Cover-Bild Cryptos
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19,95
inkl. MwSt
  • Verlag: Loewe
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 448
  • Ersterscheinung: 12.08.2020
  • ISBN: 9783743200500
Ursula Poznanski

Cryptos

Spiegel-Bestseller
Wohin gehen wir, wenn wir nirgendwo mehr hinkönnen?

Kerrybrook ist Janas Lieblingswelt: Ein idyllisches Fischerdorf mit viel Grün und geduckten Häuschen. Es gibt Schafe, gemütliche Pubs und vom Meer her weht ein kühler Wind. Manchmal lässt Jana es regnen. Meistens dann, wenn es an ihrem Arbeitsplatz mal wieder so heiß ist, dass man kaum mehr atmen kann.
Jana ist Weltendesignerin. An ihrer Designstation entstehen alternative Realitäten, die sich so echt anfühlen wie das reale Leben: Fantasyländer, Urzeitkontinente, längst zerstörte Städte. Aber dann passiert ausgerechnet in Kerrybrook, der friedlichsten Welt von allen, ein spektakuläres Verbrechen. Und Jana ist gezwungen zu handeln …

Extrem spannend – beklemmend aktuell!

Nach Erebos und Erebos 2 erzählt Bestseller-Autorin Ursula Poznanski nun von einer Wirklichkeit, in der das Klimasystem bereits gekippt ist, und für die meisten Menschen nur die Flucht ins Virtuelle bleibt. Ein Thriller der Extraklasse aus dem Bereich der Climate Fiction über eine Welt, die dem Klimawandel erlegen ist.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.09.2020

Spannende Unterhaltung mit aktuellen Themen und Science Fiction Elementen

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Inhalt

Die Geschichte spielt in einer Welt die wenig zu bieten hat, weil es durch den Klimawandel zu heiss geworden ist, Wasser und Nahrung knapp sind, Naturkatastrophen an der Tagesordnung sind. Hier ...

Inhalt

Die Geschichte spielt in einer Welt die wenig zu bieten hat, weil es durch den Klimawandel zu heiss geworden ist, Wasser und Nahrung knapp sind, Naturkatastrophen an der Tagesordnung sind. Hier verbringen die Menschen ihre Zeit grösstenteils in virtuellen Welten. Jana ist Weltendesignerin und hat Welten geschaffen in denen Menschen virtuell ihre Zeit verbringen können. Nach einigen Zwischenfällen in einer dieser Welten will Jana herausfinden, was dahinter steckt. Dazu bereist sie mehrere der virtuellen Welten und entdeckt unschöne Wahrheiten...


Meinung

Ich habe das Hardcover gekauft, obwohl ich sonst eher auf meinem E-Book Reader lese. Das Cover ist einfach wirklich genau mein Stil und total gelungen! Ich habe vorher noch nie ein Buch von Ursula Poznanski gelesen und bin auch nur mässiger Science Fiction Fan, jedoch mag ich Fantasy total gern.

Die Geschichte hat mir sehr viel Lesevergnügen bereitet und war gut durchdacht. Man merkt schon, wenn Profis am Werk sind und Bücher schreiben. Es ist einfach nochmals ein ganze anderes Niveau. Fantastisch! Die Beschreibung der realen Welt, die Reisen durch die virtuellen Welten... einfach alles gekonnt und nachvollziehbar erzählt mit der richtigen Portion Nervenkitzel.

Das einzige was ich komisch fand, war die "Beziehung" gegen Schluss. Es werden nie wirklich Gefühle erwähnt und es wirkt so kalt. Natürlich versteht man, dass die Menschen Nähe nicht mehr so gewohnt sind aber Gefühle haben sie ja trotzdem. Und endlich mal wieder ein Buch, das ohne Sexszenen auskommt. Kriegt man heutzutage ja irgendwie immer seltener.


Fazit

Eine absolute Leseempfehlung für alle Science Fiction und Fantasy Fans, Gerechtigkeitsliebhaber und Weltretter! Eine gute Mischung zwischen Unterhaltung, aktuellen Themen wie Klimawandel und Stoff zum Nachdenken. Verdiente 5 Sterne!

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Veröffentlicht am 19.09.2020

Auf Merkel folgt Theo Faber.

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Editorial:
Bevor es losgeht, das Wichtigste zuerst: Was kann eigentlich jeder tun, um für sich den Wandel des Klimas einzudämmen. Von 1968-1984 warb Klementine für „besonders reine Wäsche mit …“Wir wissen ...

Editorial:
Bevor es losgeht, das Wichtigste zuerst: Was kann eigentlich jeder tun, um für sich den Wandel des Klimas einzudämmen. Von 1968-1984 warb Klementine für „besonders reine Wäsche mit …“Wir wissen heute mehr und dass dies keine Lösung sein kann:
- Strom sparen und richtig heizen
- CO2-Ausstoß im Verkehr und auf Reisen senken
- Klimafreundlich essen
- Cryptos lesen ist ein erster, wichtiger Schritt

Auf Merkel folgt Theo Faber.
Der Verlag:

Der Loewe Verlag wurde am 8. Juni 1863 also nunmehr vor 157 Jahren gegründet, was in diesen besonderen Zeiten erwähnenswert ist.
Bereits als Spartenverlag, eine weitere Besonderheit, entwickelte dieser sich konsequent zu einem der größten und erfolgreichsten Kinder- und Jugendbuchverlage im deutschsprachigen Raum. Mit Christoph Gondrom trat 2012 bereits die 3. Generation der Familie Gondrom in die Geschäftsführung ein. Am 1. Juli 2016 übernahm er die Leitung des Loewe Verlages und setzt seit dem nicht nur eigene Projekte, sondern auch Führungsakzente um.
Doch was ist es, neben den bereits beschriebenen Punkten, welche die Verlag aus der bunten Landschaft herausheben: Da ist zunächst der Bau jener modernen Versandzentrale in direkter Nachbarschaft des Verlags, die 1987 fertiggestellt wurde. Dies bedeutet: Hier wird aus eigener Hand gefertigt, wie dies sonst in dieser Sparte nur noch bei den Verlagen Coppenrath aus dem fahrradfreundlichen Münster und dem Magellan Verlag aus Bamberg, der Fall ist. Und natürlich ist Gondrom wie beschrieben Chef, aber er lebt täglich vor, ohne das Team bin ich nichts, was seinerseits wiederum in eine familienfreundliche Betriebsphilosophie mündet, aus der ihrerseits eine vielschichtige, anspruchsvolle Kinder- und Jugendliteratur im wahrsten Sinne, erwachsen. Viele Erfahrungselemente schaffen also hier eine runde Sache.
Die Autorin:
Die renommierte Jugendbuchautorin aus Österreich Ursula Poznanski, geboren in Wien, studierte zunächst. Scheinbar mühelos kontrastiert Poznanski die virtuellen Welten der Computerspiele mit der Realität und hat damit in ihrer Literatur nicht nur den Nerv des Zeitgeistes eingefangen, sondern diesem auch neue Aspekte und eine literarische Stimme gegeben. Zusammen mit ihrer Familie lebt Ursula Poznanski im Süden von Wien und pflegt dort neben ihrer Leidenschaft fürs Schreiben auch gerne die Erkundung unserer bedrohten Natur.



Die Covergestaltung: zeigt das Modell eines Weltenentwurfes in der Umschlagsgestaltung von Michael Ludwig Dietrich unter Verwendung von Mymindway shutterstock.com und in der Redaktion von Susanne Bertels als Hardcover mit Folienprägung, Tiefprägung, Spotlack und farblichabgestimmtem Leseband.
Nun aber erst einmal zum Inhalt der Geschichten; die Buchbeschreibung:
Extrem spannend und beklemmend aktuell erzählt Cryptos nun von einer Wirklichkeit, in der das Klimasystem bereits gekippt ist, und für die meisten Menschen nur die Flucht ins Virtuelle von Mastermind bleibt. Ein Thriller der Extraklasse aus dem Bereich der Climate Fiction über eine Welt, die dem Klimawandel erlegen ist.
Die Menschen fliehen daher in sichere virtuelle Ersatzrealitäten, in denen alles möglich ist und man nicht sterben kann. Nach Lust und Laune kann man sich in die unterschiedlichsten Welten transferieren und sollte man doch mal in einer getötet werden, erwacht man einfach in einer Kapsel in der Realität und kann sich aus dem nahezu unendlich großen Angebot an Welten sofort ein neues Ziel aussuchen. Für jeden ist da was dabei: Du magst Dinosaurier? Dann wäre Cretaceous genau das Richtige für dich. Du stehst auf Vampire? Dann kann ich dir Vampyrion sehr ans Herz legen. Du hegst eine große Leidenschaft für die Werke von Jane Austen? Dann würdest du dich ganz bestimmt in Austen pudelwohl fühlen. Oder zieht es dich an einen ruhigen Ort, der die Atmosphäre einer traumhaft irischen Idylle verströmt? Gar kein Problem, Kerrybrook macht‘s möglich!
Die bibliographischen Angaben zu diesem Titel lauten / Produktinformationen:
Gebundene Ausgabe : September 20; 448 Seiten
• Preis: 20 €
• ISBN-13 : 978-3743200500
• Leseniveau : 14 und Nach oben

Nun zu meiner Meinung / Mein Fazit:
Nach der Geburt ihres Sohnes 1999/2000 schrieb sie 2010 Erebos, weil nach Meinung beider für denn elfjährigen keine spannende Literatur am Markt war, erzählte sie ihm eben diese, so entstand ihr erster Thriller. Innerhalb eines Jahres wurden 100.000 Exemplare verkauft. Die Wochenzeitung DIE ZEIT kürte „Erebos“ zum „Sommerthriller des Jahres“ und Rezensenten der BRIGITTE, der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG und der NEUEN ZÜRCHER ZEITUNG erkannten neben vielen anderen die herausragenden Qualitäten dieses Thrillers und seiner Autorin. Das größte Los erhielt „Erebos“ im Jahr 2011, als der Thriller von der Jugendjury mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet wurde.
Der vorliegende und erneut wie der erwähnte Roman am Puls der Zeitumstände, berichtet nun von einer Wirklichkeit, in der das Klimasystem bereits gekippt ist, und für die meisten Menschen nur die Flucht ins Virtuelle bleibt! Aber was ist innerhalb dieser Gegebenheiten das Zukunftsprojekt des Unternehmens Mastermind?
Geradezu verblüffend ist dabei  Mastermind, auch SuperHirn, ist ab 1974 ein Logikspiel für zwei Personen, bei dem eine Farbreihenfolge durch sukzessive Vermutungen ermittelt werden soll.

Ein Spieler (der Codierer) legt zu Beginn verdeckt einen vierstelligen geordneten Farbcode fest, der aus sechs Farben ausgewählt wird; im Roman der jeweilige Weltenentwickler, jede Farbe kann auch mehrmals verwendet werden. Der andere Spieler (der Rater) versucht, den Code herauszufinden, im Roman sind dies die Spezifika der Welten, in spannenden Variationen auch in unterschiedlichen Welten möglich. Dazu setzt er einen gleichartigen Farbcode als Frage; beim ersten Zug blind geraten, bei den weiteren Zügen mit Hilfe der Antworten zu den vorangegangenen Zügen.
Auf jeden Zug hin bekommt der Rater die Information, wie viele Stifte er in Farbe und Position richtig gesetzt hat und wie viele Stifte zwar die richtige Farbe haben, aber an einer falschen Position stehen. Ein Treffer in Farbe und Position wird durch einen schwarzen Stift angezeigt, ein farblich richtiger Stift an falscher Stelle durch einen weißen Stift. Es gibt auch Versionen mit roten statt schwarzen Stiften zur Trefferanzeige. Alle Fragen und Antworten bleiben bis zum Ende des Spiels gesteckt. Ein Verhalten bleibt nicht ohne Reaktion in der spezifischen Weltenrealität, so bleibt den WeltenbesucherInnen oft nur ein Rateversuch:
Ziel des Raters ist es, den Farbcode, beziehungsweise Weltenbesonderheiten zum eigenen Nutzen, mit möglichst wenigen Fragen zu erraten. Der Codierer darf seine Farbreihe nicht verändern und muss zu jeder Frage die zutreffende Anzahl schwarzer und weißer Stifte setzen.
Gesucht ist der Farbcode:
grün – rot – blau – grün
1. Rateversuch: rot – gelb – rot – grün
Antwort: Einmal schwarz (weil an der vierten Position grün richtig ist), einmal weiß (weil rot im gesuchten Code einmal vorkommt, aber nicht an der ersten oder dritten Stelle).
2. Rateversuch: grün – grün – orange – rot
Antwort: Einmal schwarz (weil grün diesmal an der ersten Position richtig ist), zweimal weiß (weil 1. grün im gesuchten Code ein zweites Mal vorkommt, aber nicht an der zweiten Position und 2. rot im gesuchten Code vorkommt, aber nicht an der vierten Position).
Wenn der richtige Farbcode gefunden wurde, lautet die Antwort viermal schwarz. Der ratende Spieler hat normalerweise zwölf Versuche, um die richtige Lösung zu finden. Je nach Ausführung des Spiels kann diese Anzahl variieren; die kleinere Reise-Ausführung bietet nur Platz für sechs Versuche.
Der erwähnte Sohn ist nun zwanzig Jahre alt, könnte also genügend Computerspielaffinität besitzen, um die Mutter bei der Weltenkreation beraten zu haben. Es wirkt angenehm so, denn: Ursula Poznanki ist es erneut gelungen, einen Roman am Puls der Zeitumstände dem wartenden Lesepublikum vorzulegen, was ICH erst ab Seite 300 verstanden habe, auch eine besondere „Leistung“ des Romanes und deshalb, aufgrund der verschiedenen, herausgearbeitet Kriterien, Daumen hoch und von mir eine absolute Leseempfehlung!






Nachweis:

Dr. Dilewsky ist seit 20 Jahren, an unterschiedlichen Schulformen, als Studienrat tätig. Aktuell arbeitet er seit 04.10.2011 am Weiterbildungs-Köln-Kolleg, einer Schulform, die es Menschen ermöglicht, ihr Abitur auf dem 2. Bildungsweg zu erreichen. Letztendlich möchte er mit seiner Arbeit ein Umdenken im System Schule einleiten. In seiner Freizeit unterstützt er den berühmten Thomanerchor aus Leipzig. Er hat in den Fächern Deutsch und Pädagogik jeweils über österreichische Kinder-und Jugendbuchautorin Christine Nöstlinger promoviert, was auch seinen Interessensschwerpunkt repräsentiert. Seit Dezember 2014 gibt es das 4. Buch von Dr. Klaus Jürgen Dilewsky, welches beide Arbeitsbereiche sinnvoll miteinander verknüpft:Erziehung heute Auswirkungen auf die Schule: Reihe UnterrichtsmaterialienBd. 1, 408 S., 44.90 EUR, br., ISBN 978-3-643-12883-6 Meine Rezensionen erscheinen seit 1989, je nach Thema aus den Bereichen Jugendbuch, Kriminalroman und Sach/Fachliteratur auf meiner Seite bei LovelyBooks, Lesejury, JuLit, in der Zeitschrift der Deutschunterricht, der Zeitschrift Pädagogik, Seite der Stadtbibliothek Köln, auf Verlagsseiten, meiner fb-Seite, meiner öffentlichen Amazon – Profil – Seite und auf den Seiten anderer Buchhandlungen. Autoren und Verlag erhalten 1 Exemplar der Besprechung per Mail.

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Veröffentlicht am 18.09.2020

Eindringlicher Thriller, der sein Potenzial nicht ausschöpft.

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Würde ich gefragt werden, welche Bücher mich zum Lesen bewegt haben, so würden mir sofort die Werke der österreichischen Schriftstellerin Ursula Poznanski in den Sinn kommen. Seit ihrem Debüt "Erebos" ...

Würde ich gefragt werden, welche Bücher mich zum Lesen bewegt haben, so würden mir sofort die Werke der österreichischen Schriftstellerin Ursula Poznanski in den Sinn kommen. Seit ihrem Debüt "Erebos" fiebere ich jedes Jahr im August begeistert ihrer Jugendthriller-Neuerscheinung entgegen. Unter ihren sehr temporeichen Handlungen verborgen konstruiert die Autorin scharfsinnig gesellschaftliche Zukunftsvisionen: Mit ihren brandaktuellen Szenarien sorgt sie hierbei für großen Abwechlsungsreichtum innerhalb ihrer Bibliographie.

In dem neu erschienenen Roman "Cryptos" widmet sie sich den Auswirkungen des Klimawandels auf die menschliche Zivilisation in einer ungewiss weit entfernten Zukunft: Das alltägliche Leben findet größtenteils nur noch in Kapseln statt, die dich in eine alternative Realität führen. Du erhältst die Illusion, zu essen, zu trinken, zu gehen: Währenddessen liegt du aber regungslos in einer Maschine, die dir die nötigen Lebensgrundlagen automatisch zuführt. Nur für deine Ausscheidungen musst du diese verlassen und selbst das ist für viele Menschen ein sehr unbequemer und unangenehmer Schritt – sie sind die eigene Umgebung nicht mehr gewohnt.

Die Idee einer in fremde, digitale Welten fliehenden Bevölkerung ist nicht sonderlich neu. Zu Beginn des Buchs benötigt die Autorin sehr lange, um ihre Leser*innen in das Szenario einzuführen. Ich fühlte mich teilweise von den ganzen Erklärungen erschlagen und brauchte erstaunlich lange, bis ich mich in die Handlung involviert fühlte: Bei ihren Vorgängern schaffte Poznanski dies deutlich zügiger.

Dennoch bietet die Grundidee hinter "Cryptos" einige interessante Ansätze, die mir gut gefielen: Der Klimawandel und seine Folgen sind hier äußerst realistische und greifbare Grundaspekte innerhalb dieser sonst doch recht utopischen Geschichte. Einige Fragen blieben für mich bis zum Ende offen. Mehr Hintergrundinformationen hätte ich mir etwa über die genaue Funktionsweise der Kapseln oder die zeitliche Entwicklung von unserer Gegenwart bis hin zum Status quo des Buchanfangs gewünscht, um den Konflikt etwas besser nachvollziehen zu können.

Recht angenehm und unkompliziert: So tritt die Hauptfigur Jana in dem vorliegenden Roman auf. Sie sticht weder besonders positiv durch ein inspirierendes Profil noch negativ durch etwaiges unlogisches Verhalten heraus. Sie bleibt ein etwas blasser Charakter, der zwar nicht nervt, mit dem ich persönlich mich aber nicht so gut identifizieren konnte.

Leider erreicht "Cryptos" während seines Verlaufs nicht das Tempo, das man von Poznanski-Büchern gewohnt ist. Es ist per se nie langweilig, lädt aber eher zum Schmökern als zum Verschlingen ein. Einige Schlenker in der Handlung weniger hätten das erzählerische Korsett angenehm gestrafft und nicht den Eindruck unterstützt, die Autorin würde teils etwas den Faden verlieren.

Das Ende konnte mich zunächst überhaupt nicht überzeugen: Fast alle der aufgeworfenen Fragen blieben offen; für die angesprochenen Problemstellungen blieb sogar der Versuch komplett aus, eine anständige Lösung zu finden. So hatte ich nach Beendigung der Lektüre einen faden Beigeschmack, da sich die Handlung nicht rund und abgeschlossen anfühlte.

Es ist nun aber schon eine Weile her, seit ich "Cryptos" beendet habe, und ich gebe zu: Je länger ich es wirken ließ, desto mehr überzeugte das Ende mich. Die Autorin konfrontiert ihr Lesepublikum geschickt mit den klimatischen Herausforderungen, die uns alle betreffen. Es gibt keine perfekte Lösung, die uns aus dieser Katastrophe herausführt. Genau zu diesem resignierenden Schluss kam ich, als ich das Buch noch einmal Revue passieren ließ.

Letztendlich ist für mich das vorliegende Werk leider das bisher schwächste der Autorin. Zu lange fühlte ich mich nicht richtig wohl in der Geschichte, die Charaktere waren allesamt recht eindimensional und die Handlung nahm nicht so richtig Fahrt auf. Trotzdem spreche ich hier eine Leseempfehlung aus, da der Roman einige interessante gedankliche Ansätze bietet und die Notwendigkeit betont, Initiative zu ergreifen, bevor wir die Situation erreichen, die hier geschildert wird.

Ich vergebe daher drei von fünf möglichen Sternen.


«Cryptos»
ist ein Jugendthriller, der sich eindringlich mit den Auswirkungen des Klimawandels auf die Zivilisation beschäftigt. Schade, dass die Autorin ihr Potenzial dieses Mal nicht ganz ausschöpft.

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Veröffentlicht am 17.09.2020

Eines meiner Jahreshighlights

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Inhalt:
In "Cryptos" folgen wir der Protagonistin Jana. Sie ist Weltendesignerin und macht ihren Job mit ganz viel Herz. Sie liebt ihre selbst erschaffen Welten. Eines Morgens gibt es jedoch in ihrer Lieblingswelt ...

Inhalt:
In "Cryptos" folgen wir der Protagonistin Jana. Sie ist Weltendesignerin und macht ihren Job mit ganz viel Herz. Sie liebt ihre selbst erschaffen Welten. Eines Morgens gibt es jedoch in ihrer Lieblingswelt Kerrybrook Probleme. Sie kann diese Probleme nur innerhalb der Welt selbst begutachten und reist nach Kerrybrook. Dort geschieht jedoch ein Mord und die Ereignisse spitzen sich zu. Jana kämpft plötzlich selbst um ihr Leben.

Meine Meinung:
"Cryptos" thematisiert eine Welt, in der der Klimawandel soweit voran geschritten ist, dass sich die Menschen in virtuelle Welten flüchten und ihre Zeit in der Realität als Tortur wahrnehmen.

Der Schreibstil ist super (wie man es schon von Ursula Poznanski kennt). Das Buch hat sich super leicht und schnell lesen lassen.

Durch die detaillierte Beschreibung der Welten konnte ich richtig in die Welten abtauchen. Auch Jana wird sehr schön beschrieben, sodass ich mich schnell mit ihr identifizieren konnte. Ich habe mit ihr gekämpft, gelitten, gelacht und die Geschichte durchlebt.

Die Spannungsbögen waren sehr passend aufgebaut. Es wurde zu keinem Zeitpunkt langweilig und ich wollte immer weiter lesen .

Das Thema Klimawandel wird immer wieder aufgegriffen. Dennoch wird nicht direkt angemahnt, sondern das Setting und die beiläufigen Bemerkungen regen auch nachhaltig zum Nachdenken an.

Auch wenn es ein Jugendbuch ist, ist es sehr gut für Erwachsene geeignet. Von mir eine Leseempfehlung für alle. Das Buch konnte mich von Beginn an fesseln und begeistern.

Insgesamt überzeugt mich das Buch vom Cover, über die Story bis zum Gefühl nach dem Lesen. Deshalb bekommt "Cryptos" von mir 5+/5 Büchern;) Eins meiner Lesehighlights in diesem Jahr.

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Veröffentlicht am 17.09.2020

Es zieht sich

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Der Klappentext verspricht mehr als das Buch am Ende bieten kann.
Der Anfang ist wirklich nicht sehr spannend eigentlich sogar recht langweilig und das zieht sich leider bis etwa zur Mitte des Buches.
Die ...

Der Klappentext verspricht mehr als das Buch am Ende bieten kann.
Der Anfang ist wirklich nicht sehr spannend eigentlich sogar recht langweilig und das zieht sich leider bis etwa zur Mitte des Buches.
Die Geschichte braucht einfach viel zu lange um aufregend zu werden.
Ein Buch mit nur ca. 400 Seiten kann es sich einfach nicht leisten ca. 170 Seiten zur Einleitung zu brauchen.
Wenn man allerdings den sich ziehenden Anfang überstanden hat wird man mit einer wirklich tollen und spannenden Gescjichte belohnt.
Es ist aufregen, neu und wirklich gut geschrieben.
Ich würde sagen es ist ein gutes Buch und alle Fans der Autorin werden es auf jeden Fall lieben, aber meine Erwartungen hat es einfach nicht erfüllt.
Gut, aber kein Must-Have

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