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Veröffentlicht am 02.08.2025

Ein weiteres bezauberndes Sachbilderbuch aus der "Mit Freude entdecken"-Reihe!

Tiere und ihre Sinne
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„Tiere und ihre Sinne“ ist ein weiteres Buch aus der „Mit Freude entdecken“ – Reihe und nachdem mir bereits die zwei Vorgänger so gut gefallen haben, musste natürlich auch dieser Band bei mir Einzug halten. ...

„Tiere und ihre Sinne“ ist ein weiteres Buch aus der „Mit Freude entdecken“ – Reihe und nachdem mir bereits die zwei Vorgänger so gut gefallen haben, musste natürlich auch dieser Band bei mir Einzug halten. Auch darin begleiten wir das wissensdurstige und sympathische Geschwisterpaar Lilli und Bruno durch die Tierwelt, doch anders als in „Wo die Tiere leben“ dreht sich diesmal alles um die Sinne. Gemeinsam mit Lilli und Bruno gehen wir erneut vielen spannenden Fragen auf den Grund: Wie sehen, hören, riechen, schmecken und tasten Tiere? Haben sie genauso viele Sinne wie wir Menschen? Warum können Katzen im Dunkeln sehen und Wölfe so gut riechen? Und womit schmecken eigentlich Schmetterlinge?

Es macht einfach wieder richtig Spaß, mit den beiden Geschwistern auf Entdeckungsreise zu gehen. Nach einer allgemeinen Einführung werden die verschiedenen Sinne auf 2-3 Doppelseiten in leicht verständlichen und unterhaltsamen Texten kurz und kindgerecht erklärt. So erfahren wir unter anderem, dass Riesenmuscheln mehr als tausend Augen haben, Grashüpfer mit ihren Beinen hören und Falken die Bewegungen einer Maus aus ungefähr einem Kilometer Entfernung erkennen können.
Einige Fakten sind wirklich ganz erstaunlich und faszinierend. Nicht nur Kinder können hier eine Menge über Tiere aus aller Welt lernen, auch als Erwachsener kann man so manches mitnehmen. Und um für mögliche Kinderfragen bestens gewappnet zu sein, gibt es im Anschluss noch einen Infoteil für Eltern, wo alles noch einmal ausführlicher beschrieben wird.

Neben dem Autor Alejandro Algarra und der Übersetzerin Constanze Albrecht hat auch Rocio Bonilla mal wieder einen wunderbaren Job gemacht. Lustig, fröhlich und mit ihrem unverwechselbaren Stil untermalt sie das Erzählte perfekt und lädt zum Verweilen und Entdecken ein. Ihre großflächigen und farbenfrohen Illustrationen sind wie gewohnt ganz zauberhaft anzuschauen, vor allem Lilli und Bruno mit ihrer aufgeweckten Mimik sind einfach zum Verlieben.

Fazit: Mit „Tiere und ihre Sinne“ präsentieren Alejandro Algarra und Rocio Bonilla ein weiteres informatives und liebevoll gestaltetes Sachbilderbuch für kleine Entdecker*innen und Tierfans ab 5 Jahren, das Kindern spielerisch die Sinne aus dem Tierreich näherbringt. Ich bin auch von diesem Band richtig begeistert, besonders die Illustrationen von Rocio Bonilla konnten mich mal wieder komplett verzaubern. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 31.07.2025

Zauberhaft!

Greenwood. Band 2
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Der Samstagsclub ist fest entschlossen an dem großen Backwettbewerb teilzunehmen, um den Goldenen Kuchen von Greenwood zu gewinnen. Doch anders als ihre Konkurrentin Moss, die Kröte (die eindeutig informiert ...

Der Samstagsclub ist fest entschlossen an dem großen Backwettbewerb teilzunehmen, um den Goldenen Kuchen von Greenwood zu gewinnen. Doch anders als ihre Konkurrentin Moss, die Kröte (die eindeutig informiert war!) wurden sie von den diesjährigen Regeln ziemlich überrascht. Ihr Kuchen darf nur aus Gemüse und einer Zutat von einem Baum bestehen. Für ihr Rezept haben sie bloß 48 Stunden Zeit, sie müssen sich also schleunigst etwas einfallen lassen! Doch obwohl sie schnell fündig werden, läuft nichts wie geplant. Irgendetwas geht hier nicht mit rechten Dingen zu...Ob die Freunde wohl das Rätsel lösen werden?

Hierbei handelt es sich um den zweiten Teil der Greenwood-Serie, der nahtlos an den Vorgänger anknüpft. Zum besseren Verständnis empfiehlt es sich daher, die Chronologie einzuhalten.
Nachdem mir der Reihenauftakt so viel Freude bereitet hat, konnte ich meine Rückkehr nach Greenwood kaum erwarten. Schon das Cover sieht wieder absolut hinreißend aus und passt wunderbar zum vorherigen Band, auch wenn dieses Mal ein anderer Illustrator am Werk war. Denn das ist das Besondere an dieser Reihe: In jedem Band erweckt ein anderer Künstler oder eine andere Künstlerin das Greenwood-Universum zum Leben und bringt seine oder ihre eigene Note ein. Nachdem Florent Sacré die Messlatte im ersten Buch ziemlich hochgelegt hat, ist es nun an Jérémie Almanza uns mit seinen Bildern zu verzaubern. Und wie schon die äußere Gestaltung erkennen lässt, tut er dies auf ganzer Linie!

Optisch ist auch dieser Band der reinste Augenschmaus. Mit seinem markanten feinen Strich eignet sich Jérémie Almanzas Stil einfach perfekt für diese Reihe. Seine Zeichnungen sind herrlich detailreich, verspielt und stimmungsvoll und schaffen durch die gedeckte Herbstfarben-Kolorierung eine märchenhaft-wohlige Waldatmosphäre. Sämtliche Panels strotzen nur so vor Details und Wärme, sodass man sich stundenlang darin verlieren kann und richtig das Gefühl hat, tief in den Wald einzutauchen.

Auch inhaltlich weiß das zweite Greenwood-Abenteuer zu überzeugen. Mit seinen gut 48 Seiten kommt es zwar ebenfalls etwas kurz daher, aber während sich der Serienstart eher wie eine große Einleitung angefühlt hat, gewinnen die Geschichte und die Charaktere hier an Tiefe. Abermals entführt uns das französische Autorinnen-Duo Barbara Canepa und Anaïs Halard nach Greenwood - eine anthropomorphe Tierwelt, die einen gewissen Ghibili-Charme aufkommen lässt und vor allem für Fans von „Winnie Puuh“ oder „Der Wind in den Weiden“ ein echter Leckerbissen ist. Im Mittelpunkt stehen erneut die sechs Tierkinder, die wir bereits im ersten Teil begleiten durften: Die Hasengeschwister Snow und Winter, der vegetarische Fuchs Honey, Spinne Shadow, Fledermaus Moon sowie die Eule Vanille, auf der diesmal besonders der Fokus liegt. Eine weitere wichtige Figur ist auch wieder die Hexe Urania, eine begnadigte Geschichtenerzählerin und Heilerin, die unserer aufgeweckten Bande stets mit Rat und Tat zur Seite steht. Insgesamt sind die Charaktere wieder mit viel Liebe gestaltet. Ob alte Bekannte oder neue Gesichter, jeder hat seine oder ihre Eigenheiten, die für eine Menge Schmunzelmomente sorgen und das Leseerlebnis ungemein bereichern. Auch als erwachsener Leser*in erfreut man sich an dem Humor und den vielen lustigen Dialogen, die niemals platt daherkommen, sondern herzlich und charmant. Es ist einfach wieder ein großer Spaß, die Waldtierkinder zu begleiten, die uns einmal mehr zeigen, dass Freundschaft keine Unterschiede kennt und Zusammenhalt stark macht.
Ganz nebenbei vermittelt die Geschichte auch noch wundersames Wissen über die Natur. An passenden Stellen ist die Geschichte mit liebevoll gestalteten Enzyklopädie-Seiten gespickt (gezeichnet von Giovanni Rigano), auf denen man unter anderem erfährt, welche erstaunlichen Superkräfte die gute alte Eiche besitzt.

Auf den letzten Seiten wird es noch richtig mysteriös, wie ein kleiner Krimi, sodass man am liebsten sofort weiterlesen möchte. Leider heißt es da aber noch ein Weilchen warten, denn die deutsche Ausgabe von Band 3, für den sich Barbara Canepa und Anaïs Halard den Illustrator Giovanni Rigano ins Boot geholt haben, soll voraussichtlich erst im Januar 2026 erscheinen.

Fazit: Mit viel Witz, Herz und einer Prise Spannung geht Greenwood in die zweite Runde und besticht durch liebenswerte Charaktere, lehrreiche Botschaften und einem wunderschönen Artwork zum Hineinträumen. Auch „Greenwood 2. Der Wettstreit“ ist ein zauberhafter, kurzweiliger Kindercomic, der zum Wohlfühlen einlädt und Jung und Alt gleichermaßen begeistert. Mir hat dieser Band sogar noch besser gefallen als der vorherige, auf das nächste Abenteuer freue ich mich schon sehr!

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Veröffentlicht am 30.07.2025

Ein zauberhafter Reihenauftakt!

Marnie Mitternacht. Das Geheimnis der Mondmagie (Band 1)
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Marnie Mitternacht ist überglücklich: Endlich hat sie sich von einer Raupe in eine Motte verwandelt und kann die Akademie der Minitiere besuchen! Das kleine Mottenmädchen kann es kaum erwarten. Endlich ...

Marnie Mitternacht ist überglücklich: Endlich hat sie sich von einer Raupe in eine Motte verwandelt und kann die Akademie der Minitiere besuchen! Das kleine Mottenmädchen kann es kaum erwarten. Endlich wird sie alles über die Mondmagie lernen, ihrer großen Leidenschaft. Marnie hat sich schon immer sehr für den Mond interessiert und möchte eines Tages Mondforscherin werden, so wie ihr großes Vorbild Lunora Flügelherz. Doch zu ihrer großen Enttäuschung scheint sich niemand an der Akademie für Mondmagie zu interessieren oder gar daran zu glauben. Warum wird über dieses Thema nur so geschwiegen? Marnie ist fest entschlossen, diesem Rätsel auf den Grund zu gehen. Zum Glück ist sie bei ihrer Suche nicht auf sich alleine gestellt. In dem freundlichen Flavio, der halb Biene, halb Marienkäfer ist, und dem gewitzten Ameisenmädchen Stella hat sie sehr schnell gute Freunde gefunden. Zu dritt stürzen sie sich ins Abenteuer und machen eine unglaubliche Entdeckung…

Endlich gibt es neues Lesefutter von Laura Ellen Anderson! Nachdem ich bereits ihre beiden Reihen „Amalia von Flatter“ und „Ria Regenbogen“ sehr geliebt habe, konnte ich ihre neue Kinderbuchserie kaum erwarten. Und tja, was soll ich sagen, Laura Ellen Anderson hat es mal wieder geschafft, mich zu begeistern!

Die englische Autorin und Illustratorin versteht es einfach, einen direkt in den Bann zu ziehen und von Anfang bis Ende zu verzaubern. Sie hat ihrer Kreativität erneut ihren freien Lauf gelassen und eine herrlich fantasievolle Welt erschaffen, aus der man am liebsten nicht mehr auftauchen möchte. Die Karte und das Personenregister zu Beginn liefern diesbezüglich schon mal einen guten Vorgeschmack. Es gibt hier einfach so viel zu entdecken: Die verschiedensten Insektenarten, von Ameisen und Käfern über Würmer und noch eine Menge mehr. Sogar eine Biene, die zur Hälfte Marienkäfer ist, ist dabei! Man düst mit dem Schnexpress von A nach B und an der Akademie der Minitiere gibt es lauter außergewöhnliche Schulfächer wie Krabblerkunde und Fressfeindforschung. Wie man es von Laura Ellen Anderson kennt, sprüht die Geschichte nur so vor Detailliebe und originellen Wortwitzen. Ein großes Lob gebührt an dieser Stelle auch den beiden Übersetzerinnen Katrin Segerer und Jana Körner, die die ganzen Wortneuschöpfungen gekonnt ins Deutsche übertragen haben.

Auch die Charaktere kommen in gewohnter Anderson-Manier daher: Witzig, verrückt und einfach zum Verlieben. Vor allem unsere sympathische und aufgeweckte Protagonistin Marnie und ihre zwei neuen Freunde Flavio und Stella schließt man sofort fest ins Herz. Es macht total viel Spaß, diese drei kleinen Krabbler bei ihrem Abenteuer zu begleiten und mitzuerleben, wie sie gemeinsam über sich hinauswachsen und zu großen Helden werden. In diesem Buch steckt weitaus mehr als nur eine unterhaltsame und magische Geschichte – es ist auch eine liebevolle Erinnerung daran, dass Freundschaft und Zusammenhalt stark macht und es sich lohnt, an seine Träume zu glauben, ganz egal wie groß sie auch sein mögen.

Was bei einem Werk von Laura Ellen Anderson natürlich ebenfalls nicht fehlen darf, sind ihre zahlreichen fröhlichen schwarz-weiß Illustrationen, die genauso zuckersüß daherkommen wie das Cover und das Erzählte perfekt untermalen.

Im Anschluss folgt noch ein kleiner Crahskurs in die Welt der Krabbler, bei dem wir unter anderem erfahren, dass Würmer in Wahrheit keinen Waschbrettbauch haben (zumindest soweit man weiß), dass hier aber auch nicht alles frei erfunden ist und Laura Ellen Andersons Minitiere und echte Insekten durchaus auch einige Gemeinsamkeiten haben.
Das Ende erwärmt einem so richtig das Herz und die Ankündigung, dass es schon im Herbst mit Marnie Mitternacht weitergehen wird, lässt einen das Buch voller Vorfreude zuklappen.

Fazit: „Marnie Mitternacht – Das Geheimnis der Mondmagie“ ist ein zauberhaftes Krabblerabenteuer mit einer kleinen starken Heldin, die das Leserherz im Sturm erobert und uns zeigt, dass man nie zu klein ist, um groß zu träumen. Ein flattertastischer Reihenauftakt für alle ab 8 Jahren, der Lust auf mehr macht. Spannend, lustig, liebenswert und voller Fantasie und Herz. Wer Amalia von Flatter und Ria Regenbogen mag, wird auch Marnie Mitternacht lieben. Ich jedenfalls bin ganz hin und weg von Laura Ellen Andersons neuer Kinderbuchheldin und kann es kaum erwarten, mehr von ihr zu lesen.

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Veröffentlicht am 27.07.2025

Ein toller Kindercomic voller Bücherliebe, Humor, Fantasie und Abenteuer!

Nachts in der Bibliothek (Band 1)
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Für die zehnjährigen Zwillinge Page und Turner ist die New York Public Library viel mehr als nur ein Ort voller Bücher – sie ist wie ihr zweites Zuhause. So oft sie können entfliehen sie ihrem echten Zuhause, ...

Für die zehnjährigen Zwillinge Page und Turner ist die New York Public Library viel mehr als nur ein Ort voller Bücher – sie ist wie ihr zweites Zuhause. So oft sie können entfliehen sie ihrem echten Zuhause, das durch die ständige Abwesenheit ihrer Eltern meist ziemlich einsam und kalt wirkt. Zwischen Regalreihen und alten Klassikern fühlen sich die beiden am wohlsten. Hier können sie überall hinreisen – allein, indem sie ein Buch aufschlagen und sich in andere Welten entführen lassen. Doch an dem Tag, an dem sie heimlich die alte, wertvolle Dracula-Ausgabe von ihrem Vater mit in die Bibliothek schmuggeln, zeigt sich, dass Bücher viel magischer sind als sie immer gedacht haben. Auf einmal erwachen die Buchfiguren zum Leben und brechen aus ihren Geschichten aus. Ehe es sich Page und Turner versehen, stehen sie Alice aus dem Wunderland gegenüber, Jack und seinen Zauberbohnen und Piraten aus der Schatzinsel. Und es werden immer mehr Figuren! Einzig die Nachtbibliothekarin scheint zu wissen, was hier vor sich geht. Doch sie benötigt dringend die Hilfe der Geschwister. Die ausufernde Magie muss schnellstmöglich gestoppt werden, um die Bibliothek zu retten! Ein unglaubliches, nächtliches Abenteuer beginnt...

Ein nächtlicher Bibliotheksbesuch; Buchfiguren, die plötzlich lebendig werden; Magie, die außer Kontrolle gerät – das klang nach einer richtig coolen Mischung aus „Nachts im Museum“, „Tintenherz“ und „Gänsehaut“. Also genau mein Ding! An dem Graphic Novel-Debüt von Christopher Lincoln konnte ich daher auf keinen Fall vorbeigehen und ich habe es nicht bereut.

„Nachts in der Bibliothek“ enthält einfach alles, was es für einen guten Kindercomic braucht: Eine packende und clevere Handlung, jede Menge Witz und Fantasie, liebenswert-schräge Charaktere sowie ein ansprechendes Layout mit wunderschönen Illustrationen. Von Anfang an macht es einfach Spaß, diesen Comic lesen, selbst Lesemuffel werden hier mit Begeisterung am Ball bleiben. Und für Bücherwürmer ist dieses Buch natürlich ein echter Leckerbissen.


Optisch überzeugt dieser Comic ebenfalls auf ganzer Linie. Christopher Lincolns Zeichnungen sind stimmungsvoll und ausdrucksstark und verleihen der Geschichte durch die gedeckte Kolorierung eine geheimnisvolle Atmosphäre. Toll ist auch das Erscheinungsbild der Zwillinge, das sich über Klischees hinwegsetzt. Denn anders als meist üblich, ist es hier mal der Junge, der lange Haare hat und das Mädchen kurze.

Fazit: „Nachts in der Bibliothek“ ist ein gelungener Auftakt einer neuen Comic-Reihe ab 10 Jahren, der große Lust auf mehr macht. Eine originelle Hommage an die Literaturwelt und Bibliotheken und ein absolutes Muss für alle Buchliebhaber*innen. Fesselnd, unterhaltsam und voller Herz, Magie und Abenteuer. Also ich bin begeistert von Christopher Lincolns Graphic Novel-Debüt und hoffe sehr auf viele weitere Bände. Von mir gib es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 21.07.2025

Eine großartige Comic-Adaption von „Die Königinnen der Würstchen“!

Die kleinen Königinnen
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Jedes Jahr werden an Mirelles Schule die drei hässlichsten Mädchen zur „Wurst des Jahres“ gekürt. Mirelle gehört zu den regelmäßigen Gewinnerinnen dieses schulinternen Wettbewerbs, der ausgerechnet von ...

Jedes Jahr werden an Mirelles Schule die drei hässlichsten Mädchen zur „Wurst des Jahres“ gekürt. Mirelle gehört zu den regelmäßigen Gewinnerinnen dieses schulinternen Wettbewerbs, der ausgerechnet von ihrem ehemaligen Kindergartenfreund Malo ins Leben gerufen wurde. Mehrmals schon hat er sie zur goldenen Wurst gewählt. Dieses Jahr jedoch hat sie nur Bronze erhalten, Astrid und Hakima seien angeblich größere Vogelscheuchen als sie. Diese Aktion ist einfach nur extrem fies, aber Mirelle hat sich damit arrangiert und nimmt das Ganze mit Humor. Da sie inzwischen ein Profi in Sachen Mobbing ist, beschließt sie die zwei anderen „Würste“ aufzusuchen, um sie aufzubauen. Zuerst versucht sie der weinenden Astrid klarzumachen, dass sie sich auf keinen Fall das Leben von diesem Idioten Malo vermissen lassen sollte. Danach machen sich die beiden auf den Weg zu Hakima, die ebenfalls ganz schockiert über ihre Platzierung ist. Zusammen beschließen die drei Mädchen, sich nicht unterkriegen zu lassen und schmieden spontan einen abenteuerlichen Plan: Sie wollen mit dem Fahrrad nach Paris reisen, mit dem Ziel, die berühmte Gartenparty im Pariser Élysée-Palast am französischen Nationalfeiertag zu crashen. Jede von ihnen hat dabei ein ganz eigenes Motiv. Begleiten wird sie Hakimas großer Bruder Kader, der bei einem Militäreinsatz beide Beine verloren hat und fortan im Rollstuhl sitzt. Finanziert wird ihre Reise ironischerweise durch den Verkauf von Würstchen. Mitsamt Würstchenbuden-Anhänger radeln sie also los und erhalten immer mehr Aufmerksamkeit von den Medien. Ob sie es wohl rechtzeitig bis zum 14. Juli nach Paris schaffen werden?

Nachdem ich von Magali Le Huche bereits ihre Hexenkram-Reihe mit großer Begeisterung gelesen habe, bin ich bei dem hier vorliegenden Buch sofort hellhörig geworden. Als ich dann las, dass es sich dabei um eine Comic-Adaption von Clémentine Beauvais’ Jugendroman „Die Königinnen der Würstchen“ handelt, der 2017 auf Deutsch im Carlsen Verlag erschienen ist, ist meine Neugierde nur noch größer geworden. Über das Original habe ich schon eine Menge Gutes gehört, selbst gelesen habe ich es allerdings noch nicht. Meine Ausgabe liegt nun schon seit mehreren Jahren auf meinem SuB und wartet dort auf mich. Ich kann daher keinen Vergleich zur Romanvorlage ziehen, gehe aber sehr davon aus, dass Magali Le Huche mit ihrer Umsetzung einen hervorragenden Job gemacht hat. Mir jedenfalls hat diese Gaphic Novel ausgesprochen gut gefallen!

Die Geschichte erzählt von drei völlig unterschiedlichen Mädchen, die eines gemeinsam haben: Alle drei sind Außenseiterinnen und gelten als die hässlichsten Mädchen an ihrer Schule. Doch statt den Kopf in den Sand zu stecken, lassen sich die drei nicht unterkriegen. Vor allem Mirelle, auf der verstärkt der Fokus liegt, nimmt das Ganze bewundernswert locker. Sie ist ein richtiges Highlight unter den weiblichen Protagonistinnen: Taff, schlagfertig, erfrischend selbstironisch und direkt, aber auch sehr warmherzig. Sie hat es irgendwie geschafft, die fiesen Kommentare nicht mehr an sich heranzulassen, was früher durchaus anders war. Ihre schrullig-selbstbewusste Art wirkt überaus motivierend und wird sicherlich nicht nur die zwei anderen „Würste“ Astrid und Hakima zu mehr Selbstbewusstsein und Körperliebe ermutigen, sondern auch so manche Leser*innen, allen voran natürlich junge Mädchen und Frauen.
Obwohl hier viele ernste und gesellschaftskritische Themen angesprochen werden, kommt die Handlung in keinster Weise bedrückend daher. Bodyshaming, (Cyber)-Mobbing, Vorurteile, Diskriminierung und Feminismus werden hier auf eine wunderbar humorvolle, behutsame und bestärkende Weise behandelt. Es macht einfach wahnsinnig viel Freude, die drei „Würste-Königinnen“ auf ihrem chaotischen Rad-Roadtrip zu begleiten und mitzuerleben, wie sie gemeinsam über sich hinauswachsen, einiges über sich selbst lernen und keine Herausforderungen scheuen. Stets nach dem Motto: Hinfallen, aufstehen, Krone richten, weitergehen. Man fiebert, fühlt und jubelt mit ihnen mit und bekommt beim Lesen richtig Lust darauf, selbst mal eine Fahrradtour durch Frankreich zu machen.

Magali Le Huche hat aus diesem Roadtrip-Roman eine großartige Graphic Novel gemacht. Sympathisch und lebensfroh setzt sie die spleenigen Charaktere in Szene, begeistert mit vielen liebevollen Details und fängt das französische Flair perfekt ein.

Fazit: Magali Le Huche präsentiert hier eine rundum gelungene Graphic Novel-Adaption von Clémentine Beauvais’ Jugendroman „Die Königinnen der Würstchen“, die sie sich niemand ab 12 Jahren entgehen lassen sollte. „Die kleinen Königinnen“ ist ein mitreißender Roadmovie in Comicform, der trotz ernster Themen herrlich witzig, frech und locker-leicht daherkommt. Ein wundervolles Wohlfühlbuch voller Herz, Humor und Freundschaft und zugleich ein echter Mutmacher. Ich bin absolut begeistert und kann es nun kaum erwarten, endlich die Originalgeschichte zu lesen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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