Ein romantischer Lesetag zum Selbstwert
Mayfair Ladys - Drei Junggesellen für Lady BeatriceDas Cover ist hübsch und sehr romantisch gehalten.
Der Klappentext hat mich neugierig gemacht und die Leseprobe hat sich super gelesen. Die Seiten des Romans sind nur so dahingeflogen und ich habe die ...
Das Cover ist hübsch und sehr romantisch gehalten.
Der Klappentext hat mich neugierig gemacht und die Leseprobe hat sich super gelesen. Die Seiten des Romans sind nur so dahingeflogen und ich habe die Geschichte in mich aufgesaugt und in vollen Zügen genossen.
Die Handlung wird aus drei verschiedenen Perspektiven heraus geschildert, wobei die Mutter des männlichen Protagonisten Francis nur die Rahmung vornimmt und die eigentliche Handlung aus der Sicht der beiden Hauptfiguren geschildert wird. Dabei liegt ein deutlicher Schwerpunkt auf der Frauenperspektive von Beatrice. Innerhalb der ersten Sätze fand ich immer schnell heraus, aus welcher Sicht das folgende Kapitel geschildert wird, sodass es noch minimal spannender war jedes Kapitel zu Beginnen, da ich ja erst herausfinden musste, aus welcher Sicht es geschrieben ist.
Beide Figuren und auch alle Nebenfiguren sind mir sehr sympathisch.
Ich hätte mich auch sehr gefreut, wenn der Roman noch etwas länger gewesen wäre als die knappen 190 Seiten, die mein Ebook-Reader angezeigt hat. Dabei wird die Handlung nicht zu langweilig und hat ein gutes Tempo. Einzig hätte ich mir gewünscht, dass die Freizügigkeit, die Beatrice im Roman an den Tag legt, etwas nachvollziehbarer gestaltet hätte werden können. So war ich von den zwei sexuellen Szenen doch etwas überrascht auf Grund ihres Verhaltens. Mit ein zwei Gedanken zuvor, wäre dies für mich stimmiger gewesen. Gut finde ich die Entwicklung im Charakter der Protagonistin, wie sie zuvor so stark wirkte, aber dennoch verletzlich war und am Ende den Ansatz zeigt, dass ihre Narbe keine Schande ist. Für manche Leserinnen mag dies nicht so passend sein, da sie die Bestätigung durch einen Mann erhält und nicht aus sich selbst heraus erwächst. Für meinen Geschmack lässt sie dies aber in keinster Weise schwach wirken, nur verunsichert, zumal ihre Mutter keine Hilfe ist in diesem Punkt.
Gelungen finde ich die Einbindung der Zeit um Jane Austen, Napoleon und den Krieg. Es ist nur am Rande, aber bettet den Roman in eine zeitliche Geschichtsepoche ein und bietet mir so eine bessere Einordung. So etwas würde ich mir in anderen Romanen auch wünschen, die ein entsprechendes Genre aufweisen.
4,5 von 5 Sternen für alle Fans von Jane Austen - Romane und einen erfüllten Lesetag mit einer Kanne Tee im alten England.