Cover-Bild Dark Memories - Nichts ist je vergessen

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8,99
inkl. MwSt
  • Verlag: FISCHER E-Books
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller: Psycho
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Ersterscheinung: 23.06.2016
  • ISBN: 9783104038445
Wendy Walker

Dark Memories - Nichts ist je vergessen

Verena Kilchling (Übersetzer)

Eine Klasse für sich: Wendy Walkers »Nicht alles ist vergessen« ist hoch manipulative Psycho-Spannung auf internationalem Bestseller-Niveau.

Du musst dich erinnern, Jenny. Du musst dich erinnern, was in jener Nacht im Wald geschehen ist.

Fairview, eine beschauliche Kleinstadt in Connecticut. Die 16-jährige Jenny Kramer wird Opfer einer brutalen Attacke und kommt schwer traumatisiert ins Krankenhaus. Dort wird ihr auf Wunsch ihrer Eltern ein Medikament verabreicht, das ihr helfen soll. Ein Medikament, das jegliche Erinnerung an den schrecklichen Vorfall auslöscht.

Danach hat Jenny keine Bilder mehr für das, was passiert ist. Da ist nur noch Schwärze. Sie bemüht sich weiterzuleben wie zuvor, beinahe so, als ob nichts geschehen wäre, während ihre Mutter Charlotte krampfhaft versucht, so etwas wie Normalität wiederherzustellen, und ihr Vater Tom wie besessen ist von dem Gedanken, den Täter, der seiner Tochter das angetan hat, zu überführen.

Doch das Nicht-Erinnern-Können wird für Jenny mehr und mehr zu einem Albtraum. Denn ihr Körper weiß noch immer, was ihm angetan wurde. Gemeinsam mit dem Psychiater Alan Forrester, der auf Fälle wie Jenny spezialisiert ist, versucht sie, Stück für Stück Licht in das Dunkel jener Nacht zu bringen, die Chronologie der Ereignisse wiederherzustellen. Aber kann sie denen, die sie dabei unterstützen wollen, vertrauen? Wie manipulierbar ist Erinnerung? Und helfen die Erinnerungen, die langsam zu ihr zurückkommen, wirklich, den Schuldigen zu finden?

»Dieses Buch dürfen Sie auf keinen Fall verpassen!« Karin Slaughter

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.11.2016

Erinnere dich, Jenny

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Die 15jährige Jenny Kramer wird auf einer Party Opfer einer grauenvollen Vergewaltigung. Im Krankenhaus entscheiden sich ihre Eltern dafür, ihre Erinnerungen an die Tat mit Hilfe eines Medikamentes auszulöschen. ...

Die 15jährige Jenny Kramer wird auf einer Party Opfer einer grauenvollen Vergewaltigung. Im Krankenhaus entscheiden sich ihre Eltern dafür, ihre Erinnerungen an die Tat mit Hilfe eines Medikamentes auszulöschen. Jenny kann sich nun nicht mehr an die Vergewaltigung erinnern, weiß aber, dass sie passiert ist. Doch besser geht es ihr dadurch nicht, ihre Gefühle, Angst, Wut, Verzweiflung sind immer noch da, schwirren wie Geister durch ihren Körper und finden keine Erinnerungen, mit denen sie sich verknüpfen können. Nach einem Selbstmordversuch macht sie sich gemeinsam mit einem auf diesem Gebiet erfahrenen Psychologen auf die Suche nach ihren Erinnerungen. Dabei kommen auch viele Geheimnisse ihrer Eltern ans Licht. Geschickt manipuliert rasen alle Charaktere unaufhaltsam auf einen Abgrund zu….

Anders als es vom Klappentext zu erwarten ist steht in diesem Buch nicht unbedingt Jenny im Mittelpunkt. Die Geschichte wird durchgängig aus Sicht des Psychologen und aus der Ich-Perspektive erzählt. Die Charaktere selbst kommen in Kursivschrift dann zu Wort, wenn der Psychologe Unterhaltungen mit ihnen schildert. Anfangs ist es mir nicht leichtgefallen, in diesen Erzählstil hinein zu finden. Gerade am Anfang des Buches wirkt er sehr nüchtern, distanziert und trocken. Erst im Laufe der Zeit wird der Stil durch vermehrte Dialoge aufgelockert und es kommt Spannung auf.

Spannend und sehr informativ sind die Einblicke in die menschliche Psyche, die der Psychiater immer wieder einfließen lässt. Es wird geschildert, wie Erinnerungen im menschlichen Hirn abgespeichert werden, wie sich Emotionen damit verknüpfen, was passieren kann, wenn die Emotionen da sind, die Erinnerungen aber nicht. Viel wird auf die Kindheit einzelner Charaktere eingegangen, in der häufig die Ursache des Verhaltens als Erwachsener zu finden sind. Man dringt tief in die Psyche und Gedanken der Charaktere ein und findet die eine oder andere gut versteckte Emotion.

Durch die intensiven Schilderungen psychologischer Hintergründe, aber auch dem ständigen Abschweifen des Erzählers zu einzelnen Begebenheiten ist das Buch an vielen Stellen langatmig und schwierig zu lesen. Am Ende passen alle Informationen zusammen, zwischenzeitlich stehen sie aber in keinem Zusammenhang und man muss aufpassen, nichts zu überlesen, was am Ende noch wichtig werden könnte.

Der Täter am Ende kam durchaus überraschend, ebenso seine Beweggründe und das große Ganze, das sich entwickelt. Das macht einen guten Thriller ja aus. Der Leser wird mehrmals in die Irre geführt, versucht, aus den Informationen schlau zu werden, die genau zum Zwecke der Verwirrung eingestreut wurden. Trotzdem fehlte mir stellenweise die Spannung, die ich bei einem Thriller des Jahres (so die Ankündigung) erwarte. Trotzdem habe ich das Buch in kurzer Zeit durchgelesen, blieb am Ball und wollte nicht abbrechen. Einen Stern Abzug gibt es für die langatmigen Passagen.

Veröffentlicht am 29.09.2016

Super interessanter Schreibstil!

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Ich kann meinen Vorrednern nur zustimmen, wenig Thrill hat das Buch tatsächlich. Dennoch muss ich der Autorin ein dickes Lob aussprechen, denn es ist wahnsinnig interessant zu lesen, was der Psychologe ...

Ich kann meinen Vorrednern nur zustimmen, wenig Thrill hat das Buch tatsächlich. Dennoch muss ich der Autorin ein dickes Lob aussprechen, denn es ist wahnsinnig interessant zu lesen, was der Psychologe über die ganze Geschichte denkt.
Er hat wirklich einige bemerkenswerte Gedankengänge und gerade das hat mich so gefesselt. Dieser Schreibstil ist wirklich etwas besonderes und allein das ist schon das Lesen wert.
Schade fand ich es, dass man es gar nicht mitbekommen hat, wie Jenny die Medikamente verabreicht wurden. Meiner Meinung nach ging das viel zu schnell. Zu lange hingegen wird nach dem Täter, bzw. nach dem gewissen Pullover gesucht.

Man sollte auf jeden Fall mal hinein schnuppern!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Zu wenig Thrill dafür zuviel Psychologisches

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Inhalt:
Jenny eine 16-jährige Schülerin wird während einer Party brutalst vergewaltigt. Die Eltern stimmen einer sehr umstittenen Behandlung zu. Diese Behandlung soll die Erinnerung an dieses traumatischer ...

Inhalt:
Jenny eine 16-jährige Schülerin wird während einer Party brutalst vergewaltigt. Die Eltern stimmen einer sehr umstittenen Behandlung zu. Diese Behandlung soll die Erinnerung an dieses traumatischer Erlebnis auslöschen. Leider funktioniert es nicht wie geplant. Der Psychiater Alan Forrester soll die Erinnerung wieder Stück für Stück hervorholen. Dabei kommt es zu problematischen Ereignissen. Wird sich Jenny wieder an alles erinnern können und wird der Vergewaltiger gefasst?

Meine Meinung:
Das Buch war nicht Meins. Der Blickwinkel des Erzählers war gewöhnungsbedürftig. Ich bin dadurch einfach nicht richtig in die Geschichte hinein gekommen. Die Sichtbarkeit der Protagonisten war sehr unterschiedlich. Jenny ging meiner Meinung etwas unter. Sie wirkt einfach sehr blass. Dr. Forrester dominierte das gesamte Werk. Die Spannungskurve ist für mich zu flach. Ich hatte nicht das Gefühl, das ich einen Thriller lese. Dafür war die Psychologie sehr dominant. Der Schluss und das Zusammenziehen der verschiedenen Fäden war für mich etwas zu abrupt. Jennys Erlebnisse gingen meiner Meinung dabei komplett unter.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Viel Psycho, wenig Thrill

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Die sechszehnjährige Jenny Kramer wird nach einem Partybesuch von einem Unbekannten brutal vergewaltigt und schwer verletzt. Um den grausamen Überfall nicht immer wieder durchleben zu müssen, entscheiden ...

Die sechszehnjährige Jenny Kramer wird nach einem Partybesuch von einem Unbekannten brutal vergewaltigt und schwer verletzt. Um den grausamen Überfall nicht immer wieder durchleben zu müssen, entscheiden sich ihre Eltern für ein Medikament, das ihre Erinnerung löschen soll. Doch anstatt eine Linderung zu erfahren, beginnt für Jenny ein Martyrium, das sie bis zum Äußersten treibt. Denn die Folgen der Tat sind unauslöschlich in ihrem Körper gespeichert, während sie selbst nicht mehr weiß, was geschehen ist. Nach einem Selbstmordversuch beginnt sie eine Therapie, die ihr helfen soll, die vergessen geglaubten Erinnerungen wiederherzustellen. Doch kann das wirklich gelingen oder verfolgt ihr Therapeut ein ganz anders Ziel?

„Dark Memories - Nichts ist je vergessen“ ist ein Psychothriller, dessen Erzählweise ungewöhnlich ist. Ein dritter, zunächst unbeteiligt wirkender und letztendlich doch Beteiligter, schildert die Geschehnisse in der amerikanischen Kleinstadt Fairview aus seiner Sicht. Angefangen von dem brutalen Überfall auf die Schülerin, über die Probleme ihrer Eltern, bis hin zu den Ermittlungen spart er keinen der Personen aus, die sich mit dem Verbrechen an Jenny und dessen Folgen beschäftigen. Dabei fügt er immer wieder Gesprächsnotizen mit ihnen ein, sodass der Leser bald weiß, wer der Icherzähler ist. Aber nicht nur Jennys Qualen und die Suche nach ihrem Peiniger spielen eine Rolle in dem verhängnisvollen Geschehen. Auch das Verhältnis ihrer Eltern zueinander, die Therapie eines verletzten Soldaten und die immer wieder wechselnden Verdächtigen tragen dazu bei, dass die Ereignisse lange Zeit undurchschaubar bleiben. Doch trotz dieses geschickt aufgebauten Plots und der ihm zugrunde liegenden interessanten Idee kommt wenig Spannung auf. Denn der Icherzähler schweift zum einen sehr von der Thematik ab, über die er gerade berichtet, zum anderen verliert er sich viel zu sehr in fachliche Details und darüber hinaus weicht er auch noch ohne Kennzeichnung von der zeitlichen Reihenfolge ab. Dadurch ist der Handlungsverlauf teilweise zäh, obwohl die Vorkommnisse selbst dramatisch sind.

Fazit:
„Dark Memories - Nichts ist je vergessen“ ist ein Buch für Leser, die sich neben einer undurchsichtigen Handlung sehr für psychologische Zusammenhänge und Traumatherapien interessieren. Alle anderen, denen der Thrill wichtig ist, sollten sich aber nach einem anderen Buch umsehen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

"Dark Memories - Nichts ist je vergessen" von Wendy Walker

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Inhalt:


"Du musst dich erinnern, Jenny.
Du musst dich erinnern, was in jener Nacht im Wald geschehen ist."

Jennys Erinnerung wurde ausgelöscht. Künstlich, durch ein Medikament. Damit sie weiterleben ...

Inhalt:


"Du musst dich erinnern, Jenny.
Du musst dich erinnern, was in jener Nacht im Wald geschehen ist."

Jennys Erinnerung wurde ausgelöscht. Künstlich, durch ein Medikament. Damit sie weiterleben kann, trotz der furchbaren Ereignisse jener Nacht. Und ohne die Bilder für das Schreckliche im
Kopf. Aber ihr Körper hat nicht vergessen. Er weiß noch immer, was ihm angetan wurde. Mit ihrem Therapeuten rekonstruiert Jenny Stück für Stück die Ereignisse jener Nacht. Aber ist das, was zu Tage tritt, wirklich das, was passiert ist? Und kann sie denen, die ihr helfen wollen, vertrauen?

Eindruck:

"Dark Memories - Nichts ist je vergessen" für mich ein absolut intelligent, raffiniert und genial konstruierter Psychoroman. Hier wurde die Normalität umgedreht, der Anfang ist das Ende. Im
Lauf der Geschichte erlebt man, wie die Protagonisten langsam aber stetig ihren Status ändern. Die ursprüngliche Hauptperson Jenny rückt mehr und mehr in den Hintergrund und die Nebenfigur
Alan Forrester an die Front.

Das Ende hat dann noch einmal richtig Fahrt aufgenommen und bietet dem Leser die totale Überraschung - ein ganz grandioser Abschluss.

Es ist mit Sicherheit kein klassischer Thriller, bei dem von Anfang an die Nackenhaare aufrecht stehen, dennoch hatte ich ein Gefühl der unterschwelligen Spannung seit der ersten Seite. Anfangs im Zwiespalt wegen der sehr ungewöhnlichen Perspektive und des eigenwilligen Schreibstils - erzählt wird nicht aus der Sicht des Opfers, sondern aus der des Therapeuten -, hat sich dieses Buch
für mich sehr schnell zum Pageturner entwickelt.

Fazit:

Wer das besondere und ungewöhnliche Leseerlebnis sucht und sich auf sehr viel analytisches, psychologisches Fachwissen einlassen kann und möchte, sollte "Dark Memories" unbedingt lesen. Die Thematik hängt mit Sicherheit noch lange nach und regt auch zum Nachdenken an, wie weit die Medizin gehen darf. Nicht jede Behandlung sollte durchgeführt werden und schon gar nicht, wenn es um die Beeinflussung des Gehirns geht, denn... "Nichts ist je vergessen!"