Cover-Bild Die Verräterin - Das Imperium der Masken
16,99
inkl. MwSt
  • Verlag: FISCHER Tor
  • Themenbereich: Belletristik - Fantasy: Episch
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Fantasy
  • Seitenzahl: 560
  • Ersterscheinung: 22.06.2017
  • ISBN: 9783596296729
Seth Dickinson

Die Verräterin - Das Imperium der Masken

Roman
Jakob Schmidt (Übersetzer)

Seth Dickinson ist der provokativste und aufregendste Fantasy-Autor der letzten Jahre. Mit ›Die Verräterin‹ hat er den ersten Roman einer brisanten Fantasy-Trilogie vorgelegt, in der es um die großen Fragen nach Freiheit, Gerechtigkeit, Selbstverwirklichung und Rache geht.
Baru Kormoran ist eine junge und hochbegabte Frau, die miterleben muss, wie das Imperium der Masken ihre Heimat Taranoke erobert, ohne einen Tropfen Blut zu vergießen: Der übermächtigen Handelsflotte hat die abgelegene Insel nichts entgegenzusetzen. Anstatt aufzubegehren, lässt Baru sich von den Imperialen anwerben und steigt rasch selbst zu einer Machtposition auf. Ihr Ziel: das Imperium von innen heraus zu zerstören.
Von ihren neuen Herren in die Kolonie Aurdwynn versetzt, bekommt sie es alsbald mit einer ganzen Reihe rebellischer Herzogtümer zu tun. Im Kampf um Macht und Freiheit findet sie sich zwischen den Fronten wieder und muss sich fragen, wo sie steht – aufseiten der Rebellion oder des Imperiums. Baru fällt eine Entscheidung, deren Tragweite sie nicht einmal selbst zu ahnen vermag ...
»Eine brandneue Fantasy-Serie, die das Potenzial hat, ein würdiger Nachfolger von George R. R. Martin’s ›Game of Thrones‹ zu werden.« Adrian Lang

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.05.2018

Erfrischende Protagonistin in etwas trockener, theoretischer Handlung

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Klappentext
„Baru Kormoran ist eine junge und hochbegabte Frau, die miterleben muss, wie das Imperium der Masken ihre Heimat Taranoke erobert, ohne einen Tropfen Blut zu vergießen: Der übermächtigen Handelsflotte ...

Klappentext
„Baru Kormoran ist eine junge und hochbegabte Frau, die miterleben muss, wie das Imperium der Masken ihre Heimat Taranoke erobert, ohne einen Tropfen Blut zu vergießen: Der übermächtigen Handelsflotte hat die abgelegene Insel nichts entgegenzusetzen. Anstatt aufzubegehren, lässt Baru sich von den Imperialen anwerben und steigt rasch selbst zu einer Machtposition auf. Ihr Ziel: das Imperium von innen heraus zu zerstören.
Von ihren neuen Herren in die Kolonie Aurdwynn versetzt, bekommt sie es alsbald mit einer ganzen Reihe rebellischer Herzogtümer zu tun. Im Kampf um Macht und Freiheit findet sie sich zwischen den Fronten wieder und muss sich fragen, wo sie steht – aufseiten der Rebellion oder des Imperiums. Baru fällt eine Entscheidung, deren Tragweite sie nicht einmal selbst zu ahnen vermag ...“

Gestaltung
Das Cover gefällt mir richtig gut, da ich das Motiv sehr ansprechend finde. Den Vogel, der zum Himmel zu fliegen scheint und der aussieht, als sei er mit Aquarell oder Wasserfarben gemalt, mag ich sehr. Zudem finde ich es klasse, dass in seinen Umrissen ein Gesicht zu erkennen ist, das einen sehr eindringlichen Blick hat und dem Betrachter direkt in die Augen zu sehen scheint. Auch mag ich die Farben, die miteinander kombiniert werden. Der Vogel sieht durch seine schwarze Farbe aus wie ein Rabe und das orange-gelbliche Gesicht sowie der Titel kommen vor seinen dunklen Farben gut zur Geltung. Der helle, schlichte Hintergrund lenkt dabei nicht vom Wesentlichen ab.

Meine Meinung
Auf „Die Verräterin – Das Imperium der Masken“ bin ich vor allem durch das für mich sehr ansprechende Cover aufmerksam geworden, sodass ich mir den Klappentext durchlas und nicht mehr umher konnte, als das Buch lesen zu wollen. An dieser Geschichte gefiel mir besonders die Idee, dass die Protagonistin Baru sich nicht sofort offensichtlich einer Rebellion anschließt und so offen (z.B. mit Kämpfen) gegen das unterdrückende Imperium vorgeht, sondern dass sie den Feind von innen heraus zerstören möchte. Das empfand ich als sehr abwechslungsreich und vor allem auch interessant, denn so kommt es zu einigen Verstrickungen und Intrigen, die durchaus interessant waren.

Gleichzeitig muss ich hierzu aber auch anmerken, dass ich das Buch als sehr politisch und trocken empfunden habe. Das Ränkespiel aus raffinierten Intrigen und politischen Gegebenheiten ist zwar spannend, aber gleichzeitig verlang es auch ein Höchstmaß an Aufmerksamkeit, um alle Zusammenhänge zu begreifen und verstehen. In diese Geschichte kann man sich nicht so einfach hineinfallen lassen, da man stets aufpassen und mitdenken muss.

Für mich hätte die Handlung ruhig etwas mehr Tempo vertragen können, um mich mehr mitzureißen, denn ich habe doch manchmal Lesepausen einlegen müssen, um nach kleineren Längen weiterlesen zu können. Es fehlte manchmal einfach die Rasanz und die Action, denn „Die Verräterin“ dreht sich hauptsächlich um die Strukturen und Systeme des Imperiums, um Intrigen und um Pläneschmiedereien, sodass mir manchmal einfach die Abwechslung mit schnelleren Szenen fehlte, obwohl ich gerade die Intrigen spannend fand.

Sehr gut gefallen hat mir dafür Baru. Sie ist klug, listig und hat ihr Ziel der Rache am Imperium vor Augen. Sie arbeitet sich mit ihrer Intelligenz und hervorstechenden Leistungen hoch, bis sie einen wichtigen Posten inne hat und bewegt sich unter ihren Feinden, als gehöre sie zum Imperium dazu. Doch eigentlich plant sie, ihr Volk zu befreien. Ihren Charakter empfand ich als sehr beeindruckend und erfrischend in diesem Genre, da sie tapfer ist und andere Wege geht als die Gewohnten.

Fazit
„Die Verräterin – Das Imperium der Masken” ist ein solider Auftaktband, der mich vor allem durch seine intelligente, listige Protagonistin überzeugen konnte, die sich den üblichen Formen dieses Genres widersetzt und so für frischen Wind sorgt. Die Handlung ist gespickt mit spannenden Intriegen, aber leider ist sie auch etwas trocken, da ihr für meinen Geschmack etwas das Tempo gefehlt hat.
Knappe 4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. Die Verräterin – Das Imperium der Masken
2. The Monster Baru Cormorant (erscheint auf Englsich am 30. Oktober 2018)
3. ???

Veröffentlicht am 12.07.2017

komplexer Auftaktband

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Baru Kormoran ist noch ein Kind, als ihre Heimat vom Imperium der Masken erobert wird. Schnell greifen die strengen Sittlichkeitsgesetze der Besatzermacht, die unter anderem Homosexualität unter schwere ...

Baru Kormoran ist noch ein Kind, als ihre Heimat vom Imperium der Masken erobert wird. Schnell greifen die strengen Sittlichkeitsgesetze der Besatzermacht, die unter anderem Homosexualität unter schwere Strafe stellen und eine Lehre verbreiten, die mit Vererbungslehre und genetischen Langzeitplänen das Volk unterdrückt. Baru, die mit zwei Vätern und einer Mutter aufwuchs, erfährt einen einschneidenden Verlust, als einer ihrer Väter plötzlich verschwindet und sie annehmen muss, dass er bestraft und getötet wurde. In ihrem tiefsten Innern wächst der Wunsch nach Rache und Rebellion aber wohlweislich verbirgt sie ihre wahren Gefühle und versteht es, sich durch Intelligenz und herausragende Leistungen in der Verwaltungshierarchie der „Masken“ hochzudienen um bald einen wichtigen Posten in der Provinz zu bekommen. In ihr schlummert immerfort der Plan, ihr Volk zu befreien und sie beginnt handfeste Pläne zu schmieden und nach Verbündeten zu suchen.

Das Buch wird in der Werbung als legitimer Nachfolger von „Game of Thrones“ angepriesen. Sorry, ich finde das einen sehr unpassenden Vergleich. Weder die Story noch der Erzählstil haben meiner Meinung nach irgendetwas damit zu tun. Wenn überhaupt, dass drängt sich mir der Vergleich von „Elantis“ und „Sturmklänge“ von Brandon Sanderson auf, denn hier wie dort besticht die Geschichte durch ein Höchstmaß an politischen Ränken und raffinierten Intrigen. Geschildet wird dies alles aus der Sicht von Baru. Die beschriebene Welt ist hochkomplex und sehr kompliziert. Man muss vor allem im ersten Dritten sehr aufmerksam lesen, um alle Zusammenhänge zu verstehen und die Gesamtheit der Zusammenhänge zu erkennen. Wäre es keine Fantasy wäre es streckenweise fast ein Politthriller mit wenig fantastischen Elementen außer dem, dass es eine fiktive Welt ist.

Die Spannung entwickelt sich zögerlich. Es ist ein typischer Auftaktband, der durch Raffinesse besticht aber gerne etwas mehr Tempo hätte haben können. Dennoch hat mir das Buch Spaß gemacht, denn es widersetzt sich den meisten der gängigen Genrevorgaben und besticht mit einer Heldin, die so klug und listig agiert, wie – und hier der einzige für mich sinnvolle Vergleich mit GoT – der geschätzte Tyrion Lannister.

Veröffentlicht am 19.07.2017

Tolle Ansätze!

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Die junge Baru wächst glücklich mit ihrer Mutter und ihren beiden Vätern auf der abgelegenen Insel auf, bis sie miterleben muss, wie das Imperium ihre Heimat erobert, ohne einen Tropfen Blut zu vergießen ...


Die junge Baru wächst glücklich mit ihrer Mutter und ihren beiden Vätern auf der abgelegenen Insel auf, bis sie miterleben muss, wie das Imperium ihre Heimat erobert, ohne einen Tropfen Blut zu vergießen und sich ihr Leben schlagartig ändert. Einer ihrer Väter verschwindet und sie wird auf der Akademie, nachdem sie angeworben wurde, zu einer Führungskraft ausgebildet. Als Buchhalterin wird sie in die Kolonie Aurdwynn versetzt, die kurz vor einer Rebellion steht und muss sich plötzlich fragen, auf welcher Seite sie steht.

Seth Dickinson war ein neuer, frischer Autor, von dem ich zuvor noch nie etwas gehört hatte. Sein Stil wurde als provozierend und anders, ein neuer Wind in der Phantastik, angepriesen. Die Beschreibung erweckte die Neugier in mir. Schon lange vor dem Erscheinungstermin stand für mich fest, dass ich „Die Verräterin“ würde lesen müssen, um mir meine eigene Meinung zu bilden.
Vorn weg kann ich schicken, dass es wirklich ein besonderes Buch war, das provozierende Themen behandelte.
Die ersten Kapitel handeln von Barus Kindheit und erläutern die Verhältnisse auf Taranoke, die nicht immer konform mit denen des Imperiums sind. Aus diesem Grund war ich recht schnell drin in der Materie, mit der sich das Buch zu Beginn befasst, und mit der sich Baru befassen muss. Mit der Eroberung der abgelegenen Insel halten Worte wie Sodomie oder unhygienisches Verhalten in ihren Wortschatz Einzug. Sie lernt Verlust und Schmerz und Trauer kennen, und geht damit auf die einzige Art und Weise um, die sie für sinnvoll hält. Sie lässt sich anwerben und will zu Macht gelangen, um etwas im Imperium zu verändern. Mit den getroffenen Entscheidungen im Buch konnte ich vollauf mitgehen. Auch die neugierige und sehr schlaue Baru war mir auf Anhieb sympathisch, genauso wie mir die strickten Regeln des Imperiums zu wieder waren. Vergeblich wartete ich jedoch, dass sich in mir irgendeine stärkere Emotion regte, wie es sonst bei guten Büchern der Fall ist.
Das Buch ist sehr klug geschrieben. Seth Dickinson hat einen fesselnden Stil, den er bis zum Ende hin durchhält und der zu faszinieren weis. Er webt die Intrigen in die Worte mit hinein, sodass ich manchmal erst im Nachhinein den tieferen Sinn des Satzes verstand. Der Stil sucht auf jeden Fall seines gleichen!
„Die Verräterin“ lebt von Intrigen, von dem Machtgefüge und dem verwobenen Geflecht von Versprechen und Betrug. Trotzdem habe ich lange nach dem Grund gesucht, aus dem mich das Buch nicht wirklich fesseln konnte. Ich denke, es hängt mit der Erzählebene zusammen, die Dickinson verwendet. Er erzählt und erklärt sehr viel, lässt Baru gedankliche Verrenkungen vollführen, sodass ihre Gedanken genau an den kritischen Punkt gesteuert werden, den der Autor treffen will. Es sind ernste, politisch und sozial gesehen erschreckend reale Probleme, die er anspricht, doch ich für meinen Teil konnte emotional nur manchmal wirklich mit Baru mitfühlen. Es waren kleine Inseln in einem Text aus sozialkritischen und rechtlichen Ausführungen, die mich faszinierten. Zum Beispiel die Gespräche mit Muire Lo, ihrem Sekretär, oder den abendlichen Ausflug mit Aminata, beides Charaktere, die ich sehr zu schätzen wusste, da sie für mich ein wenig Farbe in die Geschichte brachten.

Letztendlich bin ich zwie gespalten, was mein Urteil betrifft. „Die Verräterin“ hatte wahnsinnig gute Ansätze, die ich auch durchaus problematisch in der Realität nachvollziehen kann. Andererseits konnte mich persönlich das Buch kaum fesseln und emotional berühren, trotz der Grausamkeiten, die darin passierten.
Trotzdem empfehle ich es für jeden, der eine komplexe Story und politische Intrigen liebt.

Veröffentlicht am 02.10.2017

Gute Idee versandet in trockener Handlung

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Baru Kormoran wächst behütet und geliebt von ihren zwei Vätern und ihrer Mutter auf der Insel Taranoke auf. Für die Bewohner sind solche Familienkonstellationen nichts Ungewöhnliches. Doch das Imperium ...

Baru Kormoran wächst behütet und geliebt von ihren zwei Vätern und ihrer Mutter auf der Insel Taranoke auf. Für die Bewohner sind solche Familienkonstellationen nichts Ungewöhnliches. Doch das Imperium der Masken hat andere Wertvorstellungen und als nach der unblutigen Eroberung einer ihrer Väter verschwindet, schwört Baru Rache. Sie lässt sich vom Imperium ausbilden und strebt eine Machtposition in Falcrest dem Regierungssitz an, um von dort aus ihrem Volk helfen zu können. Doch zuerst soll sie ihre Loyalität unter Beweis stellen und in einer anderen Region mit vielen Herzogtümern eine Rebellion zerschlagen.

Mir hat der Anfang der Geschichte sehr gut gefallen und ich fand die Idee der auf Handel basierenden, unblutigen Eroberung einer Welt faszinierend. Auch die für die Bewohner von Taranoke selbstverständlichen Zusammenstellungen von Familienmitgliedern, in beliebiger Anzahl und Geschlechter, fand ich erfrischend anders und interessant. So habe ich die ersten hundert Seiten direkt verschlungen, doch leider stoppte dieser Lesegenuss mit der Ankunft Barus in Aurdwynn und ihrer dortigen Tätigkeit als Reichsbuchhalterin. Ab da ging es nur noch um Politik, wirtschaftliche Winkelzüge, Intrigen und Machtspiele. Und das alles mit so vielen verschiedenen Personen, die in unterschiedlichen Abhängigkeiten zueinander stehen, dass ich bald den Überblick und die Lust am Weiterlesen verloren habe. Ich musste mich regelrecht durch die zähen und teilweise sehr langweiligen Dialoge und Beschreibungen kämpfen.

Zu den Charakteren konnte ich, außer zu Baru, auch keine Verbindung aufbauen. Dazu blieben sie mir zu distanziert und nüchtern. Dabei waren einige durchaus sehr vielversprechend, aber es fehlte die Lebendigkeit in ihrer Darstellung.

Ich finde es sehr schade, dass eine gute Idee hier in einer so trockenen und langweiligen Handlung versandet. Eine Fortsetzung der Reihe werde ich deshalb nicht lesen.