Cover-Bild Das Glück der Worte

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14,99
inkl. MwSt
  • Verlag: DVA
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 384
  • Ersterscheinung: 27.10.2014
  • ISBN: 9783421046345
Sonia Laredo

Das Glück der Worte

Roman
Anja Rüdiger (Übersetzer)

Eine sinnliche Erzählung voller Farben und Düfte, über das was im Leben wichtig ist: Freundschaft, Liebe, Glück - und das richtige Buch
Brianda lebt für die Bücher. Doch dem Verlag, für den sie arbeitet, geht es nicht gut, und eines Tages wird ihr überraschend die Kündigung ausgesprochen. Am Boden zerstört, beschließt sie zu verreisen. Irgendwo in den spanischen Bergen, auf dem Weg nach Santiago de Compostela, fällt ihr ein Schild ins Auge: »Nachfolger für Antiquariat gesucht«. Brianda glaubt an einen Wink des Schicksals, denn die Bücher haben sie noch nie enttäuscht! So landet sie mitten im verwunschenen Dörfchen Nuba ... und wird zur Heldin ihrer eigenen abenteuerlichen Geschichte, an deren Ende bisher ungekannte Erfüllung auf sie wartet.
Sonia Laredo arbeitet seit Jahren in der spanischen Buchwelt und liebt, ganz wie ihre Heldin Brianda, die Literatur über alles. »Das Glück der Worte« ist ihr erster Roman.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.03.2017

Langatmig

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Brianda, von Beruf Lektorin, wird von einem auf den anderen Tag arbeitslos. Sie beschließt, alles hinter sich zu lassen, bricht zu Hause ihre Zelte ab und begibt sich auf den Weg nach Santiago de Compostela. ...

Brianda, von Beruf Lektorin, wird von einem auf den anderen Tag arbeitslos. Sie beschließt, alles hinter sich zu lassen, bricht zu Hause ihre Zelte ab und begibt sich auf den Weg nach Santiago de Compostela. Auf ihrem Weg durch die spanische Einöde entdeckt sie ein Schild, auf dem ein Nachfolger für ein Antiquariat gesucht wird. Für die Bücherverrückte Brianda eine Verlockung! Der Inhaber, Don Lorenzo, nimmt sie auf. Als sie sich während eines Unwetters auf den Weg macht, um ihren Leihwagen zurück zu bringen, muß sie eine unfreiwillige Pause mit dem ihr unbekannten Tomas in einer einsamen Holzhütte verbringen. Ihre gegenseitige Anziehungskraft ist stärker, als beide gedacht haben. Es kommt, wie es kommen muß, Brianda wird schwanger. Doch wie geht es jetzt mit Tomas und seiner Frau weiter, die seit dem Tod des eigenen Sohnes geistig verwirrt ist?

Dies ist so ziemlich das unglaubwürdigste Buch, was ich je gelesen habe. Die Handlung, vor allem in der Holzhütte, ist überhaupt nicht nachvollziehbar. Die Charaktere sind, bis auf Don Lorenzo, unnahbar und bekommen einfach kein Eigenleben. Man hat als Leser eine permanente Distanz zu ihnen. Die Autorin schmeißt in diesem Buch mit Zitaten von Autoren um sich, die wohl niemand kennt. Dies wirkt einfach einschläfernd und nervt total. Die Kapitel tragen, neben ihrer Überschrift, noch Leseempfehlungen von Klassikern, aus denen dann auch wieder Zitate in diesem Kapitel zu finden sind. Das ist einfach zu viel. Die Handlung selbst plätschert nur dahin, Spannung kommt überhaupt nicht auf und so richtige Leselust ist hier ein Fremdwort. Auch der Schreibstil ist nicht wirklich überzeugend, das Buch kann auch damit nicht punkten. Alles in allem einfach zu lyrisch!

Veröffentlicht am 20.02.2017

Schöner Stil, Schwäche Umsetzung

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„Eine Fülle an Büchern. Teurer und wertvoller als Goldbarren. Weil die Bücher – viel mehr als Gold – im Leben nutzen. Dabei, ein besseres Leben zu führen. Wirklich zu leben.“

Die Handlung:
Für Brianda ...

„Eine Fülle an Büchern. Teurer und wertvoller als Goldbarren. Weil die Bücher – viel mehr als Gold – im Leben nutzen. Dabei, ein besseres Leben zu führen. Wirklich zu leben.“

Die Handlung:
Für Brianda sind Bücher ein Wegweiser, sie enttäuschen nicht, lassen sie nie im Stich und haben immer einen Rat parat. Als sie also ihren Job als Lektorin verliert, lässt sie ein Buch entscheiden wohin die Reise sie führen soll. Sie nimmt das Wichtigste mit, steigt in ihr Auto und fährt los. Auf der Suche nach einer Tankstelle unterwegs stößt sie auf dem Pilgerweg jedoch auf das kleine, zauberhafte Dörfchen Nuba. In Don Lorenzo’s Buchhandlung findet sie Zuflucht sowie einen guten Freund. Es scheint, als würde Briandas Leben endlich zu einem Kunstwerk werden.

Meine Meinung:
Es fällt mir nicht leicht dieses Buch zu bewerten, weil es nun mal sehr speziell ist. Und wenn es nur nach der Haupthandlung gehen würde, würde der Roman von mir leider noch weniger Punkte bekommen.
Die spanische Autorin Sonia Laredo weiß mit Worten umzugehen und man spürt geradezu ihre Liebe zu den Büchern, die die Protagonistin Brianda, aus deren Sicht erzählt wird, teilt. Hier werden einige Bücher zitiert und Autorennamen genannt, die mir noch nie untergekommen sind und so lernt man auch noch etwas dazu. Obwohl es manchmal etwas überladen wirken kann, sind vor allem die Zitate gut in die Geschichte eingebaut worden, was mich positiv überrascht hat. Für jede Situation gibt es das perfekte Buch auf das Brianda zurückgreifen kann und seitdem sie Don Lorenzo mit dessen Buchhandlung unterstützt, bei ihm wohnt und auch eine Aussicht darauf hat diese selber mal übernehmen zu dürfen ist sie fast schon zu einem vollwertigen Mitglied der Gemeinde geworden. Sie merkt wenn jemand ein Problem hat und ob es sich nun um Eifersucht auf die eigene Schwester, geringes Selbstwertgefühl oder gar um Jemanden handelt, der mehr in der Zukunft lebt anstelle im Jetzt, bewahrt Brianda Ruhe, hat immer ein offenes Ohr und ein Buch zur Hand, das sie den Menschen als Unterstützung empfiehlt. Sie wirkt nie forsch, ist voller Weisheit, auch zu Themen wie Freundschaft, sodass man als Leser einiges für sich selber mitnehmen und daraus selber Kraft schöpfen kann. Genau diese Nebenhandlungen haben mich verzaubert. Menschen, die mit Problemen kämpfen, die jeder von uns kennt, Brianda’s Gedanken dazu und das alles mit wundervollen Zitaten unterlegt.

„Im Locus Docendi verschrieben wir Bücher wie ein Arzt, der ein Rezept für ein Medikament ausstellt, das eine Krankheit heilen soll. Medizin für die menschliche Seele. Das war unser Fachgebiet. Und das Beste daran war, dass es keine schädlichen Nebenwirkungen gab.“

Zu Brianda selber konnte ich aber leider keinen wirklichen Bezug aufbauen, ihre Handlungen und Reaktionen waren für mich oft nicht nachvollziehbar, ich konnte mir nie ein klares Bild von ihr machen, weil sie manchmal wie eine starke Frau wirkte und wenig später wiederum wie ein Häufchen Elend, mal überlegt handelt und dann wieder nicht. Für mich hat sie nie so reagiert, wie man es erwarten würde, es kam oft eher die entgegensetzte Reaktion zustande. Auch wenn sie ein sympathischer Mensch ist, so ist sie niemand mit dem ich mich identifizieren könnte. Habe mich öfter eher gefragt, ob es ihr Ernst sei. Don Lorenzo hingegen überzeugt auf ganzer Linie. Er ist wie ein Fels in der Brandung, jemand über den man sich in der Familie freuen würde. Brianda kann sich glücklich schätzen ihn als Freund zu haben.
Das Buch ist eher ruhig geschrieben, Spannung kommt erst auf den letzten Seiten auf und diese fliegen nur so vorüber.

Das Cover hat es mir sehr angetan, farblich passt es derzeitig ja auch wunderbar zu dem Herbst. Es wirkt nicht überladen und doch sehr anziehend. In der Buchhandlung hätte ich nur schwer daran vorbei gehen können.

Fazit:
Leider gibt es von mir nur drei Sterne, weil es zwar toll geschrieben wurde und die Idee schön ist, es aber an der Umsetzung gescheitert ist. Hätte auf einige Szenen, die mir absolut unlogisch erschienen sind, getrost verzichten können. Dafür überzeugt das Buch mit schönen Zitaten und Sätzen, Weisheiten, interessanten Nebencharakteren, dem Cover und dem nachvollziehbaren Ende. Es hätte zwar umwerfend werden können, so ist es aber auch ein überaus lesenswerter Debütroman geworden von dem man einiges lernen kann.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Ein Neuanfang der besonderen Art ...

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Ein Buch, das ein beim Lesen oft ein Lächeln auf die Lippen zaubert. Es liest sich wie ein modernes Märchen ohne jedoch kitschig zu werden. Die Autorin entführt den Leser immer wieder in die Welt der Klassiker ...

Ein Buch, das ein beim Lesen oft ein Lächeln auf die Lippen zaubert. Es liest sich wie ein modernes Märchen ohne jedoch kitschig zu werden. Die Autorin entführt den Leser immer wieder in die Welt der Klassiker … es findet sich Gustave Flaubert neben Edgar Allen Poe wieder und Jack Kerouac neben Daniel Defoe. Aus jedem Buch zieht sie Parallelen zum wahren Leben und wendet diese ganz zauberhaft auf die verschiedenen Charaktere an. Ich habe sie ein bisschen beneidet unsere Brianda, die nach ihrer Kündigung ganz weit draußen nochmal von vorne anfangen darf und sich ihr Leben so gestalten kann, wie es ihr gefällt. Eine schöne Geschichte, die den Leser auch mal wieder durchatmen lässt und die die Blumen im schönen Spanien zum Blühen bringt.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Ein modernes Märchen, mit recht simpler Handlung

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Eines vorweg: Von diesem Buch hatte ich mir dieses Gefühl, diese Liebe zu Bücher, die Faszination gewünscht, die mir in "Seiten der Welt" gefehlt hatte. Und in diesem Punkt wurde ich wirklich nicht enttäuscht! ...

Eines vorweg: Von diesem Buch hatte ich mir dieses Gefühl, diese Liebe zu Bücher, die Faszination gewünscht, die mir in "Seiten der Welt" gefehlt hatte. Und in diesem Punkt wurde ich wirklich nicht enttäuscht! Ich finde, dass die Geschichte die Liebe zu Büchern ganz wunderbar vermittelt - mit interessanten Zitaten, Vergleichen, Hinweisen auf Bücher und den Empfehlungen am Anfang vieler Kapitel. Leider waren die Bücher dann aber nicht das Hauptthema, sondern eher ein netter Beiklang... ;(

Und um jetzt zur "Handlung" zu kommen... die hat irgendwie gefehlt, es war sehr vorhersehbar und quasi nach den ersten Seiten wusste man, dass es ein Happy End geben würde. Die letzten 50 Seiten oder so waren dann recht überraschend und haben auch endlich Spannung aufgebaut... warum nicht schon viel früher??? Außerdem waren mir -außer Don Lorenzo und Gordón- die Charaktere einfach nicht sympathisch! Brianda wirkt irgendwie verplant und naiv, Romilda war eine absolute Gemeinheit und alle freundlichen Charaktere wie Francisca oder der Artischockenkopf, kamen zu kurz. Und Tómas nunja... ein blasser Charakter mit wenig Tiefgang. Man erfährt kaum etwas über ihn, er spricht selten und so richtig zärtlich und liebevoll verhält er sich auch nur seiner Frau (die er aber mit Brianda betrügt!) gegenüber??

Der Schreibstil hat mir gut gefallen, eine poetische und blumige Sprache. Allerdings waren die Sätze manchmal einfach zu verschachtelt und gingen über 8 Zeilen!!! Dann war es ziemlich schwierig zu verstehen,worum es jetzt eigentlich geht.





Fazit:
Wenn man den Handlungsreichtum von "Seiten der Welt" mit der Bücherliebe dieses Romans und dann noch deutlich sympathischeren Charakteren mischen würde, hätte man ein perfektes Buch ;)

Nein, mal ehrlich: "Das Glück der Worte" ist ein modernes Märchen - eine Liebeserklärung an die Literatur, wenngleich die Handlung simpel und wenig überraschend ist.