Cover-Bild Kein Zurück
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28,00 €
inkl. MwSt
  • Verlag: Heyne
  • Themenbereich: Belletristik - Kriminalromane und Mystery
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 640
  • Ersterscheinung: 11.06.2025
  • ISBN: 9783453274341
Stephen King

Kein Zurück

Roman
Bernhard Kleinschmidt (Übersetzer)

Die Polizei zieht Privatermittlerin Holly Gibney zurate. Ein anonymes Schreiben hat eine Mordserie angekündigt. Das erste Opfer ist eine unbescholtene Frau, in der Hand hält sie einen Zettel. Der Name darauf verweist auf eine Geschworene, die an der Verurteilung eines Unschuldigen beteiligt war, der im Gefängnis erstochen wurde. Der verrückte Täter tötet als „Sühneakt“ wahllos Ersatzopfer anstelle der Geschworenen? „Die Schuldigen am Tod des Unschuldigen sollen leiden“, hieß es. Das Morden geht weiter. Während Holly fiebrig das Puzzle zusammensetzt, hat sie auch alle Hände voll damit zu tun, Anschläge auf eine Feministin abzuwehren, der sie als Personenschützerin dient. Wie zielgerichtet strebt alles auf eine einzige große Katastrophe zu.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.07.2025

Zuviel und doch nicht genug

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Dass Holly eine von Kings Lieblingsfiguren ist, das weiß inzwischen jeder. Daher überrascht es nicht, dass auch sein neuer Roman mit ihr in der Hauptrolle auftaucht. Was mich persönlich ein wenig stört, ...

Dass Holly eine von Kings Lieblingsfiguren ist, das weiß inzwischen jeder. Daher überrascht es nicht, dass auch sein neuer Roman mit ihr in der Hauptrolle auftaucht. Was mich persönlich ein wenig stört, denn bisher hat er nie einer Figur so viel Aufmerksamkeit geschenkt, wie ihr. Ich oute mich jetzt - ich bin von Holly nicht unbedingt begeistert und das hat sich auch mit diesem Buch nicht geändert.

Doch fangen wir am Anfang an: Selten ist es mir so schwer gefallen in ein King Buch zu starten. Klar, es sind immer viele Figuren, aber dieses Mal wechseln sie sich Kapitelweise ab und das auch noch in zwei erst mal sehr unterschiedlichen Handlungssträngen. Denn einmal geht es um einen Seriemörder, auf der anderen um eine Frauenaktivisten, auf die Anschläge verübt werden. Mittendrin Holly - also jedenfalls ab Seite 200. Vorher wäre der Roman auch gut ohne sie ausgekommen. Holly ermittelt dieses Mal auch nicht, sondern ist Personenschützerin., was ich ihr ehrlich nicht ganz abkaufe, aber seis drum. Die anderen Figuren können durchaus brillieren und sind gut ausgearbeitet - ich bin immer wieder fasziniert, wie King es schafft, sich in die Köpfe von Killern hineinzuversetzen. Allerdings muss ich gestehen kam die wirkliche Spannung erst weit im letzten viertel auf und selbst dann war es irgendwie nicht genug, denn vieles konnte man sich vorher denken und obwohl es doch einige Leichen gibt, wartet man auf den großen Krach vergeblich. Die beiden Handlungsstränge sind schön miteinander verwoben worden, trotzdem hätte es für mich nur einer mit Nebenhandlung sein können.

Fazit: Es ist ein ganz guter Krimi. Nicht mehr und nicht weniger - ganz weit weg vom Thriller, der das Buch eigentlich sein wollte und Lichtjahre entfernt von der Horrorliteratur, die man von ihm kennt. Da hilft dann auch der letzte Abschnitt nicht mehr. Mehr als 3 Sterne kann ich dem Buch nicht geben.

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Veröffentlicht am 21.10.2025

Kein typischer King

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Ich bin tatsächlich fassungslos! Seid ES bin ich bekennender Fan von Stephen King! Ausnahme bildet nur die Fantasy Reihe ist einfach nicht meins , aber dieses Buch habe ich nach den ersten 40 Seiten geschlossen ...

Ich bin tatsächlich fassungslos! Seid ES bin ich bekennender Fan von Stephen King! Ausnahme bildet nur die Fantasy Reihe ist einfach nicht meins , aber dieses Buch habe ich nach den ersten 40 Seiten geschlossen und werde es auch nicht noch mal in die Hand nehmen. Kein typischer KING Stil und auch kein literarisches Vergnügen - einfach nur langweilig.
Ich hoffe das es nur eine Ausnahme und es kommt wieder was Gutes von ihm

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Veröffentlicht am 02.08.2025

Flop des Jahres

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Zum Inhalt:
Die berühmte Feministin Kate McKay tourt mit ihren Vorträgen über sexuellen Missbrauch und Frauenrechte durch die USA und ist dafür in konservativen Kreisen sehr verhasst. Nachdem ihre Assistentin ...

Zum Inhalt:
Die berühmte Feministin Kate McKay tourt mit ihren Vorträgen über sexuellen Missbrauch und Frauenrechte durch die USA und ist dafür in konservativen Kreisen sehr verhasst. Nachdem ihre Assistentin Corrie Anderson am hellichten Tag fälschlicherweise für Kate gehalten und attackiert wird und später ein Briefumschlag mit Milzbrandsporen seinen Weg zu Kate findet, soll die Privatdetektivin Holly Gibney fortan als Personenschützerin den Rest der Tour begleiten. Doch Holly ist gleichzeitig auch mit einem Fall der Polizei beschäftigt: Eine Mordserie mit zufällig gewählten Opfern, denen der Täter kleine Zettel mit Namen von Geschworenen aus einem bekannten Gerichtsprozess in die Hände legt. Die Lage spitzt sich immer weiter zu, als Holly selbst ins Visier gerät...

Meine Leseerfahrung:
Stephen King gehört ausnahmslos zu den wenigen Autoren, auf deren Veröffentlichungen ich mich immer wie ein kleines Kind freue. Dabei ist es unerheblich, ob das Buch alle Erwartungen sprengt oder auf jeder erdenklichen Ebene versagt. Diese Bewertung wird mich daher sicherlich nicht davon abbringen, noch weitere Bücher von King zu lesen, aber ich muss hier ganz klar und deutlich sagen, dass "Kein Zurück" für mich bisher die größte literarische Enttäuschung des Jahres ist.

Dabei bin ich mittlerweile ein großer Fan der Hauptprotagonistin Holly Gibney, die trotz gesammelter Erfahrungen mit übernatürlichen Monstern, erfrischend pragmatisch bleibt und ihren Job in der Privatdetektei weiterhin mit viel Engagement ausführt. Und da fängt für mich schon das Problem an; nämlich dass Holly in "Kein Zurück" zu einer Leibwächterin von einer egoistischen Feministin degradiert wird. Die Monster, mit denen sie sich diesmal beschäftigt, sind überraschend menschlich und ´normal`. Damit fehlten mir schon die übernatürlichen Elemente, die Kings Bücher eben so überaus spannend machen. Das gesamte Buch liest sich diesmal eher wie eines der schlechteren Grisham-Thriller.

Worauf man sich immer verlassen kann, ist die Tatsache, dass King brisante aktuelle Themen aufgreift, wie vorliegend zB den christlichen Fundamentalismus in Amerika und das Abtreibungsrecht. Doch der Erzählstil blieb diesmal meilenweit hinter der Erwartung zurück. Mehrmals habe ich abgebrochen und bin neu gestartet. Und dennoch hat mich die Langatmigkeit des Buches jedesmal zurückgeworfen. Ich bin eigentlich nur deswegen am Ball geblieben, weil ich unbedingt erfahren wollte, welche Persönlichkeit sich hinter dem gesuchten Serienmörder verbirgt. Die Auflösung und das Finale kamen leider erst am Ende überraschend schnell und völlig unspektakulär.

Spannung blitzt durch das gesamte Buch hindurch nur selten auf und auch die Dialoge haben nicht den Witz und Charme, den man sonst von King kennt. Im Nachwort erklärt er, dass er an der Hüfte operiert wurde, als er an diesem Roman schrieb. Er wurde daher mehrfach umgeschrieben und selbst mit der Endfassung scheint der Meister nicht vollends zufrieden zu sein. Das merkt man leider auch als Leser/in. Ich würde es begrüßen, wenn er sich und Holly mal eine Pause gönnt. Das würde uns allen gut tun.

Fazit:
"Kein Zurück" von Stephen King ist seit langer Zeit eines der schwächeren Bücher, wenn nicht sogar das Schwächste überhaupt. Begeistert vielleicht nur absolute Holly-Fans, ist jedoch definitiv kein Must-Read!

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Veröffentlicht am 28.07.2025

»Sobald er die Grenze überschritten hat, kann er nie wieder zurück, daran besteht kein Zweifel.«

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»Sobald er die Grenze überschritten hat, kann er nie wieder zurück, daran besteht kein Zweifel.«

Alan Duffrey wurde unschuldig verurteilt und danach im Gefängnis erstochen. Um dies zu sühnen, begibt sich ...

»Sobald er die Grenze überschritten hat, kann er nie wieder zurück, daran besteht kein Zweifel.«

Alan Duffrey wurde unschuldig verurteilt und danach im Gefängnis erstochen. Um dies zu sühnen, begibt sich ein Mann namens Trig auf seinen Racheakt. Er verübt sog. Stellvertretermorde an Unschuldigen und hinterlegt neben deren Leichen stets einen Zettel mit dem Namen eines Geschworenen.
In einem zweiten Handlungsstrang begegnen wir Holly Gibney, die sich einerseits – weil sie schlichtweg nicht anders kann – dieser Mordserie und andererseits dem Auftrag annimmt, die bekannte und durchaus umstrittene Feministin Kate McKay auf ihrer Vortragsreihe als Security zu begleiten. Schließlich ist ihr einer der bibeltreuen Abtreibungsgegner besonders auf der Spur ist…

Trotz der an sich spannenden Story konnte mich das Buch von Anfang an nicht wirklich überzeugen. Da kaum Spannung erzeugt wurde, war es sehr langatmig, zäh und zugleich chaotisch, weil zu viele Figuren erwähnt, aber nicht wirklich eingeführt wurden. Selbst am Ende war mir nicht alles klar und einige Fragen blieben offen. Doch ab circa Seite 500 – ich war schon des Öfteren kurz davor das Buch abzubrechen – bekam es einen Hauch Spannung und steuerte auf den großen Showdown hin, der jedoch relativ schnell verblasste. Somit endete die Lektüre für mich mit den letzten knapp hundert Seiten immerhin versöhnlich.
Hinsichtlich vieler politischer Elemente und persönlicher Überzeugungen Stephen Kings, die großen Spielraum bekommen, konnte das Buch schon eher überzeugen.

Neben vielen Kürzungen, die das Buch dringend nötigt gehabt hätte, wären spannende Elemente oder Cliffhanger – an denen es vollkommen gefehlt hat – ratsam gewesen, um wenigstens einen moderaten, überzeugenden Krimi damit vorlegen zu können.

Ein kleines Trostpflaster ist immerhin, dass Stephen King selbst im Nachwort eingesteht, dass er damit zwar zufrieden sei, aber es nie ganz so sein wird, wie er es erhofft hatte.

Hoffen wir, dass sein nächstes Buch (wieder) überzeugen wird!

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