, die Zimmerpflanzen liebt und heimlich Fan-Fictions über ihren absoluten Lieblingsstar PLY schreibt. Mir gefällt Hope sehr gut, sie zeigt sehr viel Leidenschaft und Empathie. Sie ist Synästhetikerin und empfindet gesprochene Worte in Farben. Manchmal entschuldigt sie sich mir dann doch zu oft, ein bisschen hat mich das zum Ende hin genervt, aber sie will keinem zur Last fallen und es jedem Recht machen. Besonders zu knabbern hat sie an dem Verlust ihrer Freundin Jenn, mit der sie gemeinsam an ihren Fan-Fictions geplottet haben.

“Weißt du, was noch viel mehr wehtut als harte Worte? Keine Worte. Schweigen, kalter Krieg. Aber sie sagt, es geht ihr besser, seitdem ich kein Teil ihres Lebens mehr bin.”

Sarah Sprinz “What if we Trust (What-if-Reihe 3)” Pos. 2972. (eBook Edition ©2021 LYX.digital)

Am Anfang ist Scott unglaublich misstrauisch, gerade wenn es um kreischende Fan-Fiction schreibende Girlies geht. Er lebt mit der ständigen Angst, entdeckt zu werden und vor allem davor, dass jemand sein Vertrauen erschleicht, um an eine fette Story zu kommen. Sein Leben als Superstar mit einer Maske, die Angst davor entdeckt zu werden, und das Label, das ihm im Nacken sitzt und immer mehr fordert, hat unheimlich tiefe Spuren hinterlassen. Er aber kann nicht der sein, der er eigentlich sein möchte und nicht die Musik machen, die seine wahren Gefühle ausdrückt. Das alles lastet auf ihn, und dann ein Geheimnis, warum er vor einem Jahr plötzlich aufgehört hat.

Die Entwicklung der Liebesgeschichte zwischen Hope und Scott ist sanft aber für mich absolut passend. Besonders gut gefallen haben mir die Momente, in der Hope Scott vor brenzligen Situationen mit Fans “retten” musste. Auch den Konflikt, in dem Hope steckt, kann ich gut nachvollziehen und kann ihn verstehen und nachvollziehen. Soll sie mit ihrer Fan-Fiction nun groß raus gehen und damit ungewollt ein Geheimnis preisgeben und indirekt Scott verraten, aber damit auch endlich ihren Eltern wieder etwas zurück geben? Aber was wird Scott zu dieser Fan-Fiction sagen, wenn er davon erfährt, und dass Hope zum einen so nah an die Wahrheit kam und tatsächlich so ein Fan-Fiction schreibendes Fangirl ist? Beide machen im Laufe der Geschichte aber eine sehr anschauliche und nachvollziehbare Wendung durch, die mir gut gefallen hat.

Handlungsaufbau / Spannungsbogen
Besonders gut hat mir gefallen, dass Hope und PLY gleich zu Beginn der Geschichte aufeinander treffen und es gleich um den Konflikt zwischen Fan-Fiction schreibenden Fangirl und untergetauchten Superstar geht. Und trotzdem ist die Entwicklung und die Wendung in der Beziehung zwischen den beiden sanft aber für mich absolut passend. Hopes Gewissenszwiespalt ist immer spürbar, und weist dem Leser schon auf das anbahnende Drama hin. Wie auch im ersten Band, empfand ich dann aber den Moment, in dem Scott von Hopes Geheimnis erfährt, und der eigentlich anschließende Konflikt zwischen den beiden, viel zu kurz. Hier hätte ich mir mehr Drama gewünscht, bis die beiden sich wieder annähern bzw. aussöhnen. Aber Sarah Sprinz wartet dann noch mit einem recht aufregenden Showdown auf, der mir auch ein bisschen zu kurz kommt, aber dann in einem Happy End die Geschichte mündet.

Szenerie / Setting
Wie auch im ersten Band passt das Uni-Setting sehr gut. Junge Erwachsene müssen neben dem Studium arbeiten, um die Gebühren bezahlen zu können, wollen sich einerseits von den Eltern abnabeln, sind aber trotzdem noch darauf angewiesen. Die Umgebung wird mir von Sarah Sprinz schön dargestellt und ich kann mir das kanadische Setting gut vorstellen. In dieser Geschichte hüpfen wir aber auch nach Amerika nach Los Angeles und New York.

Sprache / Schreibstil
Besonders gut gefallen hat mir Sarah Sprinz facettenreicher Sprachstil mit einer Mischung aus schön ausgewogenen, bildhaften Beschreibungen und der Anreihung von kurzen Sätzen, teilweise auch nur Nominalsätze. Hopes Synästhesie kommt immer wieder schön zum Ausdruck und zeigt deutlich den Unterschied zwischen dem echten und unechten Scott. Die Geschichte wird aus der Sicht von Hope als Ich-Erzähler im Präteritum erzählt.

FAZIT
Hat mich total überrascht und überzeugt. Für mich besser als Band 1, mit einem interessanten Plot und durch den flüssig und abwechslungsreichen Sprachstil hat die Geschichte mich gepackt und mitgerissen.

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Veröffentlicht am 01.08.2021

Auf der Suche nach sich selbst…

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Hope ist ein großer Fan vom maskierten Musiker PLY. Seine geheime Identität hat sie in jungen Jahren dazu veranlasst, eine FanFiction zu schreiben. Während ihrem Studium kämpft sie darum, von ihrer Familie ...

Hope ist ein großer Fan vom maskierten Musiker PLY. Seine geheime Identität hat sie in jungen Jahren dazu veranlasst, eine FanFiction zu schreiben. Während ihrem Studium kämpft sie darum, von ihrer Familie als Autorin anerkannt zu werden. Auf einer Geburtstagsfeier ihrer Freunde erkennt sie den sonst maskieren Musiker sofort. Sie kennt jedes Detail von ihm. Scott erkennt sofort an Hope‘s Reaktion, dass sie ihn erkannt hat und stempelt sie als ein Fangirl ab. Allerdings bleibt es nicht bei der einen Begegnung. Denn sie haben in der Uni auch einen gemeinsamen Kurs, wo sie auch noch als Team arbeiten sollen. Hope kann nicht glauben, dass die anderen Kommilitonen den Sänger nicht erkennen. Aber sie merkt schnell, dass Scott seine Privatsphäre wichtig ist. An Halloween sind beide mit ihren Freunden im Club. Schließlich scheinen ein paar ihn zu erkennen, weshalb Hope ihn beschützen will. Schließlich kommt es zu einem Kuss und beide kommen sich näher. Je mehr Zeit sie miteinander verbringen, desto mehr scheint Scott doch die Person zu sein, die Hope gedacht hat zu kennen. Aber beide haben ihre Geheimnisse. Denn ein großer Verlag will Hope‘s FanFiction über Scott veröffentlichen. Doch auch Scott scheint ihr nicht alles erzählt tut haben…

Das Cover gefällt mir wirklich gut. Aber auch den Titel finde ich toll. Positiv finde ich auch, dass das Buch aus den Perspektiven beider Hauptcharaktere geschrieben ist. Dadurch erhält man noch einen besseren Einblick in deren Gedanken und Gefühle.

Alles in allem ein schönes Buch, der verschiedene Gefühle und Ängste beinhaltet, mit denen man sich gut identifizieren kann. Trotz dessen, dass in der Geschichte viel passiert und es auch sehr um Emotionen geht, hat mir hier leider etwas Spannung gefehlt. Trotzdem ist es eine schöne Geschichte, mit der man sich gut identifizieren kann.

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