Cover-Bild Die Charité: Aufbruch und Entscheidung
(56)
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere

Klicken Sie hier, um den Weitersagen-Button zu aktivieren. Erst mit Aktivierung werden Daten an Dritte übertragen.

14,99
inkl. MwSt
  • Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 544
  • Ersterscheinung: 17.09.2019
  • ISBN: 9783499274534
Ulrike Schweikert

Die Charité: Aufbruch und Entscheidung

Die Geschichte der Charité geht weiter. Nach dem Bestseller „Hoffnung und Schicksal“ erzählt Ulrike Schweikert ein weiteres spannendes Kapitel aus der Welt des berühmten Krankenhauses. Im Berlin der ausgehenden Kaiserzeit kämpfen zwei Frauen um ihr Glück und für die Rechte von Frauen. Rahel Hirsch ist eine der ersten Ärztinnen, die an der Charité praktizieren. Doch als Frau unter lauter männlichen Kollegen hat sie es nicht leicht. Von Gleichberechtigung ist man selbst in der sonst so fortschrittlichen Hauptstadt noch weit entfernt. Das erlebt auch die junge Arbeiterin Barbara täglich. Sie schuftet in der Wäscherei der Charité und muss immer wieder erfahren, was es bedeutet, wenn Männer Frauen als Besitz betrachten.
Ungleicher könnten die beiden Frauen nicht sein, und doch werden sie zu Freundinnen. Während Rahel sich gegen Widerstände in der Charité durchsetzen muss und sich in den jungen Fliegerpionier Michael verliebt, schließt sich Barbara der Frauenbewegung an, kämpft für die Rechte der Arbeiterinnen und das Frauenwahlrecht. Doch dann bricht der 1. Weltkrieg aus und verändert nicht nur die Leben von Barbara und Rahel für immer ...

Weitere Formate

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.09.2019

Eine spannende Zeitreise

0

„Die Charité – Aufbruch und Entscheidung“ von Ulrike Schweikert ist der zweite Teil der Berliner Krankenhausreihe, kann aber durchaus unabhängig voneinander gelesen werden.

Im zweiten Teil geht es um ...

„Die Charité – Aufbruch und Entscheidung“ von Ulrike Schweikert ist der zweite Teil der Berliner Krankenhausreihe, kann aber durchaus unabhängig voneinander gelesen werden.

Im zweiten Teil geht es um die junge Ärztin Rahel Hirsch, die 1903 als erste Ärztin an der Charité anfängt. Sie ist eine leidenschaftliche Forscherin und lebt für die Medizin, doch unter ihren männlichen Kollegen ist sie nach wie vor eine absolute Ausnahme. Von Gleichberechtigung ist man selbst in der sonst so fortschrittlichen Hauptstadt des Kaiserreiches immer noch weit entfernt. Dies muss auch die junge Arbeiterin Barbara täglich erleben. Sie arbeitet in der Wäscherei der Charité und muss immer wieder erleben, wenn Frauen von den Männern als Besitz angesehen werden. Die beiden Frauen werden Freundinnen und während Rahel sich gegen die Widerstände in der Charité durchsetzen muss und sich in einen jungen Fliegerpiloten verliebt, schließt sich Barbara der Frauenbewegung an und kämpft für das Frauenwahlrecht und für die Rechte der Arbeiterinnen. Doch dann bricht der erste Weltkrieg aus und verändert nicht nur das Leben der beiden Frauen für immer…

Die Autorin hat es geschafft, aus vielen verschiedenen Quellen und Bereichen einen fantastischen Roman zu schreiben.
Da ich persönlich aus dem medizinischen Bereich komme, war ich vor allem auch an dem medizinischen Aspekt und Fortschritt der damaligen Zeit interessiert. Doch auch alle anderen Bereiche, die damals eine wichtige Rolle gespielt haben, wie z.B. die Frauenrechtsbewegung, spielen eine wichtige Rolle in diesem Roman und alles ist fantastisch beschrieben worden.
Der Schreibstil ist angenehm und flüssig gehalten und man fühlt sich regelrecht in die damalige Zeit hineinversetzt und hat das Gefühl mit Rahel und Barbara durch die Straßen von Berlin zu spazieren.
Einmal angefangen mit dem Buch, konnte ich kaum mehr aufhören mit lesen und habe mit den Protagonisten mit gefiebert, gehofft und gelitten.

„Die Charité“ ist eine fantastische Zeitreise, die uns nicht nur in die Welt der Medizin entführt sondern auch viele spannende Themen aufzeigt und das Leben von mutigen Frauen beschreibt, die sich trotz vieler Steine, die ihnen in den Weg gelegt werden, nicht aus der Bahn werfen lassen.
Einfach großartig!

Veröffentlicht am 10.09.2019

Die Charité, der 1. Weltkrieg und die Rechte der Frau

0

Rahel Hirsch ist eine der ersten Ärztinnen in Deutschland. Studiert hat sie in der Schweiz da Frauen in Deutschland noch nicht zu einem Medizinstudium zugelassen wurden.
Stolz tritt sie ihre Stelle als ...

Rahel Hirsch ist eine der ersten Ärztinnen in Deutschland. Studiert hat sie in der Schweiz da Frauen in Deutschland noch nicht zu einem Medizinstudium zugelassen wurden.
Stolz tritt sie ihre Stelle als Assistenzärztin in der Charité an. In der Männerwelt trifft sie als 1. Ärztin des berühmten Krankenhauses oft auf Skepsis und Ablehnung aber auch auf Bewunderung für ihren Mut und ihr Können.
Barbara arbeitet als Wäscherin in der Charité. Die Tage sind lang, die Arbeit schwer und der Lohn reicht kaum zum Überleben.
Barbara kämpft für die Rechte der Frau. Sie träumt davon, dass die Frauen die gleichen Rechte haben wie die Männer und gleichen Lohn für gleiche Arbeit bekommen.

„Die Charité – Aufbruch und Entscheidung“ ist das 2. Buch der Reihe um das wohl berühmteste Krankenhaus in Deutschland von Ulrike Schweikert.
Die Autorin ist bekannt für ihre gut recherchierten Historischen Romane.
So ist auch dieses Buch wieder ein absolutes Highlight am Buchhimmel.
Im 2. Band der Charité-Reihe behandelt die Autorin die Rechte der Frau in den 1930er Jahren.
Sie erzählt von 2 Frauen die Vorreiterinnen in Bezug auf Frauenrechte waren.
Rahel Hirsch bekommt als 1. Frau eine Anstellung als Assistenzärztin an der Berliner Charité.
Sie arbeitet unermüdlich, nach einem langen Tag mit ihren Patienten widmet sie sich noch ihren Forschungen. Für ihre Arbeit bekommt sie kein Geld nur Kost und Logis. Ich fand es sehr interessant die Entwicklung von Rahel zu verfolgen. Wie sie sich Stück für Stück die Achtung ihrer männlichen Kollegen erarbeitet. Besonders gefällt mir, dass Rahel Hirsch eine reale Person ist und man einiges im Internet über sie erfahren kann.
Die 2. Frau in diesem Buch ist Barbara, sie arbeitet als Wäscherin in der Charité.
Der Lohn reicht nicht zum Überleben, sie wohnt bei ihrer Tante und ihrem Cousin. Zu 3. Können sie kaum die Miete und das tägliche Leben bestreiten.
Barbara träumt von einer Welt wo Mann und Frau gleichgestellt sind. Doch bis dahin ist noch ein weiter Weg.
Die 2 Frauen lernen sich an der Charité kennen und werden beste Freundinnen.
Auch der 1. Weltkrieg spielt in diesem Buch eine große Rolle. Und man merkt einmal mehr wie unnütz dieser Krieg war, wieviel Leid er über die Menschheit gebracht hat. Wie viele Menschen gestorben sind oder als Schwerversehrte zurückkamen.
Auch begegnen uns in diesem Buch viele Historische Personen wie Paul Ehrlich, Melli Beese oder Manfred von Richthofen ( der Rote Baron ).
„Die Charité – Aufbruch und Entscheidung“ ist ein sehr guter Historischer Roman der mich von der ersten Seite an begeistert hat.

Veröffentlicht am 09.09.2019

Forschung und Frauenrechte

0

1903 : Rahel Hirsch, tritt ihre erste Stelle als Aerztin an. Und zwar im renommierten Krankenhaus Charité in Berlin. Motiviert stürzt sie sich in die Arbeit, ein grosser Teil ist der Forschung gewidmet. ...

1903 : Rahel Hirsch, tritt ihre erste Stelle als Aerztin an. Und zwar im renommierten Krankenhaus Charité in Berlin. Motiviert stürzt sie sich in die Arbeit, ein grosser Teil ist der Forschung gewidmet. Als einzige Aerztin mitten in einem Männerteam muss sie sich ganz schön behaupten. Sie kämpft um Anerkennung, Lohn und gleiche Rechte. Und immer wieder gegen Krankheiten, wie Syphillis und die Schrecken des Krieges.
Unterstützung bekommt sie, als sie Barbara kennen lernt, die in der Wäscherei des Krankenhauses arbeitet. Barbara schliesst sich der Frauenbewegung an und kämpft um Frauenwahlrecht und die Rechte der Frauen.
Können die beiden Frauen bewirken, dass die weiblichen Arbeiterinnen mehr Lohn und Anerkennung erhalten?


" Die Charité, Aufbruch und Entscheidung " ist der zweite, jedoch völlig unabhängige Band der Bücher von Ulrike Schweikert rund um das Krankenhaus Charité in Berlin. Keine der Figuren aus dem ersten Teil werden hier erwähnt und spielen eine Rolle. Mit völlig neuen Figuren startet man in dieses Buch.

Protagonistin Dr. Rahel Hirsch, die als erste weibliche Ärztin an der Charité arbeitet. Rahel Hirsch ist eine reale Figur und ein Blick in ihre Vita zeigt, dass sie ab 1908 sogar die Poliklinik in Berlin geleitet hat. Der Hirsch - Effekt, die Entdeckung, dass Stärkekörner in Blut und Urin nachgewiesen können, geht auf ihr Konto. Hier wurde sehr viel Geschichtliches eingewoben.
Ihre beste Freundin, Barbara, ist hingegen eine fiktive Figur. Obwohl die Tatsache, dass Frauen wie sie bis zu zehn Stunden täglich in der Wäscherei des Krankenhauses geschuftet haben, nur allzu real war.
Die Frauen haben eine grosse Gemeinsamkeit. Egal ob Klinik oder Wäscherei. In beiden Bereichen erhalten die Männer, trotz gleicher Arbeit und Ausbildung massiv mehr Lohn. Und so werden die Rechte der Frauen in dieser Geschichte zu einem zentralen Thema.

Etwas enttäuscht war ich, dass sich die Handlung weniger am Krankenbett, überhaupt im Krankenhaus abspielt. Mittelpunkt sind die Forschungen rund um die Medizin. Neu entdeckte Krankheiten, die ausgerottet werden müssen und Erfindungen wie zum Beispiel Röntgengeräte. Dies wird auch ausdauernd und ab und zu langatmig erzählt. Dazu kommt das Leben kurz vor der Mobilmachung und während des Krieges. Weit weg vom Schauplatz Krankenhaus Charité!
Wenn es auf 4 bis 5 Seiten um Röntgenapparate geht, wird es erstens sehr theoretisch und zweitens leidet die Handlung darunter. Solche theoretischen Passagen gab es auch rund um die Themen Politik, Fliegerei und Kriegsmächte.

Gut recherchierte geschichtliche Aspekte, Ereignisse und Details zeigen ein Stück des Lebens in Berlin von 1893 bis 1938. Die Weltlage, Mobilmachung und der drohende Krieg, jedoch auch das Leben, das oft karg und ärmlich ist, wird gut beschrieben. Anhand von Barbara, der in Armut lebenden Freundin von Rahel Hirsch, erkennt man, wie schwer Frauen zu der damaligen Zeit unter schrecklichen Bedingungen schuften mussten, um sich und der Familie das Überleben zu sichern.

Der Schreibstil der Autorin gefiel mir nach wie vor gut. Die oben beschriebenen langatmigen Stellen hätten zu Gunsten einer Handlung, die vermehrt im Krankenhaus spielt, gestrichen werden dürfen.

Veröffentlicht am 09.09.2019

Wieder hervorragend!

0

Bereits der erste Teil aus der Charité-Reihe von Ulrike Schweikert hat mir sehr gut gefallen und dieser zweite Teil steht dem in nichts nach. Die Kenntnis des ersten Teils ist für das Lesen von diesem ...

Bereits der erste Teil aus der Charité-Reihe von Ulrike Schweikert hat mir sehr gut gefallen und dieser zweite Teil steht dem in nichts nach. Die Kenntnis des ersten Teils ist für das Lesen von diesem Buch nicht erforderlich. Es erzählt mit anderen Protagonisten und zu einer anderen Zeit.

Die Autorin hat mir ab der ersten Seite absolutes Lesevergnügen beschert. Es war wie ein Eintauchen in eine andere Zeit bzw. ein Eintauchen in das Berlin ab 1903.

Rahel ist die erste Ärztin an der Charité. Sie muss hautnah miterleben, wie schwer es ist, wenn man als Frau eine andere Rolle als Ehe-, Hausfrau und Mutter sein möchte.

In dieser Zeit findet sie in Barbara eine gute Freundin. Trotz ihrer so unterschiedlichen Herkunft, aber mit der festen Überzeugung, das Bild der Frau in der Gesellschaft zu verändern.

Wir können miterleben, wie die Röntgenaufnahmen Einzug in die Charité halten, sowie sich das Leben in Berlin verändert, dort eröffnen gerade die ersten Lichtspielhäuser.

Der letzte Teil des Buches hat mich sehr traurig gestimmt, er erzählt zu der Zeit des ersten Weltkrieges, das hat mich sehr berührt, gerade auch mit dem Wissen, dass sich das Geschriebene auch in der Realität ereignet hat.

Ulrike Schweikert hat es mit ihrem Schreibstil geschafft, dass ich komplett in dieses Buch versinken konnte und ich die über 500 Seiten innerhalb relativ kurzer Zeit durchgelesen hatte.

Absolute Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 09.09.2019

Ein herausragendes Buch!

0

Meinung:
Zuerst muss ich sagen , dass dieses Buch , ein wirklich außergewöhnlich guter Historischer Roman ist .
Die Atmosphäre in diesem Buch ist dicht , schockierend und emotional . Die Autorin schafft ...

Meinung:
Zuerst muss ich sagen , dass dieses Buch , ein wirklich außergewöhnlich guter Historischer Roman ist .
Die Atmosphäre in diesem Buch ist dicht , schockierend und emotional . Die Autorin schafft es mit ihrem faszinierenden und packenden Schreibstil den Leser auf außergewöhnliche Weise an das Buch zu fesseln . Und nebenbei erschafft sie eindrucksvolle Charaktere, mit Schwächen und gleichzeitig einer inneren Stärke, die beindruckend ist.
Die Charakter in diesem Buch wirken so real und so menschlich und jeder einzelne davon ist perfekt ausgearbeitet . Jeder noch so kleine Nebencharakter ist mit einer solchen Liebe zum Detail gestaltet , dass es einfach Spaß macht dieses Buch zu lesen .

Das Setting bietet einen unglaublich spannenden und eindringlichen Verlauf der Geschichte, in der einem die einzelnen Geschehnisse packen und begeistern.
Die Autorin erreicht mit ihrem eindringlichen Stil , dass der Leser jede Emotion der Charaktere hautnah wahrnimmt, jedes Geschehnis mit Spannung und Emotionalität verfolgt.
Zwischen einer gut recherchierten Story und wahren Begebenheiten /Charakteren kommt die Spannung und die faszinierende Handlung nicht zu kurz .
Die Geschehnisse in diesem Buch , werden so eindringlich beschreiben , dass man in eine völlig andere Welt abtaucht , sobald man dieses Buch zur Hand nimmt .
Auf faszinierend detaillierte Weise schildert die Autorin, das Zeitgeschehen innerhalb der Charité, ein Geschehen zwischen Krankheit, menschlichen Emotionen und einem Leidensweg bzw. Lebensweg der Zeit. Dieses Buch regt die Emotionen des Lesers an und lässt einen so schnell nicht mehr los.Und dies in einem Wechsel ,der die Nerven des Lesers anspannt und gleichzeitig ist dieses Buch so berührend .

Ein Roman ,der den Leser nicht loslässt und der einen Sog entwickelt dem man sich nicht entziehen kann .

Fazit :
Ein absolut rundes und perfektes Buch . Die Autorin Ulrike Schweikert beweist unglaubliches Gespür was die Schilderungen der Emotionen und Handlungen ihrer Charaktere betrifft . Selten hat mich ein Buch , emotional so mitgerissen ! Gerade weil alles so glaubhaft und real ist, dringen die Emotionen auf so eindringliche Art zu dem Leser durch . Ein Buch mit einer einnehmenden , dichten Atmosphäre und eine mitreißenden Grundspannung und absolut einzigartigen Charakteren die der Leser so schnell nicht vergessen wird . In diesem Roman ist der Spagat zwischen geschichtlich wahren Begebenheiten und einem spannenden Historischen Roman , auf ganzer Ebene geglückt . Mühelos schafft es die Autorin den Leser noch auf den ersten Seiten für ihr Buch zu begeistern .
Ein stimmungsvoller und faszinierender Roman mit einer atmosphärischen Geschichte , die absolut spannend ist .
Eine absolute Leseempfehlung , mein bisheriges Jahreshighlight !