Cover-Bild Finstere Havel
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13,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Emons Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: allgemein und literarisch
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 304
  • Ersterscheinung: 18.03.2021
  • ISBN: 9783740811419
Tim Pieper

Finstere Havel

Kriminalroman
Ausgefeilte Krimispannung vor traumhafter Kulisse.

Ein Auto wird aus der Havel geborgen, am Steuer eine tote Frau. Beging sie Selbstmord, war es ein Unfall oder wurde sie umgebracht? Die Ermittlungen führen Hauptkommissar Toni Sanftleben in den Naturpark Westhavelland, wo die Biologin an einem großen Flussprojekt mitarbeitete und in ihrer Freizeit den Nachthimmel erforschte. Doch am dunkelsten Ort Deutschlands ist es so finster, dass man die Gefahr nicht kommen sieht.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.04.2021

Wenn die idyllische Landschaft trügt

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Meine Meinung und Fazit:

Endlich wieder ein Fall um Toni Sanftleben, so habe ich gedacht, als ich von der Buchankündigung gehört habe. Ich mag die Reihe um Toni und seine Ermittler sehr, irgendwie ist ...

Meine Meinung und Fazit:

Endlich wieder ein Fall um Toni Sanftleben, so habe ich gedacht, als ich von der Buchankündigung gehört habe. Ich mag die Reihe um Toni und seine Ermittler sehr, irgendwie ist es, als würde ich dies kennen. Das liegt garantiert daran, dass Tim Pieper die Situationen gelungen einfangen kann, so dass alles echt wirkt.

Bei diesem Fall entführt uns Tim Pieper in die idyllische Havellandschaft ind zeigt auf, dass das Wunder der Natur nicht weit wegliegt. Wer wollte nicht schon immer die Sterne beobachten? Neben dem Krimigeschehen erfährt man noch sehr viel nützliches und das macht die Bücher von Tim Pieper so besonders.

Ein hochsensibles Opfer wird eingesperrt in ihrem Auto in der Havel gefunden. Handelt es sich nur um einen unglücklichen Unfall? Stück für Stück kommen wir der Wahrheit näher und gelungen fand ich, dass man als Leser immer an den Gedanken des Opfers teilnehmen konnte. Die Kapitel haben sich immer abgewechselt.
Ein Opfer was einem nur leid tun kann. Rückblickend hatte für Melanie niemanden positive Gefühle, sicher war sie in ihrer Art anders, vielleicht auch anstrengend. Aber sie hat niemanden was getan. Alle die mit ihr im näheren Umfeld zu tun hatten, haben immer nur an ihren Vorteil gedacht und teilweise nicht realisiert, was sie getan haben bzw. kein Schuldverständnis. Ein sehr spannender und gut recherchierter und aufgeklärter Kriminalroman.

Toni erfährt erneut privates Gluck mut Caren, aber auch Angst durch bekannte Personen. Fur mich zeigt dies auch, wie sehr er sich Caren verbunden fühlt. Besonders gut kommen Tonis Gedanken und Handeln in folgenden Zitat von
Seite 113 rüber: "Er hasste Leute, die sich an Schwächeren vergingen. Das war einer der Gründe, weshalb er Polizist blieb. In seinem Job zog er diese Typen zur Rechenschaft und ließ den Opfern Gerechtigkeit widerfahren.
Eine weitere wichtige Person ist für mich Phong. Er ist mir schon lange ans Herz gewachsen, so ein Typ, den man gern haben muss, trotz seiner Nerd-Eigenschaft und seinem Äußeren. Phong bekommt immer mehr Raum und er behauptet sich. Zitat von Seite 225: "... So energisch und tatkräftig war er noch nie aufgetreten. Es schien fast so, als hätte die Enttäuschung ungeahnte Talente in ihm freigesetzt. Manchmal waren Fehlschläge der Beginn von etwas Neuem. Vielleicht erlebte er gerade einen Wendepunkt. Es wäre ihm zu wünschen." Da zeigt es sich, dass man sich nur selbst ändern kann. Andere können Tipps geben, einen etwas stupsen, aber man muss selbst starten und den ersten Schritt setzen.

Ein weiterer gelungener Teil der Reihe, sehr zu empfehlen. Gerne spreche ich eine Leseempfehlung aus.

Mein Dank geht an Tim Pieper für diesen neuen Fall, dass ich wieder mit Toni ermitteln durfte und für das bereitgestellte Rezi-Exemplar und die schöne Widmung.

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Veröffentlicht am 02.04.2021

Bitterer Tod unter den Sternen

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Seitdem ich das Vorgängerbuch durch einen Zufall in die Hände bekam und voller Begeisterung gelesen habe, bin ich Fan dieser Reihe. Sicherlich hilft es, wenn man die Reihe schon komplett kennt, aber auch ...

Seitdem ich das Vorgängerbuch durch einen Zufall in die Hände bekam und voller Begeisterung gelesen habe, bin ich Fan dieser Reihe. Sicherlich hilft es, wenn man die Reihe schon komplett kennt, aber auch als Quereinsteiger macht das Buch großen Lesespaß. Die Figuren sind richtige Charaktere, die einem schnell ans Herz wachsen. Man fiebert richtig mit und ist voll im Geschehen. Die wunderbare Natur, die der Autor ganz herrlich und authentisch beschreibt, macht nicht nur Lust darauf, das Buch zu lesen, sondern auch, nach Brandenburg und an die Havel zu Reisen. Liest man Sätze wie "Die nächtliche Stille hatte sie stets umarmt wie ein liebevoller Freund", kann man nicht anders, als auch dort sein und das erleben zu wollen.

Abgesehen von der Atmosphäre und den manchmal schon poetischen Zeilen, ist der Krimi auch wieder richtig spannend. Es ist nicht blutig oder brutal, sondern aus dem Leben gegriffen. Die eigentliche Hauptfigur ist eine tragische Figur, die man zu gerne getröstet und in den Arm genommen hätte. Nachzuvollziehen, warum sie sterben musste, fand ich sehr spannend und berührend.

Gut gefallen hat mir auch, dass man die Ermittlungen mitverfolgen kann und zugleich auch die Eigenheiten der Polizisten und ihr Privatleben eine Rolle spielen. Das macht das Ganze so authentisch und lesenswert. Gut zu wissen, dass der nächste Band schon geplant ist! Ich freue mich auf das Wiedersehen!

Veröffentlicht am 31.03.2021

Ein Pageturner!

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Der Prolog zeichnet ein düsteres, beklemmendes Bild, und man ist sofort mittendrin im Geschehen. Was steckt hinter dem Tod einer jungen Frau, die nachts mit ihrem Auto in die Havel gerollt ist? War es ...

Der Prolog zeichnet ein düsteres, beklemmendes Bild, und man ist sofort mittendrin im Geschehen. Was steckt hinter dem Tod einer jungen Frau, die nachts mit ihrem Auto in die Havel gerollt ist? War es ein Unfall? Wieso tat Melanie Berndt nichts zu ihrer eigenen Rettung? War sie vielleicht zum Zeitpunkt, als sie mit ihrem Auto unterging, bereits tot oder beging sie Selbstmord? Fragen über Fragen stürzen auf Toni Sanftleben ein, als er morgens zum Fähranleger an die Havel gerufen wird, wo Einsatzkräfte bereits das Fahrzeug und die Tote geborgen haben. Mit der ihm eigenen Gewissenhaftigkeit und mit Scharfsinn macht er sich an die Ermittlungen. Aber er kann nicht immer die Ruhe bewahren, denn es hat den Anschein, als würde ihn die Vergangenheit einholen, und es geschehen Dinge, die ihm persönlich nahe gehen und durch die er sich fast zu unbedachten Reaktionen hinreißen lässt.
Dies ist bereits der fünfte Fall für Toni Sanftleben und seine Kollegen. Auch diesmal hat mich wieder die tolle Zusammenarbeit und Professionalität fasziniert, mit der das gut eingespielte Team zu Werke geht. Allerdings ist der Teamgeist nicht durchwegs ungebrochen, denn persönliche Befindlichkeiten der Kollegen und Zwischenmenschliches aus Tonis direktem Umfeld bringen zwar einige Turbulenzen, dabei aber weitere, interessante Aspekte in die Handlung.
Realistisch dargestellte Charaktere, plastisch beschriebene Schauplätze und gut durchdachte Ermittlungen haben mir wieder ein tolles Lesevergnügen bereitet. Schnelle Einsätze und überraschende Wendungen sowie ein hoher Spannungsbogen machen diese Story zum Pageturner.
Wer die Krimis von Tim Pieper, die alle im malerischen Havelland spielen, noch nicht kennt, der könnte jederzeit auch bei diesem fünften Band einsteigen, denn die wichtigsten Punkte der Vorgeschichte werden zwischendurch erwähnt. Ich empfehle jedoch, alle fünf Bücher in der chronologischen Reihenfolge zu lesen, denn das erhöht die Spannung und den Lesespaß ungemein. Von mir gibt es für diesen brillanten Krimi eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 31.03.2021

Spannend und Interessant

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Hauptkommissar Toni Sanftleben wird zu einem neuen Fall gerufen. Eine junge Frau wurde samt ihrem Auto aus der Havel geborgen, alles sieht nach Selbstmord aus, aber ist es das auch? Toni und sein Team ...


Hauptkommissar Toni Sanftleben wird zu einem neuen Fall gerufen. Eine junge Frau wurde samt ihrem Auto aus der Havel geborgen, alles sieht nach Selbstmord aus, aber ist es das auch? Toni und sein Team begeben sich auf Spurensuche. Schnell stellt sich heraus, dass die junge Frau Biologin war und an einem großen Flussprojekt mitgearbeitet hat. Hatte sie etwas zu verbergen? Warum ist sie Tod?

Mit „Finstere Havel“ liegt jetzt schon Band 5 dieser Reihe vor und wieder gibt es einen spannenden Fall zu klären. Ich mag diese Reihe sehr gern lesen. Tim Pieper schreibt in seiner eigenen unaufgeregten Art Krimis, die zum Nachdenken anregen. In diesem vorliegenden Fall kann man die weitere Havellandschaft erkunden.

Nicht nur der Fall in sich ist spannend aufgebaut, auch erzählt der Autor hier von dem Umweltschutz in dieser Region. Ich finde es gut, wenn man so ganz nebenbei noch etwas lernen kann. Natürlich ist die Auflösung dieses Falles im Vordergrund. Die Spuren hat Tim Pieper wie eigentlich immer, gekonnt gelegt. Sie führen so nach und nach zu dem Täter und klären das wieso und weshalb und sind dabei aber nicht zu offensichtlich, sodass es immer wieder Spaß macht, mit zurätseln und Spuren zu entschlüsseln.

Auch das Privatleben von Toni Sanftleben wird geschildert und kommt nicht zu kurz. Mir gefällt gut, wie man beim Lesen so nach und nach mitansehen kann, wie er in seinem Leben weiter vorankommt. Natürlich entwickeln sich auch seine Kollegen weiter und verändern sich.
Der Autor versteht es geschickt, dass Privatleben der Protagonisten mit der eigentlichen Tat zu verbinden und lässt so ein Gesamtbild der Charaktere entstehen. Ich finde es zudem gut, dass nichts im Leben des Hauptkommissars vorhersehbar ist. Weder was den Fall betrifft noch sein eigenes Leben oder das seiner Kollegen. Der Erzählstil von Tim Pieper ist dabei leicht und locker zu lesen. Mir geht es jedes Mal so, dass ich einmal begonnen nicht mehr das Buch zur Seite legen mag.

Fazit:

„Finstere Havel“ ist ein spannender Krimi nicht nur mit einem interessanten Fall, sondern sorgt auch mit Hintergrundwissen über das Havelland für gute Unterhaltung. Leider war auch dieser Krimi viel zu schnell ausgelesen und nun heißt es wieder warten, bis zum nächsten Fall von Toni Sanftleben.

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Veröffentlicht am 30.03.2021

Ein vermeintlicher Selbstmord entpuppt sich als kniffliger Fall für Toni Sanftleben und sein liebeskrankes Team

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Mit diesem Buch legt der Autor Tim Pieper den inzwischen bereits fünften Band seiner Reihe um Toni Sanftleben von der Kriminalpolizei Potsdam vor und konnte mich dabei auch diesmal wieder auf ganzer Linie ...

Mit diesem Buch legt der Autor Tim Pieper den inzwischen bereits fünften Band seiner Reihe um Toni Sanftleben von der Kriminalpolizei Potsdam vor und konnte mich dabei auch diesmal wieder auf ganzer Linie überzeugen und begeistern.

Vorkenntnisse aus den ersten vier Bänden sind hier nicht erforderlich, da alle erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte gut in die laufende Handlung eingebunden werden, ohne den Lesefluss zu stören. Lesen sollte man diese Bände aber dennoch, weil sie ebenfalls beste Krimiunterhaltung bieten.

Als ein Auto aus der Havel gezogen wird, hinter dessen Steuer eine tote Frau sitzt, ist zunächst unklar, ob es sich hier um einen Mord, einen Unfall oder gar um einen Selbstmord handelt. Je tiefer die Ermittler in die Geschichte der Toten eindringen, auf umso mehr Ungereimtheiten und mögliche Motive stoßen sie. Ein kniffliger Fall, der Toni vor ziemliche Rätsel stellt. Das sich sein Team gerade im kollektiven Liebeswahn befindet und seine Freundin, die Staatsanwältin Caren Winter, spurlos verschwindet, macht die schwierigen Ermittlungen auch nicht wirklich einfacher.

Auch dieser Band überzeugt durch einen packenden Schreibstil und bietet eine gut aufgebaute Geschichte mit sorgfältig charakterisierten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen und mit einem ausgeklügelten Fall, der am Ende überzeugend aufgelöst wird und dabei für die eine oder andere Überraschung gut ist.

Neben den aktuellen Ermittlungen werden auch immer wieder Kapitel aus der Sicht des späteren Opfers eingestreut, die dann auch so manche Aussage in einem etwas anderen Licht dastehen lassen. In diesem Dickicht aus Lüge und Täuschung ist es für die wackeren Ermittler nicht wirklich einfach, den Überblick zu behalten und dem Täter am Ende auf die Spur zu kommen.

Ein toller Kriminalroman aus einer Reihe, die meiner Meinung nach mit jedem Band besser wird und hoffentlich noch einige Fortsetzungen nach sich ziehen wird.

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