Cover-Bild Raubtieraugen
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14,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Knaur Taschenbuch
  • Themenbereich: Belletristik - Horror: Zeitgenössisch
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 432
  • Ersterscheinung: 02.11.2021
  • ISBN: 9783426527061
Tobias Quast

Raubtieraugen

Horrorthriller

Ein düsteres Schloss im Moor, ein grausames Geheimnis und ein Albtraum, aus dem es kein Erwachen gibt:
Gekonnt lässt Tobias Quast in seinem Horror-Thriller »Raubtieraugen« die anfängliche leise Beunruhigung zu wahrem Grauen anwachsen.

In London scheint der Münchner Julius am Ziel seiner Träume angekommen – doch dann steht er plötzlich ohne Job und ohne Wohnung da, und das ausgerechnet, als seine 6-jährige Tochter Emilia zu Besuch ist. Ein glücklicher Zufall beschert den beiden eine Einladung auf Wargrave Castle, den Familiensitz der Hardings in den North York Moors.
In dem düsteren Schloss verschwindet jedoch nicht nur Juliusʼ Handy spurlos und er hört Schritte, wo niemand ist: Die Hardings sind so begeistert von Emilia, dass Julius seine Tochter kaum noch zu Gesicht bekommt. Was dann geschieht, übersteigt selbst seine finstersten Albträume …

Der Horror-Thriller punktet nicht nur mit der unheimlichen Atmosphäre eines alten englischen Schlosses, in dessen zugigen Gemäuern sich mehr als ein Geheimnis verbirgt – er überrascht am Ende auch gekonnt mit einem echten Twist.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.01.2022

Einfach nur genial

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So ein schaurig, geniales Buch.
Es gibt zwei Erzählstränge. Zum einen gibt es den Erzählstrang in der Nachkriegszeit in München & zum anderen der Erzählstrang zu Weihnachten, zu der heutigen Zeit, in ...

So ein schaurig, geniales Buch.
Es gibt zwei Erzählstränge. Zum einen gibt es den Erzählstrang in der Nachkriegszeit in München & zum anderen der Erzählstrang zu Weihnachten, zu der heutigen Zeit, in North York Moors in England spielt.

Es geht um Julius er lebt & arbeitet in London. Bis seine Pechsträne beginnt & er alles verliert. Dann aber scheint er wieder etwas Glück zu haben. Als er Philipp Hardings kennenlernt. Die Hardings laden Julius & seine sechs jährige Tochter Emilia zu sich auf Wargrave Castle ein. Aber auch hier scheint nicht alles mit rechten Dingen zuzugehen. Emilia ist fast nur mit den Hardings zusammen. Was wollen Agatha, die Mutter von Philipp,  & Philipp wirklich? Was führen die beiden nur im Schilde? Für Julius ist es der pure Albtraum.

Dann ist da noch der Erzählstrang der Nachkriegszeit. Hier steht eine junge Frau aus München im Mittelpunkt des Geschehens. Ein brutaler Mörder treibt sein Unwesen in der Stadt. Nur eine Frau scheint den Täter erkannt zu haben. Doch diese ist verwirrt & sie spricht nicht. Wie das alles zusammenhängt? LESEN!

Tobias Quast hat einen sehr spannenden, fesselnden, manchen brutalen, schnellen & bildhaften Schreibstil. Die beiden Handlungsstränge haben mich sehr gut an das Buch gefesselt. Bis zum Schluss wurde ich sehr gut unterhalten.
Dieses Buch einfach LESEN, LESEN & LESEN!

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Veröffentlicht am 07.11.2021

diesem Horrorthriller kriecht der Wahnsinn aus allen Poren

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Als ich „Raubtieraugen“ von Tobias Quast das erste Mal gesehen habe, war es Liebe auf den ersten Blick und ich musste es unbedingt lesen.
Doch seid gewarnt: Dieses Buch hält, was es verspricht. Unfassbar ...

Als ich „Raubtieraugen“ von Tobias Quast das erste Mal gesehen habe, war es Liebe auf den ersten Blick und ich musste es unbedingt lesen.
Doch seid gewarnt: Dieses Buch hält, was es verspricht. Unfassbar spannend, gruselig, nervenaufreibend und absolut atmosphärisch.
Definitiv nichts für schwache Nerven.
Eigentlich die perfekte Lektüre zu Halloween.
Sein Schreibstil ist fesselnd, bildgewaltig und absolut mitreißend.
Ein Buch das zwar zunächst mit sehr vielen mystischen Elementen punktet, bei dem das eigentliche Grauen aber stetig durchsickert.
Hervorheben muss ich wirklich die Charaktere.
Auch wenn man tatsächlich die meiste Bindung zu Julius und einer namenlosen Frau aufbaut. Aufgrund dessen weil man von beiden die Perspektive erfährt, was ihnen gleichzeitig sehr viel Tiefe und Intensität verleiht.
Julius hat mir unglaublich gut gefallen. Er ist herrlich normal und scheint das Pech förmlich anzuziehen. Aber ich mochte seine ganze Art einfach total gern. Auch wenn er ziemlich gutgläubig und naiv handelt.
Was wohl mit an seiner Verzweiflung und Hilflosigkeit liegt. Denn es ist schon heftig ,was ihm in so kurzer Zeit widerfährt. Das dies nicht normal sein kann, liegt quasi auf der Hand. Hinnehmen muss man es trotzdem.
Ertragbar ist das nicht mal ansatzweise.
Da konnte ich unglaublich gut nachvollziehen, dass er quasi den letzten vorhandenen Strohhalm ergriffen hat.
Die namenlose Frau dagegen übte auf mich einen unglaublichen Sog aus. Ich mochte sie, ich litt mit ihr und gleichzeitig spürte ich, wie der Wahnsinn immer mehr Besitz von ihr ergriff und aus ihr heraus sickerte.
Doch ist es tatsächlich der Wahnsinn, der aus ihr spricht?
Auch die Nebencharaktere waren absolut authentisch und einfach sehr gut gezeichnet, ich konnte sie wahnsinnig gut greifen und ihre Lebendigkeit spüren.
Überrascht war ich wirklich, dass die Geschichte auf zwei Zeitebenen spielte, was ich richtig genial und interessant empfand.
Es spielte 1945 in München und 2016 in London. Es sind immer abwechselnd erzählte Handlungsstränge.
Dadurch das es oft am Ende einen Cliffhanger gibt, ist es extrem gut aufgebaut.
Dazu das Setting rund um das geheimnisvolle Anwesen, das recht düster und mystisch wirkt. Als wäre es von einer anderen Welt. So bisschen hat mich das Ganze an die Edgar Wallace Filme erinnert. Der Autor versteht es gekonnt das Setting mit sehr bildhaften Details zu versehen, was gleichermaßen beklemmend und beängstigend ist.
Weil wirklich stetig das Grauen durch die Adern kroch, du aber keine Ahnung hast, woher das kommt. Zudem stieg die nervliche Anspannung stetig.
Recht früh hatte ich schon eine kleine Vermutung, womit ich aber komplett daneben lag.
Denn irgendwie mussten ja die beiden Handlungsstränge zusammenfinden ,da blieb nicht allzu viel Spielraum.
Mich haben beide Zeitebenen gleichermaßen begeistert. Weil sie nicht nur sehr mystisch und nervenaufreibend waren, sondern weil es mich auch emotional total gepackt hat.
Tobias Quast schildert die Empfindungen so intensiv, dass ich das Gefühl hatte, es selbst zu erleben.
Auch auf die Geschehnisse in der Gegenwart konnte ich mir absolut keinen Reim machen.
Ich wusste, da stimmt etwas ganz gewaltig nicht, aber ich wusste nicht, warum.
Es gab einfach nichts, woran ich mich festhalten hätte können.
Besonders psychologisch gesehen, ist die Story unglaublich gut ausgearbeitet.
Denn allein die Hintergrundgeschichte ist wirklich sehr bewegend und sid hat mich eigentlich ununterbrochen beschäftigt.
Er schürt die Angst vor dem, was man nicht sieht.
Er schafft Monster, die dich jederzeit attackieren können.
Sie haben Macht über dich, ohne das du dir dessen bewusst bist.
Angst Vor dem Wahnsinn, den menschlichen Abgründen und man fühlt sich gleichzeitig so hilflos und jeglicher Hoffnung beraubt.
Denn wer würde dir glauben, wenn du es selbst nicht tust?
Wenn du selbst nicht zwischen Realität und Wahn unterscheiden kannst.
Wenn du schlichtweg an dir selbst zweifelst.
Denn dieser Wahn lässt dich nicht aus seinen Fängen. Es giert förmlich nach dir und fordert Opfer. Und irgendwann hast du einfach keine Kraft mehr, diesem etwas entgegenzusetzen.
Aber nicht nur psychologisch gesehen passiert hier eine ganze Menge.
Auch die Brutalität wird mit wundervollen Details versehen. Was mir unglaublich gut gefallen hat, mich aber gleichzeitig unsagbar erschüttert hat.
Die Auflösung hätte ich tatsächlich niemals kommen sehen.
Denn die losen Fäden finden zusammen und ergeben ein schlüssiges Bild.
Tobias Quast hat es wunderbar miteinander verknüpft ,sowohl Tragik als auch Dramatik wunderbar mit eingewoben.
Der Grundkern ist unglaublich gut und hat mich merklich mit den Monstern sympathisieren lassen. Denn was diesem zugrunde liegt ist unmenschlich und grausam, dass man automatisch unsagbar mitfühlt.
Das Ende war absolut gigantisch. Ich wusste nicht ob ich lachen oder weinen sollte. So richtig schön makaber, wurde damit definitiv mein Nerv getroffen. Ein Twist, wie ernicht besser hätte vollzogen werden können.
Er hat hier nicht nur einen Horrorthriller de Luxe geschaffen. Er zeigt vor allem, das kein Erlebnis spurlos an dir vorübergeht. Aber er zeigt dir trotzdem ganz klar, das trotz der Narben die du in dir trägst, du selbst deinen eigenen Weg bestimmen kannst.
Wohin dieser führt, liegt allein in deiner Hand.
Einfach eine Story die von vorn bis hinten sehr gut durchdacht und ausgearbeitet wurde und definitiv nachhallt.
Der Stoff aus dem Alpträume gemacht sind.

Fazit:
Mit „Raubtieraugen“ hat Tobias Quast einen absoluten Pageturner zu Papier gebracht.
Mystisch, gruselig und wahnsinnig genial.
Was für ein Wortspiel.
Denn diesem Horrorthriller kriecht der Wahnsinn aus allen Poren.
Ein vielschichtiger Roman, der sich auf zwei Zeitebenen abspielt und einen wahren Sog auslöst.
Nichts für schwache Nerven.
Weil es nicht nur psychologisch gesehen extrem an die Nieren geht.
Ich bin einfach nur unfassbar begeistert, definitiv ein absolutes Highlight.

Veröffentlicht am 29.12.2021

Lesenswert, trotz Schwächen

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Meinung:

Horrorfilme sind nicht so mein Ding, aber ich wollte es mal mit einem Buch versuchen und da habe ich gerne nach dem aktuellen Buch "Raubtieraugen" von Tobias Quast gegriffen.

Kurz vor Weihnachten ...

Meinung:

Horrorfilme sind nicht so mein Ding, aber ich wollte es mal mit einem Buch versuchen und da habe ich gerne nach dem aktuellen Buch "Raubtieraugen" von Tobias Quast gegriffen.

Kurz vor Weihnachten verliert Julius nicht nur seinen Job, sondern auch seine Wohnung, dabei steht der Besuch seiner 6-jährigen Tochter Emilia an. Da kommt die Einladung nach Wargrave Castle der Familie Hardings wie gerufen, doch schnell verblast bei Julius die Freude, denn sein Handy verschwindet und er hört immer wieder Schritte. Trotzdem möchte er den Besuch seiner Tochter genießen, aber die Hardings nehmen sie so ein, dass Julias sein Tochter kaum sieht, aber dabei bleibt es nicht...

Der Leser steigt vorne in die Geschichte ein und erlebt als erstes, wie sich Julius Leben an einem Tag verändert. Nebenbei gibt es auch noch Kapitel aus der Vergangenheit, die sich jedoch noch nicht wirklich mit der Gegenwart in Einklang bringen lassen und dabei entstehen einige Fragen, die ersten am Ende aufgeklärt werden. Mir hat der Einstieg sehr gut gefallen, der durch einen angenehmen Schreibstil und einer Bodenständigen Geschichte überzeugen kann. Mit Bodenständig meine ich, dass der Autor nicht gleich mit der ersten Seite versucht Horror Elemente einzubauen, auch wenn es trotzdem schnell dazu kommt. Der Leser lernt Julius nach und nach immer besser kennen und die Geschichte wird genau richtig aufgebaut.

Während mir die erste Hälfte sehr gut gefallen hat und der Autor mich mit seiner Gestaltung fesseln konnte, auch wenn von Horror noch eher weniger zu spüren war. Irgendwann finden sich Julius und Emilia dann auf Wargrave Castle wieder und ab da hat die Geschichte für mich leider etwas abgenommen. Es wird schnell klar, dass nichts mit rechten Dingen zu geht, aber mir war es ein Deut zu offensichtlich, so das die Spannung für mich etwas verloren gegangen ist.

Wie schon erwähnt finden sich auch abwechselnd Kapitel aus der Vergangenheit, die sich zunächst nicht mit der Gegenwart verbinden lassen. Die Kapitel sind anders gestaltet als die aus der Gegenwart und bringen dadurch Abwechslung mit. Leider hatte ich mit diesen Kapiteln Schwierigkeiten und ich habe keinen richtigen Draht zu der Seite der Geschichte gefunden. Dafür hatte ich keine Schwierigkeiten mit den Wechseln.

Obwohl ich mit den Kapiteln aus der Vergangenheit nur wenig anfangen konnte sind sie sehr wichtig für die Geschichte und bauen auf ein sehr überraschendes und hervorragendes Ende hin, mit dem ich nicht gerechnet habe und das mir durchaus die Sprache verschlagen hat.

Fazit:

Es gibt einzelne Aspekte an dem neuen Horrorthriller von Tobias Quast, die mich nicht ganz ansprechen konnten. Darunter zum einen die schnell und zu deutlichen Horrorelemente, die mir die Spannung etwas genommen haben und die Kapitel aus der Vergangenheit zu denen ich irgendwie keinen Draht gefunden habe.

Auf der anderen Seite hat mir das Gesamtbild der Geschichte gut gefallen und der Autor kann mit der Gestaltung aufjedenfall punkten. So sind die Unterschiede zu den Kapiteln aus der Gegenwart und Vergangenheit deutlich und bringen Abwechslung mit sich. Jede Seite baut auf ein überraschendes Ende auf, welches das Buch lesenswert macht, mit dem ich nicht gerechnet habe.

Mit ein paar Schwächen schafft das Buch bei mir keine 5 Sterne, aber bekommt mit 4 Sternen trotzdem aufjedenfall eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 16.11.2021

Guter Thriller

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"Raubtieraugen" ist das erste Buch von Tobias Quast und ich hoffe, dass noch einige Bücher folgen werden...

Es geht Julius, der ursprünglich aus München kommt, jetzt aber in London wohnt und arbeitet. ...

"Raubtieraugen" ist das erste Buch von Tobias Quast und ich hoffe, dass noch einige Bücher folgen werden...

Es geht Julius, der ursprünglich aus München kommt, jetzt aber in London wohnt und arbeitet. Er verliert plötzlich seine Arbeit, seine Wohnung und soll sogar ausgewiesen werden. Er lernt die Hardings kennen, die ihn und seine Tochter, die zu Besuch ist, auf Wargrave Castle einladen. Dort scheint es aber nicht mit rechten Dingen zuzugehen. Julius Handy ist weg und überall sind Schritte zu hören. Emilia ist fast ausschließlich mit den Hardings zusammen und dann passieren sonderbare Dinge.....

Das Buch beginnt zunächst mit der Pechsträhne des Protagonisten, der wirklich alles verliert. Der Autor schafft es von Anfang an, die Geschehnisse packend darzustellen und ließ nach und nach immer mehr Spannungselemente einfließen, die sich bis zum Ende hin steigerten. Durch den genialen und flüssigen Schreibstil von Tobias Quast wirkte dabei alles sehr bildlich und ich konnte mich in die Story gut hineinversetzen.

Interessant waren auch die beiden Handlungsstränge des Buches, nämlich die Erzählungen aus dem Jahr 1945 und von heute. Lange hatte ich keine Ahnung wie die Geschehnisse zusammenpassen könnten, die der Autor zum Schluss gut miteinander verwoben hat.

Das Buch war tatsächlich bis zum Ende extrem spannend und Tobias Quast hat vor allem auf dem Schloss eine düstere, unheimliche Atmosphäre geschaffen. Die Charaktere waren super gezeichnet und der Autor ließ gekonnt und portioniert einige Horrorelemente in die Handlung einfließen.
Leider war mir die Auflösung dann etwas "zu einfach" und es blieben auch noch ein, zwei Fragen offen. Das Ende hätte daher meines Erachtens noch ein paar Seiten länger ausfallen können.

Insgesamt fand ich es aber ein sehr geniales erstes Buch des Autors. Ich gehe davon aus, dass wir noch einiges von ihm lesen werden, denn in der Feder steckt Talent. Von mir gibt es auf jeden Fall eine Leseempfehlung und 4,5 ⭐

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Veröffentlicht am 02.11.2021

Ein gelungenes Debüt im Horror/Thriller-Genre

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Besonders jetzt wenn die Dunkelheit am Tag präsenter ist, Halloween stattfand und es kälter wird, wächst mein Interesse an Horror-Romanen sehr. Deswegen kam das Debüt „Raubtieraugen“ von Tobias Quast zum ...

Besonders jetzt wenn die Dunkelheit am Tag präsenter ist, Halloween stattfand und es kälter wird, wächst mein Interesse an Horror-Romanen sehr. Deswegen kam das Debüt „Raubtieraugen“ von Tobias Quast zum richtigen Zeitpunkt!
…. wenn das Leben wie aus dem Nichts den Bach runtergeht. Julius scheint überglücklich mit seinem Job in London zu sein. Doch plötzlich steht er ohne Job und ohne Wohnung dar. Als wäre dies nicht schlimm genug, soll Julius Tochter Emilia ihn besuchen kommen. Aber Julius hat Glück, da er eine Einladung auf das Wargrave Castle erhält, in dem die beiden Figuren für eine Zeit lang untertauchen können. Vor Ort passieren auf einmal komische Dinge – Julius Handy verschwindet und Julius nimmt nachts Schritte an Stellen wahr, wo eigentlich nichts sein sollte. Was danach passiert, passiert eigentlich nur in den schlimmsten Albträumen eines Menschen. Realität oder bildet sich Julius dies nur ein?
In das Buch bin ich mit keinerlei Schwierigkeiten eingestiegen, da mir der flüssige Schreibstil des Autors sowie die übersichtliche Darstellung der Handlung sowie der Figuren den Einstieg erleichtert hat. Hier merkte ich aber beim Lesen, dass mir der Einstieg sowie der Anfang der Handlung - bis so richtig Spannung aufkam - schon ein bisschen zu lang war. Hier fände ich es besser, wenn man den Einstieg ein bisschen kürzer gehalten hätte.
Dennoch kann ich sagen, dass nach dem etwas längerem Einstieg ein Spannungsfeuerwerk gezündet wird. Wenn man sich als Leser*In schon weiter in der Handlung sowie auf dem Handlungsort, dem Schloss, befindet, wird man durch eine sehr bedrohliche und dunkle Atmosphäre sowie unheimliche Figuren vor Ort gefesselt. Auch bedingt durch die Rückblicke in die Vergangenheit (anderer Handlungsstrang) wird die Handlung umso mehr mysteriöser. Man weiß als Leser nicht so richtig, was vor sich geht und folglich konnte mich das Buch gut unterhalten. Zudem setzt der Autor an den richtigen Stellen gute Wendungen ein, welche die Spannung positiv verstärkt haben. So waren auch die Ängste von Julius in meinen Augen authentisch durch den Autor dargestellt worden, sodass man mit ihm als Vater mitgefiebert hat. Am Ende des Buches entwirft der Autor ein spannendes Finale, welches mir im Ganzen ganz gut gefallen hat.
Fazit: Persönlich finde ich, dass der Autor mit seinem Debüt „Raubtieraugen“ einen gelungenen Horror-Thriller verfasst hat, in welchem ein bedrohliches Setting vorzufinden ist, welches besonders zu dieser Jahreszeit noch stärker zur Geltung kommt. Ich gebe dem Buch solide vier Sterne!

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