Cover-Bild Eine Maus namens Merlin
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24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Klett-Cotta
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: allgemein und literarisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 256
  • Ersterscheinung: 14.03.2026
  • ISBN: 9783608966787
Simon Van Booy

Eine Maus namens Merlin

Roman
Dorothee Merkel (Übersetzer)

»Wenn Sie Freude in Ihrem Leseleben haben wollen,  kaufen Sie dieses Buch.« Jojo Moyes

Helen Cartwright ist 83 Jahre alt und hat keine großen Erwartungen mehr an ihre Zukunft. Doch eines Tages tritt das Schicksal in Form einer Maus in ihr Leben. Nach und nach, in kleinen Schritten, wagt sie unfreiwillig einen Neuanfang. Mit großem Gefühl erzählt Simon Van Booy von der außergewöhnlichen Freundschaft zwischen einer Witwe und einer Maus, und erinnert uns daran, dass es immer zweite Chancen geben kann.

Nach sechzig Jahren in Australien kehrt Helen Cartwright in den kleinen Ort in der Nähe von Oxford zurück, in dem sie geboren wurde. Sie kauft ein kleines Haus mit senfgelber Tür und führt ein zurückgezogenes Leben: Jeder Tag eine Wiederholung des vorherigen, als ob es sogar für den Tod eine Warteschlange gäbe. Doch dann nimmt Helens Leben eine plötzliche Wendung, als ein unerwarteter Gast in Form einer gutmütigen Maus auftaucht. Ihre anfänglichen Versuche, die Maus wieder loszuwerden, führen sie in den Tierhandel, die Bibliothek, den Eisenwarenladen. Während die Maus in der Küchenspüle aus einem kleinen Flaschendeckel trinkt, tritt Helen wieder in Kontakt mit ihren Nachbarn – und begibt sich auf eine unerwartete Reise zurück zu sich selbst. Denn egal, was wir für uns geplant haben: Manchmal hat das Leben seine eigenen Pläne.

»Ich habe mich auf jeder Seite für dieses ungewöhnliche Duo begeistert. Simon Van Booys Figuren sind voller Charme und geprägt von dem tiefen Wunsch nach Verbundenheit, den alle Lebewesen teilen. Ich habe es geliebt.« Ann Patchett
»Ein kleines literarisches Meisterwerk… pointiert und wunderschön… bezaubernd und berührend.« Washington Post

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.04.2026

Eine zauberhafte Geschichte mit zwei reizenden, gegensätzlichen Hauptfiguren

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Die 83-jährige Helen Cartwright lebt seit drei Jahren wieder in dem Dorf ihrer Heimat in der Nähe von Oxford. Sechs Jahrzehnten lang hat sie in Australien verbracht und als Kardiologin in einem Krankenhaus ...


Die 83-jährige Helen Cartwright lebt seit drei Jahren wieder in dem Dorf ihrer Heimat in der Nähe von Oxford. Sechs Jahrzehnten lang hat sie in Australien verbracht und als Kardiologin in einem Krankenhaus in Sydney gearbeitet. Ihr Ehemann und ihr Sohn sind inzwischen verstorben. Um den schmerzhaften Erinnerungen zu entfliehen, hat sie alles zurückgelassen. In England pflegt sie kaum soziale Kontakte, denn jedes Gespräch ist damit verbunden, dass eventuell Fragen gestellt werden, die alte Wunden aufreißen könnten. Ihr Lebenswillen beginnt allmählich zu schwinden. Regelmäßige Mahlzeiten, für die sie Einkaufen geht, und häufige Nickerchen bestimmen ihren eintönigen Alltag.

Weil sie jemand ist, der Brauchbares nicht einfach wegwirft, und vermutlich auch aus Langeweile, hat sie in den letzten Monaten ein Faible für den Müll ihrer Nachbarn entwickelt. In einer ihrer schlaflosen Nächte entdeckt sie auf der gegenüberliegenden Straßenseite ein Aquarium, auf dem Pappkartons liegen sowie ein ihr bekanntes Kinderspielzeug, das Erinnerungen an glücklichere Zeiten bei ihr weckt. Obwohl der Glaskasten schwer ist, holt sie ihn samt Inhalt zu sich ins Haus. Damit beginnt für sie eine Woche, in der sie nicht nur einer Maus, sondern auch einigen liebenswerten Menschen begegnet, die ihrem Leben einen neuen Sinn geben.

Nach einem kurzen Prolog folgen Kapitel, die nach den Tagen einer Woche benannt sind. Die Handlung setzt in einer regnerischen Freitagnacht ein. Keine vierundzwanzig Stunden später glaubt Helen, ein zartes Klopfen im Erdgeschoss zu hören. Als Leserin wartete ich ungeduldig darauf, dass sie die Maus entdeckt, die sie später Merlin nennen wird. Zunächst ist sie von ihrem neuen Mitbewohner wenig begeistert und sucht nach Möglichkeiten, das Tier auf freundliche Weise wieder loszuwerden. Dazu muss sie über ihren eigenen Schatten springen und sich Rat und Wissen von anderen holen.

Die Erinnerungen an ihren Sohn, der sich immer eine Maus gewünscht hat, öffnen ihr Herz zunehmend für Merlin. Ihre anfängliche Abneigung wandelt sich bald in wachsende Gewogenheit und Zuneigung. Während ihrer Suche nach einer passenden Lösung zum weiteren Verbleib des Tieres gleiten ihre Gedanken immer wieder zu schönen, aber auch tragischen Momenten ihres Lebens ab, so dass nach und nach eine Vorstellung von Helens früherem Leben entstand. Gleichzeitig beginnt sie, sich mit der Vergangenheit auszusöhnen, ihr eigenes Verhalten zu reflektieren und eine Zukunft zuzulassen, in der es wieder mehr Begegnungen geben wird.

Das Buch „Eine Maus namens Merlin“ von Siman Van Booy ist eine zauberhafte Geschichte mit zwei reizenden, gegensätzlichen Hauptfiguren die zeigt, dass auch kleine Lebewesen tiefgreifende Veränderungen bewirken können. Einige überraschende Wendungen sorgen für Abwechslung und die ruhige, warme Erzählweise verleiht der liebevoll gestalteten Handlung emotionale Tiefe. Sehr gerne empfehle ich diesen berührenden Roman weiter.

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Veröffentlicht am 30.03.2026

Eine Tasse Tee oder mehr

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Es gibt sie, die Bücher, die mich zum Lachen und Weinen bringen, weil sie so gefühlvoll geschrieben sind. "Eine Maus namens Merlin" ist genau so ein Buch. Ich habe es sehr gern gelesen und es wird noch ...

Es gibt sie, die Bücher, die mich zum Lachen und Weinen bringen, weil sie so gefühlvoll geschrieben sind. "Eine Maus namens Merlin" ist genau so ein Buch. Ich habe es sehr gern gelesen und es wird noch lange in meinem Kopf und in meinem Herz bleiben.

Doch alles der Reihe nach.
Hier war es zuerst der Titel, der mich aufmerksam gemacht hat. Merlin, der legendäre Zauberer, der beim jungen Prinzen Arthur am königlichen Hof von Camelot lebte. Merlin, mein wunderbarer und viel zu früh verstorbener Sheltie.
Und nun eine Maus, die gern in Pantoffeln schläft.

Das Buch handelt von der 83jährigen Helen Cartwright, die nach 60 Jahren in Australien wieder in die Nähe von Oxford wohnt, dem Ort, in dem sie geboren worden ist.
Hier verläuft jeder Tag sehr ähnlich. Sie wartet zurückgezogen auf den Tod, auch um dann wieder mit ihrem Mann Len und ihrem Sohn David zusammen zu sein.

Doch dann tritt zufällig eine Maus in ihr Leben. Die Versuche, diese wieder los zu werden, scheitern und so bekommt Merlin einen Namen und Helens Tage werden lebhafter.

Der Schreibstil von Simon Van Booy ist ruhig und gefühlvoll. Manche Sätze sind so schön, dass ich sie einige Male gelesen habe.
Die Figuren auch neben Helen und Merlin sind charmant und sympathisch. Selbst Cecil Park, der Eisenwarenhändler, der anfangs Klebefallen gegen die Maus empfiehlt, wird schon bald sehr freundlich und empathisch.

Zu gern würde ich einmal vor der senfgelben Tür von Helens Haus stehen und die beiden auf eine Tasse Tee oder mehr besuchen.

Ich gebe diesem wunderbaren, warmherzigen Buch gerne mindestens 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 29.03.2026

ein Haustier mit großer Auswirkung

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Helen Cartwrigt ist 83 Jahre alt und kehrt nach 60 Jahren aus ihrer Wahlheimat Australien nach England zurück. Ihr Mann und ihr Sohn sind beide verstorben und haben Helens Lebenswillen sterben lassen, ...

Helen Cartwrigt ist 83 Jahre alt und kehrt nach 60 Jahren aus ihrer Wahlheimat Australien nach England zurück. Ihr Mann und ihr Sohn sind beide verstorben und haben Helens Lebenswillen sterben lassen, genauso wie ihre Liebsten gestorben sind. Sie warten nur noch auf den Tod, damit sie wieder mit ihnen vereint ist.
Doch dann verändert eine kleine Maus ihr ganzes Leben. Stellt sie zu Anfang noch eine Mausefalle auf, die sie in einem Baumarkt kauf, folgt danach ein Kontakt mit den Angestellten einer Bücherei, denn sie will mehr über Merlin erfahren, wie sie die Maus nennt, denn den Tod von Merlin möchte sie nicht, weil das zu grausam ist. Sie überlegt ihn ihn in ein Tierheim zu brinegen, indem er gut gepflegt wird und vielleicht mit anderen Mäusen zusammenleben kann.
UNd so bekommt Helen durch Merlin immer mehr Kontakt zu anderen Menschen. die ihre Einsamkeit beenden und sie auf andere Gedanken bringt.

Noch nie ist meines Wissens das Thema Alterseinsamkeit so warmherzig umgesetzt werden, sie in diesem Buch. Eine kleine Maus, die den Lebenswillen einer einsamen Frau wiederbelebt, nur durch ihre reine Anwesenheit.

Ein wunderbares Leseerlebnis in einem flüssigen Schreibstil und mit einer mehr als sympathischen Protagonistin.

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Veröffentlicht am 27.03.2026

Helen Merlin bleiben positiv im Erinnerung

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❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Wieder einmal ist meine Freundin schuld. Sie versorgt mich zuverlässig mit neuen Buchideen. Als sie mir „Eine Maus namens Merlin“ von Simon van Booy gezeigt hat, war ...

❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Wieder einmal ist meine Freundin schuld. Sie versorgt mich zuverlässig mit neuen Buchideen. Als sie mir „Eine Maus namens Merlin“ von Simon van Booy gezeigt hat, war sofort klar, das muss ich vorbestellen, damit es direkt zum Erscheinungstermin bei mir einzieht. Und als dann auch noch Jojo Moyes meinte, wer Freude am Lesen haben möchte, sollte dieses Buch kaufen, na ja, was soll ich sagen 🤷🏻‍♀️🤣,
kaum war es da, habe ich direkt neugierig danach gegriffen.

🧠 Meine Meinung:

Ich habe dieses Buch wirklich sehr ins Herz geschlossen. Helen ist eine unglaublich tolle Buchfigur, eine Frau, die vom Leben gezeichnet ist. Nach und nach erfährt man mehr über ihre Vergangenheit, versteht ihre Entscheidungen, ihre Trauer und auch, warum ihr der Lebensmut abhandengekommen ist. Genau dieses langsame Enthüllen hat mich sehr berührt.
Und dann ist da Merlin. Diese kleine Maus ist so viel mehr als nur ein Tier, sie ist Auslöser, Symbol und irgendwie auch stiller Held der Geschichte. Natürlich möchte ich im echten Leben keine Maus im Haus haben 😅, aber hier konnte ich gar nicht anders, als Liebe und Mitgefühl zu empfinden.
Was ich besonders stark fand, Merlin ist nicht einfach nur „niedlich“, sondern gibt Helen wieder eine Aufgabe, Verantwortung, Struktur, eben ein kleines Stückchen Sinn. Diese Idee, eine Maus als Wendepunkt im Leben einer so einsamen Frau zu nutzen, fand ich unglaublich schön.
Ich hatte mir die Geschichte anfangs zwar ein wenig anders vorgestellt, vor allem in Bezug auf die Rolle von Merlin, aber ich bin überhaupt nicht enttäuscht. Auch die Kürze des Buches (man fliegt wirklich durch die Seiten) hat dazu geführt, dass ich mir an manchen Stellen einfach nur noch ein bisschen mehr Zeit gewünscht hätte. Aber gleichzeitig passt genau diese Leichtigkeit auch zur Erzählweise und macht das Buch sehr kurzweilig und zugänglich.
Denn am Ende bleibt für mich etwas ganz anderes hängen, eine warme, tiefgehende Geschichte mit zwei absolut besonderen Charakteren. Helen und Merlin funktionieren eben nur zusammen und genau das macht ihre Verbindung so einzigartig und berührend.
Die Themen rund ums Älterwerden, Einsamkeit, Trauer, aber auch Freundschaft und neue Lebensperspektiven wurden so feinfühlig umgesetzt, dass ich das Buch am liebsten gar nicht aus der Hand legen wollte.

✅️ Fazit:

Eine ruhige, berührende und besondere Geschichte über das Leben und darüber, dass es manchmal die kleinsten Begegnungen sind, die alles verändern.
Helen und Merlin werde ich so schnell nicht vergessen. 🐭💛

🔎 Worum geht’s?

Nach vielen Jahrzehnten in Australien kehrt Helen Cartwright, inzwischen 83 Jahre alt, in ihren englischen Heimatort zurück. Dort lebt sie zurückgezogen und beinahe schon wartend auf das Ende. Doch dann taucht völlig unerwartet eine kleine Maus in ihrem Leben auf. Merlin.
Was zunächst als Störung beginnt, entwickelt sich langsam zu etwas ganz anderem und bringt Helen nicht nur aus ihrer Routine, sondern auch wieder ein Stück näher zu sich selbst und zu den Menschen um sie herum.

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Veröffentlicht am 22.03.2026

Berührender Wohlfühlroman

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Aufmerksam geworden war ich auf dieses Buch zugegebenermaßen durch das für meinen Geschmack wirklich entzückende und sehr sehr ansprechend gestaltete Cover. Sein Übriges hatte dann nochmal der interessant ...

Aufmerksam geworden war ich auf dieses Buch zugegebenermaßen durch das für meinen Geschmack wirklich entzückende und sehr sehr ansprechend gestaltete Cover. Sein Übriges hatte dann nochmal der interessant klingende Klappentext getan, so dass ziemlich schnell klar war, dass ich dieses Buch lesen muss! Und ich wurde nicht enttäuscht. Voraus gesagt werden muss, dass ich ein ganz großer Tierfan bin, die emotionale enge Bindung zwischen Mensch und Tier ist für mich etwas ganz Besonderes, das im Mittelpunkt meines Lebens steht, wobei sich diese Beziehung bei mir bisher auf Mensch und Hund konzentriert. Im Roman "Eine Maus namens Merlin" von Simon van Booy steht, wie der Titel schon sagt nun aber eine Maus im Vordergrund, bzw. die 80jährige Helen Cartwright, die nach langen Jahren in Australien in ihre Heimat England zurückkehrt und dort sehr zurück gezogen, ja leider auch einsam lebt und eigentlich nichts mehr vom Leben erwartet. In den frühen Morgenstunden, wenn andere noch schlafen, stromert die alte Frau durch die Nachbarschaft und rettet aus Sperrmüllfunden vermeintliche Schätze. So bringt sie eines Morgens unabsichtlich in einem Karton eine kleine Maus mit in ihr Haus. Anfangs will sie diese wieder möglichst schnell loswerden, doch nach und nach entwickelt sich zwischen Helen und Merlin, so tauft die Alte das Tierchen, eine wirklich rührende Beziehung. Dies führt nicht nur zu einem neuen Lebensinhalt für Helen, sondern daraus resultiert auch, dass die Seniorin über ihren Schatten springt und Beziehungen zu anderen Menschen knüpft, ja sogar Bekanntschaften und Freundschaften schließt, sich für Neues öffnet. Man kann diese Entwicklung quasi sogar als zweite Chance in einem wirklich späten Lebensalter bezeichnen, die bestimmt nicht alltäglich oder an der Tagesordnung ist. Simon van Booy erzählt uns diese Geschichte in einem sehr flüssigen angenehmen Schreibstil, der mich sofort in die Handlung einsteigen ließ. Der gemächliche ruhige Ton passt hervorragend zum Thema. Mich hat die Story wirklich extrem bewegt, die Protagonistin war mir von Beginn an ans Herz gewachsen. Von mir gibt es hierfür auf jeden Fall die volle Punktzahl und eine absolute Leseempfehlung!

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