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Veröffentlicht am 14.07.2025

Mut mit Musik

Durch das Raue zu den Sternen
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Seit die Mutter weg ist, ist auch der Vater nicht mehr so richtig für sie da, und so muss sich Arkadia Fink alleine durchschlagen. In der Schule eckt sie an, ihre einzige Freundin sitzt im Altersheim und ...

Seit die Mutter weg ist, ist auch der Vater nicht mehr so richtig für sie da, und so muss sich Arkadia Fink alleine durchschlagen. In der Schule eckt sie an, ihre einzige Freundin sitzt im Altersheim und ihr einziger Trost ist die Musik. Kein Wunder also, dass Arkadia fest entschlossen ist, im Knabenchor zu singen - und mit einem großen Auftritt ihr Mutter daran zu erinnern, zu ihrer Familie zurückzukehren. Mit stoischem Starrsinn, klarer Direktheit, altklugen Sprüchen und unverbrüchlicher Hoffnung geht Arkadia, die lieber Moll genannt wird, ihren Weg. Und erhält dabei Unterstützung, mit der sie nicht gerechnet hätte und die ihr hilft, ihrem Ziel näher zu kommen. Zwischendurch geben ihr die Erinnerungen an ihre Mutter, die ihr die Liebe zur Musik beigebracht hat, neue Kraft. Und so geschieht das Unglaubliche, und Moll singt, wie sie noch nie gesungen hat. Ich war beeindruckt von der Zielstrebigkeit von Moll, die sich allen Widrigkeiten entgegen wirft als hinge ihr Leben davon ab. Geht nicht gibt es nicht in Molls Welt, und auch wenn das teilweise etwas überzogen wirkt und einige dramatische Wendungen mit sich bringt, kann man Moll dafür nur bewundern, auch wenn sie einem gleichzeitig leid tut.
Fazit: Mit Musik geht alles besser, und Beethoven war eine Frau.

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Veröffentlicht am 08.07.2025

Düstere Familiengeschichte

Das Geheimnis der verborgenen Bibliothek
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Hinter dem pastelligen Cover verbirgt sich ein wunderbarer Schmöker, den man mal eben so weglesen kann. Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen, was ich immer gerne mag, und auch wie immer ist der historische ...

Hinter dem pastelligen Cover verbirgt sich ein wunderbarer Schmöker, den man mal eben so weglesen kann. Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen, was ich immer gerne mag, und auch wie immer ist der historische Teil deutlich spannender als die gegenwärtige Rahmenhandlung, bei der ich zudem die Romanze zwischen Professorin und Doktorandin zu aufgesetzt und überflüssig fand. Das Geheimnis von Gerald dem Gütigen zu erforschen war da schon mehr nach meinem Geschmack, und was die beiden mithilfe alter Tagebücher ans Licht bringen war wirklich ungeheuerlich, wenn auch schnell vorhersehbar. Trotzdem habe ich mich mit dem Buch immer gut unterhalten gefühlt und konnte beim Lesen perfekt abschalten und in das Geschehen eintauchen.

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Veröffentlicht am 24.06.2025

Politisches Kammerspiel

Die Schatten der Solaren Union
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Auch wenn es auf den ersten Blick so scheint, ist dies kein klassischer Science Fiction Roman. Vielmehr geht es um politische Intrigen, Macht- und Geldgier, Ausbeutung und homophobe Weltanschauungen, die ...

Auch wenn es auf den ersten Blick so scheint, ist dies kein klassischer Science Fiction Roman. Vielmehr geht es um politische Intrigen, Macht- und Geldgier, Ausbeutung und homophobe Weltanschauungen, die in dieser zukünftigen Welt sehr rückständig wirken und so gar nicht futuristisch. Die Lieblingsfarbe des Autors scheint eukalyptusgrün zu sein, denn sowohl die beschriebene Innenaustattung als auch Kleidung weist immer wieder Akzente in dieser Farbe (die ich zugegebenermaßen auch mag) auf, was mit der Zeit leider etwas wiederholend wirkt. Ansonsten bereitet es diebischen Spaß, manchmal aber auch echte Schockmomente, zu lesen wie sich die politischen Widersacher, aber auch angebliche Verbündete der Koalition, im übertragenen Sinne an die Gurgel und dabei wortwörtlich über Leichen gehen. Allerdings fand ich die Charaktere oft sehr einseitig und wenig differenziert, was manchmal wie eine Karikatur wirkte, dem Unterhaltungswert aber durchaus zuträglich war. Der Cliffhanger am Ende war eine fiese Überraschung, so dass ich jetzt schon mit den Hufen scharre um mich im Herbst auf die Fortsetzung zu stürzen, denn nach all den sich überstürzenden Ereignissen muss ich das endgültige Ende nun wirklich erfahren.
Fazit: Fesselnder Polit-Roman im futuristischen eukalyptusgrünen Gewand.

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Veröffentlicht am 10.06.2025

Allein in der Wildnis

Der Weg – Jeder Schritt könnte dein letzter sein
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Von Anfang an ist die Geschichte unglaublich spannend, und die Autorin schafft es, diese Spannung im Verlauf der Handlung nicht nur aufrecht zu erhalten, sondern noch stetig zu steigern. Atempause - Fehlanzeige. ...

Von Anfang an ist die Geschichte unglaublich spannend, und die Autorin schafft es, diese Spannung im Verlauf der Handlung nicht nur aufrecht zu erhalten, sondern noch stetig zu steigern. Atempause - Fehlanzeige. Kaum glaubt man, alle Details zu kennen und zu wissen, was vor sich geht, wird man eines besseren belehrt. Dabei verfolgt man fieberhaft den Überlebenskampf von Julia, die sich nach einem verheerenden Sturm alleine in der weiten Natur Schwedens wiederfindet. Wo ist ihre beste Freundin abgeblieben? Panisch sucht Julia nach Nicki, doch dabei verläuft sie sich selbst. Ein echter Überlebenskampf beginnt, der noch dazu unglaubliche Details aus der Vergangenheit zutage fördert. Wem kann Julia noch trauen?
Bei diesem Buch fliegt man nur so durch die Seiten: was ist mit Nicki passiert? Wird Julia es schaffen? Und welches schlimme Geheimnis wiegt so schwer zwischen den Freundinnen? Dieses Buch ist ein Paradebeispiel für den Begriff Pageturner.

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Veröffentlicht am 22.05.2025

Bunt und lecker

Hauptsache Salat
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Ganz ehrlich: ich esse nicht gerne Salat, vor allem wenn es um klassischen grünen Salat geht. Ob mich daher dieses Buch, in dem es ja nur Salatrezepte gibt, umstimmen konnte? Ja, definitiv - denn hier ...

Ganz ehrlich: ich esse nicht gerne Salat, vor allem wenn es um klassischen grünen Salat geht. Ob mich daher dieses Buch, in dem es ja nur Salatrezepte gibt, umstimmen konnte? Ja, definitiv - denn hier ist das blättrige Grün eher eine kleine Basis oder oft gar nicht vorhanden. Dafür Gemüse und Obst in Hülle und Fülle, kombiniert mit originellen Toppings und abwechslungsreichen Dressings. Zwar merkt man dem Buch an, dass es aus Italien kommt - immer wieder stößt man auf Zutaten, die es hierzulande nicht so einfach zu kaufen gibt, und auch die saisonale Einteilung passt nicht so ganz für unsere Gefilde. Aber mit etwas Fantasie kann man fehlende Zutaten ersetzen oder halt weglassen, und die Einteilung nach Jahreszeiten muss man ja sowieso nicht zwingend einhalten. Mir jedenfalls bringt das Buch viele Anregungen, ganz neue Zutaten auszuprobieren und vor allem die Lust, überhaupt mal einen Salat auf den Tisch zu bringen. Meine Lieblingsrezepte sind vor allem im Sommer und Winter zu finden und auf jeden Fall immer dort, wo Obst dabei ist. Geht doch!
Fazit: Von wegen Kaninchenfutter - diese Salate überzeugen sogar Salatmuffel.

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