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KirstinK

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.09.2025

Mystisch und geheimnisvoll

Unbeugsam wie die See
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Auch in ihrem zweiten Buch "unbeugsam wie die See" verwischt die Autorin Emilia Hart die Grenzen zwischen realistischem und fantastischem Erzählen. Das Buch hat mehrere Erzählebenen. Sowohl in der Vergangenheit ...

Auch in ihrem zweiten Buch "unbeugsam wie die See" verwischt die Autorin Emilia Hart die Grenzen zwischen realistischem und fantastischem Erzählen. Das Buch hat mehrere Erzählebenen. Sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart geht es um zwei Schwestern, die eine besondere Beziehung zum Wasser haben. Im Jahr 1801 werden die Zwillingsschwestern Eliza und Mary auf einem Sträflingsschiff von Irland nach Australien geschickt. Es scheint eine Verbindung über die Jahrhunderte zu Jess und Lucy zu geben, den beiden Schwestern, die im Jahr 2019 so intensiv von Mary und Eliza träumen, dass die Träume ihre Handlungen lenken. Als Jess plötzlich verschwindet, begibt sich Lucy auf die Suche und stößt dabei auf ein Geheimnis, dass nicht nur das Leben ihrer Schwester in einem ganz anderen Licht erscheinen lässt.
Emilia Hart schreibt flüssig und gut lesbar, der Zeitwechsel erzeugt Spannung und sorgt für eine intensive Dynamik. Das überraschende Ende hat mir gut gefallen.

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Veröffentlicht am 30.07.2025

Ein historischer Roman mit starken Frauengestalten

Das Lied der Rose
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Julia Kröhn umfasst mit ihrem Epos über die Anfänge des Minnegesangs mehrere Jahrzehnte im 11. Jahrhundert nach Christus. Sie erzählt spannend und fesselnd die Geschichte der jungen Sahar, einer bildschönen ...

Julia Kröhn umfasst mit ihrem Epos über die Anfänge des Minnegesangs mehrere Jahrzehnte im 11. Jahrhundert nach Christus. Sie erzählt spannend und fesselnd die Geschichte der jungen Sahar, einer bildschönen Frau mit sarazenischem Erbe und Marian, einem zurückhaltenden Novizen, dem das Klosterleben nicht vorbestimmt zu sein scheint. Beide eint eine große Liebe – zueinander und zur Musik. Doch das politische Kalkül der herrschenden Klasse und die Ohnmacht, über das eigene Leben bestimmen zu können, verhindern über viele Jahre, dass die beiden Liebenden beieinander sein können. Wie sie immer wieder auseinandergerissen werden, wie Sahar zunächst ein protektiertes Leben am Hof der Herzogin von Toulouse, Philippa, führt und Marian als Medikus den Herzog von Aquitanien, Guillaume, auf einen Kreuzzug ins Heilige Land begleitet, erzählt die Autorin anschaulich und mitreißend. Die häufigen Zeitsprünge erfordern Aufmerksamkeit beim Lesen, doch durch Rückblenden werden Lücken gefüllt, so dass am Ende keine Fragen für den Lesenden offen bleiben. Außergewöhnlich für einen historischen Roman ist der emanzipierte und differenzierte Blick auf die Frauengestalten des Buches, sie sind hier diejenigen, die die Handlung vorantreiben.

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Veröffentlicht am 30.07.2025

Emotionale Geschichte mit kantigen Charakteren

Das Geschenk des Meeres
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"Das Geschenk des Meeres" ist ein kleiner Junge, der in einer stürmischen Winternacht am Strand des schottischen Dorfs Skerry angespült wird, zwar verletzt, aber am Leben. Die Dorflehrerin Dorothy nimmt ...

"Das Geschenk des Meeres" ist ein kleiner Junge, der in einer stürmischen Winternacht am Strand des schottischen Dorfs Skerry angespült wird, zwar verletzt, aber am Leben. Die Dorflehrerin Dorothy nimmt ihn bei sich auf und kann sich durch den Jungen nach vielen Jahren endlich ihrem Trauma und ihrer Trauer stellen, denn in einer ähnlich stürmischen Nacht verschwand einst ihr kleiner Sohn Moses im Meer. Nie konnte sein Schicksal geklärt werden, doch jeder im Dorf hat dazu eine Meinung oder verspürt gar eine Schuld. Gekonnt erzählt die Autorin von den menschlichen Sehnsüchten, Verfehlungen und Fehlentscheidungen der Menschen in Skerry, welche die Schicksale der Einzelnen, vor allem aber von Dorothy und dem Fischer Joseph, gelenkt und beeinflusst haben. Die Charaktere sind ambivalent gezeichnet und man tut sich vor allem mit der Protagonistin Dorothy und ihren Zwängen schwer. Betrachtet man die Figuren jedoch im zeitlichen Setting -es ist das Jahr 1900 - wird deutlich, wie gesellschaftliche Zwänge und eine rigorose Erziehung die Menschen prägten.

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Veröffentlicht am 20.06.2025

Auf den Spuren der Vergangenheit

Zypressensommer
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Die junge Goldschmiedin Julia reist nach dem Tod ihres geliebten Großvaters von Hamburg in die Toskana. Im Gepäck hat sie einen Zettel mit Namen, die ihr der Opa kurz vor seinem Tod anvertraut hat. So ...

Die junge Goldschmiedin Julia reist nach dem Tod ihres geliebten Großvaters von Hamburg in die Toskana. Im Gepäck hat sie einen Zettel mit Namen, die ihr der Opa kurz vor seinem Tod anvertraut hat. So begibt sich Julia auf eine Reise in die Vergangenheit ihrer Familiengeschichte, die ihren Ursprung im letzten Jahr des zweiten Weltkrieges hat. Während der Großvater als Kriegsgefangener in Hamburg Zwangsarbeit leisten musste, kämpfte sein Bruder bei den italienischen Partisanen. Beide liebten dasselbe Mädchen, Giulia. Die Handlung entfaltet sich auf zwei Zweitebenen. Julia reist im Jahr 1998 in die Toskana, parallel zu Julias Geschichte gibt es den Zeitstrang ab 1944, der abwechselnd aus Giannis und Giulias Sicht erzählt wird. Die Autorin Teresa Simon nimmt hier das weitgehend unbekannte Schicksal der italienischen Militärinternierten in den Blick, die Geschichte ist sehr gut recherchiert und spannend erzählt. Und da Julia im kleinen Städtchen Lucignano sehr rasch auf den attraktiven Matteo Conti trifft, ist der Roman auch etwas fürs Herz

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Veröffentlicht am 15.06.2025

Liebenswerte Charaktere in traumhafter Landschaft

In unseren Träumen ist immer Sommer
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Jenny Colgan nimmt ihre Lesenden im Buch "In unseren Träumen ist immer Sommer" mit nach Curso, einem hübschen, aber verschlafenen Nest im Norden Schottlands. Zu Beginn benötigt man ein wenig Durchhaltevermögen, ...

Jenny Colgan nimmt ihre Lesenden im Buch "In unseren Träumen ist immer Sommer" mit nach Curso, einem hübschen, aber verschlafenen Nest im Norden Schottlands. Zu Beginn benötigt man ein wenig Durchhaltevermögen, um die verschiedenen Handelnden kennenzulernen und miteinander in Beziehung zu setzen. Hauptsächlich geht es um Gertie, die mit Mitte zwanzig immer noch nicht selbstständig ist, bei Mutter und Oma wohnt, im Strickclub Mitglied ist, einen öden Job im Supermarkt hat und sich oft in andere Welten hineinträumt. Als sie zwei ehemalige Mitschülerinnen trifft, kommt in ihrem Leben einiges in Bewegung und sie fasst den Mut für Veränderungen und Zutrauen in sich selbst. Die Autorin zeichnet ihre Charaktere sehr liebevoll und man möchte gerne den liebenswerten und manchmal schrulligen Persönlichkeiten in Curso einen Besuch abstatten. Eine perfekte Lektüre für Koffer und Strandtasche.

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