Cover-Bild Der Löwe büllt

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16,99
inkl. MwSt
  • Verlag: FISCHER Scherz
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 320
  • Ersterscheinung: 30.04.2019
  • ISBN: 9783651025585
Tommy Jaud

Der Löwe büllt

Roman
Kein Mann kann vor seinen Problemen fliehen – zumindest nicht mit seiner Mutter.

Es läuft nicht gut für Nico Schnös, 47, den überforderten Controller mit der kaputten Brille. Warum gibt ihm seine Mutter seit dem Tod des Vaters täglich durch, was sie kocht und wie sie putzt? Was genau treibt Nicos Frau in dieser seltsamen Kuschelsekte, und warum flüchtet im Großraumbüro sogar der Saugroboter vor ihm?

Als er bei einem Wutanfall eine Kaffeetasse auf den Finanzvorstand wirft, schickt sein Chef ihn in den Zwangsurlaub: Entweder Nico kommt entspannt zurück, oder er ist seinen Job los. Der kanarische Ferienclub ist paradiesisch schön – doch sämtliche Entspannungsversuche gehen nach hinten los. Vielleicht hätte Nico nicht ausgerechnet seine hyperaktive Mutter mitnehmen sollen:

»Eine Zimmerkarte reicht, mein Sohn und ich machen eh alles zusammen!«

Bald schon ahnt Nico: Paradies und Hölle können sehr nah beieinander liegen.

Der Roman für alle, die schon mal mit ihren Eltern im Urlaub waren.

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich in 2 Regalen.
  • 2 Mitglieder haben dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.07.2019

Ganz witzig, aber mehr auch nicht

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Nico Schnös, der im Controlling bei Toyota arbeitet, wird von seinem Chef in Zwangsurlaub geschickt, weil er völlig überarbeitet zu sein scheint und im Büro schon mal einen Ausraster hatte.
Während Nicos ...

Nico Schnös, der im Controlling bei Toyota arbeitet, wird von seinem Chef in Zwangsurlaub geschickt, weil er völlig überarbeitet zu sein scheint und im Büro schon mal einen Ausraster hatte.
Während Nicos Frau Mia einen Meditationsworkshop nach dem anderen macht, hat seine Mutter nichts Besseres vor, als ihren Sohn in den Urlaub zu begleiten. Denn sie ist seit dem Tod ihres Mannes vor weniger als einem Jahr allein und meldet sich sowieso zu jeder Kleinigkeit bei ihrem Sohn.
So brechen Nico und seine Mutter in den gemeinsamen Urlaub in einem Ferienclub auf den Kanaren auf, und Nico hat das klare Ziel, sich auf jeden Fall zu erholen…


Meine Meinung:
Ich mag die Bücher von Tommy Jaud aufgrund ihres unverkrampften und manchmal fast schmerzhaften Humors sehr gerne. Auch in diesem neuen Roman blitzte an einigen Stellen dieser coole Humor durchaus auf – und es gab einige Szenen bei denen ich schmunzeln musste. Auch einige Sprüche haben mir sehr gut gefallen, denn sie waren so herrlich war über das Wesen des Urlaubs, den deutschen Urlauber und auch Cluburlaube im Besonderen. So sagt ein sehr weiser Mann einmal zu Nico, dass sich die meisten Gäste am allermeisten durch die anderen Gäste gestört fühlen. Nicht das Wetter, nicht das Essen… vermiesen den Urlaub, sondern die anderen Urlauber. Wie wahr, wie wahr!
Insgesamt ist der Roman gewohnt flüssig und sehr flapsig erzählt. Nico Schnös und seine Mutter Rosi Schnös sind Jaud-typisch überzogen gezeichnet, so dass ich mich an vielen Stellen fremdgeschämt habe.
Letztlich hatte ich mir jedoch etwas mehr von dem Roman versprochen, sowohl in Bezug auf die Handlung als auch in Bezug auf die Charaktere und den Humor. Er ist zwar ganz nett und ganz witzig, aber mehr auch nicht.


Fazit:
Wer Tommy Jauds Bücher mag, kann auch mit diesem nicht viel falsch machen. Es gibt aber einige Bücher aus seiner Feder, die mir noch viel besser gefallen haben (z.B. Hummeldumm). Manchmal nutzen sich bestimmte Witze auch ab…

Veröffentlicht am 27.05.2019

Gnadenlos ausgereizt

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„Der Löwe büllt“ ist Tommy Jauds dritter Roman über Pauschalurlaub. Selbst wenn man von „Resturlaub“ und „Hummeldumm“ noch nie gehört hat, macht schon das Cover klar, dass dieses Buch ein unterhaltsames ...

„Der Löwe büllt“ ist Tommy Jauds dritter Roman über Pauschalurlaub. Selbst wenn man von „Resturlaub“ und „Hummeldumm“ noch nie gehört hat, macht schon das Cover klar, dass dieses Buch ein unterhaltsames ist: Man sieht das Gebiss des „büllenden“ Löwen und ansonsten viel orange. Ein Löwe im übertragenen Sinne wäre gerne Nico Schnös, 47 Jahre alter Controller und von seinem Chef in einen Zwangsurlaub entsendet, den er mit seiner Mutter Rosi antritt. Es geht in einen kanarischen Ferienclub, der beide vor Herausforderungen stellt: Für Rosi ist es der erste Urlaub seit dem Tod ihres Mannes und Nico soll in dieser gute Laune-Hölle zur Entspannung finden. Meldet sein Fitnesstracker keine sichtliche Beruhigung seines Pulsschlags, wird ihm gekündigt. Druck und drohende Arbeitslosigkeit sind der Entspannung allerdings ebenso wenig zuträglich wie ein Doppelzimmer mit seiner Mutter zu teilen und seine Frau auf Fortbildung mit ihrem attraktiven Kollegen zu wissen …

Sieht Jaud die Chance eines Gags am Horizont, haut er drauf – aber das ist wohl sein generelles Erfolgskonzept. Der cholerische Controller und seine betreuungsintensive Mutter lassen kein Klischee aus – das wurde mir beim Lesen etwas anstrengend. Glücklicherweise ist die Schilderung des Cluburlaubs von Rückblicken durchbrochen, sonst hätte ich sie nicht ertragen. Aber ganz manchmal schlägt Jaud auch leisere Töne an, und das gelingt ihm überraschend gut und verleiht „Der Löwe büllt“ tatsächlich den ein oder anderen anrührenden Lesemoment. Im Großen und Ganzen ist der Roman unterhaltsam und schnell weggelesen – mir war er nur viel zu überspitzt. Aber andererseits ist diese Überspitzung ja gerade Jauds Markenzeichen, ich sollte mich also vermutlich nicht beschweren. Und als Urlaubslektüre eignet sich „Der Löwe büllt“ sicher – vor allem für den Cluburlaub.

Veröffentlicht am 27.05.2019

Stress ist nichts für schwache Nerven...

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Natürlich war mir der Autor bereits durch seine Simon-Peters-Reihe bekannt. Da ich derzeit etwas Aufmunterung gebrauchen kann, begann ich gespannt zu lesen.

In der Geschichte geht es um Nico Schnös, dessen ...

Natürlich war mir der Autor bereits durch seine Simon-Peters-Reihe bekannt. Da ich derzeit etwas Aufmunterung gebrauchen kann, begann ich gespannt zu lesen.

In der Geschichte geht es um Nico Schnös, dessen Ruhepuls ständig über hundert liegt. Er ist von allem und jedem genervt. Als er im Büro einen Kollegen mit einer Kaffeetasse verletzt, heißt es: Zwangsurlaub. Entweder er entspannt sich und erreicht einen Ruhepuls von unter 60 oder er fliegt aus der Firma. Kann das wirklich gelingen?

Der Schreibstil von Herrn Jaud ist unverkennbar geblieben und ein Wortspiel jagt das Nächste. Laute Lacher sind mir zwar keine entwichen, aber ich konnte mich amüsieren.

Nico als Figur ist echt immens anstrengend, gerade weil er dauernd wütend ist und es dafür nicht mal wirklich trifftige Gründe gibt. Trotzdem mag man ihn irgendwie, dieses kleine Weichei.

Nicos Mutter Rosi dagegen ist wirklich ein Gedicht. Sie fand ich einfach nur goldig mit ihrem Putzfimmel und ihrer hyperaktiven Art.

Mia, die Frau von Nico, war schon sehr speziell mit ihrer Vorliebe für Meditation, Yoga und Co, aber wenigstens war sie dadurch entspannt.

Die Handlung wird uns über Nico als Ich- Erzähler vermittelt, weshalb wir ganz nah an ihm dran sind und seine Emotionen live zu spüren bekommen. Mal befinden wir uns als Leser in der Gegenwart im angekündigten Entspannungsurlaub und mal in der Vergangenheit, wo wir erleben wie der Urlaub überhaupt erst nötig wurde. Durch diese Wechsel wird mehr Spannung aufgebaut, da die einzelnen Abschnitte immer dann unterbrochen werden, wenn es am spannendsten ist.

Der Roman hat mich durchaus gut unterhalten und ich konnte oft lächeln und schmunzeln, aber die große Literatur ist es nicht. Hatte ich aber ehrlich gesagt auch nicht erwartet.

Ist euch übrigens an dem Titel etwas aufgefallen?

Fazit: Gute Urlaubslektüre und mal für zwischendurch, daher spreche ich eine Empfehlung aus.

Veröffentlicht am 01.05.2019

Nette Urlaubslektüre

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Broschiert: 320 Seiten
Verlag: FISCHER Scherz (30. April 2019)
ISBN-13: 978-3651025585
Preis: 16,99 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Nette Urlaubslektüre

Inhalt:
Nico Schnös, 47, steckt in ...

Broschiert: 320 Seiten
Verlag: FISCHER Scherz (30. April 2019)
ISBN-13: 978-3651025585
Preis: 16,99 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Nette Urlaubslektüre

Inhalt:
Nico Schnös, 47, steckt in der Midlife-crisis. Im Büro nervt ihn alles, seine Frau Mia interessiert sich auffallend für ihren neuen Kollegen Theo, und seine Mutter Rosi ruft in den unmöglichsten Situationen an, um sich über ihn zu beschweren.

Da wird Nico von seinem Chef in den Zwangsurlaub geschickt. Entweder er entspannt sich oder er kann sich einen neuen Job suchen. Da Mia nicht kann, nimmt Nico notgedrungen Rosi mit in den Ferienclub auf den Kanaren …

Meine Meinung:
Ich finde, mit Humor ist das immer etwas schwierig. Manchmal teilt man ihn, manchmal nicht. Der Roman fing für mich ganz gut an. Im ersten Viertel konnte ich viel lachen und schmunzeln. Ich habe mich oder mir bekannte Personen in vielen Situationen wiedergefunden. Der Anfang sprüht vor Situationskomik und Wortwitz.

Doch leider nutzte sich das für mich im Mittelteil ab, der für mich ein wenig zäh zu lesen war. Die Protagonisten entwickeln sich hier allesamt zu extremen Nervensägen, über die ich kaum mehr lachen konnte. Das war einfach zu überspitzt.

Das Ende fand ich dann wieder gut und rund, allerdings nicht allzu überraschend. Auch hier gab es nicht viel zu lachen, dafür erreicht die Handlung ein wenig Tiefgang, was ja auch nicht schlecht ist.

Fazit:
Als leichte Urlaubslektüre ohne großen Anspruch gut geeignet. Wer den Humor mag, wird sich amüsieren. Eine Garantie kann hier aber wohl keiner geben.

★★★☆☆


Veröffentlicht am 01.05.2019

Humor ist zu drüber

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Inhalt:
Nico wird von seiner Firma zwangsbeurlaubt, weil er im Büro vor Wut eine Tasse auf den Finanzvorstand wirft. Warum kann denn auch keiner verstehen, dass Nico gestresst ist? Seine Mutter verlangt ...

Inhalt:
Nico wird von seiner Firma zwangsbeurlaubt, weil er im Büro vor Wut eine Tasse auf den Finanzvorstand wirft. Warum kann denn auch keiner verstehen, dass Nico gestresst ist? Seine Mutter verlangt seit dem Tod seines Vaters, mit dem er sich immer noch nicht auseinandergesetzt hat, noch mehr Aufmerksamkeit als sonst, seine Frau bandelt in einer Meditationssekte mit dem Oberguru an und im Großraumbüro nerven die Kollegen.
Nico erhält eine letzte Chance in einem kanarischen Ferienclub, wo er seine Firma vertritt, doch wie soll man vor seinen Problemen fliehen, wenn ausgerechnet die anhängliche Mutter die Reisebegleitung ist?

Meine Meinung:
Tommy Jaud steht ganz vorne in den Bestsellerlisten, wenn es um humorvolle Bücher geht, wovon ich mich mit diesem Buch zum ersten Mal selbst überzeugen wollte.
Sein Schreibstil ist anfangs gewöhnungsbedürftig, da die Sätze wie Gedanken aufgeschrieben werden. Manchmal fehlen Wörter zu einem vollständigen Satz, manchmal wird es umgangssprachlich, wodurch die Texte beim Lesen abgehackt wirken. Gewöhnt man sich daran, lässt sich der Schreibstil allerdings verschmerzen, weil er durchaus zum Buch passt.
Nico ist ein Protagonist, der wohl nie richtig erwachsen geworden ist. Er soll 47 Jahre alt sein, wirkt aber höchstens wie Anfang bis Mitte 30, was nicht nur an seinem etwas vernachlässigten Äußeren und seiner Mutter liegt, sondern auch an seinen trotzig-cholerischen Anfällen. Trotzdem oder gerade deswegen wirkt er sympathisch, auch wenn ich nicht alle seine Handlungen nachvollziehen konnte. Seine Mutter hingegen ist unglaublich anstrengend und was dabei witzige Situationen heraufbeschwören soll, wurde für mich oft nervenaufreibend. Sie nimmt alle Klischees einer seniorenhaften, anhänglichen, sowie hyperaktiven Mutter mit, sodass es mit der Zeit einfach zu viel wurde. Oft handelt sie für mich unverständlich und stellt ihren Sohn bloß, drängt sich in den Mittelpunkt und macht ihm ein schlechtes Gewissen, um seine Aufmerksamkeit zu erhalten. Ihren Charakter konnte ich dadurch kaum leiden.
Natürlich sind ein paar kreative Ideen und auch so einige Schmunzler dabei, manche Situationen sind aber so extrem überzeichnet worden, dass sie meiner Meinung nach den Witz kaputt gemacht haben.
Während ich anfangs noch amüsiert wurde, erinnerten mich vermeintlich lustige Situationen immer mehr an eine schlechte deutsche Komödie mit Till Schweiger in der Hauptrolle als "Nico". Vor allem das Thema von Meditation und Esoterik rund um Nicos Frau Mia wurde zu sehr ausgelutscht. Manchmal ist weniger eben mehr.
Während mich die Mitte des Buches öfter genervt, als zum Lachen gebracht hat, konnte das runde Ende meine Meinung noch etwas herumreißen. Insgesamt habe ich mir aber wesentlich mehr erhofft.

Fazit:
In Ordnung, aber leider auch nicht mehr als das. 17€ für knapp 310 Seiten ist dann doch zu deftig.