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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.01.2018

Auch dieser sechste Band macht wieder wahnsinnig viel Spaß

Scary Harry (Band 6) - Hals- und Knochenbruch
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Inhalt:
Die Befreiung von Ottos Eltern gestaltet sich schwieriger als gedacht. Trotz der Hilfe seines besten Kumpels, Sensenmann Harry, landet das Test-Teleportationsobjekt Vincent immerzu in der schäbigen ...

Inhalt:
Die Befreiung von Ottos Eltern gestaltet sich schwieriger als gedacht. Trotz der Hilfe seines besten Kumpels, Sensenmann Harry, landet das Test-Teleportationsobjekt Vincent immerzu in der schäbigen Jenseitskneipe Zur Qualle statt in Qualcatraz. Zur Ablenkung organisiert Tante Sharon einen Skiurlaub für die ganze Bande. Aber dort angekommen, muss Harry so manch halsbrecherisches Pistenmanöver vollführen, denn irgendwer scheint ihn in den Urlaub verfolgt zu haben ... Ob das alles mit dem seltsamen Dr Seymour zu tun hat, der Scary Harry Aufzeichnungen über ein Mittel für ewiges Leben anvertraut hatte?

Meinung:
Während Otto immer noch dabei ist, sich Gedanken darüber zu machen, wie er seine Eltern aus Qualcatraz befreien kann, hat Scary Harry ganz andere Probleme. Seit kurzem stört eine unbekannte Person seine Arbeit. Immer wieder taucht die Person auf und hindert Scary Harry daran Seelen einzufangen, bevor er sie in sein Gurkenglas verbannen kann. Und auch andere Sensenmänner klagen über diesen Störenfried. Zudem wird Emilys Freund Albert zum immer größeren Störfaktor, da er sich sehr für Onkel Archibalds Geisterforschungen interessiert.

Der mittlerweile sechste Band der Reihe um unseren Kult-Sensenmann Scary Harry hat wieder alles was das Kinder (und Erwachsenherz) begehrt. Sonja Kaiblinger hat auch in diesem Band wieder jede Menge cooler Ideen parat. Die Spannung spitzt sich im Verlauf der Geschichte genau richtig zu und auch die ein oder andere kleinere Actionszene darf nicht fehlen. Herrliche Lesestunden sind also vorprogrammiert. Untermalt wird dieses tolle Abenteuer wieder durch die stimmigen Zeichnungen von Fréderic Betrand. Der der Reihe schon seinen ganz eigenen Stempel aufgedrückt hat.
Besonders gut hat mir gefallen, dass sich der zweite Teil der Geschichte nach Österreich hin verlagert. Es ist toll, die liebgewonnenen Charaktere mal an einem anderen Ort agieren zu sehen und es sorgt zudem für eine Portion Abwechslung.

Es ist mal wieder eine wahre Freude neues über Otto, Scary Harry und Vincent, die freche Fledermaus, zu erfahren. Gut hat mir in diesem Band gefallen, dass Onkel Archibald und Tante Sharon dieses Mal deutlich mehr in den Vordergrund treten, als dies noch in den vorherigen Büchern der Fall war. Auch Emilys Freund Albert bekommt in diesem Buch eine wichtige Rolle zugeschrieben.
Neben den altbekannten Charakteren werden jedoch neue, teilweise sehr witzige, Charaktere eingeführt. So präsentiert Madame Olga ihren neuen Freund den Jamaikaner Rocko, der Otto teilweise doch etwas suspekt ist. Oder auch der äußerst lustige Geist Landgraf Hubertus mit seinem Dialekt ist eine tolle Ergänzung.

Alles in allem hat mir das Buch wieder sehr gut gefallen. Mein einziger Kritikpunkt ist jedoch, dass die eigentliche Geschichte (die Suche nach Ottos Eltern) in diesem Buch ein wenig auf der Stelle tritt. Ich würde mir hier so langsam eine Auflösung wünschen, auch wenn das leider bedeuten würde, dass damit diese tolle Reihe im nächsten Band zu Ende gehen würde.

Fazit:
Ob groß oder klein alle Scary Harry Fans kommen auch in diesem sechsten Band wieder auf ihre Kosten. Otto und Harry haben neue Probleme zu beseitigen, ein Kurzurlaub steht auf dem Programm und ein Rätsel ist zu lösen. Dies bedeutet jede Menge Spaß und gute Unterhaltung.
Von mir gibt es knappe 5 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 11.01.2018

Überraschend gute Fortsetzung der Kult-Reihe

Skulduggery Pleasant (Band 10) - Auferstehung
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Inhalt:
Omen Darkly ist nur ein mittelmäßiger Schüler an der Corrival-Akademie in Roarhaven. Anders als sein Zwillingsbruder Auger, der Auserwählte, der schon fast genauso viele spannende Abenteuer erlebt ...

Inhalt:
Omen Darkly ist nur ein mittelmäßiger Schüler an der Corrival-Akademie in Roarhaven. Anders als sein Zwillingsbruder Auger, der Auserwählte, der schon fast genauso viele spannende Abenteuer erlebt hat wie einst die Toten Männer. Dennoch ist es Omen, der von Skulduggery Pleasant einen Auftrag erhält. Einer seiner Lehrer hat einen Geheimbund gegründet. Und da soll Omen sich mal umhören. Nur kurz! Und ganz unauffällig, versteht sich. Und anschließend soll er schön brav weiter zur Schule gehen. Na, wenn Skulduggery seinen neuen Schüler da mal nicht unterschätzt hat!

Meinung:
Fünf Jahre sind seit dem großen Showdown ins Land gezogen. Fünf Jahre in denen sich Walküre Unruh zurückgezogen hat und ihr einziger Begleiter ihr Hund Xena war. Doch eines Tages steht Skulduggery vor ihrer Tür und bittet Walküre sich ihm wieder anzuschließen, denn ein neuer Trupp Bösewichte macht die Zaubererwelt unsicher. Eigentlich will Walküre nur eben mal für 24 Stunden Skulduggery zur Hand gehen, doch daraus entwickelt sich ein geniales Abenteuer was Zeit und Raum sprengt.

Da es sich hierbei um den 10. Teil einer Reihe handelt, sind Spoiler unvermeidlich.
Als ich gehört habe, dass die Reihe um unseren Kultdetektiv fortgeführt werden soll, war ich zunächst etwas skeptisch. Wurde ich doch schon oftmals davon enttäuscht, wenn Autoren ihre Reihen fortsetzen. Nicht so Derek Landy. Er versteht es meisterlich auch mit diesem zehnten Band seine Leser ans Buch zu fesseln. Gekonnt werden neue Charaktere aufgebaut und in die Geschichte eingeflochten. Genauso gekonnt treten liebgewonnene Charakter wieder auf.

Wie in den vorherigen Büchern gibt es auch in diesem Buch wieder jede Menge Action, Kampfszenen, Brutalität und Spannung. Aber auch der gewohnt sarkastische Humor kommt nicht zu kurz. Besonders nett fand ich es, dass der amerikanische Präsident in diesem Buch doch starke Ähnlichkeit mit Donald Trump aufweist. Schwarzer Humor at his best.

Walküre ist mittlerweile 24 Jahre alt und lebt seit fünf Jahren sehr zurückgezogen. Immer noch liegen ihr die Ereignisse mit Darquise schwer im Magen. Sie ist deprimiert, zweifelt an sich und besitzt nicht mehr viel von der Schlagkraft die sie einmal ausgezeichnet hat. Ich muss sagen, dass Derek Landy hier eine wunderbare Darstellung ihres Charakters gelungen ist. Ich fand es sehr authentisch, dass Walküre in ein inneres Loch gefallen ist. Dennoch habe ich mir ab einem gewissen Punkt die alte Walküre zurückgewünscht.
Skulduggery ist immer noch Skulduggery und überzeugt mal wieder mit Witz und Charme. Spannend ist es zudem, dass wir in diesem Band noch mehr über seine Vergangenheit erfahren.
Ein neuer wichtiger Charakter ist der 14-jährige Omen Darkly, der sich mit seiner tollpatschigen und herzensguten Art schnell in mein Herz geschlichen hat.

Es wird zwar damit geworben, dass man dieses Buch auch unabhängig von den vorherigen Büchern lesen kann, ich kann hiervon allerdings nur abraten, da es sehr viele Anspielungen auf die vorherigen Bücher gibt und dem Leser so einiges verloren geht.

Fazit:
Es gibt Autoren, die können aus einer eigentlich beendeten Reihe eine sehr gute Fortsetzung zaubern – so Derek Landy. Die gewohnten Aspekte wie schwarzer Humor, Action und Brutalität werden mit neuen Bösewichten sowie einer erneuerten Heldentruppe zusammengewürfelt und ergeben einen tollen zehnten Band. Ich vergebe daher knappe 5 von 5 Hörnchen und bin jetzt schon auf den elften Band der Reihe gespannt!

Veröffentlicht am 11.01.2018

Genauso genial wie Band 1

Luzifer junior (Band 2) - Ein teuflisch gutes Team
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Inhalt:
Luzifer junior ist gerade von seinen Ferien in der Hölle nach Sankt Fidibus zurückgekehrt, da erwartet ihn schon wieder jede Menge Ärger. Wieso sind die Rugby-Spieler der Dorfschule so sauer auf ...

Inhalt:
Luzifer junior ist gerade von seinen Ferien in der Hölle nach Sankt Fidibus zurückgekehrt, da erwartet ihn schon wieder jede Menge Ärger. Wieso sind die Rugby-Spieler der Dorfschule so sauer auf die Internatsschüler? Und wieso verhält sich seine beste Freundin Lilly so merkwürdig? Luzie geht den Dingen auf den Grund und schmiedet einen Plan: Und der muss einfach teuflisch gut sein!

Meinung:
Luzie ist für ein paar Tage zurück in der Hölle. Doch großartig Zeit, die er mit seinem Vater verbringen könnte, bleibt nicht, denn Luzifer Senior steht unter Stress. Die Kosten fressen unerbittlich ein Loch in die Kassen der Hölle und eine neue Abteilung soll gegründet werden. Als Luzie dann auch noch ausversehen eine wichtige Persönlichkeit befreit, ist er eigentlich ganz froh wieder zurück auf die Erde zu können. Doch auch hier ist nicht alles eitel Sonnenschein. Ein paar Rowdys aus dem Dorf gehen gegen die Schüler der Sankt Fidibus vor.

Nachdem mich Band 1 vor einigen Monaten so begeistern konnte, habe ich mich sehr auf diesen zweiten Teil gefreut und hatte nun natürlich auch gewisse Erwartungen. Diese wurden absolut erfüllt und ich bin mehr als froh, dass ich auf Band 3 nicht so lange warten muss, denn das Ende dieses Buches ist schon recht fies.

Wieder gelingt es dem Autor auf doch recht wenigen Seiten eine stimmige und unterhaltsame Geschichte entstehen zu lassen. Auch in diesem Buch gibt es wieder einige kreative Ideen und Wesen zu bestaunen. Wir lernen neue Charaktere kennen und erfahren etwas mehr über Luzie und seine Freunde. Zudem gibt es auch den ersten Streit zwischen Luzie und Lilly, die Botschaft dahinter hat mir gut gefallen.
Der Humor ist ebenfalls wieder mit an Bord und zaubert dem Leser ein Lächeln auf die Lippen (manches Mal sogar ein lautes Auflachen).

Besonders hervorheben möchte ich noch einmal die wunderschönen Zeichnungen. Ich finde, diese sind absolut passend skizziert. Oftmals zeigen sie auch lustige Anspielungen auf die Geschichte. Ich kann mir diese Reihe ehrlich gesagt gar nicht mehr ohne die Zeichnungen vorstellen.

Mein einziger Kritikpunkt ist, dass ich gerne noch mehr Seiten gehabt hätte. Ich bin geradezu süchtig nach Luzie und seinen Freunden und finde es wirklich sehr schade, dass die Geschichte so schnell vorbei war. Aber zum Glück gibt es mindestens noch einen Band und ehrlich gesagt hoffe ich noch auf viel mehr Bücher über Luzie, Lilly, Gustav, Aaron und natürlich Cornibus.

Fazit:
Teuflisch genial und absolut süchtig machend ist dieser zweite Band um Luzie und seine Freunde! Ich bin mal wieder schwer begeistert von Jochen Tills Einfallsreichtum und hoffe auf noch viele weitere Abenteuer. Den jungen Lesern werden Freundschaft und Gerechtigkeit verdeutlicht und der Humor ist wieder sehr hervorstechend. Schon allein aufgrund der Zeichnungen kann ich das Buch jedem weiterempfehlen.
Zum Glück muss ich nicht so lange auf Band 3 warten.
Höllisch gute 5 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 29.12.2017

Galaktisch gut, Sarah J. Maas schreibt einfach wie von einem anderen Stern!

Throne of Glass – Königin der Finsternis
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Inhalt:
Celaena hat tödliche Wettkämpfe überlebt, ihr wurde das Herz gebrochen, sie hat sich den Schatten ihrer Vergangenheit gestellt und es überstanden. Jetzt kehrt sie zurück nach Adarlan. Aber nicht ...

Inhalt:
Celaena hat tödliche Wettkämpfe überlebt, ihr wurde das Herz gebrochen, sie hat sich den Schatten ihrer Vergangenheit gestellt und es überstanden. Jetzt kehrt sie zurück nach Adarlan. Aber nicht mehr als Celaena Sardothien, sondern als Aelin Galathynius, Königin von Terrasen. Doch bevor sie ihren Thron besteigen kann, muss sie noch offene Rechnungen begleichen. Da ist zum einen ihr alter Meister, der sie verraten und dem Tod überlassen hat. Und der König von Adarlan, der in seinem grenzenlosen Machthunger die Magie verbannt, ihre Eltern getötet und den ganzen Kontinent unterworfen hat. Eine Aufgabe, würdig einer Kämpferin, würdig einer dunklen Königin ...

Meinung:
Celaena oder viel mehr Aelin Galathynius ist zurück in Adarlan und will Rache. Rache an Arobynn, ihrem alten Meister, sowie dem König von Adarlan. Geschockt ist Aelin allerdings, als sie erfährt, dass Dorian von einem Dämon besessen ist. Und auch Chaol hat sich verändert. Zudem will Aelin den Thron ihrer Eltern übernehmen und ihr Königreich verteidigen.

Der Einstieg in das Buch ist mir erstaunlich leicht gefallen. Die Geschehnisse aus Band 3 waren mir noch sehr präsent und auch mit den verschiedenen Charakteren hatte ich nur wenig Probleme. Dennoch bleibe ich immer noch bei meiner Meinung, dass ein Glossar auf jeden Fall hilfreich für den Leser wäre.

Was die Spannung und die Überraschungsmomente angeht, ist Sarah J. Maas einfach eine Meisterin ihres Fachs. Zwar gab es zu Anfang ein paar Längen, nimmt man aber das gesamte Buch, sind diese wirklich nur minimal.
Begeistert bin ich mal wieder davon, dass die Autorin es spielend schafft Charaktere und Leser auf falsche Fährten zu führen. Nur um dann im nächsten Moment mit einer bombastischen Überraschung um die Ecke zu kommen.

Etwas enttäuscht war ich von Aelin. Zwar war sie mir auch in den vorherigen Bänden nicht immer sympathisch, in diesem Band reagiert sie mir in manchen Momenten jedoch zu kalt und hart. Fehler die andere machen werden gnadenlos niedergemacht. Macht Aelin jedoch einen ähnlichen Fehler, ist das alles kein Problem. Dies ist aber auch schon mein einziger Kritikpunkt.
Ansonsten haben mir die restlichen Charaktere wahnsinnig gut gefallen. Jeder entwickelt sich auf seine eigene Art und Weise weiter und bleibt dabei immer authentisch. Vor allen Dingen Manon und Dorian habe ich ganz tief in mein Herz geschlossen. Aber auch die neu eingeführten Charaktere bereichern das Buch ungemein.

Das Ende schließt quasi ein Kapitel ab, bringt jedoch gleichzeitig ein Neues ins Rollen. Dieses bietet bestimmt wieder genug Stoff für die kommenden Bücher. Ich kann es jedenfalls kaum erwarten, endlich Band 5 in den Händen zu halten.

Fazit:
Was soll ich sagen? Ich hatte sehr hohe Erwartungen und Sarah J. Maas hat mich mal wieder nicht enttäuscht. Zwar gab es ein paar kleinere Längen, aber auf die Dicke des Buches gesehen sind diese minimal. Es gibt wieder jede Menge Action, Spannung und viele überraschende Wendungen. Jeder der Band 1 noch nicht gelesen hat ist selbst Schuld, denn ihr verpasst hier Fantasy auf allerhöchstem Niveau!
5 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 17.12.2017

Magisch mit viel Herz und Charme

Arianwyn
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Inhalt:
Was für eine Blamage! Arianwyn ist durch die Hexenprüfung gefallen. Und anstatt die Welt zu retten, wird sie als Hexe auf Probe in den hinterletzten Winkel des Landes geschickt. Dort muss sie sich ...

Inhalt:
Was für eine Blamage! Arianwyn ist durch die Hexenprüfung gefallen. Und anstatt die Welt zu retten, wird sie als Hexe auf Probe in den hinterletzten Winkel des Landes geschickt. Dort muss sie sich mit den magischen Alltagsproblemen der Dorfbewohner herumschlagen. Doch dann ergreifen unheimliche Träume von ihr Besitz. Und als ihre alte Erzrivalin Gimma einen fatalen Zauberfehler begeht, wird klar: Arianwyn ist mächtiger, als alle je vermutet hätten. Und ihr steht eine große Aufgabe bevor ...

Meinung:
Arianwyn ist wahnsinnig aufgeregt als sie an der Hexenprüfung teilnimmt, wird sie doch nach der Prüfung eine vollwertige Hexe sein. Doch dann läuft alles schief und Arianwyn wird als Hexe auf Probe in ein kleines Örtchen irgendwo im Nirgendwo geschickt. Dort hilft sie den Einwohnern bei kleineren und größeren Problemen. Doch schon nach kurzer Zeit treiben immer mehr böse Geister ihr Unwesen im Dorf. Was hat es mit ihnen auf sich?

Der Beginn in die Geschichte ist sofort spannend und unterhaltsam. Für mich hat das Buch bereits ab der ersten Seite einen wahnsinnigen Lesesog ausgeübt. Ich denke, dies lag unter anderem an dem sehr bildlichen Schreibstil des Autors James Nicol. Ich konnte mir nicht nur die Charaktere sehr gut vorstellen, auch die Beschreibung des Dorfes und den magischen Wesen hat mir ausgesprochen gut gefallen.

Irgendwie war die Geschichte und dessen Verlauf genau nach meinem Geschmack. Wie oben bereits erwähnt, habe ich mich fast sofort in das kleine Dörfchen (und dessen Bewohner) in dem Arianwyn landet verliebt. Äußerst ansprechend fand ich es, dass wir auch mehr über die magischen Wesen in Arianwyns Welt erfahren.

Einen gewissen Teil der Handlung nimmt der Alltag von Arianwyn ein. In anderen Büchern ermüdet mich dieser doch recht schnell. Hier war es genau andersherum. Viel mehr wollte ich immer noch mehr über Arianwyns Arbeit und ihr Leben erfahren.
Natürlich hat das Buch auch einiges in Sachen Spannung und Action zu bieten. Aber dem Leser sollte bewusst sein, dass sich die Geschichte eher an jüngere Leser richtet. Vom Gefühl her, würde ich es für 11-13 Jährige empfehlen.

Arianwyn ist ein Charakter den man einfach gern haben muss. Sie ist alles andere als perfekt und es geht doch so einiges schief. Dennoch gibt sie niemals auf. Diese Willensstärke habe ich sehr bewundert, da Arianwyn doch noch recht jung ist und von heute auf morgen von ihrer Großmutter getrennt wird und ans andere Ende des Landes verfrachtet wird.
James Nicol versteht sein Werk. Obwohl er ein männlicher Autor ist, hat er die weibliche Protagonistin sehr gut in Szene gesetzt. Ab und an habe ich bei anderen männlichen Autoren das Gefühl, dass sie sich nicht so sehr in eine weibliche Protagonistin hineinversetzen können.

Ebenfalls sehr gut gefallen hat mir, dass diese Geschichte ohne eine Romanze perfekt funktioniert. Gegen Ende wird zwar eine kleine Liebelei angedeutet, dies passt dann jedoch gut zum Rest der Geschichte.

Das Ende ist recht abgeschlossen. Dennoch bin ich jetzt schon wahnsinnig gespannt auf ein Wiedersehen mit Arianwyn und ihren Freunden.

Fazit:
Hach, ich bin ganz verzaubert von Arianwyn und ihren Hexenkünsten. Dem Autor ist hier wirklich eine wundervolle Geschichte voller Freundschaft, Mut und Herz gelungen. Die magischen Wesen sind gut ausgearbeitet und auch die Charaktere zaubern einem ein Lächeln aufs Gesicht.
Ich bin überrascht und begeistert.
5 von 5 Hörnchen.