Cover-Bild Friesenstrand. Ostfrieslandkrimi

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11,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Klarant
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 200
  • Ersterscheinung: 15.10.2018
  • ISBN: 9783955738754
Sina Jorritsma

Friesenstrand. Ostfrieslandkrimi

Ein wütender Mord zerstört den Frieden auf der ostfriesischen Insel Borkum. Eine junge, attraktive Frau wird brutal erwürgt am Strand aufgefunden. Die Inselkommissare Mona Sander und Enno Moll ermitteln und glauben an eine spontane Tat aus dem Affekt. Bei der Toten handelt es sich um Eske Tadden. Ihr gesamter Lebensstil war wild, rücksichtslos und ein einziges Risiko! Dementsprechend lang ist auch die Liste der Verdächtigen. Die heißeste Spur führt jedoch zu dem jungen Borkum-Urlauber Dennis Scheepker. Am Abend vor dem Mord hatte er sich erfolglos um Eskes Gunst bemüht, und ausgerechnet bei ihm finden die Ermittler Eskes persönlichste Dinge... Doch das Puzzle will sich einfach nicht zusammensetzen lassen, während der Druck auf die Kommissare unerbittlich steigt – denn auf Borkum wird der „Strandnixen-Mord“ schnell zum Presse- und Inselthema Nummer eins...

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.11.2018

Ein gemütlicher und doch spannender Inselkrimi

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Eine junge Frau wird erwürgt am Strand von Borkum aufgefunden. Die eingespielten Kriminalisten Mona Sander und Enno Moll ermitteln in dem Fall, der nur auf den ersten Blick vielversprechend einfach aussieht. ...

Eine junge Frau wird erwürgt am Strand von Borkum aufgefunden. Die eingespielten Kriminalisten Mona Sander und Enno Moll ermitteln in dem Fall, der nur auf den ersten Blick vielversprechend einfach aussieht. Stattdessen ist schon allein das Opfer sehr undurchsichtig und auch der Kreis der Verdächtigen wird schnell größer. Doch dann geht alles ganz schnell, ein Verdächtiger wird festgesetzt. Mona glaubt, dass es zu leicht war. Mit ihrem Kollegen vergräbt sie sich erneut in den Fall und stolpert über seltsame Verbindungen.

Vor der malerischen Kulisse der ostfriesischen Insel Borkum wurde ein interessanter Krimi konzipiert. Der personale Erzähler geleitete mich durch diese Geschichte, ohne Blutvergießen und Gewalt, mit Ausnahme der Ermordung des weiblichen Opfers.
Der Fokus lag ausschließlich auf der Kommissarin Mona Sander. Mit ihr erfuhr ich alle relevanten Details zu dem Fall und erlangte darüber auch Kenntnisse über das weitere Vorgehen des Duos. Die Ermittler waren mir beide sympathisch.
Enno Moll zeichnete eine ruhige Art aus und war damit ein angenehmer Ausgleich zu seiner stürmischen Kollegin. Die berufliche Verbindung der Zwei war glaubwürdig dargestellt worden und es war zu merken, dass sie schon eine Weile miteinander arbeiteten. Obwohl es sich hier schon um den zehnten Fall der beiden Ermittler handelte, war die Geschichte sehr gut ohne Vorkenntnisse lesbar. Hin und wieder wurde erwähnt, dass bestimmte Inselbewohner die Kommissare schon aus früheren Ermittlungen kannten. Der Hinweis diente jedoch lediglich dazu, dass Mona und Enno sich nicht jedes Mal von neuem vorstellen mussten. Dies hatte wieder rum den Nebeneffekt, dass ich nicht mit Wiederholungen gelangweilt wurde und auch nicht auf die vorherigen Bände gespoilert wurde.
Die spannenden Ermittlungen mit reichlich unvorhergesehenen Wendungen hatten ein ostfriesisches Flair, sodass mein Adrenalinpegel zwar nicht in die Höhe schoss, der Unterhaltungswert aber auf einem hohen Niveau gewesen war.
Die Jagd nach dem Mörder war vielschichtig und auch der Täter selber blieb geschickt innerhalb des Werkes verborgen. Erst mit der Auflösung des Falles wusste ich wirklich von wem und weshalb das Opfer ermordet wurde. Bei der Aufklärung hat die Autorin dafür gesorgt, dass alle zuvor gesammelten Puzzlestücke sich nahtlos ineinanderfügten und ein Gesamtbild ergaben.
Generell waren die Handlungen logisch und konsequent aufgebaut, was den Lesefluss zu einem reißenden Strom gemacht hatte.
Sina Jorritsmas Schreibstil war fließend, sehr gut verständlich und bildlich ausformuliert. Auch wenn ich persönlich noch nie auf Borkum war, konnte ich mir die Schauplätze der Interaktionen sehr gut vorstellen.

Fazit: Ein gemütlicher und doch spannender Inselkrimi, der mit einer schönen Umgebung und sympathischen Protagonisten aufwarten konnte. Für alle geeignet, die es gern packend, aber nicht unnötig grausam und blutig mögen.

Veröffentlicht am 07.11.2018

Undurchsichtig und verworrener Inselkrimi

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"Eifersucht entsteht stets zugleich mit der Liebe, aber nicht immer stirbt sie mit ihr." (François VI. Duc de La Rochefoucauld)
Am Strand der Insel Borkum wird die Leiche der jungen Eske Tadden tot aufgefunden. ...

"Eifersucht entsteht stets zugleich mit der Liebe, aber nicht immer stirbt sie mit ihr." (François VI. Duc de La Rochefoucauld)
Am Strand der Insel Borkum wird die Leiche der jungen Eske Tadden tot aufgefunden. Die junge Frau wurde im alkoholisierten Zustand erwürgt und danach halbnackt am Strand zurückgelassen. Die beiden Inselkommissare Mona Sander und Enno Moll ermitteln und glauben das man die Tote im Affekt beim Liebesspiel erwürgt hat. Doch Mona Sander bekommt auch heraus das Eske einen unsteten Lebenswandel hatte und ihr Leben aus Lügen und vielen Männerbekanntschaften bestand. Deshalb ist auch die Liste der Verdächtigen groß, doch trotz allem kommen die Ermittler nicht voran. Als die erste Spur zu einer Gruppe Jugendlicher Urlauber führt, findet man im Zimmer von Dennis Scheepker die ersten Hinweise. Doch wenn der junge Mann gerne ein Verhältnis mit Eske gehabt hätte, finden sie schnell heraus das Dennis unschuldig ist. Auch Eskes Vater, der heimlich seine Tochter überwacht hat, scheint Mona verdächtig zu sein. So nimmt der Druck auf Mona und Enno schnell zu, den die Presse bauscht das Thema immer weiter hoch.

Meine Meinung:
Für mich war das der erste Krimi der Autorin und auch auf der Insel Borkum. Der Schreibstil war sehr gut, flüssig und unterhaltsam, auch wenn ich vielleicht noch ein wenig mehr Spannung erwartet hätte. Der Mord um die junge Eske bereit nicht nur den Kommissaren Rätsel, sondern auch ich als Leser hatte, bis zum Ende keine Ahnung wer der wahre Mörder ist. Ebenfalls die Ermittlungsarbeit auf der Insel war für mich etwas ganz spezielles, wie sonst hingegen in der Stadt oder auf dem Festland. Kommissare müssen aufpassen die Verdächtigen nicht einfach abreisen, Obduktionen müssen aufs Festland verlegt werden und anderes mehr. Auch das Setting und die spezielle Mentalität, die man nur vom Norden kennt, hat die Autorin hier schön miteingebracht. Dass es dann im Grunde ein Mord aus Eifersucht war, hatte ich nicht vermutet. Die Charaktere waren stimmig und gut gewählt, so konnte ich mir z.B. sehr gut Enno Moll vorstellen einen etwas ruhigen, bequemen, beleibten Seebär aus dem hohen Norden. Aber auch die toughe Mona Sander konnte mich absolut überzeugen, wie sie ihre Ermittlungen führt. Jedoch am meisten hat mich das Flair der Insel Borkum überzeugen können, auch wenn ich diese Insel persönlich nicht kenne, konnte ich sie mir durch die vielen Beschreibungen sehr gut vorstellen. Für mich war das ein gelungener Krimi, bei dem ich selbst viel rätseln konnte und dem ich 4 1/2 von 5 Sterne gebe.

Veröffentlicht am 21.10.2018

Turbulente Ermittlungen

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August – ein schöner Sommer auf Borkum geht langsam zu Ende. Doch in diesem Jahr passiert etwas Schreckliches. Eine junge Frau wird tot am Strand aufgefunden. Mona und Enno eilen am frühen Morgen zum Tatort, ...

August – ein schöner Sommer auf Borkum geht langsam zu Ende. Doch in diesem Jahr passiert etwas Schreckliches. Eine junge Frau wird tot am Strand aufgefunden. Mona und Enno eilen am frühen Morgen zum Tatort, denn es war kein natürlicher Tod. Am Hals sind Würgemale sichtbar.

Es ist der 10. Fall für die beiden Inselkommissare. Erste Spuren führen zu einer Gruppe junger Männer, die hier ein Ferienhaus gemietet haben. Relativ schnell gerät einer der vier unter Verdacht und der Fall scheint gelöst, bevor der neue Krimi von Sina Jorritsma richtig begonnen hat.

Doch Monas Überlegungen und ihre Ermittlungen zur Identität der Toten bringen immer neue Widersprüche hervor. Die Zahl derer, die ein Motiv haben könnten, wächst. Die temporeiche Geschichte, die sich nun entwickelt, als Mona und Enno mehr über die lebenslustige Eske Tadden erfahren, nimmt Fahrt auf. Der Schreibstil der Autorin ist wie immer leicht und schnell zu lesen. Neue Personen und Geschichten zum Privatleben der Verdächtigen gestalten die Handlung unterhaltsam und abwechslungsreich. Überraschende Wendungen erhalten die Spannung aufrecht und der Leser kann immer staunen, wie turbulent es in diesem Krimi zugeht. Monas Temperament und ihre Gedanken bringen Humor in die Polizeiarbeit.

Auch das friesische Lokalkolorit ist durch gelungene Beschreibungen von Hotels, Pensionen, Inselbäckereien, Dünen- und Strandlandschaften sowie zauberhaften Cafés reichlich vorhanden. Glücklicherweise sind Mona und Enno oft unterwegs und treffen auch wieder auf Inselbewohner, deren Blick nichts entgeht.

Sina Jorritsmas Geschichte ist gut durchdacht und raffiniert gestaltet. Eske Tadden war eine schwer zu durchschauende Persönlichkeit. Sie selbst konnte Situationen nicht immer richtig beurteilen und war recht leichtsinnig. Sie verlor in bestimmten Situationen die Kontrolle und das tragische Ende folgte.
Die überraschende Auflösung war in sich schlüssig und nachvollziehbar. Ich habe mich von der ersten bis zur letzten Seite gut unterhalten gefühlt.

Fazit:
Ein kurzweiliger Krimi mit viel Lokalkolorit, der von Beginn an unterhält und mit einigen unerwarteten Wendungen punkten kann. „Friesenstrand“ ist absolut gelungen und Lesevergnügen pur. Spannend und unterhaltsam – deshalb vergebe ich gern 5 Sterne und empfehle das Buch allen Freunden von guten Ostfrieslandkrimis.

Mein Dank gehrt an den Klarant-Verlag, der mir kostenlos ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Meine ehrliche Lesermeinung wurde dadurch nicht beeinflusst.



Veröffentlicht am 16.10.2018

Ein gut ausgearbeiteter Kriminalfall mit Wohlfühlatmosphäre

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Hierbei handelt es sich um den 10.Fall der beiden Ermittler Mona Sander und Enno Moll. Da die Fälle aber in sich abgeschlossen sind, können sie unabhängig voneinander gelesen werden.
Vielen Dank an den ...

Hierbei handelt es sich um den 10.Fall der beiden Ermittler Mona Sander und Enno Moll. Da die Fälle aber in sich abgeschlossen sind, können sie unabhängig voneinander gelesen werden.
Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar. Dies beeinflusst meine Meinung jedoch in keinster Weise.

Sina Jorritsma hat einen sehr schönen Schreibstil, der sofort gefangen nimmt. Leicht und locker fliegen die Seiten an einem vorbei und die Spannung sorgt dafür, das man das Buch nicht zur Seite legen mag.
Dadurch das man hierbei die Perspektive von Mona Sander erfährt, baut man zu ihr den meisten Bezug auf. Dennoch hätte ich mir gerade bei den beiden Ermittlern etwas mehr Tiefe gewünscht. Denn leider blieb das Privatleben hier etwas außen vor. Was ich wirklich sehr schade fand,denn so konnte ich Mona nicht so ins Herz schließen, wie ich es mir gewünscht hätte.
Viel mehr bleibt hier der Fokus tatsächlich auf dem Mordfall.
Was ansich nicht schlecht ist, die persönlichen Belange und insbesondere die zwischenmenschlichen Aspekte gehen dabei leider etwas verloren.
Als Ermittlerin ist Mona jedoch klasse und weiß, was sie tut. Sie lässt sich nichts vormachen und geht stur ihren Weg weiter. Enno dagegen empfand ich als sehr gemütlich, er ging für mich vielleicht etwas unter, da er doch mehr im Hintergrund mitwirkte.
Nichtsdestotrotz konnte man die Ermittlungen wunderbar begleiten.
Anfangs sah das Ganze wirklich total einfach aus.
Doch letztendlich kristallisierte sich sehr viel Berechnung, Eifersucht und Missgunst heraus.
Etwas was ich in der Form nicht erwartet hatte und das mich positiv überrascht hat.
Die Spannung wurde anfangs sehr gut gehalten und es kamen keine langweiligen Passagen auf. Ab der Mitte flaut es ganz kurz ab, um dann jedoch immer weiter anzusteigen.
Die Autorin hatte mich am Haken und ich musste unbedingt wissen, ob ich Recht habe.
So fieberte und zitterte ich jede Sekunde mit.
Ja und fast fühlte ich mich bestätigt, das ich mehr als die beiden Ermittler wüsste.
Doch weit gefehlt, denn Sina Jorritsma hat hier ganz geschickt Wendungen eingewoben, die mich doch etwas aus der Bahn gerissen haben.
Plötzlich fängt man an, das Ganze aus einem anderem Blickwinkel zu sehen und erlebt dabei die unterschiedlichsten Dinge.
Oft ist der einfachste Weg, nicht der beste.
Was ich jedoch richtig gut fand,wie toll das Opfer dargestellt wurde.
Man konnte sie ergründen, greifen und einfach erkennen, was sich hinter ihrer Person verbirgt. Da hätte ich durchaus manchmal den Kopf schütteln können. Man erblickt Dinge die man nie erwarten würde und ist doch reichlich zerrissen. Über Eske hab ich mir tatsächlich die meisten Gedanken gemacht. Ich war gefangen zwischen Mitgefühl und Wut und wusste oft wirklich nicht, was ich von dem Ganzen halten sollte.
Denn manchmal wirft man einen Stein und kann sich nicht vorstellen, was dieser eine Wurf alles nach sich ziehen kann.
Oft handelt man unbedacht und ahnt nicht, was man damit bei den Mitmenschen auslösen kann.
Das Leben ist kein Wunschkonzert und man kämpft täglich aufs neue.
Dieser Kriminalroman hat mich Nerven gekostet und nicht zu knapp.
Er hat mich hinter die Fassade blicken lassen und ich habe dabei mehr gesehen und zu spüren bekommen, als ich gedacht hätte.
Man sinniert darüber und zieht schlussendlich seine eigenen Schlüsse daraus.

Aber nicht nur der Mordfall ist wirklich gut ausgearbeitet.
Mir hat vor allem das Setting und das ostfriesiche Flair unheimlich gut gefallen.
Man spürt es richtiggehend und das ist einfach Wohlfühlatmosphäre.
Mit diesem Ostfrieslandkrimi konnte mich Sina Jorritsma begeistern, in Atem halten und absolut mitreißen.

Fazit:
Mona Sander und Enno Moll bekommen es hier mit ihrem 10.Fall zutun und der hat es sprichwörtlich in sich.
Zunächst erscheint alles relativ leicht, doch es steigert sich zu einem komplexen und wirklich gut ausgearbeiteten Kriminalroman, der vor allem mit den Wendungen und dem typischen ostfriesischen Flair überzeugen kann.
Für mich war es Wohlfühlsatmosphäre pur und es hat mich einfach komplett mitgerissen.
Eine Ostfriesland Krimireihe ,die man in jedem Fall weiterverfolgen sollte.
Denn gerade in den Ermittlern sehe ich sehr viel Potenzial.