Finale 😭
Der Onyxpalast – Wo die Welten sterben ist der dritte und abschließende Band der Totengötter-Saga und kann NICHT unabhängig gelesen werden. Nach dem Ende von Band zwei war ich unglaublich gespannt, wie ...
Der Onyxpalast – Wo die Welten sterben ist der dritte und abschließende Band der Totengötter-Saga und kann NICHT unabhängig gelesen werden. Nach dem Ende von Band zwei war ich unglaublich gespannt, wie Stefanie Lasthaus die Geschichte zu Ende bringen würde, und ich kann schon mal sagen: Emotional war dieses Buch definitiv.
Der Schreibstil von Stefanie Lasthaus ist atmosphärisch, bildhaft und schafft es mühelos, die düsteren Totenwelten lebendig werden zu lassen. Gleichzeitig nimmt er sich Zeit für die zwischenmenschlichen Momente, ohne dass dabei die Spannung verloren geht. Gerade diese Mischung aus Fantasy, Emotionen und Action hat dafür gesorgt, dass ich das Buch nur ungern aus der Hand gelegt habe.
Die verschiedenen Totenwelten und besonders die vergessenen Welten haben mir richtig gut gefallen. Jede fühlt sich anders an und bringt ihre ganz eigene Atmosphäre mit. Mal geheimnisvoll, mal bedrückend, mal gefährlich. Ich fand es spannend, gemeinsam mit den Figuren immer neue Orte zu entdecken und mehr über diese faszinierende Welt zu erfahren.
Gwen und Aran habe ich sowieso längst ins Herz geschlossen. Nach allem, was sie gemeinsam durchstehen mussten, fiebert man einfach mit ihnen mit. Ihre Beziehung ist geprägt von Hoffnung, Schmerz und dem Wunsch, trotz aller Hindernisse zusammenzubleiben. Gerade deshalb haben mich einige Entwicklungen besonders getroffen.
Auch die übrigen Figuren haben mir wieder richtig gut gefallen. Jeder bringt etwas Eigenes in die Geschichte ein, lockert ernste Momente auf oder sorgt dafür, dass die Gruppe überhaupt eine Chance hat. Ich hoffe wirklich, WIRKLICH, dass Hades irgendwann ein Buch bekommt, denn ganz ehrlich, das was Stefanie da verbrochen hat, geht ja mal gar nicht! Nicht bei meinem Lieblingsgott!!
Ganz perfekt war das Buch für mich trotzdem nicht. Zwischendurch hätte ich mir an manchen Stellen etwas mehr Tempo gewünscht und mit dem Ende bin ich ehrlich gesagt ein bisschen zwiegespalten. Ich mag es grundsätzlich, wenn sich Autorinnen trauen, keinen einfachen Weg zu gehen, und es muss nicht alles rosarot sein. Was hier auch nicht gepasst hätte. Trotzdem bleiben für meinen Geschmack noch zu viele Fragen offen und ich hätte mir für einige Figuren eine rundere Auflösung gewünscht. Das hat meiner Begeisterung zwar keinen Abbruch getan, hinterließ aber einen kleinen bittersüßen Nachgeschmack.
Fazit
Der Onyxpalast – Wo die Welten sterben ist ein düsteres, spannendes und emotionales Finale einer Reihe, die mich von Anfang an begeistern konnte. Die außergewöhnliche Welt, die liebgewonnenen Figuren und die gelungene Mischung aus Fantasy und Romantik haben mich auch im letzten Band wieder überzeugt. Auch wenn mich das Ende nicht vollständig zufriedengestellt hat, fällt der Abschied von Gwen, Aran und den Totenwelten alles andere als leicht.
Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen.