Cover-Bild Dunkle Wolken über Alberta

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16,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Pendo Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Cosy Mystery
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 448
  • Ersterscheinung: 05.10.2020
  • ISBN: 9783866124929
Thomas King

Dunkle Wolken über Alberta

Ein Kanada-Krimi
Leena Flegler (Übersetzer)

Ermittler wider Willen: mit kanadischer Gelassenheit löst er jeden Fall.
Der indigene Polizist DreadfulWater hat in Kalifornien mehr gesehen, als ihm lieb ist. Daher kehrt er zurück in das kleine, ruhige Örtchen Chinook nahe der Grenze zwischen den USA und Kanada. Seinen Lebensunterhalt verdient er als Landschaftsfotograf. Eigentlich. Denn immer wieder braucht Sheriff Hockney Unterstützung im unterbesetzten Polizeirevier. Was mit Tatort-Fotos beginnt, artet gerne mal in umfängliche Ermittlungen aus. Der aktuelle Fall: In einem Mietwagen wurde die Leiche eines Mannes gefunden, der bei der anstehenden Umweltkonferenz einen Vortrag halten sollte. Sheriff Hockney bittet mal wieder DreadfulWater um Hilfe. Und der ganze Ort hilft wiederum ihm bei den Ermittlungen – ob er nun will oder nicht.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.11.2020

Nicht meins

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So ganz weiß ich nicht was ich von diesem Buch halten soll. Einerseits gefällt es mir aber auf der anderen Seite kann ich es nicht wirklich ernst nehmen, weswegen ich es leider nach einem guten Viertel ...

So ganz weiß ich nicht was ich von diesem Buch halten soll. Einerseits gefällt es mir aber auf der anderen Seite kann ich es nicht wirklich ernst nehmen, weswegen ich es leider nach einem guten Viertel abgebrochen habe.

Da haben wir zuerst mal unseren Hauptprotagonisten Thumps DreadfulWater, der durch einen Tiefschlag ziemlich aus der Bahn geworfen wurde und nun in ziemlich lakonischer Stimmung durchs Leben geht und scheinbar nichts wirklich ernst nehmen kann. In Kombination mit Duke, dem Sheriff des Ortes, kann ich über beide nur noch den Kopf schütteln.
Hinzu kommen noch einige seltsame Gestalten, wie sie jede Stadt hat, und die jeder kennt und die alles wissen, nur nicht wann Schluss ist.

Der Ton des Buches ist gut, es gibt einiges an Hintergrundinformationen und auch ein gewisser Tiefgang ist durchaus vorhanden, aber so wirklich überzeugen wollte mich das ganze Buch nicht. Dabei war der Einstieg alles andere als schlecht und hat meine Neugier geweckt. Nur leider fanden die Ermittler des Falles es wohl nicht ganz so spannend und wichtig mehr in Erfahrung zu bringen. Da ich über Thumps und die anderen immer mehr den Kopf schütteln musste, habe ich das Buch abgebrochen.
Es hat durchaus Potenzial, aber für mich war es nicht das Richtige.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.11.2020

Die Wasserkonferenz

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Thumbs DreadfulWater hat es nach Chinook gezogen. In Kanada soll es ruhiger zugehen als in Kalifornien, wo er als Polizist den einen Fall hatte, mit dem er nicht fertig werden konnte. Von der Polizeiarbeit ...

Thumbs DreadfulWater hat es nach Chinook gezogen. In Kanada soll es ruhiger zugehen als in Kalifornien, wo er als Polizist den einen Fall hatte, mit dem er nicht fertig werden konnte. Von der Polizeiarbeit will er nichts mehr wissen und verdingt sich als Fotograf. Das hindert den örtlichen Sheriff allerdings nicht, Thumbs als kommissarischen Deputy anzuheuern. Zum einen ist kein anderer verfügbar und zum anderen hat Thumbs schließlich einschlägige Erfahrung. Und so wird Thumbs gegen seinen Willen in die Ermittlung um den Tod eines Unternehmers hineingezogen, der wegen der anstehenden Wasserkonferenz im Ort weilte.

Eigentlich ist Thumbs DreadfulWater vor seiner Vergangenheit geflohen. So ganz lässt sie ihn allerdings nicht los. Er trägt die Ermittlergene einfach in sich. Doch zu Beginn dieses Falls fühlt er sich garnicht wohl. Zwar erreicht er so langsam die Mitte des Lebens, aber ein Mann wird nicht krank und schon erst recht nicht geht er zum Arzt. Seine freundlichen Mitmenschen weisen ihn aber immer wieder auf die Möglichkeit hin, dass er sich doch mal untersuchen lassen kann. Und schließlich ist Beth, die Leichenbeschauerin, auch Ärztin. Da kann sie ihm nach der Obduktion doch gleich mal Blut abnehmen. Da gehen Thumbs dann doch die Argumente aus.

Dies ist der erste Band um den indigenen Ex-Polizisten Thumbs DreadfulWater, der auf Deutsch erschienen ist. Im englischen Original handelt es sich wohl bereits um den dritten Band. Da Thumbs eine Vorgeschichte hat, stellt sich die Frage, warum mit der Reihe nicht von vorne begonnen wird. Zum Verständnis der vorliegenden Geschichte ist dies glücklicherweise nicht notwendig, die vorhandenen Hinweise machen aber schon neugierig. Thumbs wirkt wie ein sympathischer, aber etwas paddeliger mittelalter Mann, der auch nicht richtig nein sagen kann. Vielleicht will er das insgeheim auch nicht. Mit seiner Art, nicht als Polizist zu arbeiten kommt er ganz gut durch und auch ganz gut an. Obwohl eine ganze Menge passiert wirkt die Handlung eher ruhig, aber auf eine positive Art. Gut vorstellbar, sich weitere Fälle über Thumbs DreadfulWater einzuverleiben.

Veröffentlicht am 09.11.2020

Ein Sheriff wider Willen

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Thumbs DreadfulWater, ein amerikanischer Cherokee, glaubt seine Polizistenvergangenheit hinter sich gelassen zu haben. Nachdem er in Kalifornien einen Serienmörder gejagt hatte, der auch DreadfulWaters ...

Thumbs DreadfulWater, ein amerikanischer Cherokee, glaubt seine Polizistenvergangenheit hinter sich gelassen zu haben. Nachdem er in Kalifornien einen Serienmörder gejagt hatte, der auch DreadfulWaters damalige Lebensgefährtin und ihre Tochter umgebracht hatte, war es ein Fall zu viel gewesen. DreadfulWater zog in die Kleinstadt Chinook und arbeitet als Landschaftsfotograf. Mit einer Vertreterin des nahegelegenen Indianerreservats hat er eine On-Off-Beziehung, seine Katze tyrannisiert ihn und seine Ambitionen reichen aktuell nicht weiter als bis zur möglichen Anschaffung eines sechs-Platten-Gasherds.

Da hat DreadfulWater allerdings die Rechnung ohne den Ortssheriff Hockney gemacht. Der muss nämlich zu einer internationalen Konferenz in Costa Rica und drängt DreadfulWater, in der Zwischenzeit als komissarischer Sheriff einzuspringen. Auch wenn DreadfulWater nichts davon hören will, wird er angesichts mehrerer mysteriöser Todesfälle in Chinook gegen seinen Willen doch in einen aktuellen Kriminalfall hineingezogen,

Thomas King hat mit seinem Roman "Dunkle Wolken über Alberta" eine ganze Reihe leicht exzentrischer und liebenswürdiger Figuren geschaffen, angefangen von dem zunehmend von den Beschwerden des mittleren Alters geplagten DreadfulWater, der lesbischen Ärztin, die in Doppelfunktion auch Gerichtsmedizinerin ist, dem griechischen Buchhändler und Umweltaktivisten Archie, einem Bodyguard, der gerne mit spanischen Einsprengseln seine Herkunft aus New Mexiko betont und dem Ortssheriff, dessen Dienstreisen stark von den touristischen Wünschen der begleitenden Ehefrau beeinflusst werden. Auch die resolute Stammeschefin, ihre von einer detektivischen Zukunft träumende Schwester und der eifersüchtige Sohn seiner Freundin machen DreadfulWater mitunter das Leben schwer.

"Dunkle Wolken über Alberta" hat einige zähe Längen, ist aber durchaus ein solider Ökokrimi, geht es doch um den knappen Rohstoff Wasser, um den Zugriff auf altes Stammesland und die Verträge, die einsr zwischen der Regierung und den indigenen Völkern geschlossen wurden. Gleich zwei Vertreter eines Unternehmens, das auf einer Umweltkonferenz ein Verfahren vorstellen wollte, das auch über Wasservorkommen Aufschluss gibt, sterben eines gewaltsamen Todes. Zwischen Geschäftsinteressen und persönlichen Motiven muss der Sheriff wider Willen die Lösung des Falls suchen.

Thumbs DreadfulWater ist ein sympathischer Protagonist - erfahren, aber nicht abgestumpft-zynisch, eher wortkarg, eigentlich ein typischer Mann des Westens, auch wenn manchmal ein wenig zaudernd. So wie der Chinook in Alberta für plötzliche Wetterwechsel mit extremen Temperaturschwankungen sorgen kann, so nimmt auch der Fall einige Wendungen. Auch manche Selbsterkenntnis wartet dabei auf DreadfulWater

Ein Rätsel bleibt allerdings der Buchtitel - denn Chinook scheint im US-Bundesstaat Montana und nicht in der kanadischen Provinz Alberta zu liegen, während gleichzeitig immer wieder das kanadische Gesundheitssystem angesprochen wird, in dessen Genuss DreadfulWater als US-Staatsbürger nicht kommt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.11.2020

Ermittler wider Willen

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Der ehemalige Polizist DreadfulWater lebt in dem kleinen Örtchen Chinnok nahe der Grenze zwischen den USA und Kanada.
Er arbeitet als Landschaftsfotograf, wird aber von Sheriff Hockney gerne auch mal für ...

Der ehemalige Polizist DreadfulWater lebt in dem kleinen Örtchen Chinnok nahe der Grenze zwischen den USA und Kanada.
Er arbeitet als Landschaftsfotograf, wird aber von Sheriff Hockney gerne auch mal für seine polizeilichen Ermittlungen rekrutiert.
Als in einem Mietwagen die Leiche eines Mannes gefunden wird, der auf einer Umweltkonferenz einen Vortrag halten sollte, findet sich DreadfulWater schneller in den Ermittlungen wieder als ihm lieb ist.

Mit Thumbs DreadfulWater hat Thomas King einen sehr interessanten Protagonisten geschaffen.
Er ist gleichzeitig abweisend und dennoch hilfsbereit, wünscht keine Einmischung und steht dennoch immer wieder im Fokus einer ganzen Ortsgemeinschaft, er möchte auf keinem Fall als kommissarischer Gesetzeshüter agieren und klärt dennoch mehrere Morde auf.

Ich mag den amüsanten Schreibstil des Autors, die lakonischen und bissigen Bemerkungen von DreadfulWater und die hilfsbereite, oftmals aufdringliche Ortsgemeinschaft, die den abweisenden Mann schon längst gegen seinen Willen in ihrer Mitte aufgenommen hat.
Gemeinsam lösen sie mehrere Mordfälle, decken Geheimnisse und geschäftliche Verwicklungen und Intrigen auf und halten dabei den Spannungsbogen stets hoch.

Der etwas spezielle Schreibstil des Autors ist vielleicht nicht jedermanns Sache, hat mir aber ein spannendes und amüsantes Lesevergnügen bereitet und ich vergebe gerne 4 ⭐️⭐️⭐️⭐️.

P.S. Ich habe mich etwas über den Titel und die Benennung als Kanada- Krimi gewundert, denn die Handlung spielt in Montana, USA.

Veröffentlicht am 04.11.2020

Der Krimi versandet in der Prairie

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Der Anfang des Krimis liest sich vielversprechend und das erste Drittel las ich an einem Abend. Mich wundernd, dass es schon so spät war, als ich merkte müde zu sein. Das erste Drittel ist der beste Teil ...

Der Anfang des Krimis liest sich vielversprechend und das erste Drittel las ich an einem Abend. Mich wundernd, dass es schon so spät war, als ich merkte müde zu sein. Das erste Drittel ist der beste Teil des Romans.

Danach wird es langweilig, obwohl ein weiterer Mord geschieht, und im letzten Viertel unglaublich zäh. Weder kommt der Krimi voran noch liest man irgendeinen "vernünftigen" Dialog. Vorrangig dreht es sich um das Frühstück von Dreadfullwater, der Hauptfigur und darum, das er - der ehemalige Cop - Hilfssheriff werden soll, weil der Sheriff blöderweise zu einer Konferenz in die Karibik muss. Er will nicht und das liest man auf fast jeder Seite. Zuerst ist das Gemurre noch witzig, später nicht mehr. Die Morde hängen zusammen. Es dreht sich um Wasser, um dessen Privatisierung und die Verletzungen des Stammes und des Landes auf dem dieser lebt durch die jeweiligen Regierungen. Früher und heutzutage. Es dreht sich um Geld, Macht und fehlende Krankenversicherung, (fehlende) Perspektiven. Der Krimi versandet und die Dialoge verlaufen in der endlosen Weite der Prairie.

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