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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.06.2025

Ein weiteres Meisterwerk der Autorin!

Atmosphere
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Ich liebe die Bücher von Taylor Jenkins Reid – und Atmosphere hat mich wieder einmal vollkommen begeistert. Ihre Art zu schreiben ist so eindringlich, gefühlvoll und gleichzeitig mitreißend, ...

Ich liebe die Bücher von Taylor Jenkins Reid – und Atmosphere hat mich wieder einmal vollkommen begeistert. Ihre Art zu schreiben ist so eindringlich, gefühlvoll und gleichzeitig mitreißend, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.

Die Geschichte von Joan Goodwin hat mich tief berührt. Eine Frau, die für ihre Träume lebt, deren Blick immer in den Himmel gerichtet ist – und die dennoch mit beiden Beinen fest auf dem Boden bleibt. Ihre Leidenschaft für die Astrophysik und ihr Weg zur NASA im Jahr 1980 sind beeindruckend und inspirierend. Besonders spannend fand ich das Thema Raumfahrt und wie intensiv Joan sich auf ihren Flug ins All vorbereitet – man spürt auf jeder Seite, wie sehr sie dafür brennt.

Aber was dieses Buch für mich wirklich außergewöhnlich macht, ist die emotionale Tiefe: Die Beziehung zwischen Joan und der Frau, die sie liebt, ist so ehrlich, zart und stark erzählt – ich habe mitgefiebert, mitgelitten und gehofft. Auch die Verbindung zu ihrer Nichte ist wunderschön beschrieben. Ihre gemeinsamen Momente unter dem Sternenhimmel gehören zu meinen liebsten Szenen im Buch.

Atmosphere ist ein Roman über Mut, über Liebe in all ihren Formen und darüber, was es bedeutet, seinen Platz im Universum zu finden – egal wie weit man dafür reisen muss. Absolut lesenswert!

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Veröffentlicht am 11.06.2025

spannend und politisch

Die Schatten der Solaren Union
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“Die Schatten der Solaren Union” ist ein absolutes Highlight für alle, die Science-Fiction mit Tiefgang suchen. Ja, es gibt Raumschiffe, fremde Planeten und technologische Spielereien – aber ...

“Die Schatten der Solaren Union” ist ein absolutes Highlight für alle, die Science-Fiction mit Tiefgang suchen. Ja, es gibt Raumschiffe, fremde Planeten und technologische Spielereien – aber im Zentrum steht ganz klar die Politik. Und die ist so spannend, vielschichtig und realitätsnah erzählt, dass man stellenweise glatt vergessen könnte, dass das alles im Weltall spielt.

Nach den Neuwahlen ist nichts mehr wie vorher: Die neue Vizepräsidentin Selena Veyra muss nicht nur mit einer Umweltkatastrophe auf dem Mars und brodelnden Aufständen auf den Saturnmonden klarkommen, sondern auch mit dem machtbewussten Präsidenten Marek, der einst ihr Gegner war – und immer noch keine Gelegenheit auslässt, sie zu untergraben. Die fragile Koalition droht zu kippen, und es dauert nicht lange, bis hinter den Kulissen ein knallharter Machtkampf beginnt.

Was dieses Buch für mich besonders gemacht hat, sind die vielen Perspektiven: Jede Figur hat eigene Ziele, Abgründe und Motivationen – egal ob Selena, ihr Mann Cedrik, der Oppositionelle Dresk oder die Unternehmerin Alina Corsis. Niemand ist rein gut oder böse, und das macht die Geschichte glaubwürdig und unglaublich fesselnd. Wer intrigiert hier eigentlich wen? Wem kann man vertrauen? Und wer ist bereit, alles zu opfern?

Die Handlung ist dicht, komplex, aber nie unübersichtlich. Gerade Fans von politischen Thrillern werden hier auf ihre Kosten kommen – und zwar in einem faszinierend futuristischen Setting. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und hoffe sehr auf einen zweiten Teil. Die Geschichte ist zu gut, um hier zu enden!

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Veröffentlicht am 03.06.2025

Cinder & Ella meets "The Bachelor"

Beauty and the Bachelor
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"Beauty and the Bachelor" führt uns erneut in das Universum von Cinder und Ella. Alle Charaktere aus Kelly Orams alten Büchern tauchen wieder auf. Neben Cinder und Ella findet man so auch Alice aus "Alice ...

"Beauty and the Bachelor" führt uns erneut in das Universum von Cinder und Ella. Alle Charaktere aus Kelly Orams alten Büchern tauchen wieder auf. Neben Cinder und Ella findet man so auch Alice aus "Alice in Lala Land" wieder. Dieses mal begleiten wir Ellas Freundin und Stylistin Vivian, die für die neue TV Show "Marry me" engagiert wird, die starke Ähnlichkeiten zum Bachelor aufweist. Dort trifft sie auf Sebastian, um den alle Frauen sich streiten werden. Dieser wird aber zur Teilnahme an der Show mehr oder weniger gezwungen. Als Ellas Zwillingsschwestern, die Kandidatinnen der Show sind, aus privaten Gründen aus der Show zurücktreten müssen, springt Vivian als Kandidatin für sie ein und es beginnt zwischen Vivian und Sebastian zu knistern...

"Beauty and the Bachelor" hat ein wunderschönes Cover und einen richtig hübsch gestalteten Farbschnitt, aber es kann auch inhaltlich mithalten.

Die Charaktere im Buch haben mir auch richtig gut gefunden. Man fühlt sich direkt wieder "zu Hause", da man viele von ihnen schon kennt. Vivian mit ihren bunten Haaren und ihrer direkten Art ist einfach nur toll und auch Sebastian ist super liebenswert. Er handelt an einigen Stellen des Romans wirklich wie ein Gentleman, weshalb ich ihn ins Herz geschlossen habe. Er soll zwar der "grumpy" Part sein, aber das habe ich ihm eigentlich gar nicht so richtig abgekauft. Er ist feinfühlig und empathisch an vielen Stellen, einfach ein liebevoller Mann und der perfekte Book-Boyfriend in meinen Augen. Die Dynamik zwischen Sebastian und Vivian ist von Anfang an toll. Man spürt das Knistern zwischen den beiden sofort. Durch Vivians direkte Art macht das Lesen wirklich großen Spaß.

Ich habe "Beauty and the Bachelor" wirklich genossen und kann es nur jedem empfehlen, der das Cinder und Ella Universum liebt und gerne Shows wie den Bachelor schaut.

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  • Gefühl
Veröffentlicht am 19.05.2025

Großartig

Der Gott des Waldes
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Liz Moore ist mit Der Gott des Waldes ein atmosphärisch dichter und unheimlich fesselnder Roman gelungen, der weit mehr ist als ein Thriller. Die Geschichte beginnt mit dem Verschwinden der 13-jährigen ...

Liz Moore ist mit Der Gott des Waldes ein atmosphärisch dichter und unheimlich fesselnder Roman gelungen, der weit mehr ist als ein Thriller. Die Geschichte beginnt mit dem Verschwinden der 13-jährigen Barbara Van Laar im Sommer 1975 – ausgerechnet in jenem abgelegenen Camp in den Adirondack Mountains, das ihrer wohlhabenden Familie gehört. Schon bald steht die Frage im Raum: Ist ihr Schicksal mit dem ihres Bruders Bear verknüpft, der 14 Jahre zuvor genau dort spurlos verschwand?

Was folgt, ist eine vielschichtige Erzählung, die sich langsam entfaltet und dabei tief in die Abgründe einer privilegierten, aber zutiefst zerrütteten Familie blickt. Die düstere Atmosphäre der Wälder, die Geheimnisse des Camps, das Schweigen der Angestellten – all das webt Moore zu einer spannungsgeladenen, unheimlich intensiven Geschichte.

Besonders beeindruckt hat mich, wie der Roman Krimi-Elemente mit gesellschaftskritischen Themen verbindet: soziale Ungleichheit, Machtmissbrauch, das Wegsehen der Reichen und die Abhängigkeit der weniger Privilegierten. Auch feministische Themen, wie der Kampf um Selbstbestimmung junger Frauen, fließen subtil, aber wirkungsvoll in die Handlung ein.

Die Charaktere sind vielschichtig und ambivalent gezeichnet – niemand ist wirklich unschuldig, und genau das macht die Geschichte so glaubwürdig.

Einziger kleiner Kritikpunkt: Der Spannungsbogen verliert in der Mitte stellenweise etwas an Fahrt, da Moore sehr gründlich in die psychologischen und sozialen Feinheiten eintaucht. Wer einen rasanten Thriller erwartet, braucht hier etwas Geduld – wird aber mit einer packenden, klugen und ungewöhnlich vielschichtigen Geschichte belohnt.

Der Gott des Waldes ist ein düsterer, brillanter Roman über Schuld, Macht, Geheimnisse – und darüber, was wir bereit sind zu verschweigen, um das Bild einer makellosen Fassade zu wahren. Ein echtes Highlight für alle, die psychologische Spannung mit gesellschaftlicher Tiefe suchen.

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Veröffentlicht am 19.05.2025

Großartig

Für Polina
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Für Polina ist ein außergewöhnlich berührender Roman über erste Liebe, Verlust, Musik – und die unbändige Sehnsucht nach einem Menschen, der einst alles bedeutete.

Hannes Prager ist vierzehn, als er sich ...

Für Polina ist ein außergewöhnlich berührender Roman über erste Liebe, Verlust, Musik – und die unbändige Sehnsucht nach einem Menschen, der einst alles bedeutete.

Hannes Prager ist vierzehn, als er sich in Polina verliebt. Seine Gefühle sind so rein und tief, dass er eine Melodie für sie komponiert – eine zarte, einzigartige Komposition, die ihr Wesen einfängt wie kein Wort es je könnte. Doch dann reißt ein tragischer Unfall alles auseinander: Hannes verliert seine Mutter, Polina verschwindet, und mit ihr verstummt auch die Musik in ihm.

Was folgt, ist eine leise, melancholische, aber zugleich kraftvolle Geschichte über das Erwachsenwerden mit einer tiefen inneren Leere – und über den Moment, in dem Hannes erkennt, dass er Polina wiederfinden muss, um sich selbst nicht ganz zu verlieren. Alles, was ihm bleibt, ist die Melodie.

Der Roman besticht durch seine poetische Sprache, seine emotionale Tiefe und die große Feinfühligkeit, mit der er Hannes’ innere Welt beschreibt. Jede Seite klingt nach, wie ein stiller Akkord – man liest nicht nur, man fühlt mit. Die Musik wird zur Sprache des Herzens, zur Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Verlust und Hoffnung.

Für Polina ist kein lautes Buch. Es ist zart, zurückhaltend und dennoch voller Wucht. Es geht um das, was im Leben bleibt, wenn alles andere verloren scheint – und um die Kraft der Erinnerung, der Liebe und der Kunst.

Ein Roman, der lange nachhallt. Großartig, intensiv, wunderschön.

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