Cover-Bild Letzte Fahrt

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9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 352
  • Ersterscheinung: 15.02.2018
  • ISBN: 9783462051018
Yann Sola

Letzte Fahrt

Ein Südfrankreich-Krimi
Moderne Schatzsucher, ein toter Professor und ein geheimnisvoller Club.
In Banyuls-sur-Mer, am südwestlichsten Zipfel Frankreichs, ziert eine feine Schneeschicht den sonst so sonnenverwöhnten Strand. Perez, Hobbyermittler und Kleinganove, hat alle Hände voll zu tun, sich gegen die ungewohnten Witterungsbedingungen zu wehren, als sein Freund Mata, Taucher am Meeresbiologischen Institut der Côte Vermeille, spurlos verschwindet. Wenig später wird ein toter Professor in einem Pool gefunden, und hochgerüstete Boote befahren das Mittelmeer zwischen Frankreich und Spanien auf der Suche nach einem mysteriösen Wrack. Gemeinsam mit seiner Stieftochter und seinem Schwiegersohn macht sich Perez auf die Suche nach Mata und gerät in einen rasanten und komplexen Fall, der immer mehr Rätsel aufgibt. Welche Nachforschungen hat der Professor angestellt? Was hat es mit dem berüchtigten und geheimnisumwitterten Club auf sich, zu dem die Chefs der Bergungsunternehmen gehören sollen? Und was hat das alles mit Mata zu tun?

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.02.2018

Ein toller, spannender, sehr gelungener Regio-Krimi.

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Diesen tollen, spannenden Regio-Krimi von Yann Sola habe ich sehr gern gehört und kann ihn uneingeschränkt weiterempfehlen.

Klappentext beschreibt den Anfang sehr treffend: „Moderne Schatzsucher, ein ...

Diesen tollen, spannenden Regio-Krimi von Yann Sola habe ich sehr gern gehört und kann ihn uneingeschränkt weiterempfehlen.

Klappentext beschreibt den Anfang sehr treffend: „Moderne Schatzsucher, ein toter Professor und ein geheimnisvoller Club.
In Banyuls-sur-Mer, am südwestlichsten Zipfel Frankreichs, ziert eine feine Schneeschicht den sonst so sonnenverwöhnten Strand. Perez, Hobbyermittler und Kleinganove, hat alle Hände voll zu tun, sich gegen die ungewohnten Witterungsbedingungen zu wehren, als sein Freund Mata, Taucher am Meeresbiologischen Institut der Côte Vermeille, spurlos verschwindet. Wenig später wird ein toter Professor in einem Pool gefunden, und hochgerüstete Boote befahren das Mittelmeer zwischen Frankreich und Spanien auf der Suche nach einem mysteriösen Wrack. Gemeinsam mit seiner Stieftochter und seinem Schwiegersohn macht sich Perez auf die Suche nach Mata und gerät in einen rasanten und komplexen Fall, der immer mehr Rätsel aufgibt. Welche Nachforschungen hat der Professor angestellt? Was hat es mit dem berüchtigten und geheimnisumwitterten Club auf sich, zu dem die Chefs der Bergungsunternehmen gehören sollen? Und was hat das alles mit Mata zu tun?“

Ich war sofort in der Geschichte drin, fühlte mich dabei sehr wohl und konnte die Kopfhörer bis zum Schluss kaum ablegen. Es war wie ein kleiner Urlaub samt Bildungsreise zum Thema: Besonderheiten der Region.
Über die professionelle Schatzsuche erfährt man so einiges, von diversen Standpunkten betrachtet, denn das ist ganz klar das Thema dieser Folge. Man ist auch zu Besuch auf einem Forscherschiff. Sehr interessant. All die Infos sind recht elegant und authentisch vermittelt, im Sinne, man fühlt sich keineswegs belehrt, eher gut unterhalten.
Auch über Safran aus der Nähe von Toledo, und damit oft verbundene Schwindel bei der Falschetikettierung der Ware, die von woanders stammt, wie so manches über andere Delikatessen, erfährt man auch, denn Perez ist einer, der seinen Kunden echte Köstlichkeiten höchster Qualität bietet.
Perez ist wie dem wahren Leben entsprungen und gibt eine sehr sympathische Hauptfigur ab: Ein Familienmensch, wobei es sich um eine patchwork-Familie handelt, der sich um die Seinen kümmert, gutes Essen und dazu passenden Wein schätzt, und seiner Lieblingsbeschäftigung nachgeht - Ermitteln in kniffligen Fällen. Dabei sind ihm seine Connections eine große Hilfe. Seine Ortskenntnisse spielen bei seinen Ermittlungen wie immer eine Rolle. Dabei kommt man als Hörer/Leser mit dem Perez zusammen an die Stellen, die man als Fremder nie besucht hätte.
Die Polizei weiß nur einen Bruchteil dessen, was Perez weiß, dieser aber bedient sich deren Hilfe, wenn es z.B. um den DNA Abgleich oder ähnliches geht. Perez ist mit dem ehem. Polizei-Chef des Ortes befreundet. Auch hier weiß Perez, sein Verhandlungsgeschick einzusetzen, ohne, dass er dem ortsfremden Kommissar allzu viel verrät.
Perez beweist sich im Teil 3 auch als Frauenversteher. So wie er Stefanie, die etwa 17-jährige Tochter seiner Freundin von Konflikten mit ihrer Mutter abzulenken und für seine Recherchen einzusetzen weiß, ist schon bemerkenswert und auch liebenswürdig. Hier, und an paar anderen Stellen, blitzt feiner Humor durch.
Bis zum Schluss kann man rätseln, wie all diese Geschichten um längst versunkenen Schiffe und die Morde zusammenhängen, und wer dahintersteckt. Spannend bleibt es bis zur letzten Minute. Eine nette Überraschung fehlt am Ende auch nicht.
Die Sprache fand ich auch sehr ansprechend: schlicht und ergreifend. So gekonnt einfach erzählt, könnte ich noch zig anderen Geschichten lauschen.
Ich fühle mich sehr wohl in diesem Krimi auch weil Michael Schwarzmaier wieder absolut großartig gelesen hat. Eine con-geniale Leistung. Es ist, als ob man ein Hörspiel genießt, bloß alle Rollen sind vom nur einen Schauspieler gesprochen worden. Alle Figuren haben nicht nur ihre Stimmen, sondern ihren Charakter, auch situative emotionale Schwankungen, wenn z.B. jmd lacht, weint, traurig ist, etc. hört man gleich deutlich heraus. Da entsteht ein kleines Universum: Menschen mit ihren Freuden und sorgen, mit denen man gern seine Zeit verbringt.
Bei diesem Krimi würde ich unbedingt zum Hörbuch raten, sonst entgeht einem was. Da startet sofort das Kopfkino, man ist prompt im Süden und es geht los.

Fazit: Ein toller, spannender, insg. sehr gelungener Regio-Krimi. Wohl verdienten 5 Sterne und eine unbedingte Hörempfehlung gibt es von mir. Auf die nächste Folge freue ich mich jetzt schon.
Hörbuch, Spieldauer: 8 Stunden und 43 Minuten, ungekürzt, gelesen von Michael Schwarzmaier.