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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.02.2026

Nur eine Sichtweise

Starfish
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Ich weiß nicht was ich von dieser Geschichte, die ich mir als Hörbuch angehört habe, wirklich halten soll. Natürlich ist ganz klar welcher Intention dieser Jugendroman folgt. Und natürlich sind Empowerment ...

Ich weiß nicht was ich von dieser Geschichte, die ich mir als Hörbuch angehört habe, wirklich halten soll. Natürlich ist ganz klar welcher Intention dieser Jugendroman folgt. Und natürlich sind Empowerment und bodypositivity äußerst wichtig. Ist das Gewicht aber so hoch, dass sogar eine Operation im Raum steht, dann sollten auch gesundheitliche Aspekte zur Sprache kommen. Und das tut es eben nicht! Die Geschichte an sich ist ja auch ganz schön, aber auch irgendwie eindimensional. Und die Moral dabei so präsent, dass es etwas abschreckend auf Kinder wirken kann. Ich weiß auch nicht an welche Zielgruppe sie sich richtet. Betroffene werden vermutlich selbst genug mit ihren Problemen zu kämpfen haben um sich auch noch anderer Leute Leben anzuhören, Mobber werden eh nicht zum Buch greifen und Kinder mit neutraler Einstellung werden wohl auch eher andere Themen bevorzugen. Tja, dann bleiben nur noch Erwachsene, für die ist die Geschichte aber fast etwas zu einfach. Ich fand es auch komisch, wie kindlich Ellie in einem Moment wirkt und sich dann wieder Gedanken macht und redet als wäre sie deutlich älter. Das wirkt nicht authentisch. Trotzdem muss ich der Geschichte zu Gute halten, dass sie emphatisch erzählt wird. Ob das allein schon ausreicht um Kinder zu erreichen, daran zweifele ich.

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Veröffentlicht am 03.02.2026

Zu viel und zu wenig

Berchtesgaden
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Drehbuch, ja Drehbuch trifft es ganz gut. Die Geschichte wirkt nämlich wie eine Aneinanderreihung verschiedener Momente und Schicksale. Sie beleuchtet unterschiedliche Blickwinkel und man bekommt so die ...

Drehbuch, ja Drehbuch trifft es ganz gut. Die Geschichte wirkt nämlich wie eine Aneinanderreihung verschiedener Momente und Schicksale. Sie beleuchtet unterschiedliche Blickwinkel und man bekommt so die volle Bandbreite davon zu sehen, was in dieser Zeit vonstatten ging. Historisch gesehen ganz interessant, aber leider verlor man dabei den Einzelnen aus dem Blick. Die Handlung führt nicht zu einem großen Ganzen zusammen und hat auch keinen merkbaren Spannungsbogen. Stattdessen wird man immer wieder aus dem Moment gerissen. Anfangs fand ich das faszinierend, aber als sich mit der Zeit immer noch kein gemeinsamer Nenner zeigte und sich die Stränge zwar annäherten, sich aber nie richtig verbanden erlosch mein Interesse mehr und mehr. Gleichzeitig erwachte das Gefühl, dass mit diesem Buch viel zu viel gewollt wurde, denn da sind nicht nur die Einzelschicksale der Protagonisten, sondern auch zusätzliche Szenen, die auf das Geschehen nur wenig Einfluss nehmen, aber genutzt werden um noch eine und noch eine Gräueltat aufzudecken. Und genau das wurde mir irgendwann dann doch zu viel. Zuviel Extras und zu wenig Emotionen und Tiefe in Bezug auf die Protagonisten.

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Veröffentlicht am 14.01.2026

Uhhh, schwieriger als gedacht

Heartbreak Hotel
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Der Zeichenstil ist schön, keine Frage! Und irgendwie erkenne ich auch etwas tief gehendes darin. Trotzdem habe ich auch das Gefühl dieses Buch nicht ganz verstanden zu haben. Als hätte ich seine Bedeutung ...

Der Zeichenstil ist schön, keine Frage! Und irgendwie erkenne ich auch etwas tief gehendes darin. Trotzdem habe ich auch das Gefühl dieses Buch nicht ganz verstanden zu haben. Als hätte ich seine Bedeutung nicht gänzlich begriffen.
Die Geschichte beginnt mit Maya, die nach einer Party von Sehnsucht und Kummer geplagt wird und die Liebe ihres Lebens verloren hat. Was genau in dieser Nacht geschah erfährt man erst nicht. Stattdessen wacht Maya in einem fremden Zimmer auf, mit einer elektronischen Katze an ihrer Seite, die ihr ihre Fragen beantwortete. Tage verbringt sie in diesem Zimmer, bis sie gezwungen ist es zu verlassen und dabei auf weitere Jugendliche trifft, die alle einen auf ihre Weise trauern. Aber dann wird die Story immer abgefahrener. Seltsame Tiere begleiten die Teens und mit jedem Stockwerk eröffnet sich Maya und den anderen eine weitere Geschichte. Diese wurden zur besseren Unterscheidung coloriert, die Bilder des Heartbreak Hotels sind dagegen einfarbig. Das wurde wirklich gut gelöst. Lauras Rolle bei dem Ganzen gefiel mir dabei aber leider nicht. Das war mir dann doch alles ein Ticken zu seltsam.
So toll das Buch auch sein mag (wenn man es versteht), man muss sich auch auf dessen Geschichte einlassen können und eine gute Prise Übersinnliches abkönnen. Und ab 14 Jahren finde ich das Ganze schon sehr herausfordernd.

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Veröffentlicht am 14.05.2025

Anfangs okay, zum Ende hin leider unglaubwürdig

Gestern waren wir unendlich
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Gaidas neues Buch ist eine süße, leichte Liebesgeschichte zweier queerer Jungs, die rasch eine etwas übernatürliche Wendung nimmt. Nach einer Familienfeier verunglücken beide bei einem Verkehrsunfall. ...

Gaidas neues Buch ist eine süße, leichte Liebesgeschichte zweier queerer Jungs, die rasch eine etwas übernatürliche Wendung nimmt. Nach einer Familienfeier verunglücken beide bei einem Verkehrsunfall. Und während Henry dabei stirbt, wacht Louis unversehrt am Morgen des selben Tages auf, dazu verdammt die letzten gemeinsamen Stunden wieder und wieder zu erleben. In einer Art Zeitschleife gefangen und voller Schmerz beginnt er daraufhin die Geschehnisse zu beeinflussen, in der Hoffnung dadurch Henry vor dem Tod zu bewahren.

Wie hatte ich mich auf dieses Buch gefreut. Es klang so toll, so einzigartig und nach einem Übermaß an Gefühlen. Stattdessen war die Handlung dann aber enttäuschend seicht. Zugang zu den Charakteren fand ich trotz der wechselnden Perspektiven und Rückblicke anfangs auch nur schwer und manche Reaktionen schienen fast schon widersprüchlich. Mit all dem hätte ich mich aber zu Gunsten der Handlung noch arrangieren können und auch die ein oder andere gefühlvolle Szene konnte mich durchaus berühren. Verloren hat mich das Buch dann aber durch sein, regelrecht an den Haaren herbeigezogenes, unglaubhaftes Ende, das mir viel zu sehr übers Ziel hinausschoss, dennoch.

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Veröffentlicht am 27.07.2025

Der Zahn wackelt

Ja, nein, vielleicht
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‚Ja, nein, vielleicht‘? Ich antworte leider mit ‚nein‘. Ich habe diesen Roman im Hörbuchformat aufgrund einer Empfehlung gehört. Und was soll ich sagen? Entweder das Format war schlecht gewählt oder die ...

‚Ja, nein, vielleicht‘? Ich antworte leider mit ‚nein‘. Ich habe diesen Roman im Hörbuchformat aufgrund einer Empfehlung gehört. Und was soll ich sagen? Entweder das Format war schlecht gewählt oder die Handlung kam grundsätzlich nicht bei mir an. Jedenfalls konnte ich keine Raffinessen in ihr ausmachen. Sie plätscherte nur dahin ohne mich groß zu fesseln. Ich hörte einfach zu, wie jemand anderes sein Leben lebt, das zwischen Zahnarzt, Schwesternbeziehungen und alten Bekanntschaften changiert. Für mich daraus mitgenommen habe ich aber nur wenig. Der Schreibstil und auch die Leserstimme fand ich trotzdem recht angenehm, nur wurde mir nicht klar, was mir das Buch sagen wollte.
Für mich war es ein Lückenfüller, interessant und trotzdem nichts sagend. Ach ja, vielleicht sollte ich mal wieder einen Zahnarzttermin vereinbaren.

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