Cover-Bild Die ganze Wahrheit über Münchhausen & Co.
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24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Benevento
  • Themenbereich: Biografien, Literatur, Literaturwissenschaft - Biografien und Sachliteratur
  • Genre: Sachbücher / Religion & Philosophie
  • Seitenzahl: 288
  • Ersterscheinung: 20.05.2020
  • ISBN: 9783710901027
Tina Breckwoldt

Die ganze Wahrheit über Münchhausen & Co.

Über 300 Jahre Lügengeschichten
Wer steckt hinter der Figur des Lügenbarons? Hatte Münchhausen andere Erzähler zum Vorbild, gab es gar eine Theorie des Lügens? Lassen sich die Lügengeschichten von damals mit den Fake News von heute vergleichen? Und kann man am Ende überhaupt eine wahrhaftige Biografie über Münchhausen schreiben?
Tina Breckwoldt begibt sich auf Spurensuche, gräbt längst verschollene Kulturschätze aus und versammelt die unglaublichsten Flunkereien. Auf diese Weise entfaltet sich eine facettenreiche Geschichte, nicht nur des Lügenbarons, sondern der Lüge schlechthin. Sie reicht von Lukian über Erich Kästner bis in die Gegenwart und zeigt, welchen unglaublichen Siegeszug der Baron auf der Kanonenkugel weltweit unternommen hat.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.05.2020

(v)erdichtete Lebensgeschichte, Betrachtungen zu Quellen, Vorläufern und Nachahmern und mehr

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Tina Breckwoldt hat zum 300. Geburtstag des "Lügenbarons" enormes Wissen über Münchhausen und Co zusammen getragen, in einer Informationsfülle, die ihresgleichen sucht.

Nicht nur die interessante Biografie ...

Tina Breckwoldt hat zum 300. Geburtstag des "Lügenbarons" enormes Wissen über Münchhausen und Co zusammen getragen, in einer Informationsfülle, die ihresgleichen sucht.

Nicht nur die interessante Biografie des Hieronymus Carl Friedrich von Münchhausen wird genauestens aufgezeigt, sondern einzelne Erlebnisse mit Inhalten seiner Erzählungen abgeglichen und offensichtlich scheinen die Lügengeschichten gar nicht so verwerflich, sondern eine beliebte Kunst des ausschweifenden und fesselnden Geschichtenerzählens. Zudem stammen gar nicht mal alle Ideen und Kerne der fesselnden Geschichten von ihm, sondern wurden zum Teil schon in der Antike weitererzählt, unterschiedlich ausgeschmückt. Spannend fallen die Betrachtungen zu dem, was man unter Lügen im Laufe der Zeit verstand und wie man sie bewertete, aus. Sehr interessant fand ich die Gegenüberstellungen von Quellen und Nachahmern bzw. die Jahrhunderte überlebenden Motive und Idee.
Tina Breckwoldt widmet sich zudem ganz ausführlich der Literatur und Filmgeschichte, in der Münchhausen als Idee und Ikone für regen Zuspruch sorgte, seinen es die Schriften verschiedener Autoren oder die beiden Verfilmungen, wobei mich die Ausführungen zu Kästners Arbeit in diesem Zusammenhang besonders ansprachen.

Das ansprechende, enorm ausführliche Buch beleuchtet das Leben und Phänomen Münchhausen so vielfältig und wurde zudem ausgesprochen schön illustriert mit beispielsweise verkleinerten Kupferstichen oder handschriftlichem "Originaltexten". Auch, wenn man Details in der Größe nicht erkennt oder Handschriften nicht entziffern kann, wirken sie sehr dekorativ und ergänzen die Texte sehr schön.

Insgesamt sehr interessantes und gut recherchiertes, kurzweilig zu lesendes Buch.

Veröffentlicht am 30.05.2020

Auf den Spuren des Lügenbarons

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Den 300. Geburtstag des als „Lügenbaron“ bekanntgewordenen Hieronymus Carl Friedrich von Münchhausen hat sich Tina Breckwoldt zum Anlass genommen, um wirklich einmal die ganze Wahrheit über derer von Münchhausen, ...

Den 300. Geburtstag des als „Lügenbaron“ bekanntgewordenen Hieronymus Carl Friedrich von Münchhausen hat sich Tina Breckwoldt zum Anlass genommen, um wirklich einmal die ganze Wahrheit über derer von Münchhausen, den Lügenbaron selbst und all seine Geschichten aufzutischen.
Fundierte Recherche und sehr gut aufbereitete Daten sind hier in eine kurzeilige Lebensgeschichte eingebettet, die wirklich keine Fragen mehr offen lässt. Da gibt es Einblicke in das Familienleben, die Verwandtschaftsverhältnisse und die Liebschaften.
Die Autorin weiß die Leserschaft mit interessanten Fakten an die Seiten zu fesseln und so ein lebendiges Bild des Mannes zu projizieren, der mit seinen Geschichten heute noch Jung und Alt begeistert. Von Münchhausen ist ein richtig guter Geschichtenerzähler, hat eine blühende Fantasie und weiß mit gewissen Ausschmückungen auch noch die allerkleinste Szene so gekonnt zu präsentieren, dass man ihm regelrecht an den Lippen hängt und seinen Erzählungen lauscht.
Die als Schimpfwort verunglimpfte Bezeichnung „Lügenbaron“ sehen selbst seine Nachfahren nicht als Beschimpfung, sondern als Auszeichnung und es ist eine Ehre, mit dem wohl bekanntesten Geschichtenerzähler der Welt verwandt zu sein.
Doch sind wir mal ehrlich – was von Münchhausen einst in die Welt hinausgetragen hat, sind heute kleine und größere Alltagslügen, Fake-News und somit gang und gäbe. Ein prominentes Vorbild also, dass man sich immer wieder gerne, wenn auch unbewusst, zu Nutzen macht. Ist es denn so viel einfacher, heute in der digitalen Welt eine Lüge zu verbreiten als damals? Diese Frage habe ich mir oft gestellt.
Die Geschichte Münchhausens hat es sogar bin in Film und Oper geschafft, selbst Filmgrößen wie Hans Albers und Hans-Joachim Kulenkampff können sich der Anziehungskraft der Geschichte nicht entziehen.
Disney huldigt in der Entenhausener Weltbibliothek den Geschichtenerzähler und ermöglicht so Kindern und Kindgebliebenen den Zugang zu Münchhausen.
Das Buch wird abgerundet durch das Vorwort von Matthias Freiherr von Münchhausen, zahlreichen Bildern aus dem Leben von Münchhausen, Schriftverkehr, einem Personenglossar und einem ausführlichen Quellenverzeichnis.
Tina Breckwoldt hat dem „Lügenbaron“ ein wundervolles Geburtstagsgeschenk gemacht, denn so nah ist man Hieronymus Carl Friedrich von Münchhausen wohl noch nie gekommen.


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