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Veröffentlicht am 11.09.2025

3,5 Sterne - Konnte mich nicht catchen

Die Erben der Asche
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Dieses Buch habe ich unerwartet auf einer Social-Media-Seite entdeckt und aufgrund des vielversprechenden Inhaltes spontan erworben. Bisher kannte ich die Autorin gar nicht, dachte mir aber, dass ich mal ...

Dieses Buch habe ich unerwartet auf einer Social-Media-Seite entdeckt und aufgrund des vielversprechenden Inhaltes spontan erworben. Bisher kannte ich die Autorin gar nicht, dachte mir aber, dass ich mal wieder einem Selfpublisher eine Chance gebe.

Ich bin davon ausgegangen, dass es sich der Inhaltsangabe entsprechend um zwei Protagonisten handelt. Zu meiner mäßigen Freude, waren es letztlich allerdings vier Protagonisten, wo ich mir die Frage gestellt habe, warum dies nicht vorher – durch den Klapptext o. ä. – nicht hervorgehoben wurde. Prinzipiell ist mir die Anzahl der wichtigen Personen egal. Allerdings stellte sich mir bei den ersten Kapiteln aus Dains und Kemlens Sicht die Frage, was beide mit der Geschichte zu tun haben. Und davon bin ich einfach kein Fan.

Eigentlich hatte Morrow das Potenzial mein Lieblingscharakter zu werden: düster, geheimnisvoll und verschwiegen, neben seinem Talent für das Monstertöten und der Ausstrahlung eines Anführers. Geworden ist es allerdings Azran, denn seine Gedankenwelt und gerade, wie sich sein Charakter entwickelt hat, hat mir insgesamt am besten gefallen. Die Kombination aus beiden gemeinsam war solide. Um ehrlich zu sein, habe ich die beiden nicht unbedingt in einer Beziehung als mehr als Freunde gesehen. Mir fehlte es massiv an körperlicher Anziehung, an präsenten Gedanken zum jeweils anderen und ich habe die Verbindung der beiden letztlich nicht vollumfänglich gefühlt. Morrows Vergangenheit hatte wahnsinnig viel Potenzial, aber so wirklich catchen konnte die Autorin mich damit nicht. Wobei sich offenbar Mühe gegeben wurde seine Vergangenheit und auch sein Verhalten dahingehend zu verschleiern.

Leider gilt ähnliches für Dain und Kemlen. Ich mochte beide alleine und auch zusammen, doch auch hier schaffte die Autorin für mich einfach nicht den Sprung von Freundschaft zu Liebe. Von dieser Konstellation mochte ich Kemlen ein wenig lieber, der aber auch durch seinen Gedächtnisverlust eine gewisse Naivität und Gedankenlosigkeit mitbringt, die dem Buch zwar eine Menge Leichtigkeit verschafft, ich zeitweilen aber nicht glaubhaft fand. Wer würde denn blind einem anderen Mann durch einen ganzen Landstrich folgen, statt auch nur einen einzigen Versuch zu unternehmen, selbst etwas über sich herauszufinden. Auch habe ich mich das ganze Buch lang gefragt, ob sich jemand aus seiner Vergangenheit vielleicht mal die Mühe macht herauszufinden, warum er mit seinem Auftrag gescheitert ist – bzw. um ihn für sein Versagen zu bestrafen.

Inhaltlich ist „Die Erben der Asche“ bereits gut aufgestellt. Das Worldbuilding ist komplex und überzeugt in vielen Punkten. Ich hatte den Eindruck, dass einige Elemente als solche nicht genügend Aufmerksamkeit bekommen haben. Gerade die hiesige Kirche, die ja doch eine zentrale Rolle spielen könnte oder auch Dains Vergangenheit, gerade seinen Vater und seine Schwester betreffend hätten in meinen Augen bedeutend mehr Raum einnehmen müssen.

Tatsache ist nun mal, dass sich diese Geschichte leider sehr zäh liest. Ich fand den Inhalt weder besonders spannend noch mitreißend und habe gerade auf den letzten 100 Seiten verzweifelt auf irgendetwas gewartet, dass Drama und Action einbringt. Inhaltlich dümpeln wir vor uns hin, die Momente, die Spannung erzeugen könnten verstreichen zu schnell um mich wirklich gefangen nehmen zu können. Auch hatte ich einfach den Eindruck, dass die Spannung immer auf dem gleichen Level stattfand. Als würde der Spannungsbogen einfach nicht über eine gewisse Linie hinaus kommen. Dennoch mochte ich das Ende, weil es zur Abwechselung mal was anderes war.

Ich glaube mein größtes Problem mit dieser Geschichte ist die einfache Tatsache, dass ich inhaltlich wohl mit etwas anderem gerechnet habe. Gerade die Emotionen unserer Protagonisten, aber auch so Kleinigkeiten wie andere Freundschaften, der Geschlechtsverkehr oder die doch recht wichtige Vergangenheit der Charaktere bekommen nicht so viel Raum wie ich es gerne gesehen hätte.


Fazit

Trotz des wahnsinnig vielversprechenden Inhaltes konnte diese Geschichte mich leider nicht für sich gewinnen. Meine Vorstellung vom Buch und was inhaltlich passiert deckt sich offensichtlich nicht, wenngleich es wirklich schöne Aspekte, wie das Worldbuilding und die Charakterentwicklung gegeben hat.

Von mir gibt es 3,5 von 5 Sternen.

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.08.2025

3,5 Sterne - Konnte nicht mit meinen Erwartungen mithalten

Blossoms of Fire
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- Achtung! Diese Rezension enthält den ein oder anderen kleinen Spoiler! -

Als ich dieses Buch in einer Online-Vorschau entdeckt habe, wusste ich, dass ich es kaufen muss! Die Geschichte klang so wahnsinnig ...

- Achtung! Diese Rezension enthält den ein oder anderen kleinen Spoiler! -

Als ich dieses Buch in einer Online-Vorschau entdeckt habe, wusste ich, dass ich es kaufen muss! Die Geschichte klang so wahnsinnig vielversprechend und auch das Cover hat mich total angesprochen. Ich bin der Meinung, von dieser Autorin bisher noch nichts gelesen zu haben, aber bekanntermaßen muss das ja nichts heißen.
Leider ist mir schnell aufgefallen, dass "Blossoms of Fire" und ich wohl nicht hundertprozentig kompatibel sind. Die Geschichte ist nicht per se schlecht, trifft allerdings auch nicht meinen Geschmack. Am meisten gestört hat mich wohl die Tatsache, dass ich emotional mal so gar nicht abgeholt worden bin. Die Gefühle der weiblichen Protagonistin Briar kamen viel zu abgehackt und eindimensional bei mir an. Viele Dinge konnte ich nicht ganz nachvollziehen, wie beispielsweise, dass sie bereits einen Tag nach ihrer Ankunft auf Rúm Heimweh bekommt. Ihre Gefühle für Darragh habe ich gar nicht gespürt und fand die Beziehung der beiden bedeutend zu oberflächlich. Dabei spielen so Kleinigkeiten mit hinein, wie, dass er sie extrem schnell mit einem Kosenamen anspricht, die Trennung im Vergleich zur gemeinsam verbrachten Zeit viel zu dramatisch dargestellt wurde oder viel zu schnell eine tägliche Routine der beiden aufgenommen wird, die die Beziehung schnell eintönig wirken lässt. Es gab immer mal wieder kleine Gedankengänge, die sich mir nicht wirklich erschlossen haben bzw. wo ihr weder Briar noch der Autorin gänzlich folgen konnte.
Darragh könnte ein interessanter Charakter sein, wenn er nicht so unsagbar langweilig wäre. Denn ganz offensichtlich besteht er nur aus seinem Job und der Liebe zu seinem Bruder. Er hat weder Hobbies, noch eine richtige Wohnung, was ihn mir als Leserin gar nicht sympathisch macht. Auch seinen Umgang mit Briar könnte man deutlich mehr Leben einhauchen, seine Vergiftung und das Leben im Clan bringen so viel Potenzial mit, welches leider ungenutzt verstreicht. Selbst der Geschlechtsverkehr der beiden kam bedeutend zu früh, war zu langweilig und konnte mich nicht überzeugen. Es gab sogar einen Moment, wenige Tage nachdem Briar nach Rúm zieht, wo die beiden unter der Dusche ein wenig Spaß haben - steinigt mich bitte nicht, aber ich persönlich würde nicht wollen, dass ein Mann, den ich weniger als ein paar Tage kenne, ungefragt in meiner Dusche auftaucht.
Ich bin der Meinung, dass dieses Buch unter anderem damit vermarktet wurde, dass es sich bei der Protagonistin um jemanden handelt, mit etwas mehr auf den Hüften. Zunächst einmal finde ich es schön, dass Briar sich in ihrem Körper offensichtlich sehr wohlfühlt bzw. die Autorin dies wirklich schön vermittelt und gleichzeitig hatte ich den Eindruck, dass man sehr schnell und einfach vergessen konnte, dass es sich hier um eine fülligere Frau handeln soll. Body Positivity ist großartig, für mich dürfte es beim nächsten Buch gerne noch mehr sein. Weil, davon kann man ja gar nicht genug einbauen, richtig?
Das Worldbuilding war ok. Ich mochte die Idee hinter der schottischen Insel voll von Clanmitgliedern der Drachen - hatte aber auch den Eindruck, dass sich die Oberflächlichkeit der Emotionen hier fortführt. Auch was Hexen, Drachen und andere Wesen angeht bin ich durchaus gefesselt worden, sehe aber genauso jede Menge Luft nach oben.
Das Setting ist romantisch und klingt traumhaft schön. Zusammen mit Briar und Darragh über Rúm zu streifen würde mir auf jeden Fall gefallen, wobei ich mich gerade in Briars Haus sowie den Blumenladen verliebt habe. Das Setting gehört mit Abstand zu meinen Favoritenaspekten dieses Buches.
Ich würde zukünftig wohl erneut ein Buch von Cosmia Lang lesen, wenn mich der Inhalt wieder so wie hier ansprechen sollte.


Fazit

Obwohl der Inhalt ziemlich treffend beworben worden ist, bin ich emotional einfach nicht richtig abgeholt worden. Ich vermisse Tiefgang und facettenreiche Gefühle, wenngleich ich die Idee und das Setting wirklich mag.

Von mir gibt es 3,5 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.07.2025

Hmm...

A Fate Forged in Fire – Aus Flammen geboren
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Cover

Zu meinen Lieblingscovern wird dieses wohl nicht gehören. Mir gefallen zwar die Farben und die eindeutige Verbindung zum Inhalt, dafür mag ich das Gesamtbild als solches einfach nicht besonders ...

Cover

Zu meinen Lieblingscovern wird dieses wohl nicht gehören. Mir gefallen zwar die Farben und die eindeutige Verbindung zum Inhalt, dafür mag ich das Gesamtbild als solches einfach nicht besonders gerne.

Meine Meinung

Dieses Buch ist mir in den letzten Wochen bereits an den unterschiedlichsten Orten unter die Augen gekommen, allerdings habe ich ganz unterschiedliche Meinungen darüber gelesen. Aber, ihr kennt das ja, solange man ein Buch nicht selbst gelesen hat, kann man sich kein richtiges Urteil erlauben. Gelesen habe ich "A Fate Forged in Fire" zwar jetzt, eine eindeutige Meinung habe ich bisher allerdings nicht erlangt.
Prinzipiell entspricht diese Geschichte meinem Beuteschema. Wir haben eine faszinierende und weitläufige Welt, bevölkert von unterschiedlichen Wesen, einen drohenden Krieg und eine Liebe allen Widerständen zum Trotz. Ich möchte allerdings ehrlich sein, bis zur aller letzten Seite, konnte mich das Buch nicht wirklich für sich einnehmen. Ich habe die ganze Zeit auf den Moment gewartet, wo ich den Inhalt wirklich gefühlt und gelebt habe, doch dieser kam für mich persönlich leider nie.
Zunächst einmal bin ich in der Regel kein Fan von übermäßig temperamentvollen und arroganten Protagonistinnen. Und leider liest sich Aemyra häufig wie so eine Protagonistin. Gerade die Kombination aus "Ich werde Königin" und der Relation dazu, was sie in ihrem Leben bereits erreicht hat - außer als Frau geboren zu werden - natürlich, passt für mich nicht ganz zusammen. Ja, Aemyra hat als Heilerin durchaus Gutes bewirkt, doch sehen wir im Verlauf, dass eine Krone ein gänzlich anderes Gewicht mit sich bringt, als sie sich hätte vorstellen können. Auch zeigt sich deutlich, dass Aemyra trotz der Vorbereitung ihres Vaters noch lange nicht bereit ist eine echte Anführerin zu sein. Ihr Temperament bringt sie in vermeidbare Schwierigkeiten und ebenso ihr Vertrauen in die falschen Leute.
Ich gestehe, dass die erste Hälfte des Buches ziemlich durchwachsen war. Gerade in Anbetracht der Tatsache, dass bis zur Hochzeit - die uns der Klapptext ja prophezeit - ungefähr das halbe Buch vorbeizieht wirkt alles recht bedeutungslos. Inhaltlich passiert nicht allzu viel, für mich persönlich war das Wichtigste und das woran ich mich wohl am ehesten erinnern würde, die Verbindung von Aemyra zu ihrer Familie - insbesondere zu ihrem Zwilling Adarian und ihren vermeintlichen Eltern. Natürlich spielt auch das Worldbuilding auf den ersten Seiten eine wichtige Rolle doch auch damit bin ich nicht gänzlich warm geworden. Ich liebe den schottisch angehauchten Hintergrund dieser Welt, gerade mit den unterschiedlichen Clans, den rothaarigen Prinzen und den kleinen Details wie Namen für Kleidungsstücke etc. Doch um ehrlich zu sein, bei der gedanklichen Aussprache hatte ich gerade bei den Orten und den Clans bis zum Schluss regelmäßig einen Knoten in der Zunge. Es viel mir mitunter schwer die Sätze flüssig in meinem Kopf zu formen und letztlich war es eher frustrierend als angenehm. Der Schreibstil ist nicht per se schlecht oder so, aber flüssig lesen konnte ich das Buch nun mal nicht.
Kennt ihr das Gefühl, wenn ihr eine Geschichte vor der Nase habt, die den Sprung von "Könnte ich mögen" zu "Mag ich tatsächlich" nicht schafft? "A Fate Forged in Fire" ist für mich leider genauso ein Buch. Es bringt die richtigen Elemente mit, es gibt tolle - auch humorvolle - Dialoge, Spannung und durchaus genug Szenen, die mich mitreißen konnten, aber final kann ich nicht behaupten, dass ich derzeit genug Interesse hätte die Reihe weiterzuverfolgen. Vielleicht entscheide ich mich zukünftig doch noch dazu Aemyra eine weitere Chance zu geben, aber derzeit warten noch genug andere vielversprechendere Geschichten auf mich.

Fazit

Trotz eines vielversprechenden Inhaltes konnte mich dieses Buch bis zur letzten Seite nicht catchen. Gerade Aemyra machte es mir schwer sie zu mögen, mir mangelte es an Emotionen und Tiefgang, außerdem dauerte es ewig bis endlich etwas Schwung ins Buch kam.

Von mir gibt es 3,5 von 5 Sternen.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.06.2025

Leider kein zufriedenstellender Abschlussband

Capturing the Devil
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Cover

Zwar mag ich die farbliche Abgrenzung zu den anderen Bänden, finde dieses Cover durch den doch recht eintönigen Hintergrund allerdings sehr einfach. Ich mag die Darstellung unserer weiblichen Protagonistin ...

Cover

Zwar mag ich die farbliche Abgrenzung zu den anderen Bänden, finde dieses Cover durch den doch recht eintönigen Hintergrund allerdings sehr einfach. Ich mag die Darstellung unserer weiblichen Protagonistin und die kleinen Details im unteren Bereich, aber das Gesamtbild spricht mich nicht allzu sehr an.

Meine Meinung

Nachdem ich bereits die anderen drei Bände dieser Reihe gelesen habe, wollte ich natürlich wissen wie die Geschichte rund um Audrey Rose und Thomas ausgeht. Ehrlich gesagt mochte ich den dritten Band schon nicht mehr so sehr wie die ersten beiden, ich muss leider zugeben, dass mir dieser vierte insgesamt wohl am schlechtesten gefällt.
Besonders gestört hat mich die Tatsache, dass dieses Buch sich so sehr um die Hochzeit von Audrey Rose und Thomas dreht, dass der wichtige Teil – die Morde – im Gegensatz dazu zu hintergründig erscheinen. Ich mag beide als Paar wirklich gerne, doch hätte ich mir einen anderen Fokus der Autorin gewünscht. Dazu kommt, dass – neben wenigen kurzen Absätzen – erst auf den letzten 100 Seiten wirklich Spannung aufkommt. Selbst das Drama um die Hochzeit zerläuft sich auf den letzten Seiten beinahe komplett im Sande und zeigt mir damit nur, wie unnötig diese gekünstelte Show war.
Zum Glück kann ich allerdings zugeben, dass ich Audrey Rose zu weiten Teilen und im Gegensatz zum vorangegangenen Band wieder lieber mochte. Ja, auch hier werden Entscheidungen getroffen, die ich nicht gänzlich nachvollziehen konnte, aber insgesamt ist sie eine starke und sympathische Protagonistin. Ich persönlich habe trotz dieser vier gemeinsamen Bände noch immer nicht den Eindruck sie wirklich tiefergehend zu kennen und hätte gerne andere Facetten ihres Wesens gesehen, die nichts mit ihrer Familie, Thomas oder ihrer Leidenschaft für Tote zu tun hat.
Thomas Cresswell hingegen vergöttere ich. Ich liebe seine spitze Zunge, seinen Versand und die Tatsache, dass er durch und durch eine Green Flag ist – trotz seinem Faible für Mord und Totschlag. Auch bei ihm habe ich mit einer tiefergreifenden Wahrnehmung gerechnet, obwohl Kerri Maniscalco bereits die richtigen Steine für ihn gelegt hat.
Ich habe es oben bereits geschrieben, aber im Vergleich zu den anderen Teilen, ist bei „Capturing the Devil“ eigentlich nur das Ende so richtig spannend. Ansonsten fehlt es der Geschichte hier leider an der Begabung mich zu fesseln und mitzureißen, was ich aufs schmerzlichste vermisst habe.
Ich habe mich gefreut andere, bekannte Nebencharaktere aus den Büchern wiederzusehen, die über Audrey Roses Familie hinausgehen. Persönlich fehlt es meiner Meinung nach an Dynamik was die Charaktere untereinander betrifft – ausnehmend die Dialoge zwischen Audrey Rose und Thomas. Auch der Aspekt der Anthropologie kommt mir hier wesentlich zu kurz.
Leider schließt diese Reihe nicht gänzlich zu meiner Zufriedenheit ab, allerdings kenne ich andere – bessere – Bücher dieser Autorin, weshalb ich ihr in Zukunft durchaus erneut eine Chance geben würde.

Fazit

Von einem Abschlussband habe ich insgeheim mehr erwartet. Vermisst habe ich Spannung und Rätsel und habe mir gewünscht, dass das ganze Hochzeitsdrama schneller abgefrühstückt worden wäre.

Von mir gibt es 3,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 19.06.2025

Konnte nicht mit meinen Erwartungen mithalten

The Serpent and the Wolf
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Cover

Dieses Cover gefällt mir ausgesprochen gut! Ich liebe sowohl die kontrastreichen Farben, sowie die Details. Außerdem passt das Cover sehr gut zum Inhalt und zum Titel.

Meine Meinung

Während ich ...

Cover

Dieses Cover gefällt mir ausgesprochen gut! Ich liebe sowohl die kontrastreichen Farben, sowie die Details. Außerdem passt das Cover sehr gut zum Inhalt und zum Titel.

Meine Meinung

Während ich mal wieder den Buchladen meines Vertrauens unsicher gemacht habe, bin ich über dieses hübsche Buch gestolpert. Da der Inhalt total nach meinem Geschmack war, habe ich das Buch natürlich gekauft und jetzt auch gelesen.
Prinzipiell handelt es sich hierbei nicht um eine schlechte Geschichte, nur um eine, die mir persönlich nicht allzu sehr zugesagt hat. Ganz besonders betrifft dies hier die Geschwindigkeit mit der wir konfrontiert werden. Viele Elemente, gerade was die Emotionen betrifft, bleiben dabei leider auf der Strecke. Ich habe immer wieder den Eindruck bekommen, dass das Vorankommen des Plots wesentlich wichtiger ist als alle anderen Aspekte. Beispielsweise wird bereits beim Inhalt deutlich, dass Vaasa, unsere weibliche Protagonistin, sich in Reids Nähe schnell wohl fühlt bzw. sich anderen Nebencharakteren auf freundschaftlicher Basis annähert. Neben der Tatsache, dass ich weder diese Freundschaften und Loyalitäten wirklich gefühlt habe, habe ich auch die Beziehung zwischen Reid und Vaasa einfach nicht richtig wahrgenommen. Ja, es gab schöne Momente, tolle Gespräche und den ein oder anderen Moment, wo ich den Hauch eines Eindruckes hatte, dass die Verbindung der beiden echt sein könnte. Aber um mich zu überzeugen reicht es bei Weitem nicht aus.
Auch kann ich mich des Eindrucks nicht verschließen, dass die politischen Intrigen und Verwicklungen so trocken hervorgebracht worden, dass man diese nicht zwangsläufig verstehen konnte. Ich hätte mir die ein oder andere kurze Wiederholung gewünscht, oder Verdeutlichung wer nochmal wer war, wie die Leute in Verbindung zueinander stehen, wiederkehrende Merkmale oder meinetwegen auffällige äußere Wiederholungen – die einem einfach dabei helfen sich diese Welt visuell und wirtschaftlich richtig vorzustellen. Ich gestehe nämlich, dass ich irgendwann nicht mehr wirklich hinterhergekommen bin, wer mit wem verfeindet ist oder auch nicht.
Vaasa als unsere Protagonistin war einfach nicht mein Fall. Ihre aufbrausende, teils impulsive und verletzende Art, wenn sie sich angegriffen gefühlt hat, ging mir gegen den Strich. Ihre eigene Angst als Anlass dafür zu nehmen anderen permanent vor den Kopf zu stoßen war mir unsympathisch und für jemanden der sich selbst immer wieder einredet, dass sie sehr gut in Politik und Wirtschaft sei, war mir im Vorneherein klar, dass ihre Abneigung ihrem Bruder gegenüber sie allem anderen blind gemacht hat.
Reid mochte ich grundsätzlich wirklich gerne. Gerade seine warme, humorvolle und beständige Art konnte mich schnell einnehmen. Ich hatte allerdings den starken Eindruck, dass seine Rolle im Vergleich zu Vaasas hier recht klein ausfällt. Dass die Autorin Vaasa so sehr ins Rampenlicht rücken wollte, dass er einfach ein wenig bedöbbelt nebenher läuft. Ich hatte nicht den Eindruck, dass er als Hauptmann wirklich geeignet ist und hätte mir gewünscht, dass die Autorin ihm den ein oder anderen Moment strahlender Männlichkeit gegönnt hätte.
Die Schnelllebigkeit des Buches sorgt allerdings auch dafür, dass die Geschichte wirklich mitreißend und spannend bleibt. Es passieren viele Dinge auf einmal, die Spannung zieht sich im ersten Teil etwas, um dann auf den letzten 75 Seiten an Schwung zu gewinnen.
Ich glaube, dass ich mir den zweiten Teil dieser Reihe sparen werde. Wie bereits geschrieben, es ist keineswegs ein schlechtes Buch, allerdings habe ich einfach überhaupt keinen Drang zu erfahren wie es mit Vaasa weitergeht und gebe lieber vielversprechenderen Büchern eine Chance.

Fazit

Trotz eines vielversprechenden Inhaltes und meinen hohen Erwartungen bin ich letztlich enttäuscht worden. Gerade die Beziehung von Vaasa zu anderen Charakteren, die Geschwindigkeit der Geschichte und wie sich das Buch entwickelt konnten mich nicht begeistern.

Von mir gibt es 3,5 von 5 Sternen.

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