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Veröffentlicht am 27.09.2025

Auch Band 3 überzeugt

Erebos 3
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Ich muss zugeben, dass mir nicht alle Bücher von Ursula Poznanski zusagen, aber die drei EREBOS Romane habe ich alle verschlungen. Im wahren Leben spiele ich keine Computer-Rollenspiele (vor langer Zeit ...

Ich muss zugeben, dass mir nicht alle Bücher von Ursula Poznanski zusagen, aber die drei EREBOS Romane habe ich alle verschlungen. Im wahren Leben spiele ich keine Computer-Rollenspiele (vor langer Zeit habe ich mal SIMS gespielt), aber buchtechnisch liebe ich es in diese Welt einzutauchen. Und in diesem dritten Teil sind wir definitiv öfters in der Welt von Zwergen, Dunkelelfen, Vampiren, Werwölfen und den Boten mit den gelben Augen, als in der realen Welt. Nervenkitzel pur.

Es gibt keine ellenlange Einführung, sondern man wird direkt in die Handlung geworfen. Erebos ist zurück und zwingt Nick Dunmore erneut in seine Rolle als Dunkelelf Sarius. Wir sind abwechselnd in der virtuellen und der realen Welt. Wie aber bereits erwähnt, ist der Spieleanteil diesmal höher. Erebos ist intelligenter und größer geworden, vor allem aber auch gefährlicher.

Nick Dunmore wirkt reifer, als in seinen letzten Abenteuern. Er arbeitet noch immer als Fotograf und ist erwachsener geworden. Man merkt, dass ihm die Vergangenheit noch auf den Schultern liegt. Nick steht im Mittelpunkt und seine Entscheidungen tragen die Geschichte, während sich Emily diesmal im fernen Amerika aufhält und ihr kleiner Bruder Derek verschwunden ist. Nur sein Freund Victor ist im wahren, wie auch im virtuellen Leben, immer an seiner Seite.
Die Rätsel, die Nick diesmal von Erebos erhält, scheinen unlösbar. Erstmals muss er Mitspieler für sich gewinnen und diese sollen sich als Gemeinschaft zu einer Horde zusammen schließen. Dabei merkt er, dass nur wenige schon früher von Erebos rekrutiert wurden und den Ernst der Sache und die daraus folgenden Konsequenzen nicht erkennen. Nick nimmt das Spiel ernst und schafft sich damit Feinde - in der Spiele-, als auch in der realen Welt. Wie er das Rätsel lösen soll und was eigentlich das Ziel des Spieles ist, bleibt lange unklar.

Vom Prinzip her ist der Plot nicht viel verändert worden, was einige Leser:innen kritisierten. Warum auch, wenn man damit erfolgreich ist. Jedoch bleiben innovative neue Ideen eher aus. Trotzdem habe ich mit Nick und seinen Mitspielern mit gefiebert. Die Dynamik zwischen Spiel und Realität bleibt spannend, auch wenn manches vertraut wirkt.
Ursula Poznanski hat - wie üblich in ihren Büchern - aktuelle Themen, wie künstliche Intelligenz und digitale Abhängigkeit mit einbezogen. Der Schreibstil ist fesselnd und sehr atmosphärisch. Besonders im letzten Drittel nimmt die Geschichte richtig Fahrt auf. Ich bin unheimlich gerne in die virtuelle Spielewelt eingetaucht.

Für mich war auch der dritte Teil absolut lesenswert und voller Spannung. Trotzdem ziehe ich diesmal einen halben Punkt ab und vergebe nur auf Plattformen, wo ich keine halben Punkte vergeben kann, wieder 5 Sterne.

Fazit:
Eine gelungene Rückkehr in die Welt von Erebos, die auch nach so langer Zeit nicht langweilig wird. Wer die ersten beiden Bände genauso verschlungen hat wie ich, der kann getrost zu Erebos 3 greifen.

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Veröffentlicht am 09.09.2025

Zeitgeschichte als großartig umgesetzte Familientrilogie

Blankenese - Zwei Familien
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Im dritten und letzten Band der Blankenese Trilogie von Michaela Grünig sind wir in den 1970iger Jahren unterwegs und bei der nächsten Generation angelangt. Die Kinder von Sonja Casparius-Koenig treten ...

Im dritten und letzten Band der Blankenese Trilogie von Michaela Grünig sind wir in den 1970iger Jahren unterwegs und bei der nächsten Generation angelangt. Die Kinder von Sonja Casparius-Koenig treten in den Vordergrund. Die 68iger Generation beginnt sich gegen ihre Eltern aufzulehnen. Sie wollen wissen, wie sich diese während des Zweiten Weltkrieges verhalten haben und erhalten oftmals keine Antworten. Die Studenten gehen auf die Straße und demonstrieren gegen den Staat. Es ist der Beginn der Rote Armee Fraktion (RAF), die die folgenden Jahre Deutschland und auch Resteuropa mit Attentaten und Entführungen in Angst und Schrecken versetzten.

Ulrike Casparius-Koenig, die älteste Tochter von Sonja und Friedrich, hat kein Interesse an der Reederei und studiert Journalismus. Sie möchte selbstständig sein und von den Geschehnissen in der ganzen Welt berichten. Außerdem sympathisiert Ulrike mit der Studentenbewegung und hat einen Freund, der RAF Sympathisant ist. Ulrike soll trotzdem - anstelle ihres Bruders Albrecht, der in der Welt herumreist und das Leben genießt - in den Familienbetrieb einsteigen und eventuell übernehmen. Doch wird Ulrike glücklich mit dieser Entscheidung?
Ihre jüngere Schwester Sabine ist eine eher labile Persönlichkeit. Sie findet in der Schule keinen Anschluss und wird teilweise gemobbt. Mit Ulrikes Hilfe darf sie endlich die Schule wechseln und findet Freunde. Doch dann passiert ein großes Unglück und Sabine gerät auf die schiefe Bahn....

Kurt Jacobsen, Sonjas Großcousin, arbeitet für die Bundesanwaltschaft. Er kämpft für die gerechte Bestrafung ehemaliger Nazigrößen und nimmt später auch den Kampf gegen die RAF auf. Diese nimmt in diesem Teil der Reihe viel Platz ein. Man erfährt vom Beginn der Studentenbewegung und der Radikalisierung einzelner - bis hin zu den ersten Anschlägen, Entführungen und Morde.

Michaela Grünig hat diese Epoche sehr bildhaft dargestellt und auch weitere wichtige politische Ereignisse geschickt in die Story eingeflochten. Die Auflehnung der Jugend gegen die Eltern und Großeltern, die über die Naziherrschaft schweigen und viele noch den alten Meinungen anhängen, bringt viele auf die Barrikaden. Doch die Radikalisierung in die andere Richtung bringt ebenfalls viel Leid.
Besonders bei Sabine erkennt man, wie leicht man sensible und unsichere Menschen auf den falschen Weg geleiten kann. Durch Vorspiegelung von Anerkennung gelingt es leicht, einsame und Menschen ohne Selbstbewusstsein einer Gehirnwäsche zu unterziehen.

Die Charakterentwicklung einzelner Figuren ist der Autorin sehr gelungen. Einzig Sonja war mir in diesem Teil lange Zeit nicht wirklich sympathisch. Ich vermisste die junge Sonja aus dem zweiten Teil, die auch Kompromisse einging und ein Herz hatte.
Natürlich gibt auch ein Wiedersehen mit Charakteren aus den Vorgängerbänden, auch wenn der Hauptaugenmerk diesmal auf die jüngste Generation der Familien Casparius-König und Jacobsen liegt. Das Ende hat mich jedoch etwas zerstört zurückgelassen....

Sehr hilfreich fand ich auch das zu Beginn angeführte Personenregister und das Nachwort der Autorin zu den historischen Hintergründen.

Fazit:
Michaela Grünig hat wieder toll recherchiert und einen fesselnden dritten Teil ihrer "Blankenese-Reihe" geschrieben. Eine sehr lesenswerte Trilogie, die ich gerne weiter empfehle!

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Veröffentlicht am 05.09.2025

Außergewöhnlicher Familienroman

Die Freiheit so weit
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Nachdem mir der erste Band "Der Unendlichkeit so nah" großartig gefallen hat, war ich schon sehr neugierig auf den zweiten und letzten Band - vor allem nachdem der Vorgänger mit einem miesen Cliffhanger ...

Nachdem mir der erste Band "Der Unendlichkeit so nah" großartig gefallen hat, war ich schon sehr neugierig auf den zweiten und letzten Band - vor allem nachdem der Vorgänger mit einem miesen Cliffhanger geendet hat.
Es ist sinnvoll den Vorgänger zuerst zu lesen, denn die Vorgeschichte aus dem ersten Band ist wichtig für das Verständnis der Handlung in "Die Freiheit so nah". Außerdem schließt Band zwei direkt an Band eins an.

Nachdem Emma und Elias einen schweren Unfall hatten, liegt Elias im Koma. Auch Emma ist verletzt und kann sich nicht an den Unfallhergang erinnern. Zurück in Deutschland steht ihre Bewerbung für die ESA an und Michael steht plötzlich wieder vor der gemeinsamen Wohnung und will die Trennung nicht anerkennen. Emma weiß bald nicht mehr, wo ihr der Kopf steht, denn Michael drängt, die Eltern verstehen sie anfangs nicht und Elias erkennt sie nicht....werden die Beiden wieder zusammen finden?

Im Teil, der in der Vergangenheit spielt, sind wir einerseits wieder in Temeswar in Rumänien, welches 1916 noch zu österreichischen Monarchie gehörte. Dort lebten vor allem deutsch- und ungarisch stämmige Einwohner. Susanna hat in ihrer Heimat schwer um Anerkennung zu kämpfen und hat einige schwere Prüfungen zu überstehen.
Im zweiten Handlungsstrang in der Vergangenheit sind wir in New York bei Marie, die mit ihrem Vater Temeswar noch vor Beginn des ersten Weltkrieges verlassen hat. Beide versuchen sich in Brooklyn ein neues Leben aufzubauen. Obwohl sie Juden sind, erfahren auch sie - kurz bevor die USA in den Zweiten Weltkrieg einsteigt - Feindseligkeit, denn alles Deutsche wird abgelehnt. Diese Rückblicke in Maries und Susannas Leben bringen immer mehr ans Licht und die Verbindung in die Gegenwart zu Elias und Emma wird aufgelöst.

Diesmal waren mir die Sprünge zwischen den einzelnen Handlungssträngen fast zu schnell, denn jedes Mal, wenn ich gerade ganz tief in der Geschichte versunken war, wechselte man wieder zu einer der anderen Figuren. Im letzten Viertel gab es auch einen großen Zeitsprung, der jedoch zur Auflösung des Familiengeheimnisses nötig war.
Bis kurz zum Ende hin lässt uns die Autorin wieder ganz schön schmoren, denn ob Emma und Elias wieder zusammenkommen und wie sich das Familiengeheimnis schlussendlich auflöst, wird sehr spät aufgelöst.

Die Charaktere sind sehr lebendig und detailliert beschrieben. Sie sind facettenreich und entwickeln sich weiter. Besonders eine Figur hat mich sehr überrascht, die eine sehr starke Charakterentwicklung hinlegt.
Theresa Kern erzählt mitreißend und emotional. Ich habe wieder mit allen drei Frauen mitgefiebert und fand es am Ende schade, dass Maries Geschichte in der Vergangenheit nicht wirklich abgeschlossen wird. Der Strang blieb etwas in der Luft hängen.

Das Cover passt hervorragend zum ersten Teil (ich liebe diese Retro-Zeichnungen), jedoch nimmt New York die wenigste Handlung im Buch ein.
In der Klappe innen findet man den Stammbaum der Familien von Susanna und Marie - bis hin in die Gegenwart.

Fazit:
Band zwei ist genauso emotional, spannend und atmosphärisch erzählt, wie Band ein. Mir war der Zeitsprung im letzten Viertel fast zu groß und das Ende kommt dann relativ plötzlich. Den anschließenden kurzen Prolog hätte ich wiederum nicht gebraucht. Deshalb sind es diesmal 4 1/2 Sterne statt 5 Sterne geworden.
Es gibt aber auf jeden Fall eine dicke Empfehlung für diese tolle Dilogie von mir!

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Veröffentlicht am 07.08.2025

In den Wäldern Nordschwedens

Wo die Moltebeeren leuchten (Die Norrland-Saga, Bd. 1)
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Wir haben hier eine Geschichte auf zwei Zeitebenen, die uns in der Vergangenheit ins Jahr 1938 und in der Gegenwart ins Jahr 2022 nach Nordschweden führt. Sie erzählt eine Familiengeschichte aus dem Umfeld ...

Wir haben hier eine Geschichte auf zwei Zeitebenen, die uns in der Vergangenheit ins Jahr 1938 und in der Gegenwart ins Jahr 2022 nach Nordschweden führt. Sie erzählt eine Familiengeschichte aus dem Umfeld der schwedischen Sámi.

Die erst siebzehnjährige Siv muss, nach einem Unfall ihres Vaters bei Holzschlägerungen, ihren Traum Lehrerin zu werden aufgeben. Als älteste Tochter soll sie zum Einkommen der Familie beitragen. Ihr Vater schickt sie als Köchin ("Kocka") für eine zehnköpfige Gruppe von Holzarbeitern über die Wintermonate in den Norden Schwedens. Das schüchterne Mädchen fühlt sich anfangs unsicher, doch mit der Zeit genießt sie die neu empfundene Freiheit. Trotz der harten Lebensbedingungen und der Kälte fühlt sie sich unter den Männern wohl. Sie wird freundlich aufgenommen und akzeptiert. Dann begegnet sie den jungen Sámi und Rentierzüchter Nila und verliebt sich in ihn.

Sivs Enkelin Eva ist alleinerziehende Mutter eines Sohnes und Forstwirtin. Sie arbeitet in Uppsala als PR-Beraterin in einem großen Forstunternehmen. Dieses ist für die Abholzung in genau dem Gebiet verantwortlich, wo Eva ihre Kindheit bei den Großeltern verbracht hat. Ein vererbtes Stück Wald ist ihr geblieben und die Erinnerung an eine Jugendliebe. Nun soll sie nach Jahrzehnten wieder nach Västerbotten in das Dorf reisen und mit den Aktivistengruppen und Umweltschützern verhandeln. Doch diese Aufgabe ist alles andere als einfach und Eva bekommt immer mehr Anfeindungen zu spüren.

Der Autorin gelingt es perfekt historische und aktuelle schwedische Themen miteinander zu verknüpfen. Zentrale Bereiche des Romans sind die Rechte der Sámi, dem ursprünglichen Volk in Lappland, die mit ihren Rentieren durch die Wälder streifen, sowie das umstrittene Abholzungsprogramm. Darüber habe ich bereits einiges im Schweden Krimi von Sandra Åslund "Im Herzen so kalt" gelesen. Der Umgang mit den Wäldern in Schweden zu diesem Thema hat mich sehr nachdenklich gestimmt.
Besonders gelungen ist Ulrika Lagerlöf aber die Beschreibung der Natur und der Widrigkeiten der Gegend. Dabei unterstreicht sie aber auch dessen Schönheit und wie wichtig das Zusammenspiel der einzelner Organismen für die Wälder ist. Wirtschaftliche und ökologische Interessenskonflikte prallen hier immer wieder aufeinander.

Ich mochte den atmosphärischen und malerischen Schreibstil, der manchmal auch etwas melancholisch wird.
Es kommt selten vor, dass ich nicht der Handlung in der Vergangenheit den Vorzug gebe. Der Autorin ist es jedoch gelungen, dass ich beide Handlungsstränge gleich gerne gelesen habe. Man spürt die inneren Konflikte beider Frauen sehr stark durch die Zeilen. Während Sivs sich ihr Leben wahrlich anders vorgestellt hat und auch die Liebe zu Nila unter keinem guten Stern steht, erkennt Eva bald, dass sie die aktiven Umweltschützer, die gegen die Abholzung kämpfen, nicht ganz ignorieren kann und beginnt genauer hinzuschauen.

Ulrika Lagerlöf arbeitet in der Unternehmenskommunikation für die Forstwirtschaft. Ihr Mann ist ein Nachfahre von Selma Lagerlöf, die unter anderem "Nils Holgerson" geschrieben hat. Durch ihre eigene Familiengeschichte wurde sie zur Geschichte inspiriert.
Erwähnen muss ich noch den tollen Farbschnitt mit den Moltebeeren, den man ja eher in anderen Genres findet.

Ich habe leider erst jetzt bemerkt, dass es noch einen weiteren Band (oder zwei?) der Norrland Saga geben wird. Dieser erste Band ist für mich eigentlich abgeschlossen, aber ich lasse mich gerne überraschen.

Fazit:
Ein sehr atmosphärischer und dichter Roman, der einen Einblick in die Welt der Sámi gibt, aber auch einen Blick auf das Ökosystem und den Umweltschutz wirft. Ich empfehle diesen Roman sehr gerne weiter!

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Veröffentlicht am 05.08.2025

Wieder ein absoluter Pageturner

Worst Case
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Dies ist nun der dritte Thriller der ehemaligen Flugbegleiterin T.J. Newman, die jeden Menschen, der an Flugangst leidet, noch mehr Angst einjagt. Ich lese ihre Bücher prinzipiell NACHDEM ich in den Urlaub ...

Dies ist nun der dritte Thriller der ehemaligen Flugbegleiterin T.J. Newman, die jeden Menschen, der an Flugangst leidet, noch mehr Angst einjagt. Ich lese ihre Bücher prinzipiell NACHDEM ich in den Urlaub geflogen bin ;) Trotzdem greife ich immer wieder voller Spannung zu ihren Thrillern, denn sowohl "Flug 416", "Absturz" und nun "Worst Case" haben mich alle drei begeistert.

In "Worst Case" haben wir tatsächlich genau den angesprochenen worst case, denn eine Passagiermaschine stürzt genau über einem Kernkraftwerk ab. Keiner der Passagiere überlebt, doch noch ahnt niemand, welch verheerende Folgen dieser Absturz noch haben wird....

Wie auch schon bei den beiden Vorgänger hat man es mit einem Page-Turner zu tun, der einem kaum Luft holen lässt. Die Handlung wird aus mehreren Perspektiven erzählt und man erlebt diese aus verschiedenen Blickwinkeln. Es bleiben nur 16 Stunden und 38 Minuten bis die Kühlung des Clover-Hill-Kernkraftwerkes auszufallen droht und eine bisher noch nie dagewesene Nuklearkatastrophe in Gang setzt. Eine Crew von Experten und Feuerwehrleuten setzen alles daran die Feuer zu löschen und eine Kernschmelze abzuwenden. Doch die Probleme werden immer weitgreifender und die Zeit läuft den Menschen in Waketa davon.

Diesmal sind wir nur zu Beginn an Bord eines Passagierflugzeuges, denn die weitere Handlung spielt sich im Kernkraftwerk Clover-Hill in Waketa im Mittleren Westen der USA ab, sowie auf der Brücke über den Mississippi, die von Waketa hinaus führt. Dort kam es aufgrund von herabfallenden Flugzeugteilen zu einer Massenkarambolage. Dabei wurde ein Van schwer getroffen und hängt nun etwas instabil auf der Brücke fest. Darin sitzt ein kleiner Junge, dessen Rettung sich alles andere als einfach gestaltet soll.

Das Tempo steigert sich mit jedem Kapitel. Man fiebert mit den Feuerwehrleuten mit, die sich Befehlen widersetzen, um das Leben eines fünfjährigen Jungen zu retten. Man hält bei den Bemühungen im Kraftwerk, welches außer Kontrolle geraten ist, den Atem an und hofft auf ein Wunder. Obwohl es manchmal sehr technisch wird, während wir den Einsatz im Kernkraftwerk mitverfolgen, hat die Autorin diese Details so erklärt, dass ich sie auch verstehen konnte.
Es gibt viele Helden (sehr amerikanisch) und herzerwärmende Momente, denn manche Figuren müssen schwerwiegende Entscheidungen treffen, die tief berühren. Manche Szenarien sind etwas

Da radioaktive Strahlung nicht sichtbar ist, wird sie oft verharmlost. Wie gefährlich sie tatsächlich ist, wird einem in diesem Thriller sehr intensiv vor Augen geführt.


Fazit:
T.J. Newman ist die Queen der actiongeladenen Thriller, die man in einem Rutsch verschlingt. Auch diesmal empfehle ich ihre neuestes Werk sehr gerne weiter!

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