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Venice

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.07.2025

Ein Buch als Medizin

Die geheime Sehnsucht der Bücher
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die 12jährige Frankie, so nennt sie ihre Mutter obwohl sie das gar nicht mag, muss in ihren jungen Jahren schon viel Verantwortung übernehmen denn ihre Mutter ist depressiv. Frankie flüchtet sich in Bücher ...

die 12jährige Frankie, so nennt sie ihre Mutter obwohl sie das gar nicht mag, muss in ihren jungen Jahren schon viel Verantwortung übernehmen denn ihre Mutter ist depressiv. Frankie flüchtet sich in Bücher und Lügen die sie Tagträume nennt. Eines Tages erfährt sie von Monsieur Perdu der mit seinem Bücherschiff wieder in Paris ist. Sie sucht ihn auf und möchte beim ersten Mal am liebsten gleich wieder flüchten bis sie langsam Vertrauen zu Monsieur Perdu und der Auszubildenden Pauline findet. So erfährt sie dort Bücher als Heilmittel der Seele zu betrachten.

Monsieur Perdu gelingt es langsam Zugang zu Frankie und ihrer Mutter herzustellen und führt sie langsam wieder auf den richtigen Weg damit sie endlich wieder das Kind sein darf was sie sein möchte ohne Verantwortung. Auch er lernt vieles dabei und begibt sich auf digitale Abenteuer.

Ein Roman wie ein Heilmittel, eindrucksvoll und poetisch wird die Geschichte geschildert. Obwohl ich den ersten Teil nicht kenne, bin ich gut in die Geschichte hereingekommen. Auch der Humor bleibt nicht auf der Strecke.

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Veröffentlicht am 19.06.2025

Sommer in Alaska

Kodiak Echoes – Hide me
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Brynn Callahan arbeitete als Software Entwicklerin bei einem bekannten Tech Unternehmen bis sie entdeckt, dass ihr Chef in einem Menschenhändlerring verwickelt ist. Jetzt muss sie Hals über Kopf ihr bisheriges ...

Brynn Callahan arbeitete als Software Entwicklerin bei einem bekannten Tech Unternehmen bis sie entdeckt, dass ihr Chef in einem Menschenhändlerring verwickelt ist. Jetzt muss sie Hals über Kopf ihr bisheriges Leben, ihre Freunde, ihre Familie verlassen und wird zu ihrem Schutz in ein Zeugenschutzprogramm gesteckt. Ausgerechnet die Kleinstadt Echo Grove auf Kodiak Island, Alaska soll ihrer neuen Identität Schutz bieten. Doch das Leben ist nicht leicht in der Kleinstadt, die Bewohner jedem neuen Einwohner skeptisch bis feindselig. Dazu kommen die häufigen Panikattacken die Blair, alias Brynn das Leben zur Hölle machen. Erst nach und nach gelingt es ihr ihren unsympatischen Nachbarn Archer Flint aus der Reserve zu locken und sich in ihn zu verlieben.

Der Einstieg ist nicht leicht und Blair kann einem schon leidtun. In einer fremden Kleinstadt, einer Bruchbude als neue Wohnung, einen Job in einem Cafe den sie noch nie ausgeübt hat und als angedachte Geschichte ein Geologie Studium von dem sie keine Ahnung hat. Außerdem ist sie noch immer in Sorge, ihr Ex-Chef könnte sie umbringen. Sie fühlt sich immer stärker zu ihrem Nachbarn hingezogen, eine Verbindung die nicht sein darf wenn sie ihren Schutz nicht aufs Spiel setzen will.

Im weiteren Verlauf überschlagen sich die Ereignisse und werden teilweise etwas wirr mit all ihren Wendungen. Der Schreibstil im späteren Teil aus Sicht von Brynn und Archer ist packend und lebendig. Die Personen, auch die indigene Bevölkerung Alaskas werden gut beschrieben.

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Veröffentlicht am 10.06.2025

indigene Familiensaga

Beeren pflücken
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Im Sommer 1962 kommt eine Familie der Mi‘kmaq in Maine an um auf den Feldern Blaubeeren zu pflücken. Einige Tage später verschwindet die 4-jährige Ruthie spurlos. Die Familie zerbricht an dem Verlust des ...

Im Sommer 1962 kommt eine Familie der Mi‘kmaq in Maine an um auf den Feldern Blaubeeren zu pflücken. Einige Tage später verschwindet die 4-jährige Ruthie spurlos. Die Familie zerbricht an dem Verlust des Mädchens und später auch an dem Tod des ältesten Bruders nach einer Auseinandersetzung.

In dieser Zeit wächst das Mädchen, Norma, wohlbehütet bei einer einfachen Familie auf. Sie hat oftmals Träume und fragt sich, warum ihre Hautfarbe so anders ist wie die ihrer Eltern. Lange ist sie mit den Antworten, etwa einem südländischen Großvater zufrieden. Wenn eine Lüge solange erzählt wird, wird sie zur Wahrheit.

Erzählt wird diese Familiensaga aus Sicht des jüngsten Sohnes der Mi‘kmaq Familie, Joe, der nach Jahren der Abwesenheit sterbenskrank zur Familie zurück kehrt und aus Sicht von Norma die sich langsam gegen die übermäßige Behütung ihrer Familie wehrt. Schnell wird klar, wer Norma wirklich ist was der Erzählung jedoch nicht schadet. Man hofft auf ein Happy End.

Der Schreibstil ist ruhig, die Personen und Gegebenheiten der 1960er Jahre an der amerikanischen Ostküste mit den Benachteiligungen der indigenen Bevölkerung werden gut beschrieben. Man ist gleich mitten im Geschehen und fast traurig wenn das Buch fertig ist.

Ein eindrucksvolles Debüt der kanadischen Schriftstellerin Amanda Peters die selbst vonMi‘kmaq stammt. Ich hoffe auf weitere Bücher von ihr.

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Veröffentlicht am 09.06.2025

emationale Achterbahnfahrt

Wie Risse in der Erde
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Das ländliche Dorset 1959, die 17jährigen Beth verliebt sich hals über Kopf in den wohlhabenden Nachbarsjungen Gabriel. Nach dem Sommer zerbricht die Liebe. Später heiratet Beth Frank, einen Farmer und ...

Das ländliche Dorset 1959, die 17jährigen Beth verliebt sich hals über Kopf in den wohlhabenden Nachbarsjungen Gabriel. Nach dem Sommer zerbricht die Liebe. Später heiratet Beth Frank, einen Farmer und die Jahre vergehen mit der täglichen Farmarbeit. Die beiden freuen sich über ihren aufgeweckten Jungen bis ein Unglück geschieht. Die Trauer droht die Ehe zu zerstören da taucht ausgerechnet Gabriel mit seinem Jungen wieder auf. Beth ist zerrissen in der Trauer um ihren Sohn und der Freude in Leon einen Ersatz gefunden zu haben und die Möglichkeit die damalige Liebe wieder aufleben zu lassen. Bis es zu einem tödlichen Unfall kommt.

Das Buch ist in 3 Erzählstränge gegliedert die auseinander zu halten am Anfang nicht leicht war. Was es mit dem Gerichtsprozeß auf sich hat wird erst ganz am Ende aufgelöst. Die Personen und Handlungsweisen werden eindrucksvoll geschildert. Der Schreibstil ist sehr lebendig, Längen gibt es nicht, man ist die ganze Zeit mitten im Geschehen und erlebt die Vergangenheit auf dem Land und das Farmleben.

Dafür das die Autorin 4 Jahre an diesem epischen Werk geschrieben hat, ist man viel zu schnell fertig und möchte doch immer weiterlesen.

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Veröffentlicht am 09.06.2025

Golden Girls

Very Bad Widows
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4 Ehepaare in den 60er Jahren die sich eigentlich auf einen gemütlichen Rentenbeginn freuen könnten werden von der Realität eingeholt. Die Männer haben bei einer angeblich sicheren Investition ihr Vermögen ...

4 Ehepaare in den 60er Jahren die sich eigentlich auf einen gemütlichen Rentenbeginn freuen könnten werden von der Realität eingeholt. Die Männer haben bei einer angeblich sicheren Investition ihr Vermögen verzockt. Jetzt müssen auch die Frauen wieder arbeiten.
Dann stirbt plötzlich ein Mann durch einen mysteriösen Unfall – oder war es Mord? Die trauernde Witwe erhält kurz danach jedoch Besuch eines Versicherungsmaklers der ihr den Millionen Erlös der abgeschlossenen Lebensversicherung zahlt.

Da auch die anderen eine ähnliche Versicherung abgeschlossen haben, beschließen die Frauen ihre Männer umbringen zu lassen. Dafür gibt es einen Herrenfrisör der tut was manchmal getan werden muss. Ihr Ziel mit dem Erlös aus der Versicherung Hector vollständig zu bezahlen. Doch die Frauen haben die kriminellen Gedanken ihrer Ehemänner unterschätzt die ihrerseits die Frauen aus dem Weg schaffen wollen.

Mit diesen verwirrenden Zutaten ist das Buch geschmückt und man erlebt ein rasantes Katz und Maus Spiel mit jeder Menge krimineller Ideen und haarsträubenden Personen. Die indische Inhaberin des Casinos ist eine solche. Herrlich überspitzt werden die Personen gezeichnet und der heitere Erzählstil lassen einem durch die Seiten fliegen.

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