Cover-Bild So schöne Lügen

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22,00
inkl. MwSt
  • Verlag: DuMont Buchverlag
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 336
  • Ersterscheinung: 17.05.2019
  • ISBN: 9783832183707
Tara Isabella Burton

So schöne Lügen

Roman
Clara Drechsler (Übersetzer), Harald Hellmann (Übersetzer)

Auch in einer Stadt, in der scheinbar alles möglich ist, muss man sich sein Glück leisten können: Louise ist Ende zwanzig und versucht, sich in New York durchzuschlagen. Eigentlich wollte sie Schriftstellerin werden – jetzt lebt sie in Brooklyn, hat mehrere miserabel bezahlte Jobs und wird von Selbstzweifeln geplagt.
Eines Tages begegnet sie Lavinia. Und die hat wirklich alles: Sie wohnt auf der Upper East Side, ist wild, frei und wunderschön. Doch vor allem ist sie reich. Ihr glamouröses Leben teilt sie gern – auf sämtlichen sozialen Netzwerken, aber auch mit Louise. Die beiden ungleichen Frauen werden Freundinnen. Louise wird auf Partys herumgereicht, lässt sich von Lavinia einkleiden, zieht bei ihr ein – sie verfällt Lavinia und ihrer Welt. Auch wenn sie nicht das Geld hat, um in ihr zu bestehen. Irgendwann beginnt sie, die Freundin zu bestehlen. Und um sich aus ihrer Ohnmacht zu befreien, wird sie noch viel weiter gehen. Muss Lavinia sterben, damit Louise leben kann?
Tara Isabella Burton erzählt von einer toxischen Freundschaft und von der Macht sozialer Abgründe: ein so intensiver wie spannender Roman über eine Welt der Eitel- und Oberflächlichkeiten, schnell, klug und unverwechselbar.

Der Titel erscheint am 24.05.2019 auch als Hörbuch bei DAV (ungekürzte Lesung mit Britta Steffenhagen).

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.04.2019

Ganz gute Geschichte, aber miserabel geschrieben

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Eigentlich ist es ja eine recht gute Geschichte: Die fast 30jährige Louise will in New York als Schriftstellerin durchstarten, doch da sie ihren kärglichen Lebensunterhalt mit jeder Menge Nebenjobs finanzieren ...

Eigentlich ist es ja eine recht gute Geschichte: Die fast 30jährige Louise will in New York als Schriftstellerin durchstarten, doch da sie ihren kärglichen Lebensunterhalt mit jeder Menge Nebenjobs finanzieren muss, fehlt ihr die Zeit und Energie. Da begegnet ihr Lavinia: jung, schön und reich. Die Beiden freunden sich wider Erwarten an und bald schon zieht Louise zu Lavinia in die Upper East Side, das teuerste Viertel der Stadt. Louise lernt die ihr unbekannte Welt der Reichen kennen und geniesst es, doch sie ist abhängig von der Gunst ihrer Freundin. Und Lavinia ist launisch, sodass Louise sich keine Fehler erlauben darf. Ob das gut geht?
Es ist eine Geschichte über Lug und (Selbst)Betrug, mehr Schein als Sein und wie leicht die Welt mit ein paar schönen Bildern aus den neuen Medien sich gerne täuschen lässt. Wie schon geschrieben: eigentlich eine spannende Geschichte, bei der es jedoch leider massiv an der Umsetzung hapert. Der Schreibstil der Autorin ist derart schlicht, dass selbst ein Groschenroman sich dagegen wie hohe Literatur ausnimmt. Wo sich laut New York Times ‚ausgezeichnete Dialoge und beissender Humor‘ (meint der Umschlagtext) finden lassen, weiss ich nicht. Vielleicht verstehe ich es einfach auch nicht. Zur Verdeutlichung ein Dialog, der abläuft wie folgt und keine Ausnahme darstellt:
„Im Museumscafé gibt es gute Sachertorte.“ – „Vielleicht...“ – „Ja?“ – „Ist es – ihretwegen?“ – „Es ist idiotisch. Wir können da ruhig hingehen.“ – „Aber…“ – „Ich war da schon mal.“ – „Okay?“ – „Ich meine – wir waren da schon mal.“ – „Was?“ – „War sozusagen unser erstes Date.“ – „Oh. Oh.“ – „Entschuldige - das ist bescheuert – du musst ja denken, ich spinne.“ – „Nein, mir tut es leid. Ich hätte…“ – „Woher hättest du das wissen sollen!“
Die Sätze sind meist sehr kurz und, beginnen häufig hintereinander mit dem gleichen Wort – offenbar ein Stilmittel, dass die Autorin so verinnerlicht hat, dass es ständig auftaucht, was ich sehr nervig fand. Auch hierzu zwei Beispiele:
„Jetzt sind sie im Schutz der Dunkelheit. Jetzt schiebt sich Louise verzweifelt an der Wand entlang. Jetzt hat sie den Personaleingang gefunden.“ Oder
„Sie flickt Lavinias Kleider. Sie näht die Säume fest, weil Lavinia ständig irgendwo hängen bleibt. Sie macht den Hausputz. Sie geht einkaufen. Sie macht die Wäsche. Sie bügelt. Sie wischt den Überseekoffer ab.“ Und so fort, in diesem Beispiel kommen noch vier weitere Sätze dieser Art.
Dass zudem Louise als Hauptfigur ziemlich farblos und widersprüchlich bleibt, ist fast schon nebensächlich. Weshalb sie all diese Torturen auf sich nimmt, wieso sie nicht reinen Tisch macht und als fast 30jährige sich behandeln lässt wie ein Teenager, bleibt bis zum Ende ihr Geheimnis.
Einen Punkt gibt es dafür, weil die Geschichte selbst bis zum Ende spannend bleibt, auch wenn sie so miserabel geschrieben ist. Ich wollte wissen, ob und wie sich Louise aus diesem Schlamassel heraus manövriert und gebe zu, dass mich das Ende doch überrascht hat. Es sieht so aus, als ob hier die Möglichkeit offengelassen wurde, einen zweiten Teil nachzureichen. Falls die Autorin bis dahin an ihrem Schreibstil arbeitet, könnte es sogar sein, dass es ein ganz gutes Buch werden könnte.

Veröffentlicht am 17.05.2019

Ein Märchen in der heutigen Zeit

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Ein wunderschönes Cover, das glänzt und blendet - ebenso wie die vielen Selbstdarsteller, die sich heutzutage in den sozialen Medien tummeln...

in diesem aktuellen Setting spielt diese Geschichte - armes ...

Ein wunderschönes Cover, das glänzt und blendet - ebenso wie die vielen Selbstdarsteller, die sich heutzutage in den sozialen Medien tummeln...

in diesem aktuellen Setting spielt diese Geschichte - armes Mädchen (Louise, 29) trifft auf reiches Mädchen (Lavinia, 23) und wird in ihr Leben in der Upper East Side in New York aufgenommen. Ein modernes Märchen; nicht nur, was den grundsätzlichen Ansatz der Geschichte angeht, sondern ebenso modern in der Sprache und den Aktionen der Protagonisten. Es werden immer wieder Selfies gemacht, gepostet und die „Likes“ gezählt; mehr Schein als sein. Sehen und gesehen werden auf den richtigen Partys in (natürlich) wechselnden, auffallenden Outfits. Die Oberflächlichkeit der „Freundschaften“, wie sie in den sozialen Netzwerken genannt werden, wird gut in die Handlungen eingebaut - die „Freunde“ wissen oft sehr wenig voneinander und es entwickelt sich kaum Tiefgang. Auch die Sprache ist modern: oft kurze Sätze, mal auch Aneinanderreihungen von Beobachtungen auf einer Party.

Mich persönlich hat dieses Buch gefesselt und ich konnte es kaum aus der Hand legen, um das Ende zu erfahren: kann so eine „Freundschaft“ langfristig bestehen und wie sehr + lange lassen sich Menschen blenden? Wer Lust hat auf einen andersartigen Roman in vielerlei Hinsicht, der wird sich sicher gern auf dieses optisch schöne, inhaltlich so manches Mal böse Buch einlassen.

Veröffentlicht am 17.05.2019

Bleibt im Kopf

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Cover:
Das Cover ist in schwarz und Gold gehalten, was mir sehr gut gefällt. Das Gold ist aus einer Folie, sodass es reflektiert, es ist sehr passend für die Geschichte.

Protagonistin:
Louise lernt durch ...

Cover:
Das Cover ist in schwarz und Gold gehalten, was mir sehr gut gefällt. Das Gold ist aus einer Folie, sodass es reflektiert, es ist sehr passend für die Geschichte.

Protagonistin:
Louise lernt durch Zufall die hübsche und vor allem reiche Lavinia kennen. Die beiden Freunden sich an. Louise ist eine Person, die mehrere Jobs hat und dennoch nie Geld übrig bleibt. Sie weiß oft selbst nicht wohin das Geld verschwindet und so ist sie umso glücklicher dass Lavinia für das meiste aufkommt. Die Beziehung der beiden wird im Buch immer toxischer und wirkt surreal. Louise macht sich sehr abhängig von Lavinia, die das gar nicht zu merken scheint. Allgemein kann man sagen Louise ist kein einfacher Charakter, man gewinnt sie aber sehr schnell lieb.

Schreibstil:
Mir hat der Schreibstil sehr gut gefallen, das Buch kam mir sehr poetisch vor und durch die oftmals kurzen Absätze ging es leicht zu lesen. Die Charaktere waren sehr einnehmend, vor allem Lavinia war gut ausgearbeitet. Beide Hauptcharaktere hatten wohl mehr schwächen als stärken, was nicht oft vorkommt. Mir hat dies aber gefallen. Einzig was ich manchmal etwas zu viel fand war die vulgäre Aussprache im Buch. Diese hat ab und zu etwas die Oberhand gewonnen und war unschön zu lesen. Dennoch passte es zur Geschichte an sich.

Fazit:
Ein Buch das immer ein bisschen drüber ist, aber dennoch eines dieser Bücher ist, das man so schnell nicht mehr aus dem Kopf bekommt.

Veröffentlicht am 16.05.2019

So schöne Lügen

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Ich war von Anfang an von diesem Buch begeistert. Mich hat das Cover sofort angesprochen. Es passt auch super zum Inhalt. Zu dieser goldenen, reichen Welt, in die Louise für ein paar Monate eintaucht. ...

Ich war von Anfang an von diesem Buch begeistert. Mich hat das Cover sofort angesprochen. Es passt auch super zum Inhalt. Zu dieser goldenen, reichen Welt, in die Louise für ein paar Monate eintaucht.
Ich mochte es, dass die Kapitel nochmal in so kleine Abschnitte eingeteilt waren, die dann verschiedene Situationen beschrieben. Ich konnte wirklich schnell Seite um Seite lesen, was nicht zuletzt am super Schreibstil lag. Er war flüssig und gut geschrieben. Ich fand das Buch auch von der ersten Seite her sehr spannend. Man erfährt zwar nicht so viel von den Charakteren, aber irgendwie hat das bei mir diesen Reiz ausgemacht. Immerhin lernen Lavinia und Louise sich auch erst kennen und so die Geschichte ihre Form annimmt.
Das Buch konnte mich immer wieder überraschen. Nichts war für mich wirklich vorhersehbar, außer natürlich, das was schon im Klappentext verraten wurde. Der Schluss hatte für mich schon Züge eines Thrillers, was ich sehr schön fand, da ich auch Thriller sehr mag. Es war auf jeden Fall von der ersten bis zur letzten Seite unglaublich spannend und ich kann das Buch nur empfehlen.

Veröffentlicht am 15.05.2019

Toxische Freundschaft

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Toxische Freundschaft

So schöne Lügen von Tara Isabella Burton

Louise hat es nicht leicht. Mit Ende 20 hat sie 3 Jobs, und kommt trotzdem kaum über die Runden. Ihr Traum Schriftstellerin zu werden, ...

Toxische Freundschaft

So schöne Lügen von Tara Isabella Burton

Louise hat es nicht leicht. Mit Ende 20 hat sie 3 Jobs, und kommt trotzdem kaum über die Runden. Ihr Traum Schriftstellerin zu werden, wegen dem sie nach New York kam, ist in weite Ferne gerückt. Als sie Lavinia kennenlernt, lernt sie auch die andere Seite dieser Stadt kennen. Louise genießt dieses Leben in vollen Zügen, alles scheint perfekt, solange sie tut was Lavinia von ihr verlangt.

Die Autorin spiegelt gut die Kluft zwischen diesen beiden verschiedenen Welten wieder. Auch der Reiz dessen, was für Louise so wichtig erscheint, ist nachvollziehbar und realistisch dargestellt. Der Erzählstil hat mich erst ein wenig irritiert, doch ich habe mich schnell eingefunden und war gefangen von dieser Handlung, die sehr spannend war. Ich bin positiv überrascht wie fesselnd die Geschichte insgesamt war.
Die Charaktere haben mir gut gefallen. Vor allem Louise ist ein Charakter den ich gut greifen konnte. Ihre Handlungen und Gefühle waren sehr nachvollziehbar und realistisch dargestellt. Menschen,die wirklich so sind wie Lavinia kennen ich zum Glück nicht, aber auch hier passt der beschriebene Charakter zur Handlung.
Das Ende war zwar anders als ich es erwartet hätte, aber ich kann mich damit arrangieren.
Das Buch ist sehr interessant, lässt den Leser in die Welt von Glamour, Lügen und Intrigen eintauchen!