Cover-Bild Frankfurt am Mord
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11,90
inkl. MwSt
  • Verlag: Emons Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: allgemein und literarisch
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 336
  • Ersterscheinung: 19.09.2019
  • ISBN: 9783740806514
Uwe Krüger, Jonas Torsten Krüger

Frankfurt am Mord

Kriminalroman
Vom Bahnhofsviertel bis zum Kühkopf: Krüger & Krüger zeigen die Mainmetropole in all ihren Facetten.

Ein Toter im Rotlichtviertel: Was für Hauptkommissarin Karola Bartsch als einfacher Fall beginnt, entwickelt sich zu einem gnadenlosen Katz-und-Maus-Spiel. Verzweifelt wendet sich Karola an ihren Bruder Karsten, der als naturverbundener Ex-Bulle mit seiner Kneipe eigentlich genug Probleme am Hals hat. Die Spuren führen nicht nur mitten hinein ins kriminelle Milieu der Großstadt, sondern auch hinaus ins Grüne, wo ein maskierter Mörder sein Unwesen treibt ...

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.02.2020

Frankfurt-Krimi und ein Pinguin!

1

Klappentext:
Ein Toter im Rotlichtviertel: Was für Hauptkommissarin Karola Bartsch als einfacher Fall beginnt, entwickelt sich zu einem gnadenlosen Katz-und-Maus-Spiel. Verzweifelt wendet sich Karola an ...

Klappentext:
Ein Toter im Rotlichtviertel: Was für Hauptkommissarin Karola Bartsch als einfacher Fall beginnt, entwickelt sich zu einem gnadenlosen Katz-und-Maus-Spiel. Verzweifelt wendet sich Karola an ihren Bruder Karsten, der als naturverbundener Ex-Bulle mit seiner Kneipe eigentlich genug Probleme am Hals hat. Die Spuren führen nicht nur mitten hinein ins kriminelle Milieu der Großstadt, sondern auch hinaus ins Grüne, wo ein maskierter Mörder sein Unwesen treibt ...
Meinung:
Der Kriminalroman von Krüger & Krüger plätschert zu Beginn der Story etwas langsam und geruhsam dahin wie das Wasser am Main an einem ruhigen windstillen Sommertag. Aber dann nimmt die Geschwindigkeit des Flusses und die Story immer mehr Fahrt auf und es kommt zu einem spannenden, reißerischen und furiosen Ende. Der Prolog hatte mir vom Schreibstil her so gar nicht gefallen. Doch dann ändert sich dieser sofort ab dem ersten Kapitel. Die Sprache ist sehr genau und so bildlich, dass ich das Gefühl hatte, bei der Geschichte mitten drin zu sein. Innerlich lief ein kompletter Krimifilm ab. Als mittelhessischer Pendler kenne ich den Frankfurter Hauptbahnhof, von der Frankfurter Messe zum Bahnhof ist es zu Fuß nicht weit und vom Bahnhof in die Innenstand kann man auch ganz gut gehen. Daher waren mir die örtlichen Beschreibungen durchaus vorstellbar. Hinzu kommt der im Buch vorkommende hessische Dialekt, so dass viel Lokalkolorit zum Vorschein kommt. Darüber hinaus vermögen die Autoren eine leichte und humorvolle Sprache zu verwenden, die mir oft ein Schmunzeln entlockt hat. Dabei kommt die Spannung nicht zu kurz, diese stellt sich zwar erst später ein, dafür aber ist sie umso stärker ausgeprägt je weiter es dem Ende zugeht. Dieser Spannungsverlauf entschädigt den recht ruhigen Beginn. Spannung allein macht ein Buch aber nicht gut. Hinzukommen muss ein exzellenter Plot sowie signifikante Ermittler mit Wiedererkennungswert. Und der Krimi hat Beides. Das namenlose Opfer ist ein zunächst unbeschriebenes weißes Blatt Papier, auf dem sich nach und nach die Lücken durch akribische Polizeiarbeit schließen. Rotlichtmileu, Bahnhofsviertel, Seligenstadt und das Naturschutzgebiet Kühkopf-Knoblochsaue sind die vorkommenden Schauplätze. Kriminalhauptkommissarin Karola Bartsch habe ich sofort ins Herz geschlossen. Die an Amaxophobie (Angst, Auto zu fahren) leidende Ermittlerin hat ihre Stärken und Schwächen und hat nebenbei auch mit ihrer Vergangenheit zu kämpfen. In diesem Rahmen spielt ein weiterer Handlungsstrang eine weitere / interessante Rolle. Dort geht es um die Aktivistengruppe FAA (Free All Animals), in der auch eine Person aus dem früheren Umfeld von Karola Bartsch agiert. Die beiden weiteren Kommissare Lotte und Jannik sind ebenfalls gut gezeichnet wie der „Chef-kommt-auf-Ski“ Komtschewski, der Leiter der Spurensicherung mit seinen Gehilfen, dem „schrecklichen Sven“, sowie Staatsanwalt Wollbricht. Eine weitere zentrale Rolle spielt der für mich aber eher noch blasse ehemalige Polizist Karsten Bartsch, der Bruder von Karola.
Fazit:
Ein sehr gelungener zweiter Frankfurt-Krimi des Autorenduo Krüger & Krüger mit einer interessanten Story und guten Ermittlern. Dem Buch gebe ich, da mir anfangs ein wenig die Spannung fehlte, vier von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 19.11.2020

Mord zwischen Bembel und Rotlicht

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Das Rotlichtviertel rückt mal wieder in den Fokus der Ermittler, denn ein Toter im Wasserfass auf dem Hof eines Bordells sorgt für ordentlich Aufregung. Was nach einem leicht lösbaren Fall aussieht, entwickelt ...

Das Rotlichtviertel rückt mal wieder in den Fokus der Ermittler, denn ein Toter im Wasserfass auf dem Hof eines Bordells sorgt für ordentlich Aufregung. Was nach einem leicht lösbaren Fall aussieht, entwickelt sich nach und nach immer mehr zu einem Katz-und-Maus-Spiel zwischen Täter und Polizei, denn der scheint unglaublich Spaß daran zu haben, die Ermittler an der Nase herumzuführen.....

"Im Herzen von Europa liegt mein Frankfurt an Main " (Auszug aus der Eintracht-Hymne) und dort regiert nun mal Geld, Macht, Sex und Gewalt und das zieht verruchte Gestalten, hinterhältige Kreaturen und gewissenlose Geschöpfe an die Motten das Licht. Kein Wunder also, dass das Ermittlerduo Bartsch und Bartsch hier wieder ganz tief eintaucht in die perfiden Gedanken eines Täters, der es faustdick hinter den Ohren hat.

Wer sich in und um Frankfurt auskennt, wird viele liebgewonnene Plätze entdecken, die sich die Autoren hier zu Eigen machen und sie als perfekte Kulisse für ihren klug durchdachten Plot nutzen. Klar, dass das (Wald-)Stadion der SGE nicht fehlen darf, der Eiserne Steg dient als Verbindung zwischen Hibbdebach und Dribbdebach und der Flughafen bietet als Handlungsort für den packenden Showdown eine wirklich tolle Kulisse. Selbst die Erinnerungen an die Demos der Startbahn West und durchtanzte Nächte im Dorian Gray dürfen nicht fehlen, um diesem Regio-Krimi die passende Patina zu verleihen.

Der Fall ist von Beginn an spannend aufgebaut und bietet den mitwirkenden Figuren genügend Raum, um all ihre Facetten auszuleben. Egal ob naturverbundener Ex-Bulle, der mittlerweile sein eigenes Stöffche presst; Ermittlerin mit Fahrangst, ein Täter, der maskiert sein Unwesen treibt oder ein heimatloser Pinguin....hier passt einfach alles zusammen und es fühlt sich so an, als würde man bei einer äußert abwechslungs- und ideenreichen Stadtführung den Krimi als Liveinszenierung erleben. Der heißgeliebte hessische Dialekt darf natürlich nicht fehlen und macht so die Figuren zu echten Originalen, die mit ihren lebhaften Dialogen den einen oder anderen Seitenhieb verteilen. Aber wie sangen schon die Rodgau Monotones "Erbarme, zu spät - die Hesse komme" und genau so ist es auch in diesem Krimi. Gegen die hessischen Ermittler hat der Täter einfach keine Chance und er muss sich am Ende geschlagen geben.

Die Autoren lassen die gemütliche Seite der Mainmetropole, aber auch die hässliche Fratze von Mainhattan aufleben und stricken daraus einen echt kurzweiligen, spannenden Fall, der den Leser mitraten und ermitteln lässt.

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Veröffentlicht am 15.04.2020

Krimi in Frankfurt!

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In Frankfurts Rotlichtviertel wird eine Leiche gefunden und das auch noch direkt vor einem Bordell. Doch hängt der Mord wirklich mit dem Rotlichtmilieu zusammen oder steckt jemand anderes dahinter. Diese ...

In Frankfurts Rotlichtviertel wird eine Leiche gefunden und das auch noch direkt vor einem Bordell. Doch hängt der Mord wirklich mit dem Rotlichtmilieu zusammen oder steckt jemand anderes dahinter. Diese Fragen muss die Kommissarin Karola Bartsch klären und ist dabei auch auf die Hilfe ihres Bruders Karsten (auch ein ehemaliger Polizist) angewiesen.
Da ich selbst letzten Herbst in Frankfurt war, war ich sehr gespannt auf das Buch und hoffte auch einige Orte wieder zu erkennen. Die erste Hälfte des Buches hat sich für mich allerdings etwas gezogen und auch mit den Hauptcharakteren konnte ich irgendwie nicht ganz warm werden. Erst die zweite Hälfte fand ich dann spannend und auch die Entwicklung des Mordfalls konnte mich dann doch noch überzeugen. Trotzdem sind mir auch bis ans Ende die Charaktere nicht wirklich ans Herz gewachsen, weil ich mich nicht wiederfinden konnte in ihnen. Einzig die Lotte, ebenfalls eine Ermittlerin, fand ich sehr sympathisch. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass dies bereits der zweite Band ist und die Charaktere ja deswegen schon bekannt sein sollten. Ich habe aber den ersten Fall nicht gelesen.
Insgesamt fand ich das Buch daher ganz okay, aber leider konnte es mich nicht gänzlich überzeugen, deswegen 2.5/5 🌟

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Veröffentlicht am 28.02.2020

Spannender und anspruchsvoller Krimi

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Hauptkommissarin Karola Bartsch soll einen Mord im Frankfurter Rotlichtviertel aufklären. Zunächst gibt es keinerlei Hinweise. Karola und ihr Team stehen vor einem Rätsel und sie wendet sich hilfesuchend ...

Hauptkommissarin Karola Bartsch soll einen Mord im Frankfurter Rotlichtviertel aufklären. Zunächst gibt es keinerlei Hinweise. Karola und ihr Team stehen vor einem Rätsel und sie wendet sich hilfesuchend an ihren Bruder Karsten. Dieser führt, nachdem er die Polizeilaufbahn hinter sich gelassen hat, eine Kneipe und braut seinen eigenen "Ebbelwoi". Die Ermittlungen führen Karola und Karsten schnell ins grüne Umland.

Bei "Frankfurt am Mord" handelt es sich um den zweiten Fall der Geschwister Bartsch. Anfangs tat ich mich etwas schwer, in die Geschichte hineinzufinden. Aber relativ schnell nimmt die Story an Fahrt auf. Die Perspektive wechselt zügig und die teils kurzen Absätze machen das Lesen sehr angenehm und abwechslungsreich. Es werden mehr oder weniger drei Handlungsstränge parallel erzählt, was dem Krimi richtig gut getan und die Story anspruchsvoll gemacht hat. Man erfährt auch einiges von der Gegend rund um Frankfurt. Ungefähr ab der Hälfte wollt ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, so spannend war es. Bis zum Ende wirklich fabelhaft erzählt.

Nach anfänglichen Zweifeln konnte mich das Buch schnell für sich gewinnen. Der Spannungsbogen baut sich mehr und mehr auf um in ein überzeugendes Finale zu gipfeln. Genau so muss sich ein Krimi für mich lesen. Karola und ihr Bruder Karsten waren mir sofort sympatisch, vor allem weil beide auch ihre Schwächen haben. Insgesamt bin ich positiv überrascht von diesem zweiten Teil und möchte gerne noch mehr Fälle der Beiden verfolgen. Am besten bei einem schönen Glas "Ebbelwoi".

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Veröffentlicht am 24.02.2020

Empfehlenswert!!

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Mein Eindruck:
Zitat (S. 19):
„Komtschewski spitzte die Lippen wie ein junger Kuckuck. Sollte er lachen? Sollte er weinen? Nein, einfach fluchen: „No, never ever! Verpiss you an make you from the Acker!“

Krimis ...

Mein Eindruck:
Zitat (S. 19):
„Komtschewski spitzte die Lippen wie ein junger Kuckuck. Sollte er lachen? Sollte er weinen? Nein, einfach fluchen: „No, never ever! Verpiss you an make you from the Acker!“

Krimis lese ich ja selten, aber der Klappentext hat mich hier sehr gereizt und außerdem… Es spielt in Frankfurt, an dem ich heute noch sehr hänge, auch wenn ich schon dort schon seit langer Zeit nicht mehr lebe.

Der Einstieg in das Buch fiel mir erst mal etwas schwerer, da ich mich erstmal an den Schreibstil der beiden Autoren gewöhnen musste. Aber nach ein paar Seiten war das gar kein Problem mehr und das Buch ließ sich leicht und flüssig lesen, so dass ich fast durch das Buch gerauscht bin. Auch die bildliche Darstellung gefiel mir gut. Ich konnte mir die örtlichen Begebenheiten sehr gut vorstellen, zumindest die, die ich noch nicht kannte und noch nicht selbst gesehen habe und hatte dabei das Gefühl, wieder mitten in Frankfurt zu stehen, die Straßen entlangzulaufen oder mit der S-Bahn zu fahren.

Warum ich nur fast durch das Buch gerauscht bin? An einigen Stellen hatte das Buch für mich die eine oder andere Länge, die den Lesefluss etwas gedrosselt hat. Zu viele und zu detaillierte Beschreibungen haben hin und wieder dafür gesorgt, dass ich dann diese Stellen irgendwann überflogen habe. Hier wäre weniger wahrscheinlich mehr gewesen.

Karola Bartsch war mir zwar sympathisch und sie spielte ihre Rolle gut, aber hier fehlte mir irgendwie etwas, was mich komplett von ihr überzeugt hätte. Irgendwie war sie mir zu schwammig, auch wenn der Leser einiges von ihr erfuhr. Ich weiß leider nicht so recht, wie ich das besser beschreiben soll…

Charlotte dagegen fand ich klasse, aber auch Alexandru und Komtschewski waren mir auf Anhieb sympathisch und kamen mir auch nicht so schwammig vor wie Karola. Alexandru mochte ich von den dreien ganz besonders, auch wenn er in der Geschichte einen „Bad Boy“ spielt. Aber er ist ein Bad Boy mit Herz und Verstand.

Auch die Einarbeitung des hessischen Dialekts fand ich gut umgesetzt und es hat Spaß gemacht, die Hessen mal wieder in ihrem Element zu erleben. Bei mir kam auf jeden Fall Heimatgefühl auf.

Fazit:
Ein spannender Krimi, der zwar hin und wieder Längen aufweist, aber den Leser auch zum Lachen bringen kann. Leser, die nichts gegen ein paar kleinere Längen einzuwenden haben und gerne Regionalkrimis lesen, kann ich dieses Buch nur empfehlen.

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