Cover-Bild Erhebung

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12,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Heyne
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Fantasy & Science Fiction
  • Seitenzahl: 144
  • Ersterscheinung: 12.11.2018
  • ISBN: 9783453272026
Stephen King

Erhebung

Roman
Bernhard Kleinschmidt (Übersetzer)

Scott nimmt rasend schnell ab. Sein korpulentes Aussehen ändert sich trotzdem nicht. Und noch unheimlicher: Wenn er auf die Waage steigt, zeigt sie jeweils das gleiche Gewicht an, egal wie viel er momentan trägt, ob Kleidung oder gar Hanteln. Scott hat Angst, dass man ihn zum medizinischen Versuchskaninchen macht. Aber er muss es jemand erzählen. Zu Dr. Ellis hat er Vertrauen, aber auch der weiß keinen Rat.

In seiner netten Wohngegend in der Kleinstadt Castle Rock gerät Scott in einen eskalierenden Kleinkrieg. Der Hund der neuen Nachbarn – zwei Lesben – verrichtet sein Geschäft ständig bei ihm im Vorgarten. Die eine Frau ist eigentlich recht freundlich, die andere aber eiskalt. Die beiden haben gerade ein Restaurant eröffnet, von dem sie sich viel erhoffen. Die Einwohner von Castle Rock wollen aber nichts mit Homopaaren zu tun haben, da ist großer Ärger vorprogrammiert. Als Scott endlich kapiert, was Vorurteile in einer Gemeinschaft anrichten, überwindet er den eigenen Groll und tut sich mit den beiden zusammen. Merkwürdige Allianzen, der jährliche Stadtlauf und Scotts mysteriöses Leiden fördern bei sich und anderen eine Menschlichkeit zutage, die zuvor unter einer herzlosen Bequemlichkeit vergraben lag.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.12.2018

Anders als sonst, aber trotzdem lesenswet

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https://sizzliest.wordpress.com/2018/12/09/rezension-stephen-king-erhebung/

Als „Erhebung“ mich erreichte und ich den Klappentext las, war ich erstmal etwas skeptisch. Auf dem Cover steht, dass es ein ...

https://sizzliest.wordpress.com/2018/12/09/rezension-stephen-king-erhebung/

Als „Erhebung“ mich erreichte und ich den Klappentext las, war ich erstmal etwas skeptisch. Auf dem Cover steht, dass es ein Roman ist, ich selbst würde es eher als Novelle bezeichnen. So ein dünnes Buch von Stephen King hatte ich zuletzt in der Hand als ich die sechs einzelnen Teile von „The Green Mile“ gelesen habe. Aber nur weil ein Buch kurz ist, heißt es ja nicht, dass es nicht gut sein kann. Ich hatte eine längere Busfahrt vor mir, also beschloss ich es bei der Fahrt zu lesen. Zwar hat die Fahrt nicht gereicht um es komplett zu lesen, aber zu Hause angekommen, war ich schnell mit dem Rest fertig. Die Geschichte hat mich von der ersten bis zur letzten Seite komplett in ihren Bann gezogen. Auch wenn es kein Horror war, oder auf sonst irgendeiner Weise gruselig, hat der kleine Funken Mystery gereicht um das Buch bis zum Ende sehr kurzweilig zu halten. In der Geschichte geht es um Scott, einem stämmigen Mann, der plötzlich aus heiterem Himmel anfängt sehr rasant Gewicht zu verlieren. Er sucht seinen alten Hausarzt auf, der eigentlich nicht mehr praktiziert, und schildert ihm sein Problem. Der weiß allerdings auch keinen Rat. Die meisten Menschen würde es nicht stören soviel abzunehmen, Scott natürlich auch nicht, wenn da nicht ein klitzekleines Detail wäre. Scott nimmt zwar ab, aber man kann es ihm nicht ansehen. Sogar wenn er seine Jackentaschen voll mit Münzen packt, ändert sich das Gewicht nicht. Alles was er berührt, verliert sein Gewicht und wiegt nichts mehr. Er fängt damit an, den Gewichtsverlust zu dokumentieren und der Prozess irgendwann anfängt sich zu beschleunigen, rechnet er sich aus, wann der Tag Null sein wird. Was dann allerdings passieren wird, kann er sich noch nicht vorstellen. Im Laufe der Geschichte kommen einige sehr interessante Charaktere zum Einsatz. Es sind nicht viele, die wichtig sind, aber für Scott spielen sie eine große Rolle. Da wären zum Beispiel Missy und Deirdre. Das lesbische Pärchen aus seiner Nachbarschaft. In Castle Rock, der Stadt in der die Geschichte sich abspielt, haben die zwei Frauen, die ein Restaurant betreiben, keine große Fangemeinde. Das liegt wohl daran, dass die beiden verheiratet sind und Castle Rock sehr republikanisch eingehaucht ist. Einmal mehr zeigt uns King, dass er kein Fan von Donald Trump und seiner Politik ist. Scott und die Frauen haben Anfangs kein so gutes Verhältnis, aber nach und nach entsteht eine Freundschaft, die sehr wichtig für dieses Buch ist. Mir hat diese Wendung sehr gefallen und auch der Titel ist sehr passend gewählt. Warum, werde ich nicht verraten. Das müsst ihr selbst herausfinden. Für mich war „Erhebung“ eine Geschichte über Freundschaft, Vergebung und Dinge die man am Herzen hat und unbedingt erledigt werden sollten. Es ist auf jeden Fall sehr lesenswert!

Veröffentlicht am 09.12.2018

Mysteriös und spannend!

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Inhalt:
Eigentlich ist Scott ganz zufrieden mit seinem Leben. Er hat ein schönes Haus, Freunde und einen guten Job. Es wäre alles so normal, wenn da nicht dieses merkwürdige Phänomen auftreten würde. Seit ...

Inhalt:
Eigentlich ist Scott ganz zufrieden mit seinem Leben. Er hat ein schönes Haus, Freunde und einen guten Job. Es wäre alles so normal, wenn da nicht dieses merkwürdige Phänomen auftreten würde. Seit Tagen sinkt sein Gewicht - egal was er trägt oder wie viele Gewichte er an seinem Körper hat - rapide und ohne dass sich sein Äußeres verädnert. Keiner kann sich das erklären, so etwas hat es noch nie gegeben. Unweigerlich sinkt sein Körpergewicht weiter und er fragt sich was passieren wird, wenn die Waage eines Tages nichts mehr misst...



Meine Meinung:
Zunächst war Scott ziemlich überrascht von dieser erschreckenden Entwicklung. Doch mittlerweile findet er den Prozess faszinierend und hat sich bis zu dem „Tag Null“ gewisse Ziele gesetzt. Seine Ehe ist schön kaputt, da gibt es nichts mehr zu retten, aber es möchte ein gutes Verhältnis zu seinen Nachbarn - ein lesbisches Ehepaar - aufbauen, an einem Ausdauerlauf teilnehmen und gemütliche Stunden mit seinen Freunden verbringen.
Doch der fortschreitende Prozess des sinkenden Gewichts lässt sich nicht ignorieren. Was wird an dem unvermeidlich kommenden Tag geschehen?

Die Geschichte „Erhebung“ erzählt auf mehreren Ebenen eine spannende Geschichte, in der es unter anderem um die Frage des Seins geht.

Äußerlich ergibt das Buch mit Cover, Titel und Inhaltsbeschreibung eine stimmige Einheit, die das letzte Bild, was der Leser von Scott erhält, ergänzt. Anfangs habe ich nicht gedacht, dass knapp 200 Seiten eine so bewegende, zum Nachdenken anregende und trotzdem noch unterhaltsame Geschichte erzählen können - aber Stephen King hat es mal wieder geschafft!

Die Handlung wird durchgängig aus der Perspektive des Protagonisten Scott erzählt. Durch den schlichten Schreibstil erfährt der Leser das Wesentliche, wichtige Gedanken und Gefühle sind dargestellt, sodass sich der Leser ein Bild machen kann, auf weiter ausschweifende Details wurde verzichtet. So ist der Lesefluss an sich sehr flüssig und wirklich auf den Kern der Geschichte beschränkt, aber trotzdem fließen teilweise andere Themengebiete mit ein, sodass die Handlung nicht zu monoton wird.

Was die Idee der Geschichte angeht, ist sie wirklich originell, von etwas vergleichbarem habe ich bisher noch nicht gelesen. Im Laufe der Handlung kommt dem Leser vielleicht auch die Vermutung, dass dieses Phänomen etwas mit Außerirdischen zu tun hat, jedoch ist die Geschichte tatsächlich eher an der Realität orientiert, die vielleicht übersinnliche - im Sinne von nicht rational erklärbare - Phänomene miteinbezieht. Das macht es für viele leichter, sich in die Situation hineinversetzen.

Scott an sich wurde meines Erachtens nach als eine sympathische und authentische Figur dargestellt. Seine anfängliche Skepsis sowie im Verlaufe der Handlung die Akzeptanz waren für mich als Leser nachvollziehbar. Ansonsten wurde viel Raum zum Nachdenken gelassen, es wurden viele Denkanstöße gegeben, die vielschichtig in die Tiefe gehen.


Fazit:
Alles in allem eine mysteriöse und gefühlvolle Geschichte, die sich deutlich von den anderen Werken King´s abhebt. Einfühlsam und zum Nachdenken anregend, bietet das Buch mehr als eine Unterhaltung für zwischendurch.

Veröffentlicht am 06.12.2018

Scotts Erhebung

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Erhebung von Stephan King erschien am 09.11.2018 als Hörbuch im Verlag Random House Audio.
Das Cover ist sehr ansprechend der abgebildete Sternenhimmel bekommt in der Geschichte noch eine große Bedeutung.

Scott ...

Erhebung von Stephan King erschien am 09.11.2018 als Hörbuch im Verlag Random House Audio.
Das Cover ist sehr ansprechend der abgebildete Sternenhimmel bekommt in der Geschichte noch eine große Bedeutung.

Scott Carey wiegt, trotz normaler Ernährung, stetig weniger und fühlt sich dabei sehr wohl, das wäre an sich nicht so schlimm, denn Scott ist übergewichtig. Nur seine Figur verändert sich trotz Gewichtsabnahme nicht, unheimlich macht die Sache unterdessen, egal was er an Kleidung an hat erhöht sein Gewicht nicht und auch Gegenstände verlieren in seiner Hand ihre Masse, kein zusätzliches Gewicht zeigt die Waage an. Er vertraut sich einem befreundeten pensionierten Arzt an, auch er ist vollkommen ratlos und empfiehlt Untersuchungen im Krankenhaus. Das sind nicht die einzigen Probleme Scotts, die Hunde seiner neuen Nachbarinnen und deren Hinterlassenschaften auf seinem Rasen, ärgern ihn sehr....

Eingelesen wurde die Novelle von David Nathan, der einmal mehr seine dynamische und facettenreiche Stimme, sehr variabel eingesetzt hat. Ein wahrer Genuss für alle Sinne.

Der detaillierte Schreibstil von Stephan King lässt den Hörer nach wenigen Minuten in der Geschichte voll und ganz eintauchen. Seine wortreichen Beschreibungen von Situationen habe ich gebannt verfolgt ich war von seinen philosophischen Erläuterungen sehr beeindruckt.
Die Novelle dreht sich nicht nur um den unerklärlichen Gewichtsverlust von Scott Carey, denn um ihn herum geschehen noch andere Dinge, in dem kleinen Städtchen Castle Rock.
Ich hatte das Gefühl erst durch seine plötzliche Gewichtsabnahme wurde er sensibilisiert gegen Ungerechtigkeit und Voreingenommenheit seiner MitbürgerInnen. Er steht dagegen ein und trifft Anfangs auf Widerstände doch er findet auch Freunde.

Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und haben alle Wesenszüge, die man im wirklichen Leben antrifft. Stephan King beweist einmal mehr, dass er sein Handwerk beherrscht.

Fazit: Mich hat die Novelle sehr gut unterhalten eine wunderbare Reise, die zum Nachdenken anregt, der Fantasie freien Lauf lässt. Für mich ein Plädoyer für mehr Akzeptanz anders Denkender und Lebender gegenüber. David Nathan gibt dem Ganzen die gewisse Würze. Ich gebe meine Hörempfehlung.

Veröffentlicht am 03.12.2018

Hundehäufchen auf dem Rasen

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Scott Carey ist Hohn und Spott gewohnt, ist er doch übergewichtig und damit die ideale Zielscheibe für andere, die ihre eigenen „Makel“ nicht sehen, die anderer aber immer ganz deutlich kennzeichnen möchten. ...

Scott Carey ist Hohn und Spott gewohnt, ist er doch übergewichtig und damit die ideale Zielscheibe für andere, die ihre eigenen „Makel“ nicht sehen, die anderer aber immer ganz deutlich kennzeichnen möchten. Seit einiger Zeit wiegt er aber immer weniger, obwohl sich seine Figur nicht ändert. Selbst wenn er extrem viel isst, sein Gewicht verringert sich und seine Figur bleibt unverändert. Nur den alten Doc Ellis weiht er ein. Dieser ist genauso ratlos, wie Scott selbst. Im vollen Bewusstsein, dass dieses Phänomen gegen sämtliche Logik und alle Wissenschaft ist, verweigert er Untersuchungen in Kliniken. Er möchte kein Versuchskaninchen sein. Ist doch absehbar, dass er seinem Ende entgegengeht. Die Zeit bis dahin möchte er nutzen – und kämpft im entzweiten Castle Rock gegen Unrecht und Vorurteile. Dabei gewinnt er ganz besondere Freunde und verändert mehr, als er je geahnt hätte.

King hat sich unter seinem Pseudonym „Richard Bachmann“ schon einmal mit Gewichtsverlust beschäftigt. „Der Fluch“ geht jedoch in eine völlig andere Richtung. „Erhebung“ ging mir sehr viel mehr unter die Haut, hat mich bewegt und berührt – wogegen „Der Fluch“ sehr viel gruseliger, erschreckender, mehr Horror ist.

Trotz des erstaunlichen Gewichtsverlustes ist nicht Scott der Mittelpunkt der Novelle. Um ihn herum geschehen Dinge, die er jetzt ganz anders wahrnimmt und die er verändern möchte. Das ist die eigentliche Story. Sie führt dem Leser vor Augen, wie lächerlich, kleinlich und unsinnig so manches Verhalten ist, das man, wenn man ehrlich ist, auch selbst schon an den Tag gelegt hat. Kaum eine der Figuren in der Geschichte kommt ohne einen Charakterzug aus, der unschön oder unfair ist. Wer mit Scott zu tun hat, beginnt, diese Züge abzulegen. Scott zu berühren ist allerdings nicht gut – das merkt und zeigt auch sein Kater. So ergibt sich daraus, dass wirklich jeder gern in Scotts Nähe ist, aber eben mit der Einschränkung, auf Berührung zu verzichten. Dabei wird erst bewusst, wie wichtig Berührungen sind, wie oft man sich berührt, ohne darüber nachzudenken.

Viele Momente und Szenen in der Geschichte sind „Puzzleteile“ aus seinen anderen Werken. Diese kleinen versteckten Dinge mag ich ganz besonders an seinen Büchern. Nicht alle sind einfach nur so eingestreut, einige haben auch eine Bedeutung. Ebenso verhält es sich mit Anspielungen auf das aktuelle, reale Weltgeschehen, die Politik, die Trends und Veränderungen. King ist dabei recht deutlich, nimmt kaum ein Blatt vor den Mund.

King zeigt mit „Erhebung“ überdeutlich, dass er mehr kann, als „nur“ Horror. Nicht ohne Grund laufen seine Bücher nur noch selten unter anderen Genres als „Roman“. Noch immer steckt in jedem seiner Bücher einiges an Mystischem, Unerklärbarem, Beängstigendem, auch erwischt er den Leser jedes Mal am Ende kalt. Doch ist er weit weg von seinen üblichen Monstern. Es macht Spaß, Kings Weiterentwicklung zu begleiten und mit ihm neue Möglichkeiten zu entdecken. King zeigt unter anderem, dass man auch in einer Novelle, also auf wenigen Seiten, ganz viel sagen kann. Oder anders ausgedrückt – das Ungesagte füllt hier hunderte von Seiten.

Auch wenn mir das Ende nicht so ganz gefallen hat – wieder einmal – hat mir die komplette Reise durch die Geschichte sehr gut gefallen. David Nathans Stimme passt sehr gut zu Scotts Geschichte. Und so gebe ich dem Hör/Buch trotz dem für mich nicht perfekten Ende fünf Sterne.

Veröffentlicht am 02.12.2018

Kurze, aber sehr schöne Geschichte

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Scott leidet an einem mysteriösen Gewichtsverlust, er nimmt rasend schnell ab, doch sein Erscheinungsbild bleibt gleich. Was steckt dahinter? In seinem Versuch, dem auf den Grund zu gehen, schafft er es, ...

Scott leidet an einem mysteriösen Gewichtsverlust, er nimmt rasend schnell ab, doch sein Erscheinungsbild bleibt gleich. Was steckt dahinter? In seinem Versuch, dem auf den Grund zu gehen, schafft er es, in seiner Gemeinde Streit zu schlichten und Vorurteilen entgegenzutreten.

Das Cover finde ich sehr schön, es passt wunderbar zur Geschichte und zeigt das beschauliche Leben in Castle Rock.

David Nathans Stimme setzt die Szenerie und Stimmung des Buches perfekt um, man hört ihm gerne zu und ich habe mir auch immer mit geschlossenen Augen alles gut vorstellen können. Die Personen sind authentisch beschrieben und wachsen einem im Fortlauf der Geschichte sehr ans Herz. Das Ende habe ich so nicht erwartet, mich hätte schon interessiert, wie King das Phänomen wohl erklärt hätte. Aber auch mit diesem offenen Ende bringt King einem näher, was es bedeutet, mit sinnlosen Vorurteilen konfrontiert zu werden, und dass es wichtig ist, sich um seine Mitmenschen zu kümmern.

Erhebung hat mir wirklich gut gefallen und ich gebe 4,5 Sterne. :)