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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.06.2025

Ein spannender Justiz-Krimi

Der zweite Verdächtige
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Dies war der fünfte Teil der Reihe. Auch seine Vorgänger hatte ich begeistert gelesen. Und auch dieser Teil hatte es wieder in sich. Jan Staiger soll in einem Club seinen Bekannten mit Liquid Ecstasy getötet ...

Dies war der fünfte Teil der Reihe. Auch seine Vorgänger hatte ich begeistert gelesen. Und auch dieser Teil hatte es wieder in sich. Jan Staiger soll in einem Club seinen Bekannten mit Liquid Ecstasy getötet haben. Doch die Beweislage war sehr dünn, sodass Rocco seinen Mandanten aus der U-Haft rausholen konnte. Einige Monate später gab es wieder eine Leiche in einem Club und die Fälle ähnelten sich sehr. Sofort wurde Jan Staiger wieder festgenommen und anschließend wegen zweifachen Mordes angeklagt. Doch er beteuerte nach wie vor seine Unschuld und Rocco glaubte ihm. Doch die Unschuld zu beweisen, war nicht einfach.

Auch dieser Teil war wieder sehr spannend. Es wurde wieder deutlich gezeigt, wie schnell Menschen vorverurteilt wurden und Homophobie nach wie vor sehr präsent war. Und natürlich wie die Klatschblätter und sozialen Netzwerke eine riesengroße Hetzjagd veranstalteten. Vor allem gefiel mir wieder der Prozessablauf. Ich kann diese Reihe nur empfehlen.

Fazit:
Auch der fünfte Teil hatte mich wieder überzeugt.

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Veröffentlicht am 31.05.2025

Eine außergewöhnliche Geschichte

Nachtlügen
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Isra ist ein Nachtmahr, auch Alb genannt. Sie muss die Lichtträume von Menschen in Albträume umwandeln und stehlen, um selbst zu überleben. Sie erwartete eine ruhmreiche Karriere in der Traumforschung. ...

Isra ist ein Nachtmahr, auch Alb genannt. Sie muss die Lichtträume von Menschen in Albträume umwandeln und stehlen, um selbst zu überleben. Sie erwartete eine ruhmreiche Karriere in der Traumforschung. Doch dann stirbt einer ihrer Stammträumer und sie ist schuld. Deswegen arbeitet sie jetzt im Varieté, da sie von der Albgesellschaft gemieden wird. Als sie dann noch einen verbotenen Klartraum aufnimmt, bestimmen zunächst Halluzinationen ihren Alltag. Kurz danach widerfährt einem anderen Stammträumer ein Unglück und Isra setzt alles daran aufzudecken, wer dafür verantwortlich ist.

Der Klappentext hörte sich sehr spannend an. Ich fing jedoch ohne grossartigen Erwartungen an zu lesen. Und ich wurde positiv überrascht. Mit Isra musste man erst einmal warmwerden. Anfangs erlebte man sie sehr missgelaunt und unnahbar. Aber je näher man sie kennenlernte und auch die Hintergründe erfuhr, wurde sie mir immer sympathischer. Am faszinierendsten fand ich allerdings Marek, der ein Klarträumer war.

Die Geschichte hatte mich total in ihren Bann gezogen. Sie war außergewöhnlich. Die Alben fand ich sehr interessant. Da sie nicht träumen konnten und sie ihre Albgalle loswerden mussten, stahlen sie Träume und verwandelten die Lichtträume in Albträume. Und so konnten sie anschließend selbst noch einmal den Traum träumen. Nur so konnten sie normal entgiften. Es gab auch noch eine andere Möglichkeit, aber die war nicht sehr angenehm. Alleine die Vorstellung, dass man von einem Alb heimgesucht werden könnte und dadurch einen Albtraum beschert bekäme, fand ich sehr gruselig. Die Geschichte nahm langsam Fahrt auf und anfangs wusste ich noch nicht so ganz, wohin die Reise gehen würde. Später wurde es jedoch immer spannender und es gab ein überraschendes Ende.

Fazit:
Die faszinierende Welt der (Alb)Träume.

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Veröffentlicht am 29.05.2025

Eine schöne magische Geschichte

Blossoms of Fire
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Briar ist eine Kräuerhexe und führt den Laden ihrer Gran in Edinburgh. Auf dem Heimweg zum Familienanwesen wird sie von einem Drachen entführt. Briar befürchtet das schlimmste. Sie fürchtet, laut früherer ...

Briar ist eine Kräuerhexe und führt den Laden ihrer Gran in Edinburgh. Auf dem Heimweg zum Familienanwesen wird sie von einem Drachen entführt. Briar befürchtet das schlimmste. Sie fürchtet, laut früherer Geschichten, als Drachenfutter zu enden. Sie wird in eine Höhle auf einer entlegenen schottischen Insel gebracht. Doch nicht als Futter. Sie soll einen Drachen von einer rätselhaften Krankheit heilen. Sie schafft es tatsächlich und der Drache entpuppt sich als ein faszinierender Highlander namens Darragh. Zwischen den beiden gibt es von Anfang an eine große Anziehung. Und ein paar Wochen später erhält Briar die Chance ihres Lebens. Sie soll für ein Jahr die Heilerin des Drachenclans werden. Doch es lauern weiterhin Gefahren.

Das Cover fand ich sehr passend zum Inhalt und es gefiel mir sofort. Der Klappentext weckte ebenfalls meine Neugierde. Der Schreibstil war sehr angenehm und leicht zu lesen. Jedes Kapitel hatte eine andere Pflanze als Überschrift, dass ich sehr schön fand in Bezug auf Briar als Kräuterhexe. Briar war mir sofort sympathisch und hatte mal keine Modelmaße. Das gefiel mir sehr. Außerdem war sie sehr empathisch. Auch in gefährlichen Situationen gab sie alles. Darragh war natürlich ein Träumchen von einem Mann. Ein absoluter Sympathieträger. Nur die Beziehung zu seinem Bruder und Clan-Chef Basil stand unter Spannung.

Der Einstieg der Geschichte war total aufregend und spannend. Das zweite Drittel des Buches war zwar nicht sehr aufregend, aber dennoch gefiel mir die Geschichte sehr gut. Gegen Ende wurde es wieder richtig spannend. Nur einen Teil des Endes fand ich ein bisschen schwach und zu schnell aufgelöst. Außerdem gab es viele spicy Szenen und das Setting war einfach traumhaft.

Fazit:
Eine wunderschöne magische und leichte Geschichte über Hexen und Drachen.

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Veröffentlicht am 01.05.2025

Chemische Unterwerfung

Und ich werde dich nie wieder Papa nennen
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Ich hatte die Geschehnisse durch die Presse mitbekommen und ich fand es so unfassbar und schrecklich. Doch die Mutter von Caroline Darian fand ich so bewundernswert, dass sie dies öffentlich gemacht hatte. ...

Ich hatte die Geschehnisse durch die Presse mitbekommen und ich fand es so unfassbar und schrecklich. Doch die Mutter von Caroline Darian fand ich so bewundernswert, dass sie dies öffentlich gemacht hatte. Den Begriff chemische Unterwerfung kannte ich bis dato noch gar nicht. Und er wurde direkt zu Beginn erklärt. Auf eine schonungslose Art erzählte Caroline Darian ihre Geschichte seit der Festnahme ihres Erzeugers bis etwa ein Jahr danach. Die extremen seelischen Belastungen, Zusammenbrüche, Verdrängungen und sogar eine zeitweilige Spaltung der restlichen Familie wurden von ihr erzählt. Es gab auch immer wieder Rückblicke in die Vergangenheit mit ihrem Erzeuger. Und es gab andauernd neue Hiobsbotschaften, die die Familie verkraften musste.

Die Geschichte hatte mich sehr schockiert. Doch von Caroline Darian war ich stark beeindruckt. So eine starke Frau, die den Mut hatte, diese abscheulichen Verbrechen ihres Erzeugers niederzuschreiben. Und ihr anschließendes soziales Engagement war aller Ehre wert. Das Thema chemische Unterwerfung müsste viel mehr in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt werden. Es war erschreckend, wie leicht man Menschen dies teilweise durch die Hausapotheke antun konnte.

Fazit:
Eine erschütternde Geschichte einer zuvor ganz normalen Familie.

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Veröffentlicht am 29.04.2025

Keine Angst vor der Psychotherapie

Psychotherapie ohne Fachgedöns*
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Ich interessiere mich seit jeher für das Thema Psychologie. Und alleine der Titel machte mich schon sehr neugierig, da richtige Fachliteratur für einen Laien schwer zu lesen ist. Das erste, dass mir beim ...

Ich interessiere mich seit jeher für das Thema Psychologie. Und alleine der Titel machte mich schon sehr neugierig, da richtige Fachliteratur für einen Laien schwer zu lesen ist. Das erste, dass mir beim Lesen auffiel war, dass ich die Autorin äußerst sympathisch fand. Dies erlebe ich recht selten bei Fach- bzw. Sachbüchern. Außerdem fand ich es sehr gut, dass keine Diagnosen mitgeteilt wurden. Dieses Buch sollte zur Entstigmatisierung von Psychotherapeutischen Patienten dienen. Das Buch war in fünf Themen unterteilt: Angst, Scham, Einsamkeit, Schmerzen und Wut. Am Ende jedes Themas gab es Anregungen zur Selbstreflexion. Man erfuhr zum Beispiel wie es war, das erste Mal zu einem Psychotherapeuten zu gehen und welche Ängste bei manchen Patienten dabei eine Rolle spielten. Oder auch, wenn man körperlich gesund war und eine Therapie angeraten wurde. Leider denken noch viele Menschen, dass Leute, die zur Therapie gehen, verrückt sind. Und dies muss mal endlich aus den Köpfen heraus. Denn eine erfolgreiche Therapie kann das Leben wieder lebenswert machen.

Ich fand dieses Buch sehr interessant und hilfreich. Denn bei manchen Themen konnte ich mir bekannte Menschen wiederfinden. Dadurch kann ich besser verstehen, was diese Menschen innerlich durchmachen.

Fazit:
Eine sehr informative Lektüre

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