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Veröffentlicht am 24.07.2025

Verrückter Roadtrip

Tage wie Salzwasser
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Was Enza und Atlanta auf ihrer Reise quer durch Europa erleben, ist wirklich lesenswert. Trotzdem konnte ich mit beiden Protagonistinnen nie so richtig warm werden und die Handlung war stückweise genial, ...

Was Enza und Atlanta auf ihrer Reise quer durch Europa erleben, ist wirklich lesenswert. Trotzdem konnte ich mit beiden Protagonistinnen nie so richtig warm werden und die Handlung war stückweise genial, dann aber auch wieder gar nicht meins, was vielleicht auch am unaufgeregten Schreibstil lag, der mir persönlich manchmal zu gefühlsarm und beschreibend daherkam, irgendwie distanziert. Nun ja, manchmal passt es eben nicht ganz so perfekt zusammen, eine nette Begegnung war es trotzdem.

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Veröffentlicht am 23.07.2025

Elefanten in Berlin

Das Geschenk
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Wie eine Elefantenherde die scheinheilige Welt der Politik aufmischt, erzählt diese Geschichte auf sehr humorvolle, aber auch erschreckende Weise, die einen wahlweise ungläubig den Kopf schütteln oder ...

Wie eine Elefantenherde die scheinheilige Welt der Politik aufmischt, erzählt diese Geschichte auf sehr humorvolle, aber auch erschreckende Weise, die einen wahlweise ungläubig den Kopf schütteln oder einem das Lachen im Halse steckenbleiben lässt. Obwohl der Titel erst einmal so positiv und schön klingt, verbirgt sich hinter diesem im wahrsten Sinne des Wortes großartigen Geschenk eine gewaltige Aufgabe, der anscheinend niemand gewachsen ist. Gewagte Pläne werden in die Tat umgesetzt, die sowohl die Elefanten als auch die Menschen schützen sollen, aber wie soll das gehen? Der Raum ist begrenzt und die Elefanten dürfen nicht eingesperrt werden: das erinnert stark an den Porzellanladen, der sich hier allerdings über ganz Berlin erstreckt. Besonders bitter zeigt sich am Ende, das man doch eigentlich wieder genau am Anfang steht. Leider bleiben mir aber auch einige elementare Fragen unbeantwortet, allen voran: wie konnten die Elefanten so unbemerkt, scheinbar aus dem Nichts, auftauchen? Das ging in diesem zugegebenermaßen sehr unterhaltsamen Polit-Zirkus leider völlig unter, beschäftigte mich aber tatsächlich über das ganze Buch hinweg, denn ohne diesen rätselhaften Umstand hätte die ganze Geschichte ja gar nicht erst stattfinden können.

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Veröffentlicht am 09.07.2025

Zusammen macht es mehr Spaß

Giraffenhund und Kratzbürste
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Der Giraffenhund ist es leid, zuhause zu sitzen und die schlechte Laune von Kratzbürste zu ertragen, daher schlägt er vor nach Paris zu reisen. Aber Kratzbürste hat keine Lust und so macht er sich alleine ...

Der Giraffenhund ist es leid, zuhause zu sitzen und die schlechte Laune von Kratzbürste zu ertragen, daher schlägt er vor nach Paris zu reisen. Aber Kratzbürste hat keine Lust und so macht er sich alleine auf den Weg, Paris zu entdecken - nur um zu merken, dass der Urlaub zusammen viel mehr Spaß machen würde. Doch Kratzbürste hat offenbar ähnliche Gedanken, und so nimmt die Handlung (natürlich) ein gutes Happy End. Die liebevollen Illustrationen, die jede Seite begleiten, sind wunderschön und sehr detailliert. Die Geschichte wird in Reimform erzählt, was manchmal aber etwas holprig wirkt und meines Erachtens letztlich im Umfang zu kurz gefasst ist, um alle Fragen zu beantworten, die sich beim Lesen stellen. Vor allem haben wir uns gefragt: warum hat Kratzbürste schlechte Laune? Das wird leider nicht aufgelöst. Auch die Stationen in Paris werden nur kurz benannt aber nicht weiter erklärt, was sehr schade ist, da es nicht ausreicht um die Stadt wirklich kennenzulernen. Trotzdem macht es großen Spaß mit Giraffenhund und Kratzbürste auf Reisen zu gehen und die letzte Seite deutet schon das nächste sonnige Reiseziel an, auf das sich alle freuen können.

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Veröffentlicht am 07.07.2025

Trostlos

Das Nest
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"Das Nest" erzählt zugleich einen Krimi und eine dramatische Familiengeschichte vor der überwältigenden Kulisse der englischen Küstenlandschaft. Fran ist Besitzerin eines Campingparks, Hausfrau und Mutter ...

"Das Nest" erzählt zugleich einen Krimi und eine dramatische Familiengeschichte vor der überwältigenden Kulisse der englischen Küstenlandschaft. Fran ist Besitzerin eines Campingparks, Hausfrau und Mutter - aber am glücklichsten ist sie, wenn sie Vögel beobachten und den Alltag vergessen kann. Dass ihre Familie langsam aber sicher auseinanderbricht, nimmt Fran daher nur am Rande wahr. Dann wird die neue Lehrerin ermordet und nichts ist mehr wie es war. Zur selben Zeit haben Roma, unter ihnen der alternde Tad, in der Nähe ihr Lager aufgeschlagen, das Frans Sohn und ihre Nichte magisch anzieht. Geschickt wird die Geschichte in wechselnden Kapiteln aus der Sicht von Fran und Tad erzählt, und nach und nach weitet sich ihr jeweiliger Mikrokosmos aus, überschneidet sich und ergibt schlussendlich ein dramatisches Gesamtbild, das ich so nicht erwartet hatte. Obwohl oder gerade weil der Schreibstil oft seltsam teilnahms- oder emotionslos wirkt, vor allem wenn Fran erzählt, ergab sich ein düsteres, nahezu hoffnungsloses Bild vom Leben der Menschen, die es an diesen Ort verschlagen hat. Und obwohl ich mit keiner der Personen wirklich mitfühlen konnte, hat mich ihr Schicksal doch auch berührt. Ein zwiespältiges Buch, das mich sowohl beeindruckt als aber auch oft kalt gelassen hat.

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Veröffentlicht am 07.07.2025

Etwas Böses lauert im Wald

Waldestod
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Dieser als Öko-Thriller angepriesene Roman besticht durch seinen hohen Spannungsbogen und die vielen unheimlichen Momente, in denen die Protagonistin sich verfolgt, beobachtet und sogar durch den Wald ...

Dieser als Öko-Thriller angepriesene Roman besticht durch seinen hohen Spannungsbogen und die vielen unheimlichen Momente, in denen die Protagonistin sich verfolgt, beobachtet und sogar durch den Wald selbst bedroht fühlt. Wem kann Emmi trauen? Was machen die Männer in den weißen Overalls im Wald tatsächlich? Wie konnte es zu der tragischen Umweltkatastrophe kommen, die eine Familie das Leben kostete? Und wer hat den Förster im Wald aufgeknüpft? Ein ums andere Mal läuft Emmi bei ihren Nachforschungen in eine Sackgasse, auch wenn sie vor Ort unerwartete Hilfe bekommt. Bis sie dann selbst ins Fadenkreuz gerät - aber von wem?! Fast bis zum Ende konnte mich das Buch mühelos fesseln, angefangen bei der unheimlichen Atmosphäre, die alleine durch die Beschreibung der einsamen Gegend und des Waldes Gänsehaut hervorruft, hin zu den vielen mysteriösen Momenten, die nicht nur Emmi ein ums andere Mal Rätsel aufgaben. Dann aber nahte das Ende der Geschichte, und hier hatte ich den Eindruck dass der Autor sich nicht entscheiden konnte und einfach zu viel hineingepackt hat. Die Auflösung fand ich dann eher enttäuschend, da sie fast banal wirkte angesichts der vielen vorausgegangenen unheimlichen Geschehnisse und gleichzeitig zu plötzlich und hektisch daherkam. Fazit: spannend und unheimlich fast bis zum Ende.

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