Cover-Bild So weit die Störche ziehen

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12,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Ullstein Taschenbuch Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Liebesroman: historisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 640
  • Ersterscheinung: 03.08.2020
  • ISBN: 9783548062525
Theresia Graw

So weit die Störche ziehen

Verlorene Träume – eine junge Frau beweist Mut in dunklen Zeiten

Ostpreußen 1939: Während die Welt aus den Fugen gerät, wächst die junge Dora Twardy behütet auf dem Pferdegestüt ihrer Familie auf. Der Tochter des Gutsherren mangelt es an nichts, auch nicht an Verehrern. Doch als die deutsche Wehrmacht Polen angreift, muss Dora schlagartig erwachsen werden. Ihr Vater wird eingezogen und übergibt ihr die Verantwortung für den Hof. Mit aller Kraft kämpft Dora um den Erhalt des Familienbesitzes. In den Wirren des Krieges stehen ihr zwei Männer bei: der sanftmütige Freund ihres Bruders, Wilhelm von Lengendorff, und der abenteuerlustige Kriegsfotograf Curt von Thorau. Zu spät erkennt Dora, wen sie wirklich liebt …

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.08.2020

Sehr emotional und aufwühlend

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Inhalt übernommen:

Ostpreußen 1939: Während die Welt aus den Fugen gerät, wächst die junge Dora Twardy behütet auf dem Pferdegestüt ihrer Familie auf. Der Tochter des Gutsherren mangelt es an nichts, ...

Inhalt übernommen:

Ostpreußen 1939: Während die Welt aus den Fugen gerät, wächst die junge Dora Twardy behütet auf dem Pferdegestüt ihrer Familie auf. Der Tochter des Gutsherren mangelt es an nichts, auch nicht an Verehrern. Doch als die deutsche Wehrmacht Polen angreift, muss Dora schlagartig erwachsen werden. Ihr Vater wird eingezogen und übergibt ihr die Verantwortung für den Hof. Mit aller Kraft kämpft Dora um den Erhalt des Familienbesitzes. In den Wirren des Krieges stehen ihr zwei Männer bei: der sanftmütige Freund ihres Bruders, Wilhelm von Lengendorff, und der abenteuerlustige Kriegsfotograf Curt von Thorau. Zu spät erkennt Dora, wen sie wirklich liebt …

Meine Meinung:

Die im Mittelpunkt stehende Dora Twardy ist ein lebenslustiges junges Mädchen und steckt voller Zukunftspläne. Diese werden durch den Beginn des zweiten Weltkriegs nach und nach zunichte gemacht.Trotz aller Widrigkeiten, welche ihr und ihrer Familie begegnen,verliert sie nie den Lebensmut und kämpft wie eine Löwin um ein bisschen Lebensglück.
Auf eine sehr emotionale und beeindruckende Weise hat die Autorin Teile ihrer eigenen Familiengeschichte mit einer fiktiven Geschichte gemischt.Dabei nahm sie mich mit auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle und brachte mich mehr als einmal an meine emotionalen Grenzen.
Alle vorkommenden Personen waren so gut beschrieben, dass ich jede einzelne ganz klar vor meinen Augen habe. Wenn man dieses Buch liest, wird einem wieder so richtig bewusst, in welcher behüteten Welt wir leben. Dafür sollten wir dankbar sein und uns nicht über die Einschränkungen beschweren, mit welchen wir zur Zeit leben müssen.
Ich habe schon sehr viele Bücher gelesen, die sich in diesem Zeitraum bewegen, jedoch kann ich sagen, dass dieses Buch definitiv zu meinen Lesehighlights gehört.

Fazit:

Von mir eine ganz klare Leseempfehlung verbunden mit fünf hochverdienten Sternen.
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Weitere Rezensionen

Veröffentlicht am 03.08.2020

Vertriebene aus Ostpreußen

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„So weit die Störche ziehen“ geschrieben von Theresia Graw und zeigt uns die Zeit von 1939 bis 1945 in Ostpreußen. Ihre Familie stammt da her, deshalb verwebt sie Erinnerungen mit fiktiven Personen.

Dora ...



„So weit die Störche ziehen“ geschrieben von Theresia Graw und zeigt uns die Zeit von 1939 bis 1945 in Ostpreußen. Ihre Familie stammt da her, deshalb verwebt sie Erinnerungen mit fiktiven Personen.

Dora Twardy ist die älteste Tochter eines Gestütsbesitzers. Sie wächst behütet mit ihren Geschwistern auf. Dann kommt der Krieg, ihr Bruder meldet sich freiwillig und der Vater wird auch eingezogen. Da muss sie sich um die Pferde kümmern und sich gegen den Verwalter behaupten.
Bis zur Hälfte fand ich sie ziemlich flatterhaft. Bei den Männern auch berechnend.

Gestört hat mich, das sie von der politischen Lage nichts mit bekommt und auf Warnungen zu spät reagiert. Aber am Schluss wird sie tapfer.

Die Autorin beschreibt die Lage ganz gut. Da ich ähnliche Familienschicksale hab, kann ich das glaube ich beurteilen.

Der Roman ist lesenswert und unterhält gut.



Veröffentlicht am 03.08.2020

Packend von Anfang bis Ende

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„An Dora schätze ich ihren Lebenswillen, den Mut und die Entschlossenheit, mit der sie Probleme angeht. Sie entwickelt sich von einem verwöhnten Mädchen zu einer Kämpferin, in einer schlimmen Zeit wächst ...

„An Dora schätze ich ihren Lebenswillen, den Mut und die Entschlossenheit, mit der sie Probleme angeht. Sie entwickelt sich von einem verwöhnten Mädchen zu einer Kämpferin, in einer schlimmen Zeit wächst sie über sich hinaus. Beim Schreiben habe ich oft gedacht: Bei mir ist es nur eine Geschichte, aber viele Frauen haben so etwas damals wirklich erlebt.“ (Zitat Theresia Graw)

Bei ihr ist es nur eine Geschichte... aber was für eine! Theresia Graws neuster Roman ist eine packende Familien- und Liebesgeschichte, die zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs in Ostpreußen (heute Polen) spielt und mich von der ersten Zeile an gepackt hat.

(Achtung Spoiler) Die junge Dora führt ein priviligiertes Leben als Gutshoftochter; sie liebt die Pferde, das Reiten und ihre Familie. Sie verliebt sich in den besten Freund ihres großen Bruders und da dies auf Gegenseitigkeit beruht, macht Wilhelm von Lengendorff ihr einen Antrag. Aber den beiden kommt der Zweite Weltkrieg dazwischen und so muss neben Bruder Hans auch Wilhelm und später noch der Vater an die Front. Währenddessen soll Dora in Königsberg ihren Onkel Hermann unterstützen und lernt dort Curt von Thorau kennen – einen Kriegsfotografen, der sie stürmisch umwirbt.

Dora muss sich entscheiden... und kehrt an den sicheren Ort, ihr Zuhause auf dem elterlichen Gestüt, zurück. Dort geht das Leben trotz Kriegswirren seinen normalen Gang; die großen politischen Entscheidungen scheinen weit weg zu sein. Aber dennoch wird die Familie nach und nach in den Zweiten Weltkrieg hineingezogen: Zwangsarbeiter kommen auf den Hof, man hat Verluste zu beklagen, die wertvollen Pferde werden zwangsweise beschlagnahmt und irgendwann steht der Feind vor dem Hoftor... Die Familie muss fliehen. (Spoiler Ende)

Mit einer unglaublichen Leidenschaft erzählt Theresia Graw von einem Stück Zeitgeschichte, welches für viele so viel Veränderungen mit sich brachte. Sie schafft die Balance zwischen der Schönheit Ostpreußens und den grausamen Kriegswirren und packt diesen Zwiespalt in Worte, die mich fesseln. Es ist mir schwer gefallen, das Buch beiseite zu legen.

„Der 1. September 1939 war ein freundlicher, warmer Tag in Ostpreußen.Wiesen und Felder schimmerten golden im milden Licht des Altweibersommers. In der Luft glitzerten die vielen Spinnwegen und kündeten den nahegelegenen Herbst an.“ (Auszug S. 43)

„Mit jedem Kilometer, den sie vorankamen, bekamen die weißen Schneeflächen rechts und links des wegen mehr dunkle Flecken. Aus Feldern waren Friedhöfe geworden. Leichen lagen zwischen toten Pferden und Fuhrwerken mit zerbrochenen Rädern, es waren kleine Kinder, erfroren in der eisigen Kälte, alte Leute, die keine Kraft mehr hatten.“ (Auszug S. 522)

Dieser Kontrast hat sehr viel Eindruck hinterlassen!

Die deutsche Autorin hat meines Erachtens einen außerordentlich packenden und Eindruck hinterlassenden Roman geschaffen, der mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Er hat mich mitgenommen und vor meinem inneren Auge Bilder entstehen lassen, die noch lange nachhallen. Die Entwicklung Doras von einer verwöhnten bildhübschen Frau zu einer vom Schicksal gezeichneten, aber unbeugsamen und mutigen Kämpferin ist Theresia Graw sehr gut gelungen. Geschickt packt sie verschiedene Schicksale in eine Geschichte, ohne sich zu verzetteln oder ihren Roman gar langatmig erscheinen zu lassen. Diese Vielfalt rechtfertigt auch „den dicken Schinken“ und ich muss zugeben, nur zu gerne hätte ich noch mehr gelesen!

Für mich ist „So weit die Störche ziehen“ ein absolutes Lesehighlight. Es hat meine vollste Empfehlung verdient

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.08.2020

Unverschönte Geschichte des zweiten Weltkrieges

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Man erlebt Doras Jugend in Ostpreußen zu Zeiten des zweiten Weltkrieges mit. Anfangs ist der Krieg in Doras Welt und auch in Ostpreußen noch nicht präsent und so schlägt sich die 16 Jährige mit dem Alter ...

Man erlebt Doras Jugend in Ostpreußen zu Zeiten des zweiten Weltkrieges mit. Anfangs ist der Krieg in Doras Welt und auch in Ostpreußen noch nicht präsent und so schlägt sich die 16 Jährige mit dem Alter entsprechende Probleme herum. Anfangs naiv, was dem Geschehen des Krieges angeht, muss sie bis zum Ende des Krieges viele Schicksalsschläge hinnehmen und vor allem Verantwortung für den heimeligen Gutshof übernehmen. So wurde Dora schnell erwachsen. 

In dem Roman verarbeitet die Autorin die Geschichte ihrer Mutter. Das macht das Buch noch authentischer. Toll geschrieben und gibt einem nochmals eine völlig andere Sicht auf die Geschehnisse des zweiten Weltkrieges.

Kann ich nur empfehlen, auch wenn man eher weniger solche Geschichte mag, ist diese ein guter Einstieg und macht Lust auf mehr.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.08.2020

Jahreshighlight!

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Meinung:
Für mich ist dieses Buch eines der Highlights dieses Lesejahres und dieses kam sehr unerwartet, denn normalerweise lese ich keine Familiengeschichte, die klar historisch angehaucht sind. Häufig ...

Meinung:
Für mich ist dieses Buch eines der Highlights dieses Lesejahres und dieses kam sehr unerwartet, denn normalerweise lese ich keine Familiengeschichte, die klar historisch angehaucht sind. Häufig sind mir diese Geschichten zu trocken und langatmig erzählt und deshalb verliere ich häufig das Interesse. In diesem Fall allerdings ist das Buch von Seite eins bis zur letzten Seite an absolut spannend und atmosphärisch erzählt, sodass man Kapitel für Kapitel verschlingen muss, bis man das Ende des Buches erreicht hat.

Dabei hat mich ganz besonders der literarisch hochwertig und absolut wunderbar flüssigen und mit Worten gekonnt umgehenden Schreibstil begeistert und überrascht. Selten habe ich eine so spannende, aber auch emotionale Geschichte gelesen, die dabei noch so hervorragend geschrieben war.