Cover-Bild Die Engelkette
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16,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Longinus
  • Themenbereich: Biografien, Literatur, Literaturwissenschaft - Biografien und Sachliteratur
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 220
  • Ersterscheinung: 21.10.2019
  • ISBN: 9783945113318
Willy Sievers

Die Engelkette

Hitlers Überfall auf die Sowjetunion. Nach Tagebuchaufzeichnungen eines zum Wehrdienst gezwungenen deutschen Soldaten
Ulrike M. Dierkes (Herausgeber)

Der Zweite Weltkrieg begann mit dem deutschen Angriff auf Polen am 1. September 1939. Zwei Jahre später überfiel das nationalsozialistische Regime auch die Sowjetunion; der Feldzug trug den Decknamen „Unternehmen Barbarossa“.
Im gleichen Jahr wurde Willy Sievers zum Kriegsdienst einberufen und dem Nachrichtengefechtsstab der Heeres­gruppe Nord/Heeresgruppe Kurland zugeteilt. Seine später auf der Grundlage von Tagebuchnotizen niedergeschriebenen Schilderungen, die hier zum ersten Mal veröffentlicht werden, gehen weit über gängige Kriegsberichte hinaus. Sie zeigen den Alltag hinter der Front ebenso wie die Grausamkeiten eines Krieges, an dessen Sinn viele nicht-nationalsozialistische Soldaten zwar längst zweifeln, dessen unbarmherzigen Regeln sie aber bis zum Ende unterworfen bleiben. Allem Elend zum Trotz sieht der Verfasser sich rückblickend von einer höheren Macht beschützt, die scheinbare Zufälle wie zu einer „Engelkette“ aneinanderfügt.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.11.2020

Bestie Krieg

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Ein tragisches, bewegendes, persönliches Dokument vor dem Hintergrund eines furchtbaren Krieges. Erschütternd!

Kriegsberichte von einzelnen Personen sind ein diffiziles Thema.

Willy mußte, trotz Handgelenksschädigung, ...

Ein tragisches, bewegendes, persönliches Dokument vor dem Hintergrund eines furchtbaren Krieges. Erschütternd!

Kriegsberichte von einzelnen Personen sind ein diffiziles Thema.

Willy mußte, trotz Handgelenksschädigung, zum Militär. In Pleskau/Oberschlesien schob er am Anfang eine ruhige Kugel als Kompanieschreiber in einer Marschgruppe. Es geht weiter, immer vorwärts - Gorgonowa und die Rollbahn. Vergrabene Minen und die Partisanen sind ein großes Übel. Heimtücke war ja deren Name. Es wurden keine Gefangenen gemacht, drüben, sondern gleich alle liquidiert.

Episoden am Rande waren etwas erfreulicher. Die Zivilbevölkerung tauschte mit den Soldaten Lebensmittel (Kartoffeln, Kraut ).

Unmengen von Engeln müssen damals unterwegs gewesen sein um Soldaten zu helfen. Die Engelkette wurde aber brüchig für Willy und er wurde ziemlich arg verwundet. Es wollte nicht verheilen aus Mangel an Medikamenten. Der Rückzug begann mit vielen Kämpfen, Toten und Verletzten.

Willy verliebte sich eine Lettin. Vorübergehendes Glück.

Der Marsch zurück muß ja grauenhaft gewesen sein, egal ob verwundet oder nicht. An der Ostsee konnten sie aufs Schiff und schafften es bis Danzig. Viele andere Schiffe wurden torpediert, bombardiert und gingen klanglos unter - "Wilhelm Gustloff" - Nach Dresden, ins Muldetal, bei den Russen als Gefangene. Viele Erlebnisse, die nachwirken. Menschlichkeit und Brutalität wechseln sich ab.

Willy schafft es mit den anderen in den Westen zu kommen. Er wollte kein Soldat sein und auch nicht kämpfen. Was blieb ihm anderes übrig, außer er wollte sein Leben verlieren. Er hat noch Jahrzehnte in Frieden gelebt und wußte es zu würdigen. Kriege wird es wohl immer geben, egal wo.

Das Buch ist sehr interessant für mich gewesen und es ist sehr gut geschrieben.

Ich hoffe, dass die Engelkette nun über Willy wacht. Das Buch ist eine wichtige Mahnung, was Aggression und Kriege anrichten und wie verheerend sie für Psyche, Seele, Körper und für alle Aspekte der menschlichen Gesellschaft sind mit unvorsehbaren Nachwirkungen über Generationen hinweg. Das Buch sollte Pflichtlektüre in den Schulen sein. Lernt daraus, bitte!





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Veröffentlicht am 07.12.2019

Was der Krieg aus Menschen macht

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Klappentext:

Der Zweite Weltkrieg begann mit dem deutschen Angriff auf Polen am 1. September 1939. Zwei Jahre später überfiel das nationalsozialistische Regime auch die Sowjetunion; der Feldzug trug den ...

Klappentext:

Der Zweite Weltkrieg begann mit dem deutschen Angriff auf Polen am 1. September 1939. Zwei Jahre später überfiel das nationalsozialistische Regime auch die Sowjetunion; der Feldzug trug den Decknamen „Unternehmen Barbarossa“.
Im gleichen Jahr wurde Willy Sievers zum Kriegsdienst einberufen und dem Nachrichtengefechtsstab der Heeres¬gruppe Nord/Heeresgruppe Kurland zugeteilt. Seine später auf der Grundlage von Tagebuchnotizen niedergeschriebenen Schilderungen, die hier zum ersten Mal veröffentlicht werden, gehen weit über gängige Kriegsberichte hinaus. Sie zeigen den Alltag hinter der Front ebenso wie die Grausamkeiten eines Krieges, an dessen Sinn viele nicht-nationalsozialistische Soldaten zwar längst zweifeln, dessen unbarmherzigen Regeln sie aber bis zum Ende unterworfen bleiben. Allem Elend zum Trotz sieht der Verfasser sich rückblickend von einer höheren Macht beschützt, die scheinbare Zufälle wie zu einer „Engelkette“ aneinanderfügt.

Fazit:

Willi Sievers wird trotz seiner Handverletzung einberufen, er soll als Schreiber und technischer Zeichner eingesetzt werden. Anfangs scheint die Front sehr weit weg und Willi in Sicherheit. Doch anhand seiner Pläne zu den Truppenbewegungen wird ihm schnell klar, dass sich die Deutschen im Rückzug befinden. Bald ist auch seine Truppe vom Krieg eingeholt und so erlebt Willi Feuergefechte, Panzerangriffe und bei der Rettung eines Kameraden erlebt er die Kampftechnik der Partisanen und verliert sein Bein. Nun beginnt der Kampf um sein Leben, der aussichtslos erscheint, da die Versorgung mit jedem Tag schlechter wird. Für Willi beginnt eine Odyssee durch verschiedene Lazarette und dann muss auch die Flucht in den Westen überlebt werden. Ob und wie Willi dies schaffen kann, das müsst ihr selbst lesen, es lohnt sich.

Diese wahre Geschichte geht unter die Haut, da sie die Geschehen an der Front mit deutlichen Worten beschreibt und den Leser mitten in das Geschehen hineinzieht. Ich konnte mit Willi hoffen und bangen und freute mich über jeden Engel der an seiner Seite stand. Ich konnte das Grauen dieses Krieges hautnah miterleben und kann jetzt noch besser nachvollziehen, wie diese Generation geschädigt wurde, nur um den Größenwahn eines Mannes zu befriedigen. Doch auch schöne Szenen kommen in dieser Geschichte vor, so konnte ich mich mit Willi über Menschen freuen, die ihr Herz und ihre Gerechtigkeit noch besaßen und den Mut hatten zu helfen. Das waren Streiflichter der Hoffnung am Rande der Trümmerfelder mit den vielen Toten.

Das Buch ist so spannend geschrieben, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte und immer mitfieberte. Es ist ein wichtiger Zeitzeugenbericht und eine Mahnung an uns alle, um uns immer vor Augen zu halten, was Kriege aus Menschen machen und wie sie sich auch auf die nachfolgenden Generationen auswirken. Von mir eine absolute Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 23.11.2019

Die Engelkette

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Ein Buch, das für uns, die wir ja schon sehr lange in Friedenszeiten leben dürfen, sehr interessant ist und unter die Haut geht. , Man kann sich wirklich überhaupt nicht vorstellen, was die Generation ...

Ein Buch, das für uns, die wir ja schon sehr lange in Friedenszeiten leben dürfen, sehr interessant ist und unter die Haut geht. , Man kann sich wirklich überhaupt nicht vorstellen, was die Generation unserer Eltern und Großeltern mitgemacht haben muß. Willy wird trotz einer Handverletzung zum Kriegsdienst einberufen. Er wird im Nachrichtengefechtsstab und im Schreibdienst eingesetzt. Das Unternehmen Barbarossa nahm Kurs auf Rußland und wollte dieses große Land besiegen. Willy erlebte Feuergefechte, Panzerangriffe und er rettete eine junge Lettin vor dem sicheren Tod. Doch wie das Schicksal so spielt rettete ein paar Monate später diese junge Frau Willy. In dem Buch erleben wir die schrecklichen Kämpfe, Krankheit und Tod und schwere Verwundung der Soldaten. Als Willy dann einmal einen Kameraden retten will, der angeschossen wurde, verlor er durch eine Mine sein Bein. Eine Odysee durch verschiedene Krankenhäuser und Transporte. Er sah vom Krankenhaus aus, wie Dresden zerbombt wurde, er sah es niederbrennen.