Cover-Bild Die heilige Henni der Hinterhöfe
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22,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Kampa Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: allgemein und literarisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 256
  • Ersterscheinung: 27.08.2020
  • ISBN: 9783311100263
Tim Krohn

Die heilige Henni der Hinterhöfe

Als Henni Binneweis 1902 das Licht der Welt erblickt, herrscht Wilhelm II. noch über Preußen und Kaiserreich. Die Frauen tragen Krinoline und arbeiten am heimischen Herd. Und ein Mädchen, das im Hinterhof einer Mietskaserne am Prenzlauer Berg aufwächst, sollte nicht zu viel vom Leben erwarten. Aber Henni wird an ihrem vierten Geburtstag geweissagt, dass sie zu Höherem »jeborn« sei, und daran glaubt sie fortan felsenfest. Im Jahr 1914 geht es so richtig los: Der Kaiser erklärt den Serben den Krieg. Das allein ist schon ein Abenteuer. Vor allem aber zerstört der Weltkrieg die alte Ordnung, und eine neue ist nicht in Sicht. Inmitten der revolutionären Tumulte schlägt Henni sich geschickt durch den Alltag. Und weil sie so kess wie hübsch ist, tanzt sie sich schon bald durch die rauschhaften Nächte und hinauf auf die Bühnen der Varietés, wo es munter drunter und drüber geht. Auch zu Hause am Prenzl- berg bleibt kein Stein auf dem anderen. Mama Binneweis ist Jüdin, was nun immer häufiger zur Sprache kommt, die Familie droht zu zerbrechen. Und plötzlich ändert sich auch für Henni alles. Doch Henni wäre nicht Henni, nähme sie nicht den Kampf auf gegen das, was sich unaufhaltsam zu einem bedrohlichen Sturm zusammenbraut.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.09.2020

Muss ich die Story jetzt als gegeben hinnehmen?

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Die heilige Henni der Hinterhöfe hat mich ein wenig enttäuscht und ich kann nicht einmal sagen warum. Gut, ich bin schon erschrocken, als es bei mir eintraf, denn es war ziemlich klein und schmal. Ich ...

Die heilige Henni der Hinterhöfe hat mich ein wenig enttäuscht und ich kann nicht einmal sagen warum. Gut, ich bin schon erschrocken, als es bei mir eintraf, denn es war ziemlich klein und schmal. Ich hatte irgendwie ein dickeres Buch mit mehr Seiten erwartet. Aber die Dicke eines Buches sagt ja nix über den Inhalt aus, also habe ich mich an das Lesen der Geschichte über dieses naive, freche und (typisch berlinerisch eben) etwas schnoddrige Mädchen gemacht. Dabei habe ich festgestellt, dass die Protagonisten im Roman so sprechen, wie es zu der Zeit wohl üblich war (1910er/1920er Jahre). Auch kein Problem, da konnte man sich drauf einstellen.
Vielleicht waren es die menschlichen Abgründe, die sich in der Geschichte auftaten und dass es mir immer irgendwie so vorkam, als ob die Protagonisten nur mit den Schultern zucken und alles als gegeben hinahmen, egal, worum es sich gehandelt hat. Zum Beispiel dass Henni und ihr Bruder in Kindertagen einen Mitbewohner angeschwärzt hatten, er wäre ein Spion oder das Hennis Vater hinnimmt, dass die Männer seiner Plöner Töchter abfällig über seine Frau sprechen, weil die Jüdin ist und auch das Ende kam mir so vor, als wird es halt als gegeben hingenommen. Im Buch gab es noch mehr solcher Stellen, wo ich die Protagonisten hätte schütteln mögen, aber es leider nicht konnte. Auch dass die Eltern nicht in Hennis Lotterleben eingreifen, wie normale Eltern das eben tun... Lassen wir das. Lest selbst.
Die heilige Henni der Hinterhöfe ist leider keine Geschichte, die in mir lange nachhallen wird. Finde ich persönlich sehr schade, muss ich wohl aber als gegeben hinnehmen. 🤷‍♀️

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