Cover-Bild Das Grab im Moor
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16,99
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  • Verlag: Droemer
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Weibliche Ermittler
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 496
  • Ersterscheinung: 01.09.2020
  • ISBN: 9783426282236
Val McDermid

Das Grab im Moor

Ein Fall für Karen Pirie
Ute Brammertz (Übersetzer)

Kein Grab ist tief genug für die Wahrheit!
Eine Moor-Leiche in den schottischen Highlands wird zum 5. Cold Case für DCI Karen Pirie

Die Suche nach dem geheimnisvollen Erbe ihres Großvaters führt eine junge Engländerin in die schottischen Highlands: Auf einer provisorischen Karte ist ein Ort mitten im Moor markiert. Dort stößt sie auf ein erstaunlich gut erhaltenes amerikanisches Motorrad, Baujahr 1944 – und auf eine männliche Leiche deutlich jüngeren Datums.
DCI Karen Pirie, spezialisiert auf Cold Cases, ist eigentlich wegen eines anderen Falles in der Gegend, doch der Tote im Moor lässt ihr keine Ruhe. Er trägt ein sehr spezielles Paar Nike-Sneakers, eine Sonderanfertigung aus dem Jahr 1995. Und er ist offensichtlich keines natürlichen Todes gestorben …

Mit der sympathisch-kantigen Karen Pirie hat die britische Bestseller-Autorin Val McDermid eine Kommissarin erschaffen, die sich um so hartnäckiger in einen Cold Case verbeißt, je unlösbarer das Rätsel scheint.

Die Krimi-Reihe mit Karen Pirie ist in folgender Reihenfolge erschienen:
• Echo einer Winternacht
• Nacht unter Tag
• Der lange Atem der Vergangenheit
• Der Sinn des Todes
• Das Grab im Moor

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.10.2020

Ein neuer Fall für Karen Pirie

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DCI Karen Pirie hat einen neuen Fall auf den Tisch bekommen. Es wurde eine Leiche im Moor gefunden. Seit dem Tod ihres Lebensgefährten leidet sie unter Schlafstörungen und ist sichtlich erleichtert einen ...

DCI Karen Pirie hat einen neuen Fall auf den Tisch bekommen. Es wurde eine Leiche im Moor gefunden. Seit dem Tod ihres Lebensgefährten leidet sie unter Schlafstörungen und ist sichtlich erleichtert einen neuen Fall zu haben. Doch wer verbirgt sich hinter der Leiche und warum wurde er dirt begraben, wo man zwei alte Motorräder vergraben hat? Wer wollte hier eine wirklich unglaublich schreckliche Tat verbergen?

Zu ihrem neuen Fall bekommt Karen auch noch einen Kollegen vor die Nase gesetzt, mit dem sie so gar nichts anfangen kann. Dies lässt sie ihn auch spüren. Kann das mit den beiden gut gehen? Und warum wurde DS Gerry McCartney in ihre Abteilung versetzt? Was hat er angestellt?

Cold Cases finde ich äußerst spannend und interessant und dieser hier war es auch. Man erfährt hier viel von Karen und der Schreibstil ist flüssig und bildreich. Obwohl ich die anderen Bände nicht gelesen habe, kommt man sehr gut rein und der Wechsel ziwschen den Jahren ist auch gut gemacht.

Doch manchmal war es mir ein wenig zu langatmig. Dennoch war es ein toller Fall und ich werde mir die anderen Bücher von McDermid auch auf die Liste schreiben. =)

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Veröffentlicht am 10.10.2020

Nur wer tief gräbt wird fündig

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Karen Pirie, Spezialistin für alte unaufgeklärte Fälle und Leiterin der Historic Cases Unit, ist eigentlich nicht besonders verwundert darüber, dass ihre neue Chefin versucht an ihrem Stuhl zu sägen. Doch ...

Karen Pirie, Spezialistin für alte unaufgeklärte Fälle und Leiterin der Historic Cases Unit, ist eigentlich nicht besonders verwundert darüber, dass ihre neue Chefin versucht an ihrem Stuhl zu sägen. Doch bekanntlich macht ja der Ton die Musik und entsprechend verstimmt reagiert Karen auf die offensichtlich hinterhältige Vorgehensweise, die sie ins Straucheln bringen soll. Im Bewusstsein es nicht nur ihrem eigenen Ego, sondern vor allem den ungeklärten Fällen und seinen Toten schuldig zu sein, reagiert sie mit entsprechender Schärfe und einem genialen Schachzug, der die Welt wieder gerade rückt.

Fazit
Ein ebenso spannender, wie unterhaltsamer Krimi, der beweist das Cold Cases alles andere als cold sind.

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Veröffentlicht am 27.09.2020

Solider, gut erzählter, aber leider auch spannungsarmer Krimi mit einigen Längen

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Schottland, 1944:

Zwei Männer vergraben, in einer schottischen Einöde, zwei nagelneue amerikanische Motorräder die eigentlich vernichtet werden sollen. Beide versprechen sich in zwei Jahren zurückzukehren ...

Schottland, 1944:

Zwei Männer vergraben, in einer schottischen Einöde, zwei nagelneue amerikanische Motorräder die eigentlich vernichtet werden sollen. Beide versprechen sich in zwei Jahren zurückzukehren um die Maschinen wieder auszugraben und anschließend gewinnbringend zu verkaufen. Doch es kommt anders, da einer vorzeitig nach schwerer Krankheit verstirbt. Immerhin existieren noch die Schatzkarten, auf die beide den Ausgrabungsort notiert haben…

Schottland im Jahre 2018:

Ein Paar macht sich, mit einer geerbten Schatzkarte, auf in die schottische, dörfliche Idylle, denn es ist sich nach einem Internetkontakt sicher, nach langer Suche, endlich die Stelle gefunden zu haben wo einst zwei amerikanische Motorräder versteckt wurden. Beide erhoffen sich Spaß und reichlich Profit und wollen mit Hilfe von Hamish, dem das Stück Land auf dem sie graben möchten gehört, endlich die Maschinen bergen. Doch ihre anfängliche Freude wandelt sich schon bald in Schrecken, denn bei einer der Maschinen, finden sie eine durch den Torfboden, konservierte Leiche. Und diese liegt dort erst seit dem Jahre 1995.

Die herbeigerufene DCI Karen Pirie, die für Altfälle zuständig ist, stürzt sich sogleich mit Feuereifer in die Ermittlungen. Ihr Arbeitseifer ist zum Teil auch Ablenkungsmanöver, denn seit dem Tod ihres geliebten Lebenspartners, leidet Karen unter Schlafstörungen. Außerdem steht DCI Pirie unter immensem Druck, da es ihre Vorgesetzte Ann Markie, darauf angelegt hat, Karen aus ihrem Job zu kicken. Dabei leisten Karen und ihr Kollege ausgezeichnete Arbeit. Doch nun müssen sie es hinnehmen, dass Markie ihnen einen neuen Kollegen vor die Nase setzt, der mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein persönlicher Spion von Markie ist. DS Gerry McCartney, wird also von Karen mit einem anderen Fall betraut um ihn aus dem Revier zu bekommen. McCartney soll den Halter eines Autos ausfindig machen, der im Verdacht steht, ein Serienvergewaltiger zu sein. Eine knifflige, wenig aussichtsversprechende Aufgabe, denn die Straftaten liegen über dreißig Jahre zurück.
Karens Ermittlungen gestalten sich zunächst ebenfalls sehr zäh, dazu gerät sie in eine äußerst unschöne Situation, als sie das Gespräch zweier Frauen in einem Cafe belauscht, die sich über den gewalttätigen Nochehemann der einen austauschen. Karens Rat an die beiden, kommt sie, nur wenig später, teuer zu stehen. Denn plötzlich ist eine der beiden Frauen tot und der Nochehemann der einen, liegt schwer verletzt im Krankenhaus. Ann Markie ist außer sich und Karen muss, langsam aber sicher, um ihren Job bangen…

Ich kannte bislang nur Val McDermids grandiose und höllisch spannende, sehr empfehlenswerte „Tony Hill“ Reihe die, einst auch als TV Serie, mit Robson Green in der Hauptrolle, verfilmt wurde und den literarischen Beitrag zum Jane Austen Projekt zu dem die Autorin eines von Jane Austens Werken, nämlich „Northanger Abbey“, in ein modernes Gewand hüllte. Und obwohl ich die vier Vorgängerbände der Karen Pirie Reihe also, bis dato, nicht gelesen hatte, bin ich wunderbar hineingekommen in diesen fünften Teil der Buchreihe, in dem es die Ermittlerin für Altfälle mit einem rätselhaften Mordfall zu tun bekommt.
Die Autorin erzählt ihre Geschichte auf mehreren Zeitebenen. Einmal schaut der Leser den beiden Männern etwa im Jahre 1944 über die Schulter, die die beiden amerikanischen „Indians“ vergraben, dann allerdings auch einem Mann, der ein großes Interesse daran hat, die vergrabenen Maschinen zu finden, wenige Jahre später.

Val McDermid hat Karen Pirie und ihrem Team noch zwei weitere Fälle auf den Leib geschrieben, die, in aller Ausführlichkeit dargeboten, der Aufklärung bedürfen. Und obwohl alle Fälle an sich sehr vielversprechend und spannend klangen, haben mich die Akribie mit der Val McDermid die Polizeiarbeit beschreibt und die Langsamkeit des Erzählens überhaupt, sehr gefordert. Erschwerend dazu kam, dass ich mit der Hauptakteurin leider nicht so warm wurde.
Einerseits wird angerissen, wie sehr Karen Pirie ihre Vorgesetzte verabscheut, die scheinbar keine Menschlichkeit kennt. Andererseits schubst Karen ihren Untergebenen ebenfalls herum und wirkt selbst manipulativ.

Dennoch fand ich es aber sehr positiv, wie ausführlich die Autorin das Gefühlsleben ihrer Romanheldin beschreibt. An sich mag ich es nämlich sehr gerne, wenn Hauptakteure in Krimis oder Thrillern nicht nur die nötige Staffage oder unliebsames Bindeglied sind. Und auch an Val McDermids guten Schreibstil, der mich an den von Ann Cleeves oder Phil Rickman erinnert, gibt es, im Grunde nichts zu rütteln. Wären da halt nicht die unglaublichen Längen. Man hat beim Lesen so manches Mal das Gefühl, als würde man jede Minute zeitgleich miterleben. Jedes noch so unwichtige Detail findet Erwähnung. Dazu fand ich die Wiederholungen bezüglich Jasons Unzulänglichkeiten, irgendwann nur noch nervig. Und dass Karen sich stets für überlegen hält, lässt sie nicht gerade in einem freundlichen Licht erscheinen. Und so interessant die Aufklärung der Fälle sich auch gestaltete, es fehlte diesem Krimi die, wie ich finde, nötigen Spannung. Bitte nicht falsch verstehen. Ich habe mich größtenteils gut unterhalten gefühlt von diesem Roman, doch wenn ich schon zu einem Krimi greife, sollte dieser zumindest ein spannendes Showdown aufzuweisen haben. Das ist hier leider nicht der Fall- im Gegenteil. Ich war sehr enttäuscht, dass Val McDermid die Verhaftung des Täters lediglich „aus dem Off“ geschildert hat.

Kurz gefasst: Solider, gut erzählter, aber leider auch spannungsarmer Krimi mit einigen Längen.


Karen Pirie Reihe:

1. Teil: Echo einer Winternacht
2. Teil: Nacht unter Tag
3. Teil: Der lange Atem der Vergangenheit
4. Teil: Der Sinn des Todes
5. Teil: Das Grab im Moor

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Veröffentlicht am 08.09.2020

Piries neue Fälle

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Was haben ein Highlander mit Kilt, zwei Motorräder, Ohrringe von Tiffanys, das schwarze Wohnmobil, die Schatzkarte, der rote Rover 214, der Hundekuchen und die Moorleiche gemeinsam? Richtig, all das spielt ...

Was haben ein Highlander mit Kilt, zwei Motorräder, Ohrringe von Tiffanys, das schwarze Wohnmobil, die Schatzkarte, der rote Rover 214, der Hundekuchen und die Moorleiche gemeinsam? Richtig, all das spielt eine Rolle in „Das Grab im Moor“ von Val McDermid und somit den neuen Fällen für Karen Pirie (Band 5 der Reihe).

Karen Pirie, noch immer in Trauer um Phil, ihren Liebhaber, Seelenverwandten und ehemaligen Vorgesetzten, muss diesmal an verschiedenen Fronten kämpfen. Zum einen hat die Historic Cases Unit zwei knifflige Altfälle auf dem Tisch, zum anderen gilt es, sich gegen Ann Markie, ihre neue Chefin zu behaupten, die, von Missgunst und verletzten Gefühlen getrieben, alles daran setzt, Piries berufliche Reputation zu beschädigen. Und dann ist da noch die Unterhaltung zweier Frauen, die sie per Zufall in ihrem Lieblingscafé mitangehört und sie misstrauisch gemacht hat.

Wieder einmal beweist Val McDermid, dass sie zurecht zur oberen Liga der schottischen Autoren gehört. Natürlich ist es spannend, die Polizeiarbeit an Altfällen zu begleiten, aber genauso interessant ist die Sicht der Autorin auf das Edinburgh der Gegenwart, in dessen Vielfalt ein syrisches Café ebenso seinen Platz hat wie das italienische Gebäck, der schottische Whisky und der Craft-Gin. Und auch die mehr oder weniger in Nebensätzen eingeflochtenen Informationen zur jüngeren Historie und die kritischen Anmerkungen zur Arbeit der Stadtplaner und Bauträger, die gewachsene Viertel zugunsten des Profits zerstören. Durchaus ernste Themen, die McDermid aber mit dem ihr eigenen trockenen Humor auflockert. Und der harmoniesüchtige Leser wird natürlich auch zufriedengestellt. Die Fälle gelöst, der Angriff der Vorgesetzten abgewehrt und der Boden (vielleicht) bereitet für eine neue Beziehung. Also -alles zur absoluten Zufriedenheit erledigt. Aber etwas anderes hätte ich von der Autorin auch nicht erwartet. Daumen hoch!