Cover-Bild Der bittere Trost der Lüge
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22,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Festa Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller / Spannung
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 448
  • Ersterscheinung: 14.05.2020
  • ISBN: 9783865528292
Tiffany D. Jackson

Der bittere Trost der Lüge

Thriller
Neunjährige Schwarze tötet weißes Baby.

Mary soll ein Baby getötet haben. Diese Tat hat ihr Leben zerstört. Jahre voller Angst vergehen, weil Kindermörder im Gefängnis einen schweren Stand haben.
Sechs Jahre später. Das Leben mit einer Fußfessel ist fast so hart wie der Knast. Marys einziger Halt ist ihr Freund Ted – und ihr ungeborenes Kind.
Damit beginnt ein neuer Albtraum. Denn niemand glaubt, dass ein Baby bei einer verurteilten Kindermörderin in guten Händen ist.
Nun hängt Marys Schicksal von der Person ab, der sie am meisten misstraut: ihrer Mutter. Deren wahres Gesicht kennt niemand. Aber wer kennt die wahre Mary?

Hart, düster und der Wirklichkeit erschreckend nah: "Orange Is the New Black" trifft auf "Tote Mädchen lügen nicht".

Publishers Weekly: »Ein fesselndes und außergewöhnliches Debüt, perfekt konstruiert und umgesetzt.«

Jason Reynolds: »Ich muss zugeben, mich hat schon lange keine Erzählung mehr so mitgenommen wie diese. Tiffany D. Jackson kratzt erst an der Oberfläche dieser Welt, zerlegt sie dann in Stücke und zertrümmert sie in zahllose Scherben des Unbehagens.«

Booklist: »Der bittere Trost der Lüge ist ein eng gewobener Debütroman, der mit vielen heftigen Ideen ringt und am Ende das Messer in der Wunde noch einmal tief umdreht.«

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.07.2020

Eine Geschichte die mich tief bewegte und mich fassungslos zurück gelassen hat.

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Auf dieses Buch freute ich mich so sehr. Das Cover und auch der Titel gefielen mir auf Anhieb. Das ganze klang nach einer sehr emotionalen und bewegenden Story.

Der Einstieg ins Buch fiel mir super leicht, ...

Auf dieses Buch freute ich mich so sehr. Das Cover und auch der Titel gefielen mir auf Anhieb. Das ganze klang nach einer sehr emotionalen und bewegenden Story.

Der Einstieg ins Buch fiel mir super leicht, der Schreibstil der Autorin ist locker und sehr flüssig. Gleich zu Beginn lernte ich Mary kennen, ein 16 Jähriges Mädchen, welches ein 3 Monate altes Baby getötet haben soll.

Ich lernte Mary sehr intensiv kennen. Es gab zudem einige Berichte, Protokolle und Zeugenaussagen zu Marys Fall / Tat. Dadurch erhaschte man ein noch besseres Bild auf das ganze und ganze ehrlich? Ich dachte gleich zu beginn das Mary unschuldig ist.

Sie ist so ein liebenswürdiges Mädchen der ich so eine Tat einfach nicht zugetraut hätte.



Man wird zunehmend tiefer in die Story gezogen, das ganze ließ mich nicht mehr los und ich inhalierte Seite um Seite. Marys Mutter ist ein Charakter den ich persönlich überhaupt nicht mochte, diese Frau empfand ich als unmöglich.

Ihr ganzes Verhalten, ihr Verhalten gegenüber Mary, das ganze machte mich unglaublich wütend.



Marys Schicksal ging mir sehr nahe. Mit zu erleben wie viel Leid, Schmerz und Ablehnung sie ertragen musste war fast zu viel. Und was bleibt übrig? Noch mehr Ablehnung, noch mehr Schmerz und noch mehr Verzweiflung.

Ihr Umfeld ist niederdrückend, düster, beklemmend.



Das ganze ging mir persönlich sehr nahe, diese Hoffnungslosigkeit, diese Ausweglosigkeit. Das war echt nicht ohne. Dieses Buch bescherte mir die verschiedensten Emotionen, es war wie eine Berg und Talfahrt. Unglaublich intensiv und verstörend.



Überraschende und unvorhersehbare Wendungen schlugen auf einmal einen anderen Weg ein und ich war sprachlos. Doch das ist nichts gegen das Ende. Leute, das war einer der heftigsten WTF Momente die während eines Buches jemals hatte.



Auf psychologischer Ebene ist dieses Buch der absolute Wahnsinn. Es spielt regelrecht mit der Psyche des Lesers und das macht die Autorin verdammt geschickt. Es fällt mir echt schwer hier die passenden Worte zu finden.



Tja und dann kam das Ende. Es war ein Ende welches ich absolut nicht kommen sah. Es war wie ein Schlag in den Magen. Es zog mir den Boden unter den Füßen weg und ließ mich atemlos zurück.

Ich konnte und wollte es einfach nicht glauben. DIESES Buch ist ein absolutes Meisterwerk! Ich bin schwer beeindruckt.



Fazit:





Mit "Der bittere Trost der Lüge" gelingt Tiffany D. Jackson ein Buch mit einer sehr wichtigen Thematik. Ein Buch welches mich innerlich zerrissen hat und mich bis jetzt nicht mehr losgelassen hat. Immerzu kreisen meine Gedanken um diese Story. Und dann dieses Ende? Ich bin sprachlos, erschüttert und absolut geflasht! Wie viel Leid, Schmerz, Hoffnungslosigkeit und Leere kann ein Mensch ertragen? Dieses Buch sollte man definitiv gelesen haben. Natürlich bekommt es von mir die volle Punktzahl!

Veröffentlicht am 03.06.2020

Ein düsteres Meisterwerk

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Inhalt:

Die mutmaßliche Babymörderin Mary wurde im Alter von neun Jahren zu sechs Jahren Haft verurteilt. Ihr wurde vorgeworfen, das Baby einer Bekannten ihrer Mutter misshandelt und getötet zu haben. ...

Inhalt:

Die mutmaßliche Babymörderin Mary wurde im Alter von neun Jahren zu sechs Jahren Haft verurteilt. Ihr wurde vorgeworfen, das Baby einer Bekannten ihrer Mutter misshandelt und getötet zu haben. Mittlerweile ist sie Teil eines Jugendhilfeprojekts, bei dem straffällige und gewaltbereite Jugendliche resozialisiert werden. Sie trägt eine Fußfessel und darf das Haus gelegentlich verlassen. In der Woche leistet sie fünfundzwanzig Sozialstunden in einem Pflegeheim ab. Dort trifft Mary auf Ted, einem Probanden auf Bewährung, der zu ihrem einzigen Fixpunkt im Leben werden wird. Ted bietet Beistand und Zuflucht. Er versucht nicht, hinter ihre Geheimnisse zu blicken.

In der Wohngruppe hat man sich bis auf Beschimpfungen, Spott und Häme hingegen nichts zu sagen. Prügel und Mobbing gehören zum Alltag. In ihrer generellen Überforderung ziehen sich die Betreuerinnen aus jedem Ärger zurück.

Der Spagat zwischen Vergangenheit und Gegenwart wird endgültig zum Spießrutenlauf, als Mary erfährt, dass sie schwanger ist. Eine Kindsmörderin darf ihr Baby nicht behalten. Sie muss es abtreiben oder nach der Geburt zur Adoption freigeben. Doch Mary möchte nichts lieber, als „die Bohne“, wie sie den Fötus liebevoll nennt, zu behalten. Sie möchte mit ihm und Ted eine Zukunft aufbauen.



Meinung:

Mit „Der bittere Trost der Lüge“, ist das zweite Buch in der neuen All-Age-Sparte des Festaverlages erschienen. Das Buch ist ein Mix aus authentischem Coming-of-Age-Sozialdrama und Milieustudie.

Beginnen wir mit der Protagonistin Mary. Mit fünfzehn Jahren hat das Mädchen ihre Strafe abgesessen. Jeden Tag denkt sie an das, was damals passiert ist. Jede Nacht plagen Mary Albträume. Wenn Mary ihre kurze Jugend resümiert, gibt es nur wenige schöne Erinnerungen. Ihr Stiefvater hat sie jahrelang missbraucht, ihre Mutter ist psychisch erkrankt. Gewalttätigkeit, Putzzwänge, Depressionen, all das lässt sich nur leidlich mit Tabletten eindämmen. Auch an einem normalen Tag wirkt die Mutter überdreht und nicht in der Lage sich mit Problemen auseinanderzusetzen.

Marys Mutter ist kein leichter Charakter. Zwar besucht sie ihr Kind unregelmäßig, und damit zeigt sie sich im Vergleich zu den Müttern der anderen Mitbewohnerinnen der Wohngruppe sogar noch relativ fürsorglich, doch während ihrer Besuche verhält sie sich distanziert. Sie spricht von ihrem nunmehr perfekten Leben, berichtet von ihrem neuen Ehemann, einem reichen Diakon. Sobald Marys Sorgen durchklingen, blockt sie ab. Marys Mutter ist eine scheinheilige Kirchgängerin, die sich als Unsympathin vor dem Herren präsentiert.

Marys Leben war nie ein mit Rosenblättern bedeckter Weg gewesen; die geraubte Kindheit, die lebenslange Scham. Schon früh musste sie lernen, dass sich niemand um sie kümmert, stattdessen musste sie selbst alles tun, um für die Mutter zu sorgen.

Das Buch schafft es, mit dieser realistisch wirkenden Protagonisten zu einer spannenden Charakterstudie zu werden. Die Autorin zeigt ein tiefergreifendes Interesse an der Psyche von Tätern und ihren Opfern sowie an den darin begründeten Ursachen sowie den schwerwiegenden Folgen.

Die Figuren des Buches begegnen sich fast ausschließlich in existenziellen Situationen. Das Buch ist Thriller und Moralstücke in einem. Jenseits von Schwarz und Weiß.

Obwohl Ermittlungen oder verzwickte Handlungen nicht die Hauptrolle spielen, zeichnet die Erzählung eine unglaubliche Spannung aus. Hauptsächlich liegt das an der Genauigkeit, mit der soziale Kontexte der Figuren und ihres Umfeldes mitgeteilt werden.



Fazit:

Tiffany D. Jackson schreibt mit, „Der bittere Trost der Lüge“ ein düsteres Meisterwerk, das Genregrenzen überwindet und eine präzise Charakterstudie darstellt.
Freilich bekommt der Leser nichts geschenkt. Es wird ihm einiges abverlangt: Eine Tour de Force durch ein Dickicht einer beängstigenden Familiendramatik.

Frei von Sentimentalität und Moralisierung legt Tiffany D. Jackson ein Brennglas über das Leben wirklich gestrafter Menschen. Nie nimmt sie ihre Leser bei der Hand und führt sie behutsam und mit direkten Verweisen unterstützend auf die „richtige Spur“. Vielmehr muss - ähnlich wie im wahren Leben - der Leser auch hier selbst über das Geschehen urteilen.

Das Buch ist in vielerlei Hinsicht lesenswert.

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Veröffentlicht am 26.05.2020

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Hier hat mich nicht wie so oft das Cover angesprochen, sondern der Klappentext. Dieser hat sich so interessant angehört, dass ich unbedingt das Zweite Buch aus dem neuen All Age Bereich des Festa Verlags ...

Hier hat mich nicht wie so oft das Cover angesprochen, sondern der Klappentext. Dieser hat sich so interessant angehört, dass ich unbedingt das Zweite Buch aus dem neuen All Age Bereich des Festa Verlags lesen wollte.

Mary war 9 Jahre alt, als sie des Totschlags schuldig befunden wurde und in ein Gefängnis kam. Nun 6 Jahre später ist sie in einer Wohngruppe für straffällige Teenager untergebracht. Wer nun denkt, dies sei eine große Verbesserung, nicht wirklich. Wobei Mary bestimmt froh über die neuen Freiheiten ist. Aber als Außenstehender ist diese Wohngruppe, mit seinen Inkompetenten Betreuern kein schöner Anblick. Doch verdient Mary dies nicht, immerhin hat sie ein 9 Monate altes Baby umgebracht, ist es da nicht gerecht, dass sie in so einem Loch untergebracht wurde?

Doch was, wenn sie das gar nicht war? Wenn sie unschuldig ist und nur ein Opfer ihrer eigenen Mutter? Bis dato war es Mary egal, was die Leute über sie denken, doch nun ist sie schwanger und die wollen ihr ihr Baby wegnehmen. Eine verurteilte Kindsmörderin kann doch kein Baby aufziehen, doch vielleicht war sie es ja gar nicht?

Gleich auf den ersten Seiten konnte mich die Geschichte für sich einnehmen, ich hing nur so an den Seiten. Das Buch habe ich innerhalb von 2 Tagen verschlungen, denn ich wollte unbedingt wissen, wie die Geschichte endet. Mary ist nicht sicher in ihrer Unterkunft und so kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen und die Spannung wird gut gehalten. Außerdem werden einige kritische Aspekte miteingebracht, was das amerikanische Strafsystem angeht und auch in Bezug auf das Thema Rassismus.

Es gab so einige Szenen, in denen ich am liebsten in das Buch gesprungen wäre, weil ich mich so geärgert habe. Das Fürsorgesystem kommt hier nicht gut weg. Gleichzeitig zeigt das Buch auch, was passiert, wenn Institutionen versagen, wenn ein Kind, welches den Schutz der Erwachsenen braucht, diesen nicht erhält.

Ein besonderer Reiz an der Geschichte war für mich, dass der Leser lange im Dunkeln gelassen wird. Ich fragte mich immer wieder, ob Mary wirklich unschuldig ist. Eigentlich ja logisch, oder? Welches 9-jährige Kind bringt schon ein Baby um, doch wäre es nicht ein toller Plot Twist, wenn sie es doch war? Oder wenn man nun denkt, sie wäre es gewesen und dann am Ende kommt raus, sie war es doch nicht. Ihr merkt, hier kann und soll der Leser sich selbst Gedanken machen. Na, neugierig, ob Mary unschuldig ist?

Fazit:
Ich war gespannt auf mein erstes Festa All Age Buch und wurde nicht enttäuscht. Auf der einen Seite ist es so typisch Festa und dann auch wieder nicht (kein Sex, Splatter, Horror etc.). Doch finde ich, kratzt es an einer Grauzone des moralischen Empfindens, welches einen zum Nachdenken bringt und sticht somit heraus.
Mary ist sehr gut dargestellt, wirkt echt und authentisch und die Geschichte, so brutal sie auch ist, wie aus dem Leben gegriffen. Man weiß, so etwas passiert wirklich und das macht es noch bedrückender.
Große Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 22.11.2021

Tolles Buch mit ganz kleinen Schwächen

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Für mich was "Der bittere Trost der Lüge" das zweite Buch der Autorin und wie von ihr gewohnt war der Schreibstil auch hier wieder genial. Ich finde es toll, wie gefühlvoll und emotional sie ihre Protagonistinnen ...

Für mich was "Der bittere Trost der Lüge" das zweite Buch der Autorin und wie von ihr gewohnt war der Schreibstil auch hier wieder genial. Ich finde es toll, wie gefühlvoll und emotional sie ihre Protagonistinnen immer beschreibt, wie sie das ganze Buch mit Leben füllt und dazu eine Geschichte erzählt, die so wahnsinnig real ist. Vor allem in den USA gibt es sicher viele Mädchen wie Mary, vielleicht nicht mit derselben Geschichte, aber mit ähnlichen Problemen aufgrund ihrer Hautfarbe. Dieses Buch vermittelt ein so wichtiges Thema, das einen nachdenklich zurücklässt. Was mir so ein bisschen gefehlt hat war der Überraschungsmoment, im Mittelteil plätschert es so ein bisschen vor sich hin, zum Ende hin ändert sich das dann aber wieder. So gut das Buch auch war, für mich bleiben so viele ungeklärte Fragen. Die Geschichte endet ziemlich abrupt, für mich war der Abschluss nicht wirklich gelungen. Trotzdem hat es Spaß gemacht das Buch mit diesem wichtigen Thema zu lesen.

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