Cover-Bild Der Kaffeedieb
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14,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch
  • Themenbereich: Belletristik - Abenteuerroman: historisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Historische Romane
  • Seitenzahl: 480
  • Ersterscheinung: 09.11.2017
  • ISBN: 9783462050639
Tom Hillenbrand

Der Kaffeedieb

Roman

Ein historisches Abenteuer voller Spannung, Intrigen und der Jagd nach dem schwarzen Gold des Orients – Kaffee!

Wir schreiben das Jahr 1683. Europa befindet sich im Griff einer neuen Droge: Kahve . Das begehrte Getränk ist teuer, denn die Osmanen haben das Monopol darauf und wachen streng über ihren Schatz. Doch der junge Engländer Obediah Chalon, Spekulant, Händler und Filou, hat einen waghalsigen Plan: Er will den Türken die wertvollen Kaffeebohnen abluchsen, koste es, was es wolle.

Mit finanzieller Unterstützung der Vereinigten Ostindischen Compagnie stellt Chalon ein Team internationaler Spezialisten zusammen, um das scheinbar Unmögliche zu schaffen. Die spektakuläre Reise in den Orient scheint zunächst zu gelingen, doch schon bald sind immer mehr Mächte hinter ihnen her. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, bei dem nicht nur Chalons Zukunft, sondern auch die des Kaffees in Europa auf dem Spiel steht.

»Der Kaffeedieb« von Tom Hillenbrand ist ein farbenfroher Abenteuerroman voller Spannung, exotischer Schauplätze und faszinierender Figuren.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.12.2023

historischer Abenteuerroman

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Ich bin ein absoluter Fan von historischen Romanen und mit dem Buch " Der Kaffeedieb " liegt mir ein besonderes Exemplar dieses Genres vor.

Der Roman spielt Ende des 17.Jahrhunderts und führt den Leser ...

Ich bin ein absoluter Fan von historischen Romanen und mit dem Buch " Der Kaffeedieb " liegt mir ein besonderes Exemplar dieses Genres vor.

Der Roman spielt Ende des 17.Jahrhunderts und führt den Leser in eine abenteuerliche Geschichte. Obediah Chalon ist Wissenschaftler und Gauner in einer Person.Er verdient sein Geld mit Spekulationen und Gaunereien und ebendiese bringt ihn auch ins Gefängnis.Doch er hat Glück im Unglück. Ein Mitglied der Vereinten ostindischen Campagnie holt ihn aus dem Gefängnis und macht ihm ein Angebot, das er nicht ausschlagen kann. Er soll, indem er Kaffeepflanzen von den Osmanen stiehlt und nach Amsterdam bringt, das Kaffeemonopol der Osmanen brechen, denn Kaffee ist wertvoll und wer ihn hat , bestimmt den Preis.Wird es gelingen ?

Dem Buch merkt man seine gute Recherche an und so konnte ich mich von Anfang an in das Geschehen hinein verdenken und habe einen sehr interessanten und abenteuerlich Roman genießen können, der mich bis zum Schluss gefangen nahm. Zeit und Personen sind gut beschrieben, der Schreibstil flüssig und unterhaltsam. " Der Kaffeedieb " ist ein wirklich gut gelungener historischer Roman, der seinen Namen verdient und ich empfehle ihn gerne weiter.

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Veröffentlicht am 30.12.2025

Hat mir gefallen

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Ende des 17. Jahrhunderts ist der Kaffee in Europa ziemlich beliebt. Überall werden Kaffeehäuser eröffnet. Der „Kahve“, wie er von den Osmanen genannt wird, ist jedoch ziemlich teuer. Die Türken haben ...

Ende des 17. Jahrhunderts ist der Kaffee in Europa ziemlich beliebt. Überall werden Kaffeehäuser eröffnet. Der „Kahve“, wie er von den Osmanen genannt wird, ist jedoch ziemlich teuer. Die Türken haben das Monopol darauf und überwachen die Plantagen in Mocha. Auf das Herausschmuggeln der Kaffeepflanzen steht die Todesstrafe.
Obediah Chalon, der mit gefälschten Wechseln gehandelt hat, sitzt im Gefängnis in Amsterdam, als die Vereinigte Ostindische Companie ihm einen Deal anbietet und Chalon aus dem Gefängnis holt.
Er soll für die Companie einen gefährlichen und abenteuerlichen Auftrag übernehmen und zwar den Türken Kaffeeplanzen stehlen und diese unversehrt nach Amsterdam befördern.
Er bekommt natürlich von der Vereinigten Ostindischen Companie eine großzügige finanzielle Unterstützung und stellt sich ein Team für den spektakulären Diebstahl zusammen.

Von Tom Hillenbrandt hatte ich bisher noch nichts gelesen. Ich war aber sehr gespannt auf diesen abenteuerlichen Roman von ihm.
Schon der Klappentext hört sich interessant an. Der Leser lernt zunächst Obediah Chalon kennen, der sich auf einen gefährlichen Deal einlässt. Obediah stellt sich für den Raub ein spezielles Team zusammen und die Truppe macht sich auf den abenteuerlichen Weg nach Mocha. „Der Kaffeedieb“ fing sehr interessant und spannend an, jedoch war ich irgendwie ziemlich enttäuscht über den weiteren Verlauf der Handlung, als Obediah und seine Leute in Mocca ankamen. Da fehlte mir etwas und ich musste tatsächlich zurückblättern, ob ich etwas überlesen hatte? Nein, hatte ich nicht. Plötzlich befand sich das Team schon wieder auf den Rückweg der Reise. Da hätte man mehr daraus machen können. Obwohl Obediah und seine Leute später noch auf die Türken trafen, hatte ich in Mocha noch mehr erwartet. Aber okay, Vermandois hat seine Diebstähle ja immer still und heimlich begangen. Dennoch fehlte mir da die Spannung. Na gut, eine spannende Szene kam dann später doch noch, aber da war die Truppe bereits auf dem Rückweg.
Ansonsten fand ich den Roman durchgehend spannend geschrieben und er ließ sich auch flüssig lesen. Tom Hillenbrandt hat die Sprache der Protagonisten der Zeit angepasst, wie z.B. die Anrede „durchlauchtigste und allergnädigste Majestät“. Die Protagonisten sind gut beschrieben. Obediahs Team ist ein bunt zusammengewürfelter Haufen, jeder mit speziellen Fähigkeiten.
Auch das Cover wurde passend gewählt zum Roman und gefällt mir gut.

Mir hat dieser historische Abenteuerroman gefallen und ich könnte mir eine Verfilmung sehr gut vorstellen.

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Veröffentlicht am 01.02.2020

Rundherum guter Historienschmöker!

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Schönes Cover, Lesebändchen, hilfreiches Kartenmaterial, Glossar und Personenverzeichnis.
Der Protagonist, Händler, Spekulant und Schlitzohr, versuchte durch ein riskantes Betrugsmanöver seine Finanzen ...

Schönes Cover, Lesebändchen, hilfreiches Kartenmaterial, Glossar und Personenverzeichnis.
Der Protagonist, Händler, Spekulant und Schlitzohr, versuchte durch ein riskantes Betrugsmanöver seine Finanzen zu sanieren und scheiterte grandios. Erwischt und eingekerkert, sah er alle Felle davon schwimmen, als ihm von einer Führungsperson der honorigen "Vereinigten Ostindischen Compagnie" ein bemerkenswerter Vorschlag gemacht wird.
Die Geschichte des Versuches, den Türken den Kaffee zu klauen, wurde recht spannend erzählt, wobei die Suche nach den geeigneten Reisegefährten irgendwie mehr Raum einnahm als das eigentliche Abenteuer selbst. Am Schluss ging es teilweise sehr rasant hin und her.
Fazit: Ein sehr interessanter Roman mit originellem Thema und ansprechendem Drumherum.

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Veröffentlicht am 05.10.2017

Kaffeefahrt mal anders - es ist Obacht geboten in Beetlefucky!

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Hä? Beetlefucky? Ich war total irritiert, als Hauptfigur Obediah Chalon (seines Zeichens Fälscher, Betrüger und sogenannter Virtuoso) diesen Ortsnamen das erste Mal in den Mund nahm. Moment mal. Ein englischer ...

Hä? Beetlefucky? Ich war total irritiert, als Hauptfigur Obediah Chalon (seines Zeichens Fälscher, Betrüger und sogenannter Virtuoso) diesen Ortsnamen das erste Mal in den Mund nahm. Moment mal. Ein englischer Ortsname in Arabien? Und dann noch so einer? Da kann was nicht stimmen. Ein paar Zeilen später war die Verwirrung aufgeklärt. Denn Obediah meinte natürlich Beit al-Fakih, wo er gedachte, Kaffeepflanzen zu entwenden. Ah ja. Ich musste schmunzeln und an dieser kleinen Anekdote merkt man, was dieses Buch auszeichnet: der Humor, der – nicht zu oft, aber umso treffsicherer – zwischen den ansonsten recht abenteuerlichen Zeilen aufblitzt.

Für dieses Buch sollte man sich etwas mehr Zeit einplanen, denn die vielen Verstrickungen der spionierenden Mächte und damit auch die zahlreichen Personen, noch dazu gewandet in eine Sprache irgendwo zwischen 17. und 21. Jahrhundert, wollen erstmal (ein-)geordnet sein. Ich gebe zu, am Anfang habe ich mich etwas schwer getan mit dem Buch. Ich kannte ein Buch von Hillenbrand aus seiner Luxemburger Krimi-Reihe um den Koch Xafier Kieffer und hatte daher nicht unbedingt diese Sprache erwartet, die unheimlich viele historische Begriffe enthält (die ich zum Teil auch erstmal nachschlagen musste). Ein Hoch auf das Glossar am Ende des Romans, dort wurden zumindest die meisten der mir unbekannten Worte und Namen erklärt. Aber am Anfang macht das Hin- und Herblättern das Lesen doch ein bisschen schwer.

Als ich mich dann aber in das Buch eingefunden hatte, wurde die Geschichte immer fesselnder. Obediah ist ein sympathisches Schlitzohr und seine Kumpanen auf der „Kaffeefahrt“ gen Mocha und Beit al-Fakih habebn alle etwas Besonderes. Man weiß zwischendurch nicht mehr, wem man trauen kann und wem nicht – das macht die Lektüre besonders spannend. Leider war der eigentliche Kaffeeraub dann nicht viel mehr als eine kurze Episode, während die gesamte Unternehmung drum herum sehr ausführlich dargestellt wird.

Das Buch gibt einen Einblick in die historische Entwicklung der Wirtschaft, da werden Bankgeschäfte genauso thematisiert wie die Ränke zwischen den „Großkopferten“ – ein Schelm, wer diese Gedanken in die Gegenwart transferiert. Denn viel geändert hat sich offenbar nicht, auch wenn heutzutage weniger Blut dabei fließt.

Ich empfand das Buch als ungewöhnlichen historischen Roman, wobei ich mir nicht sicher bin, ob das nur an der Sprache oder auch dem eher unkonventionellen Thema und der Entwicklung der Handlung liegt. Es ist definitiv lesenswert – aber man sollte sich dabei etwas Zeit lassen. Vielleicht mit einer schönen heißen Tasse Kaffee.

Veröffentlicht am 03.05.2017

Wie kam der Kaffee nach...

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Ein spannendes Thema: das türkische Kaffeemonpol soll gebrochen werden, reiche niederländische Kaufleute möchten selber satten Gewinn machen. Allerdings werden die Kaffeebäumchen streng bewacht, ein Diebstahl ...

Ein spannendes Thema: das türkische Kaffeemonpol soll gebrochen werden, reiche niederländische Kaufleute möchten selber satten Gewinn machen. Allerdings werden die Kaffeebäumchen streng bewacht, ein Diebstahl scheint nahezu unmöglich. Nun gibt es aber Obadiah Chalon, einen verarmten Adligen und begabten Fälscher von Urkunden, Passierscheinen, Verschreibungen, gesegnet mit einem flinken Verstand. In London droht er wegen Betrugs aufzufliegen, also flüchtet er in die Niederlande, aber auch dort verspekuliert er sich und landet im Zuchthaus. Überraschend bekommt er ein Angebot, welches er nicht ablehnen kann: reiche Kaufherren wünschen, dass er Kaffeepflanzen stiehlt und rüsten ihn mit entsprechenden Geldmitteln für dieses Unternehmen aus.
So eine Steilvorlage, so ein angesehener Autor! Ich hatte Riesenlust, ein tolles Buch zu lesen...
Viele sehr ausführliche Erklärungen, philosophische Exkurse, unnötige Längen nahmen mir ein wenig den Spaß. Die Truppe, die Obadiah zusammenstellte, bot enormes Potenzial: eine Verkleidungskünstlerin, ein Seebär, ein Wissenschaftler, ein adliger Meisterdieb, der erst befreit werden musste.... Richtig warm wurde ich mit Keinem, ebensowenig wie mit der Hauptperson - zu wenig menschliche Eigenheiten, Charakterzüge-. Und immer wieder ausführliche Exkurse zu Geheimschriften, sogar komplizierte Binärcodes wurden bemüht. Planung und Vorbereitung wurden sehr ausführlich dargelegt, aber der "Knaller", der eigentliche Raub, blieb in Form einer Geschichte in der Geschichte ziemlich blass... Auf der Flucht ging natürlich Einiges schief, aber wenigstens waren hier doch mal Gefühle im Spiel. Viel Pech für Herrn Chalon, dennoch ein versöhnliches Ende.
Lesenswert; wer sich für Geheimschriften und deren Dechiffrierung interessiert, wird bestens bedient; wer Abenteuer mag und die Story selbst mit Phantasie anreichert, wird gut unterhalten. Ich habe durchaus viele Passagen gern gelesen und meine, Verzicht auf einige Erklärungen und Längen würden dem Buch gut tun.