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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.08.2025

Langatmige Liebesgeschichte mit viel hin und her

Weil es nicht anders sein kann
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Ehrlich gesagt bin ich nun doch froh „Weil es nicht anders sein kann“ von Joanna Glen endlich beendet zu haben. Dabei liest sich der Roman eigentlich nicht schlecht und auch die malerischen Naturschauplätze ...

Ehrlich gesagt bin ich nun doch froh „Weil es nicht anders sein kann“ von Joanna Glen endlich beendet zu haben. Dabei liest sich der Roman eigentlich nicht schlecht und auch die malerischen Naturschauplätze und tierische Charaktere gefielen mir gut. Die eigentliche Liebesgeschichte ging mir im Handlungsverlauf aber zunehmend auf die Nerven und ist durch die ständigen selbst erzeugten Probleme der Beiden doch sehr anstrengend. Die Charaktere sind zudem oft dermaßen weltfremd und verhalten sich merkwürdig, so dass sie in meinen Augen wenig authentisch waren. Zudem fand ich die meisten Figuren auch noch ziemlich unsympathisch, was mein Leseerlebnis weiter schmälerte. Wer allerdings ausführliche Liebesgeschichten mag, die über mehrere Jahre hinweg erzählt werden und sich vom ständigen hin und her nicht stören lässt, könnte „Weil es nicht anders sein kann“ mögen. Ich persönlich kann allerdings nicht mehr als 3 Sterne vergeben.

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Veröffentlicht am 07.07.2025

Durchwachsene Spannung, beschauliche Atmosphäre

Was früher blüht, ist länger tot
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Bei „Was früher blüht, ist länger tot“ der Autorin Karen Finch fällt mir die Bewertung wirklich schwer. Wie ein spannender Kriminalroman las sich das Buch für mich nämlich wirklich nicht. Und das trotz ...

Bei „Was früher blüht, ist länger tot“ der Autorin Karen Finch fällt mir die Bewertung wirklich schwer. Wie ein spannender Kriminalroman las sich das Buch für mich nämlich wirklich nicht. Und das trotz mehrerer Morde und polizeilichen Ermittlungen. Wobei der Erfolg von letzteren hauptsächlich auf glücklichen Zufällen beruht und weniger auf echtem Können, was mich immens in Krimis stört. Und auch um die letztendliche Auflösung zu erraten braucht es ab einem gewissen Punkt nicht viel. Auch deshalb war „Was früher blüht, ist länger tot“ für mich was die Krimiaspekte angeht ein echter Reinfall. Abgesehen davon liest sich der Roman aber locker weg. Die beschauliche Atmosphäre im Dorf und auch die tierischen Charaktere gefielen mir super. Die menschlichen Figuren waren mir hingegen fast durchgehend unsympathisch, allen voran Helens Mutter Lydia. Allgemein kam aber auch kein Gefühl von authentischen Personen bei mir auf. Vieles in der Handlung wirkt doch etwas aufgesetzt und überzogen. Prinzipiell ist dies für mich nicht unbedingt ein Nachteil. Cosy Crime darf gerne skurril und etwas abgedreht sein, nur die Spannung darf dabei eben nicht völlig verloren gehen. Alles in allem war „Was früher blüht, ist länger tot“ wohl einfach nicht mein Buch. Für den Schreibstil und die Atmosphäre vergebe ich dennoch 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 02.07.2025

Achtung Fortsetzung

Und plötzlich ist es wunderbar
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„Und plötzlich ist es wunderbar“ schließt nahtlos an „Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt“ an und sicher hat Autorin Mhairi McFarlane mit dieser Fortsetzung auch viele glücklich gemacht. Ich ...


„Und plötzlich ist es wunderbar“ schließt nahtlos an „Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt“ an und sicher hat Autorin Mhairi McFarlane mit dieser Fortsetzung auch viele glücklich gemacht. Ich wusste allerdings nicht, dass es sich um einen Anschlussband handelt, was mein Leseerlebnis stark beeinträchtigt hat. Theoretisch kann man den Roman zwar auch eigenständig lesen, die Autorin erzählt immerhin sehr ausführlich von den bisherigen Erlebnissen in „Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt“. Dennoch hatte ich hauptsächlich in der ersten Hälfte des Buches ständig das Gefühl mir würde Wissen fehlen. Ich kann deshalb leider nicht genau sagen ob sich meine weiteren Kritikpunkte erst durch diese ungünstige Ausgangslage ergaben. Jedenfalls blieben mir die Charaktere bis zuletzt fremd und bei mir kam keinerlei Gefühl auf. Für einen Liebesroman leider ziemlich schlecht. Zunächst einmal verhalten sich Edie (36) und Elliot (32), für mich höchstens wie Anfang 20. Bis zuletzt war für mich nicht klar was die beiden eigentlich verbindet, warum sie eine Beziehung führen wollen und wie eine gemeinsame Zukunft aussehen könnte. Stellenweise liest sich der Roman humorvoll, allerdings schießt dies immer wieder mal übers Ziel hinaus. Zumindest ich finde es nicht lustig wenn eine Frau scherzhaft als Schlampe bezeichnet wird. Alles in allem kann ich nur betonen, dass „Und plötzlich ist es wunderbar“ definitiv nicht mein Buch war. Aufgrund der genannten Kritikpunkte kann ich letztlich nicht mehr als 3 Sterne vergeben.

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Veröffentlicht am 29.06.2025

Absolut vorhersehbar

Eine von uns
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Vielleicht liegt es daran, dass ich einfach schon zu viele Thriller gelesen habe, aber bis auf genau eine Wendung war die gesamte Handlung von „Eine von uns“ der Autorin Samantha Hayes absolut vorhersehbar. ...

Vielleicht liegt es daran, dass ich einfach schon zu viele Thriller gelesen habe, aber bis auf genau eine Wendung war die gesamte Handlung von „Eine von uns“ der Autorin Samantha Hayes absolut vorhersehbar. Einerseits war es fast schon lustig, als alles genau so eintraf wie vermutet, anderseits gab es für mich dadurch auch kaum Spannung. Für regelmäßige Thrillerleser:innen kann ich das Buch auf jeden Fall nicht empfehlen. Abgesehen von der großen Vorhersehbarkeit, gab es für mich am Ende auch kleinere logische Ungereimtheiten, sowie richtig merkwürdig handelnde Charaktere, so dass auch diese für mich nicht mehr stimmig wirkten. Lediglich der Schreibstil liest sich flüssig und brachte mich schnell durchs Buch. Gerne würde ich noch mehr Positives aufzählen, aber „Eine von uns“ ist leider kein Highlight. So schade, denn eigentlich hatte ich mir mehr versprochen. So kann ich aber letztlich nur knappe 3 Sterne für die vielversprechende Idee und den leicht zu lesenden Schreibstil vergeben.

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Veröffentlicht am 28.05.2025

Interessante Idee, wenig überzeugende Umsetzung

Die Schatten der Solaren Union
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Eigentlich hätte „Die Schatten der Solaren Union“ von Eryx Vail richtig gut werden können, denn ein Politthriller im SciFi Setting klang so vielversprechend. Leider konnte mich die Umsetzung aber nicht ...

Eigentlich hätte „Die Schatten der Solaren Union“ von Eryx Vail richtig gut werden können, denn ein Politthriller im SciFi Setting klang so vielversprechend. Leider konnte mich die Umsetzung aber nicht wirklich überzeugen, was gleich mehrere Gründe hat. Zum einen ist mir vieles in dieser zukünftigen Welt einfach nicht neu genug. Letztlich liest sich die Geschichte, abgesehen von den Planetenbesiedelungen, als würde sie heute stattfinden. Nicht nur im Mindset der Charaktere, auch in alltäglichen Details sehe ich einfach keine Science Fiction. Von ganzen Herzen hoffe ich doch, dass die Menschheit in gut 230 Jahren nicht mehr dermaßen queerfeindlich und getrieben von reinem Hass ist. Aber selbst wenn wir davon ausgehen, war mir die Darstellung im Buch doch einfach zu plump. Hier hätte ich mir doch mehr Subtilität und durchdachtere Argumente und Ängste gewünscht, als reine Plattitüden wie etwa "wir müssen unsere Kinder schützen, nicht das diese auch plötzlich schwul oder lesbisch werden". Aber genau so platt argumentieren die Gegner und Gegnerinnen im gesamten Verlauf. Nächster großer Kritikpunkt sind für mich die Figurenzeichnungen, welche ich durchgängig als wenig authentisch erlebt habe. Viele Verhaltensweisen passten für mich nicht zusammen und sorgten für Irritation. Einzig der Schreibstil las sich recht flüssig und auch die politischen Verflechtungen und Intrigen sind doch interessant. Bei „Die Schatten der Solaren Union“ handelt es sich um den ersten Teil einer Dilogie und so bleibt am Ende sehr viel offen. Ehrlicherweise werde ich trotz riesigem Cliffhanger die Reihe aber nicht mehr weiter verfolgen. Ich denke auch der nächste Band wird nicht ausgereifter oder innovativer sein. Insgesamt vergebe ich für ein durchwachsenes Leseerlebnis 2 1/2 Sterne, welche ich auf 3 aufrunde.

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