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Veröffentlicht am 21.10.2025

Kirchzarten im schönen Dreisamtal

Im Sommer der Mörder
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Der zweite Fall für Louise Boni (mit einem Elsässer Vater und einer deutschen Mutter) und mein erster Krimi, geschrieben von Oliver Bottini:

Im Dreisamtal liegt die kleine Stadt Kirchzarten, und wie auf ...

Der zweite Fall für Louise Boni (mit einem Elsässer Vater und einer deutschen Mutter) und mein erster Krimi, geschrieben von Oliver Bottini:

Im Dreisamtal liegt die kleine Stadt Kirchzarten, und wie auf der Rückseite des Buches betitelt, der friedlichste Ort der Welt. Doch dann bricht auf einer Wiese ein verheerendes Feuer aus, eine Scheune brennt ab. Die Feuerwehr rückt aus, aber ist ja nur eine Scheune. Die kann man ja auch kontrolliert abbrennen lassen. Ein Feuerwehrmann, bereits lässig geworden (was bestimmt nicht zutrifft, ich kenne keinen Feuerwehrmenschen, der oder die nachlässig werden) schlendert mehr oder weniger zu den Glutnestern hin. Doch auf einmal macht es 'bumm', hohe Stichflammen und ein ziemlich verbrannter Feuerwehrmann.

So beginnt der Roman. Denn unter der harmlosen Scheune befand sich ein Waffendepot.
Immer geheimnisvoller wird beschrieben, dass es doch gar nicht sein könnte. Doch weil ein toter Feuerwehrmann involviert ist und diese seltsame hohe Stichflamme, ein komischer Geruch, und ein seltsamer Bauer, auf dessen Eigentum die Scheune stand, muss nun auch die Kripo den Fall untersuchen.

Stück für Stück schafft sich Louise Boni, die für ihre einzelgängerischen Aktionen bekannt und nicht gerade beliebt ist, durch diesen Fall.
Ein paar Leute arbeiten ihr zu und jede Menge Zufälle bereiten den Boden für eine haarsträubende kriminalistische Entwicklung.

Und das im friedlichsten Ort der Welt, in Kirchzarten.

Für einen lokalen Menschen stellt sich zu erst einmal die Frage, kennt der Autor die Gegend? Er scheint zumindest schon mal Urlaub im Dreisamtal gemacht zu haben. Viele Begriffe von Örtlichkeiten stimmen, andere sind frei erfunden oder wurden vom Autor gefällig hingebogen.

Das Buch liest sich gut, und ja, solche Sachen können durchaus passieren. Um den Plot nicht zu verraten, wird nicht mehr von der Geschichte erzählt.
Doch was uns Einheimische beschäftigt hat - wie sprechen wir Kirchzarten aus? Es stimmt, wir betonen Kirch... zarten. Und vergleichen mit Hinterzarten, da liegt die Betonung auf ... zarten. Also muss der Autor doch längere Zeit sich bei uns aufgehalten haben...

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Veröffentlicht am 10.09.2025

Kein 'Fairy Tale'

Einsame Entscheidung
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Leander Lost, der Deutsche, der in Fuseta mit der portugiesischen Polizei Dienst tut, ist ein ganz besonderer Mensch:

Nach einer etwas eigentümlichen Verfolgung mit Widerständen geht es weiter mit der ...

Leander Lost, der Deutsche, der in Fuseta mit der portugiesischen Polizei Dienst tut, ist ein ganz besonderer Mensch:

Nach einer etwas eigentümlichen Verfolgung mit Widerständen geht es weiter mit der eher ungewöhnlichen Vorgehensweise von Lost und seinen Kollegen, vor allen den Kolleginnen.
Mit dem ungewöhnlichen Kripomann und dem gesamten Team wird einmal quer von der Ost-Algarve bis nach Spanien gejagt und wieder zurück. Unterwegs wird natürlich sehr plastisch und ausführlich die Landschaft beschrieben, und noch wichtiger - die herrlichen kulinarischen Leckerbissen der Region.

Schon spannend, was sich auf rund 400 Seiten für ein Szenario entwickelt. Aber nicht unrealistisch in der Schlussfolgerung. Es liegt nur an uns solchen Machenschaften ein Ende zu bereiten. Aber so wie mit anderen Thrillern der Art verlockt das unglaublich dieses Fuseta aufzusuchen und sich persönlich an die Spurensuche vor Ort zu machen.

Es lohnt sich, ich habe das bereits in der Bretagne getan und war überrascht, einer meiner schönsten Spurensuche Reisen...

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Veröffentlicht am 31.08.2025

Umberto und Prag

Der Friedhof in Prag
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Das Buch ist ein Riesenschmöker, umfangreich, mehr als 500 Seiten, aber typische für Umberto Eco so voll mit Zitaten und Personen der Weltgeschichte, dass es keine leichte Lektüre ist... mal eben am Strand ...

Das Buch ist ein Riesenschmöker, umfangreich, mehr als 500 Seiten, aber typische für Umberto Eco so voll mit Zitaten und Personen der Weltgeschichte, dass es keine leichte Lektüre ist... mal eben am Strand gelesen. Nein, das ist Hineintauchen in eine Welt, die scheinbar vergangen ist und doch weiterhin wirkt.

Paris und seine Machenschaften. Seine Wirrungen und Verirrungen. Seine politischen Umtriebe und seine Auswirkung auf Europa. Zuerst habe ich gedacht, das Buch erschlägt mich. Doch dann habe ich mich entschlossen es als eine heitere Lektüre zu nehmen. Und in der Tat haben mich die Sätze Umberto Ecos oft zum Lachen gebracht.

Weltliteratur heiter sehen, als amüsanter Lesegenuss für viele viele dunkle Winterabende...

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Veröffentlicht am 12.07.2025

Ein glückliches Hirn?

Ihr glücklichen Augen
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Diejenigen, die allen Menschen sagt 'Lest!', schreibt zu ihren vielfältigen Reisen. Von sozusagen Kindesbeinen an bis zum gücklichen Ältersein. Da ist natürlich sehr viel Selbstgefälliges dabei, denn sie ...

Diejenigen, die allen Menschen sagt 'Lest!', schreibt zu ihren vielfältigen Reisen. Von sozusagen Kindesbeinen an bis zum gücklichen Ältersein. Da ist natürlich sehr viel Selbstgefälliges dabei, denn sie ist ja die Heidenreich, diejenige die weltweit bekannt ist (auf einem Basar in einem arabischen Land, beim Dattelnkaufen).
Ist das so? Ehrlich gesagt, dies ist das erste Buch von ihr, welches ich lese. Ich bin eine Vielleserin, nie ohne Buch unterwegs. Und Reisen kenne ich auch, bzw. mehr das Leben in anderen Kulturen, weil ich auf drei Kontinenten viel unterwegs war, beruflich und den Lebensumständen gemäß. Und ein vierter zieht mich auch oft an, wenn dort nicht gerade ein Präsident am Durchknallen ist. Ich nehme Heidenreichs Buch zur Inspiration. Denn was kann der durchschnittliche Mensch, ohne Heidenreichs Bekanntheitsgrad, vom Reisen sagen? Es gibt so vieles, was einem auffällt und bewegt. Natürlich könnte ich sagen, dass ich jetzt bei dem Buch 'Ihr glücklichen Augen' eine Art Stalkerin bin, die eben wissen will, was hat sie denn damals gemacht ... in jungen Jahren, wen liebte sie und mit wem klappte es nicht... Manche leben gerne im Licht der Öffentlichkeit, auch wenn sie sich selbst dann als mausgraue Haartrachttragende outet. Allein das macht das Lesen wert, die gewisse Selbstironie der Autorin. Sie weiß es, jede:r andere weiß es auch...

Am meisten hat mich ihre schillernde Freundin angezogen, die sie dann auch gerne schillernd einkleidete...diejenige welche, die sagte, du bist immer so mausgrau... ich liebe solche Freundinnen, die sind ehrlicher als alle anderen. Ja bestimmt, Elke Heidenreich hat viele Kontakte, von einigen hat sie in diesem Buch geschrieben. Gönnen wir ihr das!

Also hat mein Gehirn auch glückliche Stunden, denn ich kann lachen über ihre Selbstironie und, zweifelsfrei, ich bin inspiriert selbst über meine Reisen ein wenig zu schreiben...

Das Umschlagbild zum Büchlein ist großartig gemacht, der alte, fast zerfallene Eingangsbereich eines 'bookshops'. Sehr schön,

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Veröffentlicht am 12.07.2025

Die Suche nach dem 'warum'

Das Attentat
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Amin Jaafari hat es geschafft. Er ist Chirurg, ein angesehener Arzt in Tel Aviv. Er lebt in einem schicken Stadtteil in einem tollen Haus und er hat diese gut aussehende liebenswürdige Frau an seiner Seite.
Er ...

Amin Jaafari hat es geschafft. Er ist Chirurg, ein angesehener Arzt in Tel Aviv. Er lebt in einem schicken Stadtteil in einem tollen Haus und er hat diese gut aussehende liebenswürdige Frau an seiner Seite.
Er hat eine arabischen Familie, aber doch auch jüdische Freunde und Freundinnen. Könnte alles gut sein in diesem kleinen, aber doch auch zerrissenen Land.

Doch dann bricht die Welt für Amin Jaafari zusammen. Seine Frau wird als Attentäterin identifzizert. Er versteht es nicht, er lehnt es ab und sagt, sie war zufällig in dem Cafe, sie ist Opfer geworden. Er trauert um die große Liebe seines Lebens. Doch dann kommt ein Brief von ihr an ihn. Und er beginnt nachzuforschen. Er kommt den Dingen sehr nahe, zu nahe und das lassen die Terroristen nicht zu.

Für beide Seiten, der jüdisch - israelischen und der arabisch - muslimischen, ist er plötzlich der Feind. Er versucht zu verstehen. Dabei fährt man mit ihm du rch das zerrisssene Land und bekommt Einsichten...

Sehr interessant geschrieben. Es führt den lesenden Menschen an die Kernprobleme des Konfliktes heran. Der Autor ist ein algerischer Ex-Militär, der sein Land verlassen hat und unter einem weiblichen Name publiziert. Allein das ist aufschlussreich für die Zustände in arabischen Ländern.

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