solider Thriller
The Final WifeSchon das Cover hat mich sofort angesprochen – schlicht, geheimnisvoll und perfekt auf das Genre abgestimmt. Es vermittelt auf Anhieb die richtige Atmosphäre und macht neugierig auf die Geschichte, die ...
Schon das Cover hat mich sofort angesprochen – schlicht, geheimnisvoll und perfekt auf das Genre abgestimmt. Es vermittelt auf Anhieb die richtige Atmosphäre und macht neugierig auf die Geschichte, die sich dahinter verbirgt.
Der Schreibstil von Jenny Blackhurst ist angenehm und flüssig. Man findet sofort in die Handlung hinein, und durch die kurzen Kapitel entsteht ein richtiger Sog – „nur noch ein Kapitel“ wird schnell zu „ich lese das Buch in einem Rutsch durch“. Die Autorin versteht es, Spannung kontinuierlich aufzubauen, ohne dass Längen entstehen. Besonders gelungen finde ich, dass die verschiedenen Erzählperspektiven sich abwechseln. Das macht die Handlung abwechslungsreich und lebendig, und man bekommt nach und nach immer mehr Puzzleteile, um das Gesamtbild zu verstehen.
Während des Lesens habe ich ständig mitgerätselt, wer wirklich hinter dem Mord steckt. Die vielen Andeutungen und falschen Fährten sorgen dafür, dass man bis kurz vor Schluss nicht sicher sein kann, wem man trauen darf. Jenny Blackhurst schafft es hervorragend, ihre Figuren so vielschichtig zu gestalten, dass jede und jeder potenziell verdächtig wirkt.
Was mir allerdings nicht ganz so gut gefallen hat, war das Ende. Es fühlte sich für meinen Geschmack etwas zu konstruiert an. Trotzdem hat das meinen Lesegenuss nicht wesentlich geschmälert, denn der Weg dorthin war wirklich spannend und unterhaltsam.
„The Final Wife“ ist ein fesselnder, atmosphärischer Thriller mit angenehmem Schreibstil, spannenden Perspektivwechseln und einer durchgehend hohen Spannung. Auch wenn das Ende mich nicht ganz überzeugen konnte, hat mich das Buch insgesamt begeistert und bestens unterhalten. Ich vergebe für den Thriller 4 von 5 Sterne.