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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.09.2025

Interessant und fesselnd

Mit kalter Hand
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Sabine Yao darf im neuen Fall bei einem ungewöhnlichen Fall mithelfen: Ein sogenannter Pferderipper treibt in Lübars sein Unwesen und bringt etliche Tiere um. Ob ihm diese bald nicht mehr genug sind und ...

Sabine Yao darf im neuen Fall bei einem ungewöhnlichen Fall mithelfen: Ein sogenannter Pferderipper treibt in Lübars sein Unwesen und bringt etliche Tiere um. Ob ihm diese bald nicht mehr genug sind und er lieber Menschen als Opfer auserwählt? Zudem tauchen an unterschiedlichen Plätzen Leichenteile auf, die ebenfalls untersucht werden müssen...

Die Haptik des 3D-Looks ergänzt das Cover perfekt und man nimmt das Buch gerne in die Hand.

Bereits der Prolog macht wieder richtig neugierig und die kurzen Kapitel führen dazu, dass man immer weiterlesen möchte. Die Fälle sind spannend und die Obduktionen und forensischen Untersuchungen verständlich und gleichzeitig interessant beschrieben. Die Einblicke in diese Abläufe sind einfach cool und man merkt, dass hier ein Experte am Werk ist. Manchmal finde ich die Dialoge jedoch ein wenig holprig und oft gibt es fast wortgenaue Wiederholungen, die mir als Leserin noch im Gedächtnis sind, was den Lesefluss ein bisschen stört. Auch werden die Abteilung oder Berufsbezeichnung bzw. Synonyme davon im gleichen Absatz mehrmals verwendet, was auch nicht nötig ist und irgendwie ablenkt.

Alles in allem hat es wieder Spaß gemacht, der Rechtsmedizinerin bei der Lösung über die Schultern zu blicken und ich freue mich auf weitere Bücher. 4 Sterne

Veröffentlicht am 22.08.2025

Goldener Käfig mal anders

Der Tower
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Novas Leben scheint gerade komplett zu zerbrechen, erst ist Schluss mit ihrem Freund, dann verliert sie auch noch Job und Wohnung. Die Suche gestaltet sich schwierig und Nova verzweifelt so langsam. Da ...

Novas Leben scheint gerade komplett zu zerbrechen, erst ist Schluss mit ihrem Freund, dann verliert sie auch noch Job und Wohnung. Die Suche gestaltet sich schwierig und Nova verzweifelt so langsam. Da kommt ein Anruf wie gerufen: Nova bekommt die Chance, ein Jahr lang kostenfrei in einem Luxustower zu wohnen. Anfangs noch überwältigt und glücklich, beginnt ihr gutes Gefühl zu schwinden. Die Nachbarn sind komisch, es gibt seltsame Regeln und niemand will ihr verraten, wieso ihre Wohnung frei geworden ist. Nova ahnt nicht, in welcher Gefahr sie schwebt...

Das pinke Cover zieht die Aufmerksamkeit auf sich und die erst auf den zweiten Blick erkennbaren Blutspuren machen Hoffnung auf einen düsteren Inhalt.

Ivar Leon Mengers Schreibstil ist auch bei dieser Geschichte wieder schön bildhaft und flüssig, dass Buch war innerhalb weniger Stunden durchgesuchtet. Die beklommene Atmosphäre ist gut rübergebracht und um keinen Preis der Welt würde ich in so einem Haus wohnen wollen, coole und echt hilfreiche Annehmlichkeiten hin oder her. Mehr möchte ich zur Wohnsituation gar nicht dazu sagen - ich finde es gut, dass nichts davon im Klappentext zu lesen ist, so bleibt es eine kleine Überraschung. Nova ist mir manchmal ein bisschen zu naiv und lässt sich zu schnell ablenken beziehungsweise vom Luxus regelrecht blenden. Manche Situationen sind ein wenig überzogen, aber das gehört irgendwie zu Mengers Büchern dazu. Es gibt etliche falsche Fährten und es macht Spaß, mitzurätseln. Das Ende finde ich gelungen und lässt mich zufrieden zurück.

Ich kann diesen neuen Thriller nur empfehlen und hoffe, dass die Zeit bis zum nächsten schnell vergeht. 4,5 Sterne

Veröffentlicht am 05.08.2025

Spannender Auftakt einer neuen Reihe

Dunkle Sühne
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North Falls ist eine beschauliche, kleine Stadt, in der man einander kennt. Doch die Idylle wird gestört, als zwei Teenie-Mädchen gleichzeitig wie vom Boden verschluckt sind. Polizistin Emmy setzt alles ...

North Falls ist eine beschauliche, kleine Stadt, in der man einander kennt. Doch die Idylle wird gestört, als zwei Teenie-Mädchen gleichzeitig wie vom Boden verschluckt sind. Polizistin Emmy setzt alles daran, die beiden wiederzufinden. Außerdem ist eine der Vermissten die Tochter ihrer besten Freundin, was die Sache noch emotionaler macht. Mit ihrem Team entdeckt sie, dass die beiden gefährliche Geheimnisse hatten. War es tatsächlich jemand aus der Gemeinschaft von North Falls?

Das Cover ist schön bedrohlich und blutig, es passt zur Atmosphäre des Buches.

Karin Slaughters Erzählstil ist wie immer fesselnd und anschaulich, die Handlung spielt sich wie ein Film vor dem inneren Auge ab. Die Geschichte sowie die Charaktere stehen denen der anderen Bücher überhaupt nicht nach und eignen sich perfekt für eine neue spannende Reihe. Man fieber richtig mit Emmy und der Polizei mit, je weiter die Ermittlungen fortschreiten, desto mehr Geheimnisse kommen ans Licht. Manches habe ich beim Lesen zwar schon geahnt, jedoch gibt es genügend überraschende Twists. Die Auflösung ist logisch und lässt einen zufrieden zurück. Manchmal geht es ein wenig schleppend voran, da hätte der Lesefluss von 100 Seiten weniger profitiert.

Den Thriller kann ich nur empfehlen und ich freue mich schon auf die Fortsetzung- ich bin gespannt, in welche Abgründe Karin Slaughter uns dann wieder entführt. 4,5 Sterne

Veröffentlicht am 05.08.2025

Fesselnder Reihenbeginn

Der Trailer (Donkerbloem 1)
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Durch einen True-Crime-Podcast wird der Fall einer Studentin neu aufgerollt, die vor 15 Jahren von einem abseits gelegenen Campingplatz verschwunden ist. Dies liegt eigentlich nicht in Kommissarin Frieda ...

Durch einen True-Crime-Podcast wird der Fall einer Studentin neu aufgerollt, die vor 15 Jahren von einem abseits gelegenen Campingplatz verschwunden ist. Dies liegt eigentlich nicht in Kommissarin Frieda Stahnkes Zuständigkeitsbereich, doch sie kennt die Vermisste von früher und wühlt auf eigene Faust in der Vergangenheit herum. Dabei sticht sie unwissend in ein gefährliches Wespennest...

Das Cover ist nichts Besonderes, immerhin passt der Trailer zur Geschichte. Zum Buch greifen wird man wohl eher, wenn man den Name Linus Geschke bereits kennt.

Der Erzählstil ist flott und mitreißend, Richard Barenberg setzt alles gekonnt in Szene und bringt die düstere Atmosphäre gut rüber. Die verschiedenen Perspektiven lassen sich gut auseinanderhalten und es macht Spaß, der Geschichte zu lauschen und mitzurätseln. Die Protagonisten haben ihre Ecken und Kanten und sind lebendig dargestellt. Überraschende Twists halten die Spannung schön oben und man rauscht nur so durch das Buch. Das Ende ist einerseits nachvollziehbar, andererseits auch nicht so zufriedenstellend. Spätestens beim Cliffhanger wird klar, dass das noch nicht alles von Frieda war.

Ein spannender Thriller, den ich gerne empfehle. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung. 4 Sterne

Veröffentlicht am 22.07.2025

Wendungsreich und originell

Not Quite Dead Yet
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Die 27-jährige Jet weiß nicht so recht, was sie im Leben erreichen möchte und lässt irgendwie alles schleifen, denn sie hat ja alle Zeit der Welt. Bis sie an Halloween hinterrücks angegriffen wird und ...

Die 27-jährige Jet weiß nicht so recht, was sie im Leben erreichen möchte und lässt irgendwie alles schleifen, denn sie hat ja alle Zeit der Welt. Bis sie an Halloween hinterrücks angegriffen wird und die Tat nur knapp überlebt. Doch leider sind die Folgen so gravierend, dass sie in maximal einer Woche doch sterben wird. Wer hat das nur getan? Um ihre letzte Lebenszeit sinnvoll zu verbringen, entschließt sie sich, ihren eigenen Mord aufzuklären.

Das Cover ist cool gestaltet, die Darstellung erinnert an ein Gehirn, was gut zur Story passt.

Holly Jacksons Erzählstil ist einnehmend und flüssig. Sie fackelt nicht lange herum und der Leser ist sofort mitten im Geschehen. Das Notrufprotokoll lässt einen noch deutlicher nachvollziehen, wie verzweifelt Billy ist, als er die niedergeschlagene Jet entdeckt. Billy ist mein Lieblingsprotagonist, hilfsbereit und einfach sympathisch. Jet hingegen ist besonders am Anfang ein bisschen unsympathisch und gewöhnungsbedürftig, was sich aber im Laufe der Geschichte bessert. Es ist äußerst spannend, den beiden bei ihren eigenen Ermittlungen zu folgen. Vage Ahnungen führen zu unerwarteten Wendungen, das tragische Ende passt zum Gesamtpaket und die Auflösung ist schlüssig. Nur sind mir noch mehrere Tippfehler aufgefallen und an einigen Stellen sind falsche Satzzeichen, z. B. steht nach einer Frage ein Punkt statt ein Fragezeichen.

Ein toller Spannungsroman mit ein bisschen Thrill und einer gut umgesetzten, originellen Idee. Auch der Sprung vom Jugend- zum Erwachsenenpublikum ist gelungen und die Charaktere verhalten sich ihrem Alter angemessen. Eine klare Leseempfehlung von mir, ich freue mich schon auf weitere Bücher der Autorin. 4 Sterne