Cover-Bild Leichdorf
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22,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Golkonda Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Horror
  • Genre: Krimis & Thriller / Horror
  • Seitenzahl: 456
  • Ersterscheinung: 31.03.2022
  • ISBN: 9783965090576
Wolfgang Rauh

Leichdorf

Im beschaulichen Leichdorf, einem kleinen, abgeschiedenen Ort inmitten von Wäldern und Bergen, lebt ein Serienmörder, der seinen Opfern gerne die Haut abzieht, um unter die Oberfläche zu schauen.

Wie ein Süchtiger hat er seine Gewaltfantasien über die Jahre hinweg beobachtet, wie ein Süchtiger schwört er, damit aufzuhören.
Wie ein Süchtiger macht er weiter. Lange Zeit blieb er unbemerkt, aber als er eine Frau gefangen nimmt, anstatt sie zu töten, um mit ihr über Gott, das Leben, den Tod und die Schuld zu reden, eskaliert die Spirale aus Gewalt und erreicht die vermeintlich heile Welt des Dorfes. Auch der Taxifahrer Roland, seine langjährige Lebensgefährtin Sandra und ihr bester Freund Dwiggi geraten ins Visier des Mörders, denn ihr Glück macht sie verletzlich und lässt sie immer weiter auf den Abgrund zutaumeln, der sich vor ihnen auftut.

Der Schrecken nimmt weiter seinen Lauf: Leute verschwinden, Leichen tauchen auf und ganz Leichdorf fragt sich, wer dieser grausame Mörder ist – und was das alles mit dem örtlichen Horrormärchen des Schneiders zu tun hat, der nach dem Tod seiner Frau und der beiden Kinder diese als lebensgroße Puppen aus Jutesäcken nachbildete und sich dann das Herz herausschnitt, um es mit ihnen zu teilen …

Guter deutschsprachiger Horror ist nicht ganz einfach zu finden – doch mit Leichdorf von Wolfgang Rauh gibt es endlich eine tolle Geschichte im Stil von Stephen King: Charakterbasierter Horror, der sich erst langsam und dann immer schneller steigert; Protagonist*innen mit viel Charme; Schrecken, der sowohl im Übernatürlichen als auch im Alltäglichen liegt; eine Prise Humor – und natürlich ausreichend Gewalt.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.07.2022

Düsterer und sehr atmosphärischer Horror-Roman

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Das kleine und beschauliche Leichdorf verspricht ein ruhiges Leben in der Natur, wenn da nicht ein Serienmörder sein Unwesen treiben würde. Dieser fällt über seine Opfer her und zieht ihnen die Haut ab, ...

Das kleine und beschauliche Leichdorf verspricht ein ruhiges Leben in der Natur, wenn da nicht ein Serienmörder sein Unwesen treiben würde. Dieser fällt über seine Opfer her und zieht ihnen die Haut ab, um dahinter schauen zu können. Ein innerer Trieb bringt ihn zu immer neuen Gewaltexzessen, die sich schon nicht mehr beherrschen lassen. Was oder wer kann ihn stoppen? Ist es sein eigener Geist, der ihn bekehren kann, oder kann der hinzugezogene Ermittler schnell genug Rückschlüsse ziehen, um weiteres Unheil abzuwenden. Liegt gar ein Fluch auf dem Dorf und dem anschließenden Wald?

Der von seinem Idol Stephen King angetriebene Autor Wolfgang Rauh hat mit "Leichdorf" einen aus meiner Sicht sehr gelungenen Horror-Roman veröffentlicht. Er erzählt die Geschichte in einem intensiven und wortgewandten Schreibstil, mit dem es ihm gelingt ein äußerst düsteres und bedrohliches Szenario aufzubauen. Er legt hier sehr viel Wert auf die beängstigende Atmosphäre und weniger auf möglichst blutrünstige Taten. Auch die kommen zwar nicht zu kurz, werden aber auch nicht in allen Einzelheiten ausgeschmückt. Der Spannungsbogen wird über den mystischen Anteil auf einem hohen Niveau gehalten und es entwickelt sich eine immer bedrohlichere Situation, deren Ausgang mir völlig offen erschien. Wolfgang Rauh zeichnet seine Protagonisten interessant und ausführlich, was die Geschichte für mich deutlich erlebbarer machte. Spätestens zur Hälfte des Buches hatte mich das Ganze so gepackt, dass ich das Buch kaum noch aus den Händen legen konnte. Das spannende Finale schließt die Geschichte aus meiner Sicht gelungen ab.

Insgesamt konnte mir der Autor mit "Leichdorf" eine paar gruselige und fesselnde Lesestunden bescheren. Mir hat das Werk ausgesprochen gut gefallen, so dass ich auf weitere Projekte von Wolfgang Rauh gespannt bin, an die nicht ganz Zartbesaiteten eine unbedingte Leseempfehlung aussprechen will und das Buch mit den vollen fünf von fünf Sternen bewerte.

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Veröffentlicht am 21.06.2022

Horror vom Feinsten

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Dieses Buch hat mich mehr als positiv überrascht, denn es entpuppte sich entgegen meiner anfänglichen Skepsis als absolutes Lese-Highlight.
Mir ist sofort die unglaubliche inhaltliche Dichte aufgefallen: ...

Dieses Buch hat mich mehr als positiv überrascht, denn es entpuppte sich entgegen meiner anfänglichen Skepsis als absolutes Lese-Highlight.
Mir ist sofort die unglaubliche inhaltliche Dichte aufgefallen: von Anfang an gibt es vergleichsweise viele Charaktere, die einem aber sehr schnell vertraut werden, und es passiert wirklich sehr viel, was ich alleine daran merkte, dass ich nicht durch die Seiten 'fliegen' konnte, sondern wirklich jeden Satz bewusst aufnehmen musste. Und auch wenn nicht in jedem Moment hochdramatische Action ablief, so waren die Beschreibungen und das Geschehen immer interessant und fesselnd. Der Schreibstil hat mich tatsächlich ein wenig an Werke von Stephen King erinnert, in denen sich die Spannung ja auch langsam aufbaut und der Anfang für eine ausführliche Einführung der Charaktere genutzt wird. Ich hatte dann auch gleich meine Favoriten unter den Personen - denen ich natürlich gewünscht habe dass sie heil aus der ganzen Geschichte herauskommen mögen... Und auch wenn die Wahl einer der Hauptfiguren auf den ersten Blick sehr klischeehaft wirkte, hat der Autor dieser Person eine ganz eigene sehr intensive Aura verliehen, die ihr unglaubliches Denken und Handeln gleichzeitig sehr glaubhaft und eindringlich machte.
Zwischendurch hatte ich kurz die Sorge, dass die sehr komplexe Handlung mit zu vielen Nebenschauplätzen und verschachtelten Handlungssträngen überfrachtet ist und sich in den Details verliert, aber am Ende passte alles perfekt zusammen und ergab einen extrem düsteren und unheimlichen Sinn.
Besonders gut gefallen hat mir auch, dass der Horror immer wieder zwischenmenschlichen Tönen wich, die einem manche der Protagonisten so richtig ans Herz wachsen ließen und der Geschichte Nachdruck und Tiefe verliehen. Das große Finale am Ende schliesslich hat alle meine Erwartungen übertroffen, und ich war von der bildhaften Ästhetik des Horrors wirklich total beeindruckt - das war wirklich ganz großes Kino. Fazit: 'Leichdorf' bietet Horror vom Feinsten und legt hoffentlich den Grundstein zu weiteren Romanen, die das Thema und den schaurigen Reiz der Gegend vertiefen und (hoffentlich) auch die ein oder andere Figur wieder aufleben lassen.

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Veröffentlicht am 15.06.2022

Atmosphärisch schaurig und beschaulich dörflich

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"Leichdorf" von Wolfgang Rauh ist ein sehr spannender Thriller, der den Leser auch in eine Welt des Horrors und des Fantastischen schickt. Ich habe mich sehr gerne dahin mitnehmen lassen.
Leichdorf ist ...

"Leichdorf" von Wolfgang Rauh ist ein sehr spannender Thriller, der den Leser auch in eine Welt des Horrors und des Fantastischen schickt. Ich habe mich sehr gerne dahin mitnehmen lassen.
Leichdorf ist ein kleiner Ort inmitten von Wäldern, der auch seine ganz eigene Geschichte in der Hinsicht von Serienmördern hat. Eine gruselige Geschichte und jetzt tauchen auch wieder Leichen oder Teile davon auf.
Das Buch nimmt langsam Fahrt auf, die Hauptpersonen werden vorgestellt und die meisten davon mochte ich sehr gerne. Mir hat gefallen, dass die einzelnen Kapitel auch aus jeweils anderer Sicht erzählt werden. Da kommen sehr eigene Ansichten und Gedanken zutage und man kann mitfühlen und auch mitleiden. Auch aus der Sicht des Täters erlebt man hier Teile der Geschichte mit, ohne dabei den kompletten Ausmaß des Schreckens zu erfahren.
Der Autor schafft es gut, einzelne Szenen und die Atmosphäre zu beschreiben, ich hatte regelrecht Bilder vor Augen und es gibt hier auch sehr viele freundliche Bilder, in die das Grauen dann nach und nach einbricht. Auch die Spannung steigt eher allmählich an. Die Geschichte wird trotzdem mit einem gewissen Maß an Humor erzählt, was mir sehr gut gefallen hat, um das alles nicht allzu ernst zu nehmen.
Ich kann das Buch weiterempfehlen und warte gespannt auf weitere Bücher des Autors, da es mir an guter Horrorliteratur nie genug geben kann.

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Veröffentlicht am 06.06.2022

Man betritt diesen Ort und der Horror wartet

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Leichdorf heißt der Ort, in dem die Handlung spielt und hier nehmen die Dingen ihren Lauf. Einen Serientäter gibt es hier, der seinen Opfern die Haut abzieht, um 'in sie hineinzusehen'. Bisher wurde sein ...

Leichdorf heißt der Ort, in dem die Handlung spielt und hier nehmen die Dingen ihren Lauf. Einen Serientäter gibt es hier, der seinen Opfern die Haut abzieht, um 'in sie hineinzusehen'. Bisher wurde sein Treiben noch nicht entdeckt. Wäre Aufhören eine Option, wäre jetzt sicherlich der passende Zeitpunkt dafür, dann, wenn es am Schönsten ist und man noch gute Chancen hat, nicht erwischt zu werden, doch die Sucht, es wieder zu tun, ist zu groß. Und irgendwie passt dieser düstere Ort und seine gebeutelten, teilweise in ihrer eigenen Hölle wandelnden Menschen, diese kaputten, traumatisierten Charaktere auch ganz ausgezeichnet zu dem Mörder, der da mit ihnen lebt.
Den Plot für diese Geschichte kann man wohl dem Genre Krimi zuordnen, doch wenn man die Tür erstmal aufgestossen hat und als Leser über die ominöse Schwelle getreten ist, dann ist man mitten drin im Horror der ganz eigenen Art und an dem gibt es wahrlich ganz und gar nichts auszusetzen. Es ist schon grausig, aber nicht zuviel, sehr spannend, genau richtig, würde ich sagen und das Ende, perfekt. Und ein perfektes Ende, das ist ja wohl schon die halbe Miete, denn so oft kommt das nicht vor. Und als Würze obendrauf gibt es dann noch eine nicht unerhebliche Portion Humor dazu.
Mainstream ist das hier nicht, aber irgendwie trotzdem eine echte Entdeckung.
Seid mutig und macht euch ans Werk, ans Lesen meine ich natürlich.

Veröffentlicht am 05.06.2022

Horrorroman gespickt mit Schockelementen und wunderbarem Humor

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Wolfgang Rauchs 452 Seiten starker Roman "Leichdorf" bleibt nach der Lektüre garantiert im Kopf für eine längere Zeit haften.

Bereits das skurril gestaltete Cover, welches einen Gesichtsausschnitt aus ...

Wolfgang Rauchs 452 Seiten starker Roman "Leichdorf" bleibt nach der Lektüre garantiert im Kopf für eine längere Zeit haften.

Bereits das skurril gestaltete Cover, welches einen Gesichtsausschnitt aus Jute mit seltsam starren Augen zeigt, erzeugt sofort eine erste Gänsehaut und erhöht die Erwartung auf eine gruselige Geschichte, der die Story dann in jedem Fall auch gerecht wird.

In einem kleinen Dorf, wo im Grunde jeder jeden kennt, treibt ein Serienmörder sein Unwesen, indem er seine Opfer nicht nur tötet, sondern auch noch häutet. Als er nach einem Autounfall die Frau seines Opfers gefangen nimmt und auch erste Bewohner der überschaubaren Gemeinde betroffen sind, eskaliert die Situation.

Nachdem uns der Autor zunächst über die ersten Seiten des Romans das Dorf, dessen Geschichte und die wichtigsten Bewohner vorstellt, gelingt es ihm sogleich einen ,im wahrsten Sinne des Wortes, irren Spannungsbogen aufzubauen, der uns bis zum Ende des Buches begleiten und nicht loslassen wird. Durch einige beinahe romantisch wirkende Phasen, in denen die zwischenmenschlichen Aspekte der Protagonisten, zum Tragen kommen und mit wunderbaren humorigen Passagen, hat der/ die Leser/in zwischenzeitlich immer mal wieder eine Auszeit, um sich von dem Horror und den Wahnvorstellungen zu erholen. Da diese jedoch erfreulicherweise in passender Kürze auftreten, tragen sie sogar zur erhöhten Spannung bei.

Mein Fazit: "Leichdorf" ist ein Ort, den die Liebhaber/innen von Romanen mit Horrorfaktor, Charakterstudien und einer herrlichen und willkommenen Prise Humor, unbedingt in Form einer Lektüre besuchen müssen, ansonsten besser in jedem Fall in Persona meiden sollten.

Unbedingt lesen!

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