Cover-Bild 24. Februar... und der Himmel war nicht mehr blau

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16,00
inkl. MwSt
  • Verlag: story.one – the library of life
  • Themenbereich: Biografien, Literatur, Literaturwissenschaft - Biografien und Sachliteratur
  • Genre: Sachbücher / Politik, Gesellschaft & Wirtschaft
  • Seitenzahl: 90
  • Ersterscheinung: 16.05.2022
  • ISBN: 9783903715226
Valeria Shashenok, @VALERISSSH

24. Februar... und der Himmel war nicht mehr blau

Things that just make sense in a bomb shelter

50 Mio. TikTok Views: die wahre Geschichte

„Als Russland mein Land, die Ukraine, überfiel, flüchteten meine Eltern, mein Hund und ich in einen mir mehr als skurril erscheinenden Bombenschutzkeller. Und weil es dort WLAN gab und die Tage verdammt lange und auch langweilig waren, postete ich Videos, die mein neues Zuhause vorstellen sollten – manche davon gingen dann sogar um die Welt. 

Aber meine Geschichte ist eigentlich eine ganz andere: Es ist die eines jungen Mädchens voll mit großen Träumen, das die Welt entdecken wollte und den Krieg für einen schlechten Scherz hielt. Bis zu dem Tag, an dem ich erkennen musste, dass ich mittendrin bin im größten Alptraum meines Lebens.“ 

Valeria beschließt, der Welt ihre Heimatstadt Tschernihiw zu zeigen und die wahren Geschichten zu erzählen. Es sind Bilder und Geschichten, die wir uns alle im 21. Jahrhundert mitten in Europa nicht vorstellen konnten und wollten. Und das Grauen endet nicht einmal mit ihrer Flucht nach Mailand, denn dort angekommen, holen Putins Bomben sie ein und treffen sie mitten ins Herz.

„It is horrible when you hear bombs, but you can’t do anything – you are just a toy.“

Neben Mut und Tapferkeit ist es vielleicht der Humor, der tief berührt, da er für einen Hauch Normalität und Lebensfreude in der Tragödie spricht. So verliert die Ödnis eines Luftschutzbunkers ein wenig ihren Schrecken. n-tv

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich bei Venatrix in einem Regal.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.05.2022

"Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit"

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Als am 24. Februar 2022 die russischen Truppen in der Ukraine einmarschierten, änderte sich das Leben der jungen Valeria Shashenok wie das aller Ukrainer schlagartig. Zuvor war sie eine unbekümmerte junge ...

Als am 24. Februar 2022 die russischen Truppen in der Ukraine einmarschierten, änderte sich das Leben der jungen Valeria Shashenok wie das aller Ukrainer schlagartig. Zuvor war sie eine unbekümmerte junge Frau, die auf TikTok ihre Wünsche und Träume sowie Fotos ihrer Reisen gepostet hat.

Damit war es schlagartig vorbei. Sie zieht mit ihren Eltern in einen vorher als Büro genutzten und daher recht komfortabel ausgestatteten Luftschutzkeller. Da es neben Langeweile auch WLAN gibt, beginnt sie über ihren nun veränderten Alltag zu berichten. Neben zahlreichen Fotos von ihr selbst gehen Bilder der zerstörten Häuser ihrer Heimatstadt Tschernihiw um die Welt. Innerhalb kürzester Zeit ist Valeria über alle Grenzen bekannt.

Es gelingt ihr, auf abenteuerliche Weise aus der Ukraine auszureisen, und lebt nun in Mailand.

Meine Meinung:

Dieses nur 90 Seiten umfassende Buch ist bei story.one erschienen und spricht auch jene an, die, so wie ich, mit sozialen Medien wie TikTok nichts am Hut haben. Das Buch ist eine Ergänzung zur täglichen Kriegsberichterstattung in den Medien. Es zeigt das Leben einer jungen Frau, die plötzlich ihrer Träume, ihrer Heimat, ihrer Freunde und ihrer Zukunft beraubt wird.

Ich habe nun kurz auf TikTok hineingesehen und festgestellt, dass ich für diese Art der Kommunikation ein wenig zu alt bin. Das Buch lese ich gerne.


Valeria schreibt in manchmal scheinbar unzusammenhängenden Statements über ihre Tage im Bunker, von ihrer Flucht und ihren verlorenen Träumen. Auch aus ihrem Exil in Mailand bleibt sie mit Freunden in der Ukraine in Kontakt und veröffentlicht Videos bzw. Botschaften aus dem zerstörten Land.

Das Buch wird durch einige persönliche Fotos sowie durch eine Landkarte der Ukraine und Fotos aus der zerstörten Stadt Tschernihiw ergänzt.

Berührend ist, dass Valeria dieses Buch nicht nur ihrem von einer Bombe getöten Cousin und allen UkrainerInnen sondern vor allem dem russischen Volk widmet. Denn das russische Volk wird von Putin belogen und betrogen. Denn, „das erste Opfer eines Krieges ist die Wahrheit“, auch wenn der Angriffskrieg der russischen Armee nicht so genannt werden darf.

Fazit:

Eine gute Ergänzung zu den Kriegsberichten, die täglich über unsere Bildschirme flimmern. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.