Nur einer überlebt
Die FestungBonnie soll die Rolle ihrer Schwester Clara bei der neuen Reality Show "Die Festung" einnehmen, da sie sich das Bein gebrochen hat und nicht selbst teilnehmen kann. Die Show findet auf einer abgelegen ...
Bonnie soll die Rolle ihrer Schwester Clara bei der neuen Reality Show "Die Festung" einnehmen, da sie sich das Bein gebrochen hat und nicht selbst teilnehmen kann. Die Show findet auf einer abgelegen Insel statt und Bonnie und die anderen Teilnehmer sollen gemeinsam Rätsel lösen, um sich den Gewinn zu sichern. Doch relativ rasch werden die Fragen und Antworten immer mysteriöser und bedrückender! Nur einer entkommt, nur einer überlebt? Was soll das bedeuten? Es handelt sich doch um eine Fernsehshow und ein Spiel, oder?!
Das Cover des Buchs ist gut gewählt, es wirkt düster und bedrückend- mit dem Boot, das in ein unbekanntes Abenteuer zu fahren scheint!
Die Geschichte ist interessant aufgebaut, da sie mit einer Podcast Folge in der Gegenwart startet, bei der verschiedenen Ereignisse angeteastert werden, ohne richtig Preis zu geben: was!? Dann erzählt Bonnie aus ihrer Sicht die Geschehnisse der Vergangenheit, wodurch man mit großen Erwartungen an das Folgende einsteigt. Gleichzeitig erhält man einen Einblick in ihr Leben, Gefühle und Gedanken, wodurch man zu ihr eine Sympathie aufbauen kann. Die Charaktere sind alle sehr unterschiedlich und haben ihre eigenn Facetten, was ein bunt gemischtes Bild an TeilnehmerInnen schafft.
Prinzipiell bin ich auch ein Fan von Escape Spielen und war daher auf die Rätsel sehr gespannt, habe mich auch immer wieder gefragt, ob der/die LeserInn vielleicht miträtseln soll und für uns quasi auch eigene Puzzles versteckt sind. Das Setting- abgelegen auf einer Insel, ohne eine Möglichkeit zu entkommen- ist sehr beklemmend und ich konnte es beim Lesen richtig aus den Zeilen herausspüren.
Eine weitere Erzählsicht, ist die des Direktors, welcher die "Spiele leitet" und eine gruselige Komponente einbaut. Ich fand den Schreibstil wirklich fesselnd und konnte das Buch kaum aus der Hand legen!
Es ist ein religiöser Aspekt eingebaut, den ich persönlich nur mittelmäßig fand, da es nicht ganz meinem Geschmack entspricht, aber für die Handlung und Rätsel Sinn ergibt.
Das Ende war jedoch für mich leider nicht ganz befriedigend! Irgendwie wurde dem warum nicht ausreichend Platz gegeben. Zumindest erschließt sich am Ende der Prolog, den ich während dem Lesen irgendwie schon wieder komplett vergessen hatte, und liefert eine gute Erklärung für die/den MitäterIn-auf den/die ich wahrscheinlich nicht getippt hätte. Das Nachwort der Autorin hat mich auf alle Fälle nochmal zum Nachdenken gebracht, denn ich bin auch schuldig, die ein oder andere Reality Show zu meiner Unterhaltung geschaut zu haben.
Etwas das für mich sicher stimmt, ist auf dem Cover das Zitat von Lee Child (den ich als Autor auch schon gelesen habe) : "Spannender geht es nicht!"
Fazit: Fesselnde Spannung von Anfang an! Definitiv empfehlenswert für absolute Psychothriller Fans!