atmosphärisch
Coram HouseIch habe "Coram House" der Autorin Bailey Seybolt als Hörbuch eingelesen von Heidi Jürgens und Wolfgang Berger mit Spannung gehört.
Alex Kelley, einst eine gefeierte True-Crime-Autorin, begann in ihrem ...
Ich habe "Coram House" der Autorin Bailey Seybolt als Hörbuch eingelesen von Heidi Jürgens und Wolfgang Berger mit Spannung gehört.
Alex Kelley, einst eine gefeierte True-Crime-Autorin, begann in ihrem letzten Buch nach einem Schicksalsschlag einen folgenschweren Fehler. Um so erfreuter ist sie, als Alan Stedsan ein Rechtsanwalt sie anfragt sein Vermächtnis zu schreiben.
Sie bekommt von Stedsan Einblick in die Originalunterlagen zu dem ehemaligen katholischen Waisenhaus „Coram House“. Er führte in den 80-iger Jahren die Befragungen zu stattgefundenen Misshandlungen, Missbrauch und einem angeblichen Todesfall in dem Kinderheim durch.
Um so mehr Alex sich mit den Unterlagen beschäftigt, umso mehr stößt sie auf Ungereimtheiten und beginnt auf eigene Faust ehemalige Zeugen zu suchen und zu befragen. Als sie auf einen anscheinend ermordeten kleinen Jungen stößt, ist ihr Feuer geweckt und die Suche nach dem Schicksal des Jungen bringt auch andere in Gefahr.
"Coram House" überzeugt durch eine dichte und atmosphärische Erzählweise, die besonders durch den Handlungsort und deren Beschreibung unterstützt wird. Die beiden Sprecher waren mir nicht bekannt, musste mich erst einmal auf sie einlassen und fand sie im Verlauf der Geschichte immer passender.
Ein wenig hat mich die "Gefühlsduselei" der Protagonistin an manchen Stellen etwas genervt, die auch noch von stellenweise großer Naivität unterstützt wurde.
Die Auflösung des Falls war für mich stimmig und "Coram House" hat mich insgesamt gut unterhalten.