Cover-Bild Crash

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12,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Heyne
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 416
  • Ersterscheinung: 09.08.2021
  • ISBN: 9783453439900
Susanne Saygin

Crash

Roman
In einer verunsicherten Gesellschaft wird der Gute zum Bösen und der Böse zum Helden

*** Platz 1 der Krimibestenliste! ***

Torsten Wolf steht unter Druck. Nach dem überraschenden Tod des Bauunternehmers Christof Nolden soll der Berliner Anwalt nun dessen Geschäfte lenken. Aber Wolf stößt im deutschlandweit agierenden Nolden-Konzern bald auf Ungereimtheiten - und auf massiven Widerstand im Unternehmen. Als Wolfs Assistentin spurlos verschwindet, deutet alles auf einen Zusammenhang mit den Geschäften des Immobilienkonzerns hin. Gemeinsam mit Isa Kurzeck, die bereits seit Jahren zu den kriminellen Machenschaften von Nolden-Bau recherchiert, versucht Wolf Licht ins Dunkel zu bringen. Aber je tiefer die beiden in die Konzernstrukturen eintauchen, desto deutlicher wird, dass es längst nicht mehr um die Geschicke eines Unternehmens geht, sondern um den Zusammenhalt unserer ganzen Gesellschaft.

»Glänzend geschrieben. Kühn konstruiert. Und hoffentlich nur Fantasie.« Wolfgang Schorlau

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Lesejury-Facts

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.08.2021

Beängstigend realistisch!

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Die Machenschaften fragwürdiger Immobiliengesellschaften sind in jüngster Vergangenheit in diversen Thrillern thematisiert worden, z.B. in Eckerts „Stunde der Wut“ oder Schorlaus „Kreuzberg Blues“. Nun ...

Die Machenschaften fragwürdiger Immobiliengesellschaften sind in jüngster Vergangenheit in diversen Thrillern thematisiert worden, z.B. in Eckerts „Stunde der Wut“ oder Schorlaus „Kreuzberg Blues“. Nun also Susanne Saygins „Crash“, in dem es ein Wiedersehen mit dem Nolden-Konzern gibt, den wir bereits aus dem Vorgänger „Feinde“ kennen.

Christof Nolden, der skrupellose Baulöwe ist tot. Herzinfarkt, keine Fremdeinwirkung. Seine Witwe soll die Geschäfte mit Unterstützung eines Vertreters der Wirtschaftskanzlei weiterführen, die sich bereits seit längerem um die Belange des Unternehmens kümmert. Die Wahl fällt auf Torsten Wolf, der kein gutes Gefühl bei der Übertragung des Mandats hat, aber den finanziellen Verlockungen nicht widerstehen kann. Zwar tauchen beim Prüfen der Bücher Ungereimtheiten auf, aber Geld ist ein mächtiger Ratgeber, und so verdrängt er sein ungutes Gefühl, zumal er keine Beweise findet. Als seine Assistentin spurlos verschwindet, kommt Isa ins Spiel, die Privatermittlerin, die wir aus dem Vorgänger kennen. Sie verlässt ihr mehr oder weniger freiwilliges Exil auf den Äußeren Hebriden, um nach ihrer Freundin zu suchen. Es spielt ihr in die Karten, dass Wolf eine neue Mitarbeiterin benötigt, sie bewirbt sich, bekommt die Stelle und prüft mit dessen Unterstützung die Zahlen des Konzerns. Gemeinsam kommen sie einer raffinierten Manipulation auf die Spur und finden heraus, welche Pläne die Witwe mit 50 Millionen Euro hat.

Was Saygin in diesem Berlin-Roman beschreibt, wirkt nicht weit hergeholt und kann/könnte so jederzeit geschehen. „Crash“ ist ein moderner Roman, verankert in der Realität, der keine Morde braucht, um Spannung zu erzeugen. Es reicht das genaue Hinsehen. Und das macht die Autorin, wenn sie die Verflechtungen von Kapital und Politik und deren schmutzigen Geschäfte beschreibt. Geld verschafft die Möglichkeiten, ist gleich Macht, auch wenn es darum geht, mit unkonventionellen Mitteln den Boden für populistische Bewegungen zu bereiten. Beängstigend realistisch.

Veröffentlicht am 18.09.2021

Der Wolf

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Seit Jahren schon versucht Isa Kurzeck die Machenschaften in der Nolden-Gruppe aufzudecken. Sie war ganz dicht dran, doch der Firmenchef Christof Nolden saß am längeren Hebel. Isa und ihre Mitstreiter ...

Seit Jahren schon versucht Isa Kurzeck die Machenschaften in der Nolden-Gruppe aufzudecken. Sie war ganz dicht dran, doch der Firmenchef Christof Nolden saß am längeren Hebel. Isa und ihre Mitstreiter leben seitdem undercover. Als die Nachricht, dass Nolden an einem Herzinfarkt verstorben ist, Isa erreicht, sieht sie eine zweite Chance. Isa Kurzeck kehrt nach Deutschland zurück, zum einen, um ihre verschwundene Freundin Mira zu suchen und zum anderen, um ihre Recherche wieder aufzunehmen. War es ein Zufall, dass Mira vor ihrem Verschwinden in der Anwaltskanzlei tätig war, die auch das Nolden Mandat betreut? Isa schleust sich dort ein und triff auf den findigen, aber gehetzten Torsten Wolf, der sich um die Nolden-Gruppe kümmert.

Isa Kurzeck wirkt wie besessen von den Machenschaften im Immobilienkonzern Nolden, während Torsten Wolf durch seine sich in Auflösung befindliche Ehe abgelenkt, sich manchmal kaum konzentrieren kann. Sein eigenes Unvermögen kaschiert er, in dem er seine Assistentin runtermacht. Wieder einmal hat er eine in die Flucht geschlagen. Die offene Stelle ist die Chance für Isa in die Nähe von Nolden zu kommen. Die Entdeckungen, die die ungleichen Partner machen, sind haarsträubend, aber reicht das, um einen Konzern bzw. die Erbin von Christof Nolden anzugreifen?

Dieser spannende Thriller spielt noch vor der Pandemie. Die allgemeine Stimmung, die der Roman widerspiegelt wird jedoch sehr präzise getroffen. Die Gesellschaft ist zerrissen, kaum einer hilft dem anderen, aufdringliche Werbung ist allgegenwärtig, der Ton ist hart und häufig gnadenlos. Da wundert es nicht, wenn so ein Konzern eine erste Krise, trotz mutmaßlichen Betrug, Schwarzarbeit und gar Mord, übersteht und scheinbar wie Phönix aus der Asche aufsteigt. Man möchte Isa zustimmen, da kann auch bei dem neuen Unternehmen etwas nicht stimmen, so einfach ändert sich ein Firmenchef schließlich nicht. Zwar gewinnt man den Eindruck, dass die Autorin sich zu Beginn etwas zu lange mit dem mit seinen Lebensumständen hadernden Torsten Wolf aufhält, punktet sie im weiteren Verlauf mit der treffenden Beschreibung der schnelllebigen und an Mitmenschen desinteressierten Umwelt. Wenn Isa Kurzeck und Torsten Wolf weitere Fakten auftun und man erfährt welch perfides Ziel verfolgt wird, kann man den Roman nicht mehr aus der Hand legen. In dem Roman wird ein düsteres, aber leider wohl realistisches Bild gezeichnet. Wie das Buch auf die Krimibestenliste gelangt ist, kann man gut nachvollziehen.