Cover-Bild Mit Zorn sie zu strafen

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9,90
inkl. MwSt
  • Verlag: Bastei Lübbe
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 384
  • Ersterscheinung: 28.06.2017
  • ISBN: 9783404175345
Tony Parsons

Mit Zorn sie zu strafen

Max Wolfes zweiter Fall. Kriminalroman
Dietmar Schmidt (Übersetzer)


Detective Max Wolfe ist zurück

London an einem klirrend kalten Neujahrstag. Detective Max Wolfe ist entsetzt: In einer noblen Wohnanlage wurde die Familie Wood ermordet. Mit einer Waffe, die sonst nur bei der Schlachtung von Tieren zum Einsatz kommt: einem Bolzenschussgerät. Allein der jüngste Sohn scheint verschont worden zu sein, doch von ihm fehlt jede Spur. Hat der Killer ihn in seiner Gewalt? Max bleibt nicht viel Zeit. Seine Ermittlungen führen ihn weit in die Vergangenheit, zu einem Mann, der vor 30 Jahren eine Familie tötete, auf die gleiche brutale Art. Doch der ist mittlerweile alt und sterbenskrank. Trotzdem verbirgt er etwas, das spürt Max - eine Ahnung, die ihn ins Grab bringen wird, und zwar buchstäblich ...

Tony Parsons Bestseller-Krimi-Reihe geht weiter: Der zweite Fall für Detective Wolfe

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.06.2017

Vernichtung – Spannend, tiefgründig, brutal

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London: Unbegreifliche Geräusche durchschneiden die eiskalte Nacht in einer geschlossenen Wohnanlage, als die Geschwister Wood gewaltgeschwängerte Schreie der Eltern hören. „Ich will, dass du zusiehst“, ...

London: Unbegreifliche Geräusche durchschneiden die eiskalte Nacht in einer geschlossenen Wohnanlage, als die Geschwister Wood gewaltgeschwängerte Schreie der Eltern hören. „Ich will, dass du zusiehst“, brüllt die fremde, männliche Stimme!

In letzter Minute kann sich der Sohn Bradley Wood mit einem Sprung aus dem Fenster retten, doch wenig Zeit später, wird er auf der Straße von einem Auto überrollt und verschwindet dann spurlos.

Als Detective Max Wolfe am Tatort erscheint, findet er die auf bestialische Weise zugerichteten Leichen der Eltern und der Tochter vor. Sie sind mit einem Bolzenschussgerät regelrecht hingerichtet worden. Max Wolfes Ermittlungen führen ihn zu einem Täter, der vor 30 Jahren ebenfalls mit einem Bolzenschussgerät getötet hat, dass man in der Regel für die Schlachtung von Tieren benutzt. Doch Peter Nawkins ist schwer an Krebs erkrank und kann das furchtbare Verbrechen an der Familie Wood nicht begangen haben. Trotzdem ist sich Max Wolfe sicher, dass Nawkins mehr weiß als er preisgibt und eine gefährliche Jagt auf Zeit beginnt.

Tony Parsons Bestseller-Krimi-Reihe geht weiter: Der zweite Fall für Detective Wolfe

Der Autor:

Tony Parsons wurde am 6. November 1953 in Romford, Essex (UK), als einziges Kind einer Arbeiterfamilie geboren. Nach seinem Schulabschluss begann er seine Freizeit für seine literarische Begabung zu nutzen und veröffentlichte eine Untergrundzeitung, die er „Skandalblatt“ nannte.

Seine Karriere begann er als Musikkritiker. Heute ist er einer der erfolgreichsten Kolumnisten und Fernsehjournalisten Großbritanniens. Er schrieb u.a. für das Musikmagazin NME, den Daily Telegraph und 18 Jahre lang für den Daily Mirror.

Zudem gehört er zu den ganz großen Stars der englischen Literaturszene, denn alle seine Werke schafften es auf die nationalen und internationalen Bestsellerlisten.

Er lebt mit seiner Frau, ihrer gemeinsamen Tochter und ihrem Hund in London. Sein erster Kriminalroman Dein finsteres Herz mit Detective Constable Max Wolfe wurde von der Presse frenetisch gefeiert. (Quelle: Bastei Lübbe)

Reflektionen:

Zu Lebzeiten füllten die sportlich erfolgreichen Eheleute Wood mit zahlreichen Videos YouTube. Für Max Wolfe und sein Team von der Metropolitan Polizei liegt die Vermutung zunächst nahe, den Täter unter der anonymen Masse der Zuschauer zu suchen, die sich über das Glück der betuchten Familie neidvoll erzürnt haben. Doch als die Ermittler auf den ehemaligen Schlachterburschen Peter Nawkins aufmerksam werden, der vor 30 Jahren ebenfalls, wie der Täter der Familie Wood, mit einem Bolzenschussgerät getötet hat, erhält der Fall eine neue Wendung, die jedoch kaum greifbar, zunächst nur eine Ahnung ist.

Tony Parsons Stil ist federleicht und äußerst leicht zu lesen. Mit seinem Ausdruck, schnörkellos und dennoch reich an Details, füttert er die spannende Geschichte mit umfassenden Informationen zu den Legenden, der durchaus außergewöhnlich intensiv gezeichneten Protagonisten.

Die bestialischen Verbrechen die geschehen sind atemraubend und blutig beschrieben. Nichts für schwache Nerven und dennoch füllen sie keine ellenlangen Seiten.

Schlaf jetzt.
Schließ die Augen.
Denk an nichts.
Gleite in die Dunkelheit, die absolut und nahtlos ist und alles, was du je kennen wirst.
Lass deinen Atem die Arbeit tun.
Lass es vorbei sein.
Begrüße die Finsternis und das Ende all deiner Leiden.
Beende es. Beende es. Beende es. (Zitat)

Max Wolfes Perspektive wird in der Ich-Erzählweise dargestellt und wechselt lebhaft innerhalb eines Kapitels. Er ist ein sympathischer Ermittler, der mit kaum einem Klischee behaftet, seine kleine Tochter Scout aufrichtig liebt und gefühlsbetont mit ihr umgeht. Auf der anderen Seite ist er ein knallharter Polizist.

Tony Parsons erlaubt immer wieder maßvolle Ausflüge, zu dieser anmutigen Vater Tochter Beziehung. Durch diese schönen und emotionalen Einschübe, entschleunigt Tony Parsons bewusst und gut pointiert die Anspannung des Lesers, die sich durch die grausamen Verbrechen angestaut hat.

Mit Zorn sie zu strafen, sicher platziert im Genre Kriminalroman, beherbergt ebenso Thriller-Elemente. Diese sorgen dafür, dass sich die Spannungskurve intelligent entwickelt, obwohl sie auch immer mal wieder abreißt, und sich die Tiefe der Handlung verdeutlicht.

Eine glaubhaft gezeichnete Kluft zwischen arm und reich und eine Darstellung und Aufschlüsselung der oftmals emotionalen Handlungsweisen der Figuren, lassen den Leser interessiert und gefesselt lesen, bis die letzte Seite umgeblättert ist.

Ansatzweise verschachtelt, führen Wendungen in eine Richtung, die Tony Parsons mit manch einer Überraschung und Figuren-Fassade über den Haufen wirft, bevor man als Leser glaubt, Motiv und Täter für sich definiert zu haben.

Fazit und Bewertung:

Mit Zorn sie zu strafen ist ein spannender Kriminalroman, der ansatzweise verschachtelt einige Wendungen bereithält. Besonders gelungen ist die Darstellung einer lesenswerten Handlungstiefe, die jedoch mit einer bestialischen Portion Gewalt einhergeht.

©nisnis-buecherliebe

Veröffentlicht am 11.05.2017

Eines der besten Krimis, die ich gelesen habe

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"Wer Furcht sät" war mein erster Tony Parsons. Ich werde mir definitiv die Prequels auch noch durchlesen, denn er hat mich wirklich vom Hocker gerissen. Er schreibt so gut, dass man gerade zu nur das Gefühl ...

"Wer Furcht sät" war mein erster Tony Parsons. Ich werde mir definitiv die Prequels auch noch durchlesen, denn er hat mich wirklich vom Hocker gerissen. Er schreibt so gut, dass man gerade zu nur das Gefühl hat eins mit Detective Max Wolfe zu sein. Man erfährt sehr gut seine Gefühlswelt und kann all seine Gedanken nachvollziehen und ist dementsprechend genauso naiv und blind zunächst, bis zum Schluss alles aufgedeckt wird und alles, was bisher angenommen wurde sich als völligen Unsinn entpuppt und man sich als Leser, der in die Falle getappt war und alles von Max Wolfe für wahr und nachvollziehbar gehalten hatte, schon ein klein wenig schämt. Beim nächsten Wolfe werde ich also definitiv ein wenig mehr selbst nachdenken und mich nicht von Wolfes Ermittlungen verleiten lassen erst auf die falsche Fährte gelockt zu werden.