Cover-Bild Der Schatten des Bösen

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10,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Goldmann
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 560
  • Ersterscheinung: 15.04.2019
  • ISBN: 9783442488735
Sharon Bolton

Der Schatten des Bösen

Thriller
Marie-Luise Bezzenberger (Übersetzer)

Anlässlich der Beerdigung des ehemaligen Sargtischlers und Mörders Larry Glassbrook kehrt die Polizistin Florence Lovelady mit ihrem Sohn Ben zurück nach Lancashire – in die Stadt des spektakulären Falls, der einst ihre Karriere begründete. 1969 wurden dort mehrere Jugendliche vermisst. Es stellte sich heraus, dass sie entführt und in Särgen lebendig begraben worden waren. Florence gelang es, Grassbrook dieser grausamen Taten zu überführen und ihn lebenslang hinter Gitter zu bringen. Doch kaum ist der vermeintliche Mörder von damals selbst unter der Erde, mehren sich die Zeichen, dass der Schatten des Bösen weiter reichen könnte als vermutet ...

Der erste Fall für Florence Lovelady: »Brillant gemachter Nervenkitzel« (The Guardian)

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.11.2019

Boltons Herzensprojekt mit leichtem Stilbruch

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Der ehemalige Sargtischler Larry Glassbrook wird beerdigt. Er gestand, vor 30 Jahren in Lancashire, mehrere Jugendliche entführt und lebendig begraben zu haben. Der größte Fall in Florence Loveladys Karriere, ...

Der ehemalige Sargtischler Larry Glassbrook wird beerdigt. Er gestand, vor 30 Jahren in Lancashire, mehrere Jugendliche entführt und lebendig begraben zu haben. Der größte Fall in Florence Loveladys Karriere, denn sie brachte den Mörder hinter Gittern. Zu Larrys Beerdigung kehrt sie in die Stadt der damaligen Geschehnisse zurück, doch sie kann danach nicht mehr abreisen. Am verlassenen Haus der Glassbrooks macht sie eine Entdeckung, die sie in Angst und Schrecken versetzt. Was hat das zu bedeuten? Waren Lancashires Kinder doch nie sicher oder schweben Florence und ihr Sohn Ben sogar selbst in lang ungeahnter Gefahr?
Sharon Bolton ist eine bekannte englische Krimi- und Thriller Autorin. Sie stammt selbst aus Lancashire und wollte schon immer ein Buch über Hexen schreiben. Besser gesagt „…ein Buch über Frauen (wie sie selbst) aus dem Norden, die aus der Masse der Menschen herausstechen und die von den selben Menschen dafür bestraft werden.“ Genau diesen Umstand merkt man dem Buch ganz deutlich an. Sharon Bolton ist bekannt für ihre atmosphärisch geladenen Thriller, die zumeist eine Mischung aus englischer Hochmoorebene, abgeschiedenen Dörfern und dem Einfluss von Okkultismus sind. In diesem Buch ist allerdings etwas anders. Im 2. Teil geht es erst einmal um die Ereignisse von vor 30 Jahren. Der Fall um die drei vermissten Teenager 1969, die Suche und die späteren Ermittlungen werden sehr detailliert und ausführlich geschildert. Der Mordfall wird auch als solcher behandelt, der Okkulte Einfluss, der Glaube an Hexen und die alte Geschichte um die Hexenverbrennung der Frauen von Pendel tauchen erst später im Buch auf. Entgegengesetzt ihrem sonstigen Stil gibt sich Bolton diesmal ganz der Magie hin und lässt ihre Protagonistin Florence nicht nur an diese glauben, sie lässt sie sogar selber Zauber wirken. Natürlich kein Hokuspokus mit Hut, Besen und schwarzer Katze, sondern eine Art Schutzzauber und ähnliches. Mich hat dieses Abweichen von ihrem Schema sehr missmutig gestimmt, weil ich die Intension dahinter nicht verstehen konnte. Das Begleitwort der Autorin, welches leider erst am Ende des Buches auftauchte, konnte mich jedoch über den Grund für diesen Stilbruch aufklären und ließ die Geschichte nun in einem anderen Licht wirken. Jedoch gab es auch andere Details, die ich unrund fand. Der wirklich sehr lange 2.Teil, mit dem (meiner Meinung nach) zu ausführlichen Rückblick, der eher wie ein Seitenfüller, als wirklich zwingend notwendig wirkte. Einige Einzelheiten, die nach Auflösung leider immer noch unklar oder unlogisch waren. Man hatte nach dem Ende das Gefühl, dass hier und da um den Kern der Story nur grob an gebastelt wurde um es etwas passend zu machen, ganz schlüssig ging das Ende leider nicht auf. Zu guter Letzt der Showdown, der zwar überraschend und erfrischend anders ausfiel aber in sich einfach kühlen Pragmatismus statt Atmosphäre ausstrahlte. Ein durchaus interessantes Buch, welches Dank dem mitreißenden Schreibstil der Autorin trotz längen, nicht an Spannung verliert. Doch Bolton kann mehr und das hat sie diesmal nicht unter Beweis gestellt. Es gibt deutlich stärkere Werke von ihr. Trotzdem muss ich gestehen, nach dem ich von ihrer eigenen Verbundenheit mit der Stadt und ihrem Aufwachsen mit all diesen Sagen wusste, stimmte mich dieses Wissen mit dem Verlauf Story und ihrem „Stilbruch“ etwas milder. Ein kleines, Spoiler freies Vorwort hätte mich Florence und ihre Entscheidungen vielleicht gleich im rechten Licht sehen lassen.
Fazit: eher eines von Sharon Boltons mittelmäßigeren Büchern. Atmosphärisch hat sie hier nicht alles gegeben. Doch noch nie war eine tiefe Verbundenheit mit dem Handlungsort und der Protagonistin so präsent.

Veröffentlicht am 03.11.2019

Konnte mich nicht überzeugen

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Florence, eine junge Polizistin, war 1969 in Lancshire um einen Mörder zu finden. Nun ist sie 1999 zurückgekehrt um an seiner Beerdigung teilzunehmen. Doch haben sie damals den richtigen Mann erwischt? ...

Florence, eine junge Polizistin, war 1969 in Lancshire um einen Mörder zu finden. Nun ist sie 1999 zurückgekehrt um an seiner Beerdigung teilzunehmen. Doch haben sie damals den richtigen Mann erwischt?

Das Cover gefällt mir sehr gut. Die Wolken die sich um den Titel winden und ihn so verschwimmen, sehen toll aus. 

Der Schreibstil von Sharon Bolton konnte mich schon in dem Buch Im Visier des Mörders (auf den Titel klicken um meine Rezension zu lesen) gefallen. Obwohl ich sagen muss, dass mir in Der Schatten des Bösen die Story nicht so ganz zugesagt hat. War ich von dem anderen Buch restlos begeistert, gab es hier einige Punkte, die mir nicht so gefallen haben.
Zunächst einmal waren das die Umstände in denen Florence 1969 arbeiten muss. Klar, ich weiß das es damals noch schwieriger war für Frauen gerade in einem „Männerberuf“, aber ich war zunehmend entsetzt und ich konnte es kaum ertragen, wie viel sie aushält ohne was zu unternehmen.
Florence ist die erste Polizistin in Lancashire und dementsprechend wird sie mit Misstrauen und unverhohlener Verachtung behandelt. Ich hätte an einigen Stellen am liebsten laut geschrieen, denn Florence ist eine gute Polizistin und denkt zum Teil besser mit als ihre Kollegen. Doch natürlich hört kaum jemand auf sie und so geht sie viel auf Alleingänge, was ihr dann auch wieder den Unmut der Kollegen beschert.
Was sie macht, sie macht es falsch.
Aber nun etwas zur Story. Wir starten 1999 bei der Beerdigung, allerdings bekommen wir hier nicht allzu viele Informationen zu dem früheren Fall, doch das ändert sich sobald man dann in die andere Zeit wechselt. Da beginnt das Buch dann auch so richtig, denn der alte Fall wird von Beginn der Ermittlungen verfolgt, obwoh natürlich der Mörder schon von Anfang an feststeht. Aber ich glaube es ging Sharon Bolton auch mehr um die Entwicklung von Florence und ihren Weg in und außerhalb der Polizei.
Ich hatte mir schon gedacht, dass am Ende vielleicht noch was Spannendes passiert und das war natürlich auch so. Das es so kommt, habe ich dann doch nicht erwartet, aber es war gut und schlüssig aufgelöst.
Zwischendurch gab es dann so Erwähnungen und Elemente, die ich etwas viel fand. Und ich dachte, dass das Buch jetzt noch in eine dicke, fette Verschwörung abrutschen würde und das hat mir nicht so gefallen, denn ich mag einfach keine Bücher über Verschwörungstheorien.

Mein Fazit: Leider konnte mich das Buch nicht so packen wie Im Visier des Mörders, denn durch diese angedeuteten Verschwörungen und andere bestimmte Elemente im Buch, konnte ich mich nicht ganz darauf einlassen. Außerdem hat mich die Behandlung von Florence bei der Polizei total wütend gemacht, sodass ich manchmal nicht nur ihre Kollegen hätte anscheien können. Florence ist ein Charakter, der einen nicht so sehr an sich ranlässt finde ich und so fehlte mir auch der endgültige Draht zu ihr. Wer gerne einen Hauch von Verschwörungstheorien in Krimis mag, sollte das Buch lesen, ansonsten würde ich lieber Im Visier des Mörders empfehlen.

Veröffentlicht am 25.06.2019

Ein echter Pageturner

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Inhalt: 1999. Vor 30 Jahren hat die Polizistin Florence Lovelady den Sargtischler Larry Glassbrook des mehrfachen Mordes überführt und lebenslänglich hinter Gitter gebracht. Jetzt kehrt Florence, zusammen ...

Inhalt: 1999. Vor 30 Jahren hat die Polizistin Florence Lovelady den Sargtischler Larry Glassbrook des mehrfachen Mordes überführt und lebenslänglich hinter Gitter gebracht. Jetzt kehrt Florence, zusammen mit ihrem 15-jährigen Sohn Ben, anlässlich Glassbrooks Beerdigung nach Lancashire zurück, wo 1969 mehrere Jugendliche entführt und lebendig begraben worden waren. Doch obwohl der vermeintliche Mörder tot ist, passieren Dinge, die mit dem damaligen Fall zu tun haben…

Meine Meinung: „Der Schatten des Bösen“ hat mich von Anfang an gefesselt. Ich mag den Schreibstil von Sharon Bolton sehr und auch die etwas düstere Atmosphäre des Buches gefällt mir gut. Immer wieder gibt es einige leicht mystische Momente, die mich aber zunächst nicht störten. Der Thriller spielt auf zwei Zeitebenen, wobei der größte Teil in der Vergangenheit spielt, was mich zuerst überrascht hat, denn der Fall war ja bereits aufgeklärt. Trotzdem fand ich gerade diese Geschichte absolut spannend und fesselnd.
Obwohl Florence eine sehr junge Polizistin ist, fand ich ihr Verhalten glaubhaft. Da sie weiblich und außerdem intelligent ist, ist sie bei ihren männlichen Kollegen unbeliebt und wird sogar gemobbt. (Im Jahr 1969 war die Rolle der Frau sicher noch anders als heute). Trotzdem setzt Florence sich durch und macht ihr Ding, was von ihren Vorgesetzten nicht gern gesehen wird und auch nicht immer ganz ungefährlich ist. Die anderen Charaktere sind sehr unterschiedlich und einige auch ziemlich schräg. Alle werden toll und glaubhaft beschrieben.
Für mich war das Buch ein absoluter Pageturner, der beste Thriller in diesem Jahr, nur der letzte Teil der Gegenwart und die Aufklärung gefiel mir leider nicht mehr so gut, da er zu viel mystische Elemente hatte. Trotzdem ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Die kurze Vorgeschichte zu dem Thriller, „Der Meister des Todes“, gibt es kostenlos als Kindle Ausgabe.

Veröffentlicht am 18.05.2019

Ein packender Thriller

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Auf das Buch war ich sehr gespannt, da der Klappentext für mich einiges an Spannung bereit hält. Denn haben sie damals wirklich den Richtigen verhaftet oder gab es mehr als einen Täter? Diese Fragen stelle ...

Auf das Buch war ich sehr gespannt, da der Klappentext für mich einiges an Spannung bereit hält. Denn haben sie damals wirklich den Richtigen verhaftet oder gab es mehr als einen Täter? Diese Fragen stelle ich mir wenn ich den Klappentext lese. Und so fing ich dann an =)

Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt. Zu Beginn lernen wir Florence in der Gegenwart kennen. Wir erfahren was sie zur Zeit macht und was sie beschäftigt und sind bei der Beerdigung von Larry dabei. Kurz darauf finden wir uns im Jahre 1969 wieder. In diesem Jahr verschwinden ein paar Jugendliche und keiner weiß wo diese sind. Und im letzten Teil sind wir wieder in der Gegenwart, im Jahre 1999. Doch im zweiten Teil sind wir hautnah bei den damaligen Ermittlungen dabei und lernen auch Florence Kollegen und sie selbst besser kennen. Ihre Kollegen sind nicht immer sehr nett zu ihr, da sie eine Frau ist. Und von dieser möchten Sie sich nichts sagen oder gar helfen lassen. Frauen haben es zu dieser Zeit noch nicht allzu leicht einen Männerberuf zu ergreifen oder gar zu arbeiten. Sie werden nicht ernst genommen. Dazu habe ich vor Kurzem einen sehr guten Film gesehen "Die Berufene". Und mit jeder Zeile, die ich in diesem Buch lese und die sich im Jahre 1969 abspielt, muss ich immer wieder an den Film denken. Denn wie es im Buch beschrieben wurde war es damals leider auch. Und das hat Sharon hier sehr gut rüber gebracht.

Mir hat dieser Thriller echt gut gefallen, nur hätte man manches auch kürzer fassen können, ohne die Story dabei zu beeinträchtigen. Auch wenn Florence wirklich intelligent ist, wurden die Männer ab und an ein wenig zu dämlich dargestellt. Als würden diese den Beruf zum ersten Mal ausüben. Das sind so die einzigen Kritikpunkte, die ich habe.

Ich kann euch diesen Thriller wirklich empfehlen und bin auf weitere Werke der Autorin gespannt.